Beiträge von trommla

    fest verschraubt, sollte alles halten


    Wenn alle Schrauben, Gussteile etc. ausreichend dimensioniert sind für die entstehenden Belastungen, möglicherweise ja. Allerdings gibt es auch noch andere kritische Punkte. Ich hätte zum Beispiel keine Lust, dass mir das Standtombein aus dem Holz ausbricht. Auch nicht, wenn Beschlag und Schrauben danach noch intakt sind ;)


    Hätte nicht Korki genau so etwas selbst in Nutzung, hätte ich jetzt wohl einfach gesagt "Schnapsidee". So stelle ich nur fest, dass der Nutzen für mich höchst fraglich erscheint. Wenn ich Vor- und Nachteile aufliste, sähe es bei mir in etwa so aus:


    Plus:
    - kurze Auf- und Abbauzeiten


    Minus:
    - enorm hohes Gewicht
    - nicht ohne fremde Hilfe handlebar
    - nicht ohne Spezialgerät (Hänger) transportierbar
    - anfällig für Beschädigung
    - unflexibel, wenns eng zugeht
    - (rückenunfreundlich)


    Für ganz kleine Gigs nehme ich ggf. 18er Bass Drum, Snare und HiHat (alles einzeln), und gut is. Zur Not sogar ohne Bass Drum
    Transportfreundlich, schnell aufzubauen, und funzt in jeder Situation, auch alleine. Was will ich mehr?

    Ich bin zwar kein Drum Craft - Kenner, aber wenigstens Besitzer. Das DC7 und 8, zu welchem dein Angebot gehört, sind absolut professionelle Instrumente und sicherlich in gutem Zustand 800,- € wert. Nur, wie schon geschrieben wurde, hat Gewa die Produktion nach nur wenigen Jahren eingestellt. Das lag nach meinem Kenntnisstand nicht an Produktmängeln, sondern an der hausinternen Konkurrenz. Gewa vertreibt halt auch den einen oder anderen "Dicken Fisch" auf dem Schlagzeugmarkt, und da kam man sich wohl intern ins Gehege.


    Warum auch immer, dir muss bewusst sein, dass du zwar ein gutes Set bekommst, es aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit später nur für einen Bruchteil dessen verkaufen wirst, den du selbst zahlen müsstest. Das heißt, du verbrennst Geld, sofern du dir nicht zu 100% sicher bist, das es dein Traumset ist, welches du bis zur Rente spielen wirst.


    Welche Felle du draufspannst, wird völlig egal sein, das DC8 ist völlig easy zum Klingen zu bringen.

    Habe einige Millennium Tour Bags im Einsatz und transportiere regelmäßig im eigenen Auto. Für meine Zwecke völlig ausreichend, trotz reichlich Gigs in den letzten paar Jahren keinerlei Schäden. Die Maße reichen auch für ausladende Tomaufhängungen, die Nähte und Reißverschlüsse sind solide. Die Griffe finde ich bei den Thomann-Taschen etwas mau, kann ich aber bei dem Preis damit leben.

    Den Thread nenn' ich Probleme machen, wo gar keine sind ;)


    Wie bereits genannt, bezieht sich die Größenangabe immer auf die zu verpackende Trommelgröße, nicht auf den Taschendurchmesser.


    Vorsicht ist geboten beim Kauf wirklich alter, gebrauchter Cases aus Zeiten, als es noch keine Freischwinger gab. Ich hatte z.B. mal nen Satz LeBlond-Koffer aus den frühen 80ern, da gingen keine modernen Toms rein. Ich würde passend bestellen und mich freuen festzustellen, dass aller Stress unnötig war :)

    Mag ne schräge Assoziation sein, aber irgendwie stelle ich mir grad vor, wie der Führer die 6. Armee zum Durchhalten an der Ostfront "motiviert".


    Auch wenn ich mich mit der Stimme schwertue, ansonsten finde ich es sauber produziert und musikalisch durchaus gelungen.

    Habe leider für eine deutsche Version des Sonormuseums nichts beizutragen. Meine alten Sonors sind ebenso schon lange weg wie Prospekte oder andere Devotionalien. Allerdings würde ich eine (besser gemachte und aktuellere) deutsche Version durchaus begrüßen und verspreche wenigstens, die Seite dann regelmäßig zu besuchen.

    Warum sollte die Supra besser sein, nur weil sie auf dem Gebrauchtmarkt teurer gehandelt wird? Die D454 ist ebenso ein Klassiker, nur zum Glück fürs Portmonee nicht so mythisch verklärt. Kannst ja mal Hebbe nach seiner Meinung fragen, der kennt beide Schraube für Schraube ;)


    Besser wären exakt senkrechte Fotos der Beds. Im Moment lässt sich das mit schief montiertem Teppich nicht sicher beurteilen. Könnte am gecrimpten Bed liegen, vielleicht hat die Supra aber auch mal ausserplanmässig was auf die Backe bekommen. Klingt sie denn?

