Beiträge von trommla

    einschließlich der Frage "Wer kann was stellen?"


    Ach ja, das hatte ich vorher glatt überlesen. Passiert das regelmäßíg? Ich würde nämlich einem Veranstalter regelmäßig einen gepflegten Vogel bei einer derartigen Anfrage zeigen. Es gibt sowas wie Backline Rental Companies, die das ganze Gerödel verleihen. Gemessen an den Gesamtkosten einer solchen Veranstaltung fallen die Kosten wirklich nicht ins Gewicht (wenn nicht sogar gesponsort). Und sollte am Ende tatsächlich ein Gewinn hängen bleiben, bin ich ja schließlich auch nicht beteiligt.


    Anders sieht die Sache bei selbst organisierten Veranstaltungen mehrerer Bands aus, aber da wäre ich dann selbst in der Rolle des (Co)Veranstalters mit in der Pflicht.


    Insgesamt lassen wir uns, insbesondere als Amateurmusiker, viel zu viel gefallen. In dem Moment, in dem wir einen Anspruch haben, vor Publikum ein professionell präsentiertes Programm darzubieten, haben wir auch einen Anspruch auf faire Bedingungen und nicht zuletzt faire Bezahlung. Es käme auch keiner auf die Idee, dem studentischen Aushilfskellner in der Kneipe ums Eck nur die Hälfte oder gar nichts zu zahlen, weil er es ja nur in seiner Freizeit macht.

    Ich kann verstehen, dass man als Setsteller keine Lust hat, am Ende für Schäden aufkommen zu müssen.


    Was die etwas rigide "Verstellpolitik" betrifft, gebe ich zu bedenken, dass jeder andere Drummer ebenso den Anspruch hat, seine beste Leistung abliefern zu können, was mir (wenn überhaupt ;) ) nur gelingt, wenn das Set im Wesentlichen so aufgebaut ist, wie ich es gewöhnt bin. Wenn man mir vor Ort - denn von vorne herein wird ja nur kommuniziert "Set ist da" - derartige Restriktionen auferlegen würde, wäre meine Stimmung für den restlichen Tag im Keller. Andere Bands, Veranstalter (und auch das Publikum!) haben m.E.ebenso wie der Verleiher einen gewissen Anspruch auf möglichst gute Performance, und zumindest mir gelingt das nicht, wenn ich völlig außerhalb meiner Komfortzone spielen muss. Blöde Situation, wenn das eigene Set weit entfernt im Keller/Proberaum steht.


    Und wenn jemand Angst vor Umbau oder Schäden am Set hat, sollte er vielleicht darauf verzichten, sich freiwillig zu melden. Dann verkehrt sich die ehrenwerte Absicht nämlich schnell ins unkollegiale. Ein Set gestellt zu bekommen ist für mich am Veranstaltungsort "Nice to have", aber lieber schleppe ich selbst, als dass ich über verstellte Toms und Beckenständer diskutieren muss.


    In einer Bühnenanweisung sollte also stehen "Standardset mit Erlaubnis zum Verstellen".


    Gut dass Savagedrums hier seine Vorstellung darstellt, ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass einen so etwas erwarten kann. Again what learned.

    Meine geliebte Masterwork Custom Hihat ist zu laut. Gerade wenn ich aufnehme und besonders aufs Timing achten muss, spiele ich sauberer wenn ich rein haue, bin sowieso eher ein Heavy Hitter. Das geht mit der Hihat auch gut, aber sobald ich die einen Hauch zu offen habe, macht sie alles platt


    Es sind viele interessante technische Lösungsansätze genannt worden. Trotzdem, und entschuldige wenn ich wiederhole, was einige andere bereits schrieben, gibst du dir schon im Startpost die Antwort absolut selbst. Nur sauber spielen zu können, wenn man prügelt, ist ein spielerisches Defizit, an dem man arbeiten kann (und m.E. sollte). Natürlich heißt das nicht, dass du ein schlechter Drummer bist. Es gibt legendäre Schlagzeuger mit deutlichen technischen Schwächen.


    Wir neigen dazu, mit Hilfe technischer Ansätze schnelle und effiziente Lösungen finden zu wollen. Es gibt natürlich Becken, die aufgenommen komisch klingen. Andere klingen pur komisch, aber in Aufnahmen genial. Irgendwelche Bastellösungen ala Gaffa o.Ä. verändern am Ende immer den Sound spürbar, und ob das dann noch geil klingt, lasse ich mal offen. Mikrofonierung kann helfen, unterstützend manches zu kaschieren, nur ist Recording ein Feld, bei dem man, gerade als Amateur, so viel Erfahrung braucht, um SCHNELL eine wirklich gute Lösung zu finden. Sowohl als Drummer als auch als Tontechniker wird man nicht von heute auf morgen gut, sondern braucht Geduld. In welche der Bereiche du deine Geduld steckst, musst du selbst entscheiden.


