Oder du bleibst dran, suchst dir aber erstmal wirklich was günstiges zum Üben. Abgefuckte Snares oder Sets gibt es ja zuhauf nachgeworfen, und dem einen oder anderen macht restaurieren vielleicht noch Sinn und Spaß. Selbst wenn nicht Ludwig draufsteht.
Ich glaube, die Herausforderung gerade für dich als Schüler ist nicht die handwerkliche Seite, sondern die saubere Kalkulation im Vorfeld. Je genauer du Eventualitäten in deinen Kostenrahmen einkalkulierst, umso weniger böse wird die Überraschung. Dann kannst du nämlich jede Investition hinterfragen. Was du nicht weißt, kannst du dennoch grob abschätzen. Z.B. Portokosten sind leicht ermittelbar. Bei fehlender Hardware wird es schon schwieriger, aber grobe Anhaltspunkte gibt es im Netz.
Eine Kostenaufstellung könnte etwa so aussehen:
Drumset gebraucht: xx €
fehlende Hardware: xx €
Folie/Lack: xx €
Werkzeuge: xx €
Kosten Trommelbauer: xx €
Felle: xx €
Porto: xx €
sonstige Kosten: xx €
_______________________
Summe: xx €
Du kannst das in beide Richtungen angehen. Du recherchierst gründlich und gewissenhaft alle Kosten, die dich erwarten, auch Pinsel zum Verteilen des Leims auf dem Kessel ;), und erschrickst dann über die Gesamtsumme, die dich aufaddiert erwartet. Oder du setzt dir von vorne herein einen Kostenrahmen und verteilst diesen dann auf die einzelnen Positionen. Der Schreck bleibt auch da wahrscheinlich nicht aus, wenn du erkennt, wie wenig Spielraum dir bleibt.
Eine verbindliche Kalkulation hilft dir, dein Projekt im Griff zu behalten. Und lieber etwas großzügiger kalkulieren und sich am Ende über Einsparungen freuen. Andersrum macht es nur die deutsche Politik bei Großprojekten.
Wirtschaftlich ist möglicherweise die Restauration alter Trommeln ein riesiger Blödsinn, aber der Spaßfaktor ist eben unbezahlbar.