    Der Werbetexter (aka Fachmagazin-Redakteur) hat sich in unserem Sprachgebrauch vermutlich schon ziemlich breit gemacht, und wir sind natürlich keine Spielverderber und übernehmen diese Attribute.


    Immer funktioniert diese Analogie vermutlich nicht. Wenn mir jemand "crisp" lautmalerisch vermitteln will, könnte das amüsant werden. Und wie brechendes Knäckebrotzumindest klingt zumindest keine meiner Snares ...

    Aber lass uns nicht spießig werden, trommla


    Hihi, ein bischen hast du mich erwischt, aber

    Auch bei Jazz darf der Funke überspringen

    da bin ich völlig dabei.


    Schöne Sache z.B. der Saxofonist spielt mit zwei Saxofonen gleichzeitig ein zweistimmiges Solo (Affensong/Dschungelbuch). Da kam dann schon Stimmung auf. Schade, jetzt hat der Ärmste "Rücken" und kann's/will's nicht mehr machen.


    Wenn Kinder da waren ( z.B.bei Biergartengigs tagsüber), dann durften die auf die Bühne und bei Caravan im Intro nen Gong schlagen. Das sichert schnell die Sympathien des Publikums.


    Oder bei "It don't mean a thing" (deutscher Text: sie kauft schon wieder Schuh') hat sich der Sänger von einer anwesenden Dame die Schuhe geborgt und auf Rotos mit den Absätzen ein kleines Percussion-Solo gespielt. Als Preis hat die Dame dann natürlich eine CD als Dankeschön bekommen (die man an dieser Stelle nebenbei noch schnell angepriesen hat).


    Einzelne freiwillige Gäste mit einbeziehen hat meist gut funktioniert, weil es ebenfalls eine Brücke ins Publikum baut, aber Peinlichkeiten vermeidet.

    Ich lese aber zuweilen in Zeitschriften


    Ich habe mir abgewöhnt, dieses Geschwurbel allzu ernst zu nehmen, und von Objektivierbarkeit will ich mal gar nicht reden.


    Aber ist es mit Sinneswahrnehmung nicht immer so, dass es schwer ist, diese zu objektivieren? Bei Minusgraden werden wohl die meisten Menschen von "kalt" sprechen, und doch hacken manche Löcher ins Eis und gehen baden, wo ich schon beim Gedanken dran einen Herzstillstand bekomme. Bei 10 Grad im Frühling fühle ich mich hingegen halbwegs wohl, wo manche Dame sich eine Wärmedecke wünscht.


    Aber zum Thema, die schon genannten Beschreibungsversuche finde ich allesamt recht anschaulich und nachvollziehbar, also scheint es zumindest eine Art gemeinsamer Basis zu geben. Percussiv würde ich ebenfalls als Attack-reichen Sound mit wenig Sustain/Decay beschreiben, egal ob das nun KLOCK oder TACK oder BONG macht.

    Ich weiß ja nicht genau, was ihr unter Jazz versteht. Die Bandbreite soll ja recht groß sein, und wenn man nicht genau weiß, in welche Rubrik ein Stück gehört, dann erklärt man es kurzerhand zu Jazz ;)


    Als selbst praktizierender "Jazz"-Drummer ist mein Eindruck des typischen deutschen Jazz-Konzert-Besuchers jedefalls tendenziell der, dass dezentes rhythmisches Mitwippen meist das maximal erwartbare Maß an Mitmachen darstellt. Jazz-Konzert-Besucher sind in der Regel nicht auf Party aus, sondern auf anspruchsvollen Kulturgenuss, diesen aber - bitte - in erträglicher (=gedämpfter) Lautstärke.


    Anders ausgedrückt: wenn man tatsächlich ein besonderes Showtalent in seinen Reihen hat, kann man sich auf der Bühne natürlich zum Affen machen etwas "publikumsnäher" präsentieren , aber bei Jazzkonzerten (mit üblicherweise ja meist überschaubarer Hörerschaft) wird diese Komponente vermutlich am allerwenigsten erwartet oder goutiert. Insbesondere beim Jazz reicht es meinem Geschmack nach völlig, sich auf die musikalischen Qualitäten der Darbietung zu konzentrieren.


    Edit: meine liebste Publikumsbeteiligung nennt sich Eintritt :D

    Ich finde diese hier
    http://vicfirth.com/products/a…ments/brushes/wire-brush/
    einen ganz guten Kompromiss. Fest genug, um etwas Sound aus Trommeln und Becken zu holen, aber Wischen setzt sich in nicht ganz leiser Umgebung ebenfalls noch durch. Gerade heute wieder in einer kleinen Halle unmikrofoniert getestet.


    Rein zum Wischen habe ich andere, weichere Favoriten, aber in ner Rockband kommt es darauf wohl nicht ausschließlich an.

    Die Starclassic Maple Snare hat Gussreifen, oder? Die macht den Sound natürlich modern und trocken. Wechsel hier mal auf der Schlagseite zu normale Stahlreifen, das dürfte mit verantwortlich sein.