    Für effektiver - und damit auch universeller für zukünftige Aufnahmen - halte ich das Üben von unterschiedlichen Dynamikbereichen. Denn dass irgendwas zu laut klingt und daher bewusst leiser gespielt werden muss, taucht beim Recorden immer wieder auf. Und spätestens, wenn du das Studio zahlen musst, freust du dich über jedes Experiment, das du dir sparen kannst, weil die Spieltechnik sofort abgerufen werden kann.

    Ich glaube, das läuft entweder auf einen kompletten Ständer oder eine Bastellösung raus. Interpretiere ich es richtig, dass du mit dieser Variante beide Toms nach links bekommen willst, dass Snare und Toms ein Dreieck bilden?


    Theoretisch kannst du einen Tomhalter auch mittels Multiklammer an einem Beckenständer befestigen. Mir wäre diese Lösung, zumindest an einem Galgenständer, eh die liebere, da ich einen Ständer weniger zu schleppen habe. Zumindest zum Ausprobieren des Aufbaus ist die Variante sicher geeignet, und eine Multiklammer zusätzlich kann man immer mal brauchen.


    Nach einer dauerhaften (Bastel)Lösung kannst du dann in Ruhe auf dem Gebrauchtmarkt suchen.

    Der Muffkopf wäre vielleicht für dich ne Möglichkeit?


    Findest du nicht, dass es klanglich einen riesigen Unterschied macht, ob man den Beater austauscht (=Anschlagsgeräusch) oder das Fell dämpft (=v.a. Sustain/Decay)? Kenne den Muffkopf nicht aus Erfahrung, kann mir aber nur schwer vorstellen, dass er hier ne echt Lösung wäre.


    Mein Lösung ist hier ein starkes Gummiband (z.B. Expander)


    Die Lösung klingt nach wenig Kosten und Aufwand, was ich spontan sehr charmant finde. Meinst du mit Expander diese Gummidinger mit Haken dran? Hattest du da nie Probleme mit Schäden? Metall auf Holz, Lack oder Chrom lässt mich immer etwas nervös werden.

    Wenn man passgenauere Taschen hat wie" Rockbags von Warwick"


    Genau über diesen Hersteller habe ich teilweise über erheblichen Mängeln in puncto Haltbarkeit gehört, daher kamen sie für mich nie in Betracht.


    Ist aber OT auch ein gutes Beispiel, wie in unserer Wahrnehmung der gut beleumundete Name eines Herstellers automatisch mit Markenqualität gleichgesetzt wird. Doch halt, war nicht Warwick für ganz andere Produkte bekannt, nicht unbedingt für Textilwaren?

    zusätzlich Fiberglasböden oben und unten (könnte man nun sorglose/r mit Inhalt stapeln)


    Funktioniert hervorragend. Auch der Transport zur Bühne mittels Rollwagen läuft bei mir in der Regel exakt so. 4 Taschen plus Beckencase gestapelt. Der Vorteil von Hardcases könnte sich bemerkbar machen, wenn der ganze Turm z.B. über eine Türschwelle mal ins Kippen gerät und umfällt. Ein einziges Mal ist mir das passiert (wobei mir fast das Herz aussetzte), umso zufriedener war ich, danach keinerlei Schäden festzustellen. Trotzdem zur Nachahmung eher nicht empfohlen :D

    Alles ganz banal ( :D ) 4/4, und die "1" sitzt genau auf Snare/halboffener HiHat. Was der Rest drumherum macht, müsste ich mir erst mal genauer raushören, aber in diesem Live-Video bekommt man einen vagen Eindruck, wie der Handsatz auf die Toms verteilt wird.


    https://www.youtube.com/watch?v=QALyc2Evu1s


    Ich schicke dir mal eben eine Bilddatei mit den Akzenten, die Instrumentierung kann man tatsächlich aus dem Video eruieren.

    wenn ich die Snare so kaufe würde ich schon 3-400€ zahlen


    Da hat der Verkäufer vielleicht etwas übertrieben. Hab nicht sehr viel im Netz gefunden, aber 250,- (+/-) dürfte realistischer sein. Vielleicht nochmal der Hinweis, jemand mit Erfahrung mit zum Shoppen zu nehmen. Ein zweites Paar Augen/Ohren ist bei so einer Anschaffung nie falsch.

