Beiträge von trommla

    Freaks gibt es auf der Welt....


    Auf jeden Fall vielen Dank für den tollen Hinweis. Mir geht es ähnlich wie Hammu, ich kann dem Sound der alten Bleche nicht in jedem Fall was abgewinnen, auch wenn ich mir im musikalischen Zusammenhang einer Swingband bei manchen vorstellen kann, dass sie sehr fein klingen.


    Faszinierend ist jedoch die Vorstellung, welche Geschichte jedes einzelne dieser Becken zu erzählen hätte. In 100 Jahren vermutlich eine lange :).

    aber ohne etwas Dämpfung waren schon so einige Obertöne zu hören


    Vielleicht verwenden wir die Begriffe auch etwas unterschiedlich. Natürlich sind noch Obertöne zu hören, aber ohne die ginge es für mich schon stark in Richtung tot. Speziell der Sound der 6,5er funktioniert für meine Ohren halt ohne jegliche zusätzliche Dämpfung schon bei Standardbefellung, ohne störend zu klingeln. Und mit entsprechenden Fellen hat der TS vermutlich exakt den Sound, den er sucht.


    Allerdings spiele ich selbst keine Supra, daher kann ich mir nur auf einen kürzlich erfolgten ausführlichen Test im Musikgeschäft stützen. Und da war ich ziemlich angetan von dem trockenen Sound.

    Immerhin kann man mit 89 Jahren nicht von einem verfrühten Tod sprechen. Daher schockt mich diese Nachricht im Gegensatz zu einigen anderen dieses Jahr wenig.
    Ich hoffe nur, dass nach der himmlischen Band jetzt nicht als nächstes die Instrumentenbauer dran sind, weil es oben Equipmentengpässe gibt.

    Diesen Sound bekommst du nicht ohne Dämpfung hin. ;)


    Nur dass du dann halt ne Ausstattung brauchst, die sozusagen schon vorgedämpft ist. Einerseits macht natürlich das vorgedämpfte Fell viel aus, andererseits Kesselbeschaffenheit und vor allem Gratung. Der beste Stavekessel nützt dir vermutlich wenig bis nichts, wenn du eine rasiermesserscharfe Gratung hast. Mein Tipp wäre eine Snare mit verrundeter Gratung. Durch die runde Gratung vergrößerst du die Auflagefläche des Fells, was zu weniger Sustain, weniger Obertönen und ausgeprägterem Grundtonbereich führen sollte. Ein aktuelles Beispiel ist die Sonor Vintage Series.


    Ich kann dir keine konkrete Empfehlung geben außer der schon genannten Supra in 6,5 Alu (was ne geile Snare!), würde aber je nach Budget mal die einschlägigen Trommelbauer für nen Maßanzug anfragen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass man fehlende Obertöne nicht ergänzen kann, falls sich dein Geschmack mit den Jahren ändern sollte.
    Da bliebe dann nur erneuter Equipmentwechsel.


    Hast du konkrete Gründe, die gegen zusätzliche Dämpfung sprechen? Denn gerade leises, dynamisches Spiel verträgt meiner Erfahrung nach mehr Singen als knalliger Back Beat. Da geht bei sehr trockenem Sound schnell was verloren. Moongel oder andere Dämpfungsmethoden könntest du nach Bedarf schnell variieren.


    Ich selbst bin ja immer noch - oder wieder - Fan eingebauter Dämpfer, wie vor Jahrzehnten üblich. :) Vintage rulez

    Die anderen Serien kommen aus GB


    Das stimmt so nicht, wenn man der deutschen Natal-Seite glauben schenkt. Zitat:


    Top-Klasse Schlagzeuge, in England mit Detailverliebtheit designt und in Taiwan von erfahrenen Schlagzeug-Baumeistern unter Verwendung hochwertigster Materialien handgefertigt, ohne den Blick auf die eigene Vergangenheit zu verlieren – dafür stehen NATAL Drums.

    Erfahrungen habe ich leider keine, auch wenn mein Eindruck auf der MuMe 2013 recht ordentlich war. Interessant finde ich, dass kaum ein gelisteter Händler hier in D auch tatsächlich Natal im Sortiment hat. Antesten könnte sich also schwierig gestalten.