    Die von dir verlinkten Videos zeigen beide Holzsnares, daran liegt es 100% nicht. Aber beide haben Stahlreifen, das Catalina sogar dünne 1,6 mm Hoops, wie sie damals üblich waren. Beide Sets sind insgesamt ab Werk wesentlich mehr auf Oldschool getrimmt als ein Starclassic, das hört man wohl anscheinend doch ;)


    Wenn das nicht reicht, leg mal die Evans-Felle beiseite und probier Remo aus. Evans hat meiner Erfahrung nach eine eher moderne Abstimmung, die für Vintage aber nicht meine erste Wahl ist.


    Wenn du kein Heavy Hitter bist, könnte auf der Snare ein Remo Skyntone funktionieren. Das ist eines der Felle, die in Richtung Naturfelle gehen sollen. Ist ziemlich dünn, klingt sehr warm und oldschool. Sieht halt auf einem Rockset vielleicht etwas eigenwillig aus. Mit dem Vintage Ambassador habe ich keine Erfahrung, würde ich aber auch mal testen.


    Welches Fell und welchen Beater hast du derzeit auf der Bass Drum? Klebt ein Falam Slam drauf?
    Ich mache mir, wenn ich einen weichen BD-Sound brauche, so ein Fleece-Schweißband um den Beaterkopf. Das hat einen Effekt wie diese Lammfelldinger, kostet nix und ist schnell dran- und wieder abzumachen. Zur Befellung hat der Fürst ja schon was gesagt, ich komme mit coated PS3 mit wenig Dämpfung im Inneren aber durchaus auch gut klar.

    im Original benutzt man Neumann U87 oder U47


    Na ja, ich glaube, das war eher Zufall, da diese in professionellen Studios in der Regel vorrätig sind. ;)


    Ich hatte mal ein Setting mit NT5 und C414 im A/B-Vergleich und fand die 414er eindeutig "schöner". Trotzdem haben wir uns für die NT5 entschieden, denn der Sound war gefühlt mehr "LoFi", was den Charakter der Musik, die wir aufnahmen, besser unterstützte.


    Warum schreibe ich das? Um zum Ausdruck zu bringen, dass es wie so oft kein Richtig oder Falsch gibt, sondern die individuelle Anwendung ebenfalls eine Rolle spielt. Wenn du z.B. planst, die Mikros regelmäßig für Liveabnahme zu verwenden, würde ich eher günstige Kleinmembraner als teure Großmembraner wählen. Wenn die Dinger ausschließlich zuhause neben den Kronjuwelen lagern, können es die teuersten Dinger sein, die ich mir leisten kann.


    Für mein Empfinden wären die Oktavas ein guter Kompromiss zwischen Sound und Usability, die du dir näher ansehen solltest.

    Hallo Duke,


    kann mir nicht vorstellen, dass dich diese Fragestellung am Ende ein Mü weiter bringen wird. Jeder von uns hat unterschiedliche Vorlieben, nicht jeder von uns hingegen eine Mapex Thomann Edition Schnarre. Zumal Thomann ja nicht nur ein solches Angebot hatte. Mir fällt da eher der Satz ein "ja is denn scho wieder Weihnachten?" ;)


    Bei Youtube gibt es ja genügend Vergleiche z.B. den hier
    https://www.youtube.com/watch?v=9LcvA7m_s0M


    Ich bevorzuge beispielsweise eher schmale Teppiche mit 16 oder 20 Spiralen. Da kann ich dir zwar keine Geheimwaffe nennen, weiß aber zumindest aus Erfahrung, dass
    a) ein guter Teppich den Sound durchaus verbessert
    b) der teure dem günstigen Teppich aber nicht automatisch überlegen ist.


    Wichtig ist, ob deine Snare ein Snare Bed hat, und wie breit dieses ist. Denn an dieser Stelle muss Snare zu Teppich passen. Breiten Teppich auf schmalem Bed ist z.B. nicht zu empfehlen.


    Mit Puresounds macht man meiner Erfahrung nach für gute 20 Euro keinen Fehler, hat natürlich die Qual der Wahl aus Zig Modellen. Da ich meist zu geizig bin, um sinnlos Geld zu verbrennen, nehme ich das, was mir zum vernünftigen Kurs vernünftige Ergebnisse liefert. Es mag Teppiche für mehr Geld geben, die 2 % besseren Sound liefern, mir ist das egal.


    Bei Teppichen bin ich einmal von der Devise abgewichen und habe kürzlich viel Geld für einen handgemachten Boutique-Teppich einer deutschen (Berliner) Manufaktur erworben. Nun weiss ich, allen vollmundigen Lobpreisungen zum Trotz, dass man das zum guten Snaresound NICHT braucht.


    Allerdings deutet "nach stundenlangem Stimmen keinen Erfolg" für mich möglicherweise zudem auf fehlende Skills beim Stimmen oder der Teppichbefestigung hin. Ich möchte nichts unterstellen, aber wenn man weiß, was man tut, sollte man normalerweise nach 10 Minuten fertig sein mit dem Snarereso und einen annehmbaren Sound erhalten. Wir sprechen ja nicht von der 30,-€ Keksdose von Scott.