    Das ist doch genau die richtige Herangehensweise, ohne Zeitdruck im Laden testen und das raussuchen, welches am besten gefällt. Wenn dann der Preis noch stimmt, alles bestens. Tama ist ja nun durchaus ein Hersteller mit untadeliger Qualität. Lediglich "Flat Black" klingt für mich etwas fade, aber das ist Geschmackssache.


    Wenn du das Set ohne Hardware kaufst und dabei Geld sparst, könntest du überlegen, die Snare noch upzugraden. Ich kenne die Tamaschnarre nicht, habe aber bisher den Eindruck gewonnen, dass die Seriensnares diverser Hersteller oft bestenfalls durchschnittlich waren, mich aber meist nicht begeistert haben. Stattdessen eine wirklich geile Snare mitzunehmen, kann ein Major Upgrade sein.

    Die Gretsch war aus Holz und hat mich tierisch angemacht, die Folge war die Anschaffung von 20 weiteren Snares

    :thumbup:

    entweder wir spielen in der Sandgrube ohne Dach bzw. zu fünft auf der 3x4m großen Bühne, oder wir spielen eben GAR NIE.

    Das ist ein entscheidender Punkt. Nicht nur Veranstalter lassen möglicherweise die Finger von einer Band, die auf dicke Hose macht, wenns nicht die Stones sind.


    Auch die Mitmusiker reagieren irgendwann genervt, wenn der Drummer am Tag der Veranstaltung wieder mal rumzickt, nur weil irgendwas nicht ganz plan ist. Natürlich klärt man die Gegebenheiten im Vorfeld (möglichst schriftlich) ab. Wenn aber dann doch was nicht passt, muss ich halt gelegentlich in den sauren Apfel beißen und gute Miene zum Spiel machen.


    Wenn ich schon weiß, ich spiele im Biergarten mit fraglichem Allwetterschutz, dann packe ich halt nicht die beste Garderobe ein und nehme eine große Bauplane mit, die ich bei Bedarf schnell über meinen Kram drüberschmeißen kann, um wenigstens schwere Schäden zu vermeiden.


    Mein Augenmerk liegt generell weniger auf meiner persönlichen Komfortzone, sondern auf grundlegenden Sicherheitsfragen. Wenn z.B. Veranstaltungstechnik desolat erscheint oder Strom mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen könnte, frage ich mal dezent nach.


    Bei uns in der Region gab es vor wenigen Jahren bei einem Stadtfest einen schweren Unfall, bei dem ein Musiker auf der Bühne einen Stromschlag bekam und wiederbelebt werden musste. Da ist mir dann mein teures Equipment relativ.

    Jetzt beginne ich zu verstehen, was ihr da so treibt. Das ist ein Szenario, welches ich so nicht kannte, da ich noch nie mit so wenig Aufbauzeit klarkommen musste. In welchen Settings (außer Karneval) ist denn so ein schneller Aufbau nötig? Ich habe das in 35 Jahren nicht benötigt, aber auch nirgends auf der Bühne gesehen. Es hat auch noch nie jemand in einer Situation geäußert, dass die Zeit nicht da sei, normal aufzubauen.


    Wenn ich mir dann so ein Angebot wie das verlinkte ansehe, spielen wohl alle hier große Touren mit eigenem Sattelzug und eigener Crew, und ich muss immer noch alles im Pkw von Job zu Job fahren :( ;)

    Öhm dann ist für dich ja (fast) alles ein Fortschritt :D


    Alte Zildjian HiHat klingt gut, der Rest ist sehr diffus. Gerade bei Becken geht es ja nicht um "habe ich eins", sondern "welches habe ich". Ein Meinl Laser beispielsweise ist auch ein Becken, aber bei mir käme es maximal als Lampenschirm oder Wanduhr zum Einsatz. Weshalb an Becken hier höhere Anforderung zu stellen sind, habe ich ja schon geschrieben.


    Hast du aktuell einen Lehrer oder erfahrenen Drummer in der Nähe? Dem würde ich meinen Krempel zeigen und fragen, was er für 1500,- kaufen bzw. tauschen würde. Das wäre wenigstens meine Philosophie. Mir ist es völlig wurscht, ob meine Kessel die tollsten der Welt sind. Das Gesamtpaket muss meine Bedürfnisse abdecken, bezahlbar sein und ausnahmslos in meinen Ohren gut genug klingen. Ein Teil mit besch... Sound fliegt raus, egal ob Trommel, Becken, Cowbell oder sonstwas. Ebenso ein Ständer, der nervt, weil sich ständig Schrauben lockern. Die Liste kannst du beliebig ergänzen.