    Die Frage nach der Verschleißträchtigkeit wurde z.B. hier mit Erfahrungswerten beantwortet.


    Da hammas. Im verlinkten Fred benennt exakt ein User seine negativen Erfahrungen, allerdings mit einem Set, welches anscheinend für nicht so robuste Böckchen bekannt zu sein scheint. Ein zweiter mit just dem gleichen Modell erwähnt ebenfalls ein defektes Böckchen, allerdings ohne eine Ursache zu nennen.


    Pbu, du wirst mir zustimmen, dass dieser Aussage empirisch ziemlich wenig Aussagekraft hat. ;)


    Im übrigen geht es mir mit dieser selbstverliebten Präsentation ähnlich wie dir.


    Danke Nils, derartige Erfahrungswerte vom Fachmann sind interessant zu lesen und klingen glaubwürdig. Allerdings verstehe ich immer noch nicht, wie unterschiedliche Zugkräfte an einzelnen Böckchen bei (meiner Einschätzung nach) nahezu unverändertem Vektor zu Entrundungen des Kessels führen können. Kannst du das physikalisch erläutern?
    Die Belastung des Kessels dürfte doch deutlich größer sein, wenn man seine Snares im Regal hochkant lagert!?

    Tja, Herr Masshoff ist offensichtlich sehr geschäftstüchtig. Aber er wäre beileibe nicht der einzige, der alten Wein in neuen Schläuchen verkauft, also was soll's.


    Ein anderer Aspekt geht mir gerade durch den Kopf. Würde er als kommerzieller Anbieter, der er ja ist, ein Verfahren propagieren, bei dem es regelmäßig zu schweren Nebenwirkungen kommt? Da hätte er doch umgehend diverse Klagen am Hals. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass Udo Masshoff von diesen Gerüchten nichts weiß und sie nicht hinterfragt hat.


    Ich vermute tatsächlich, dass man kein sehr großes Risiko bei der Anwendung eingeht und warte weiter gespannt auf Hinweise oder gar Belege eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Tuning-Tipp und Schäden :)


    Edit: Übrigens wieder mal eine Workshop-Tour, die nicht mal in die Nähe Münchens kommt :thumbdown:
    Die denken auch alle, wir sind noch zu sehr mit unseren Alphörnern beschäftigt...

    Jetzt muss ich mal ne ganz blöde Frage stellen. Unabhängig vom effektiven Nutzen dieser Stimmmethode, wem ist denn tatsächlich schon was zu Bruch gegangen, was man eindeutig und reproduzierbar auf diese zurückführen konnte?


    Scheinbar fehlt mir die Vorstellungskraft der wirksamen Kräfte, aber wo treten denn so immense Kräfte auf, dass an einer ordentlich verarbeiteten Einheit Reifen/Schraube/Böckchen Bruchschäden entstehen können? Weder ändert sich der Winkel der Stimmschraube nennenswert, noch bringe ich auf die einzelne Einheit einen Zug, der über dem einer insgesamt sehr hohen Stimmung liegt. Und die Bruchlast der Holz- und Stahlbauteile dürfte doch deutlich (!) über dem eines normalen Fells liegen. Wir sprechen glaube ich nicht von Kevlargelegen.


    Lediglich bei dauerhafter Anwendung könnte ich mir Verformungen der Hoops vorstellen. Aber wenn ich bedenke, welch katastrophal gestimmte Sets ich schon gesehen habe, ohne dass es zu Schäden kam, klingt das alles für mich etwas zu sehr nach Mythos.


    Natürlich lässt sich nicht ausschließen, dass ein bereits gedeckt bestehender Materialfehler oder -Verschleiß in so einem Moment dann offen zu Tage tritt. Trotz des im Einzelfall gegebenen kausalen Zusammenhanges müsste aber erst eine Regelmäßigkeit zu erkennen sein, um die Stimmmethode als ursächlich anzunehmen.


    Abgesehen davon habe ich bislang keinen Bedarf gehabt, eine Snare derart schnell umzustimmen. Wenn ich einen deutlich abgesetzten Sound brauche, steht halt ne Side Snare am Set. Daher sehe ich für mich eindeutig keinen Nutzen außerhalb reiner Experimentierfreude.