    Da Scott-Trommeln nur knapp oberhalb von Omo-Trommeln angesiedelt sind, befürchte ich, dass du auch kaum Plan vom Stimmen hast, also wirst du die Nuancen zwischen Oberklasse- und guten Einstiegssets vermutlich gar nicht wahrnehmen. Ich rate bezüglich der Shells daher zur Zurückhaltung und würde mich lieber insgesamt bestmöglich aufstellen.

    Interessant zu lesen. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, der Ludwig Teppich funktioniert auf der LM402 sehr gut, selbst wenn er OEM ist. Das beweist wohl mal wieder, dass Luddies soundtechnisch echt pflegeleicht sind :)

    Die Frage ist, wo du equipmenttechnisch herkommst und was du genau erwartest. Hast du ein Einsteigerset vom Aldi und möchtest dich verbessern? Spielst du ein gutes Set und suchst ein Zweitset für die Bühne? Bist du bislang E-Drummer und willst endlich was richtiges? (hehe :))
    Hast du bereits (solide) Hardware und (gute) Becken?


    Ich unterstelle zunächst mal, dass du noch nicht allzu viel Erfahrung hast. Die Summe, die man für ein gut klingendes Schlagzeug braucht, wird meistens (deutlich) überschätzt, und mit etwas Glück, Geduld und guter Beratung bekommst du ein komplettes Set mit allem Drum und Dran für weniger als 1500,- und hast was richtig solides.


    Gerade gestern Abend habe ich an einem Set gesessen, was fantastisch geklungen hat, obwohl nichts teures dabei war. Ein Mapex Pro M mit relativ günstigen Masterwork Becken, guten Fellen und toll gestimmt.


    Leider wird von weniger versierten Drummern oft übersehen, dass man an die Beckenausstattung viel höhere Ansprüche stellen sollte als an Kessel. Die kann man nämlich nicht mit neuen Fellen ausstatten oder stimmen. Und klapprige Hardware kann schnell richtig nerven!!!


    Erzähl uns doch mal, was du schon alles hast, dann können wir dir eventuell besser weiterhelfen.

    Ich hatte so etwas schon gelesen, war/bin mir aber nicht sicher, ob Wahrheit oder moderner Mythos.


    Bzw. vermute ich, dass Teppiche eher regelhaft von Drittherstellern zugekauft, gebrandet und als eigenes Produkt verkauft werden, ob da nun DW,Ludwig, Masshoff, Sonor oder sonstwas draufsteht. Die Frage ist dann halt, aus welchem Werk die stammen. Die Zeiten, wo namhafte Hersteller noch alles im eigenen Werk fertigen, sind vermutlich schon lange passé.

    Da bin ich jetzt völlig bei dir :) Vergleichstest lässt sich sicher auch bei Gelegenheit mit einem Leihgerät bewerkstelligen. In Augsburg sollen ja bekanntlich ältere Sonortrommeln an Bäumen oder in Kofferräumen wachsen.

    Warum nicht den original Ludwig? Auf meiner LM402 macht der nen guten Job. Im direkten Vergleich mit nem 24er Masshoff könnte ich nicht sagen, dass er schlechter klingt, kostet aber nur ein Drittel davon (hab zum Glück beides da zum Vergleich).


    Bin selbst erstaunt, da der Ludwig eher wie ein 5€ OEM Teppich aussieht, aber für mich funzt der und klingt "möglichst original".

    fest verschraubt, sollte alles halten


    Wenn alle Schrauben, Gussteile etc. ausreichend dimensioniert sind für die entstehenden Belastungen, möglicherweise ja. Allerdings gibt es auch noch andere kritische Punkte. Ich hätte zum Beispiel keine Lust, dass mir das Standtombein aus dem Holz ausbricht. Auch nicht, wenn Beschlag und Schrauben danach noch intakt sind ;)


    Hätte nicht Korki genau so etwas selbst in Nutzung, hätte ich jetzt wohl einfach gesagt "Schnapsidee". So stelle ich nur fest, dass der Nutzen für mich höchst fraglich erscheint. Wenn ich Vor- und Nachteile aufliste, sähe es bei mir in etwa so aus:


    Plus:
    - kurze Auf- und Abbauzeiten


    Minus:
    - enorm hohes Gewicht
    - nicht ohne fremde Hilfe handlebar
    - nicht ohne Spezialgerät (Hänger) transportierbar
    - anfällig für Beschädigung
    - unflexibel, wenns eng zugeht
    - (rückenunfreundlich)


    Für ganz kleine Gigs nehme ich ggf. 18er Bass Drum, Snare und HiHat (alles einzeln), und gut is. Zur Not sogar ohne Bass Drum
    Transportfreundlich, schnell aufzubauen, und funzt in jeder Situation, auch alleine. Was will ich mehr?