    Wer?
    Den kennt halt keiner


    Äh, ich bin mir jetzt net so ganz sicher, ob AC/DC so einen Popularitätsbooster brauchen???


    Ich hoffe einfach mal, dass die Kombi unerwarteterweise passt wie Arsch auf Eimer und die Jungs wissen, was sie da tun. Die Ära derartiger Rock-Giganten mit einer Peinlichkeit enden zu sehen, fiele mir schwer.


    Was die Absicherung betrifft, könnte ich mir vorstellen, dass Versicherer ziemlich genau unterscheiden, ob ein Ereignis plötzlich und ohne eigenes Zutun eintritt wie z.B. Unfälle, oder ob es sich um ein chronisches Leiden handelt, welches schon vorher bestand. Die Gehörprobleme wird Herr Johnson vermutlich bereits seit längerem haben und sie ebenso lange ignoriert haben, wie wir Kerle eben so sind. Dass es irgendwann nicht mehr geht, kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, aber letztendlich nicht unerwartet.


    Und, ebenfalls ohne es zu wissen, glaube ich kaum, dass man die Karten zurück geben kann. Denn man bekommt ja wie gekauft die Band AC/DC zu sehen und zu hören. Welche Gesichter da auf der Bühne stehen, dürfte vertraglich irrelevant sein. Was anderes wäre es bei einem Solokünstler, mit dessen Auftritt alles steht und fällt.

    Servus miteinander.


    Gibt es schon neue Tendenzen bezüglich des Termins? Hab inzwischen mal meine Termine durchforstet. An allen anderen Terminen geht es bei mir leider definitiv nicht. Das Wochenende 8./9. Juli würde ich mir prophylaktisch derzeit freihalten, wenn es nicht schon mangels Zuspruch ad acta gelegt ist. Falls es dieses WE wird, bringe ich natürlich auch was mit.


    Hebbe, vielleicht solltest du mit der Terminierung nicht allzu lange warten, bevor am Ende keiner mehr Zeit hat. Allen wird man es ja nie recht machen, leider.

    Mmm mir ist glaube ich immer noch nicht ganz klar, was du bezweckst. Willst du prinzipiell ein zusätzliches Rhythmusinstrument lernen, oder geht es dir primär darum, über diesen Umweg verbesserte rhythmische Fähigkeiten an der Gitarre zu entwickeln?


    Im ersten Fall würde ich auch zur Cajon tendieren, weil sie vom Soundspektrum vielseitiger ist (Bass- und Snaresounds!), besser aussieht und sogar im Wohnzimmer als Reservestuhl dient :) Für beide muss man Schlagtechniken erlernen, um die möglichen verschiedenen Sounds, die den Klang erst lebendig machen, bedienen zu können. Im verlinkten "Bongovideo" in deinem Eingangspost sieht man bereits in den ersten Sekunden seines Spiels diverse Schlagtechniken (open, close, slap etc.), die erst in der richtigen Abfolge den charakteristischen Groove erzeugen.


    Im zweiten Fall sehe ich dich (ich alter Miesmacher) nach wie vor auf dem Holzweg. Dein Gitarrenvideo zeigt, dass du dich schon eine ganze Weile mit der richtigen Gitarrentechnik auseinandersetzt, und deinen Klang finde ich erste Sahne. Ich wäre froh, so sauber spielen zu können.
    Allerdings hast du dich noch nicht damit beschäftigt, welche dieser vielen Noten den Rhythmus tragen, und welche - rhythmisch gesehen - Beiwerk sind. Jeder Rhythmus hat gewisse "Ankerpunkte", die den Groove tragen. Ganz einfach wäre hier Foor on the Floor, das klassische Bumm-Tschakk. Oder im Latin die 3/2 Clave. Was auch immer. Wenn man kein Rhythmusgefühl hat, heißt das nichts anderes, als dass man diese Ankerpunkte in seinem Spiel noch nicht gefunden hat bzw. diese nicht "in time" spielt.


    Im Moment versuchst du, alle Töne der Reihe nach akkurat zu spielen, was dir tatsächlich auch sehr gut gelingt. Dadurch nimmst du in Kauf, dass die Ankerpunkte zu spät klingen, wenn du die Töne davor noch nicht flüssig spielen kannst. Grooveorientiertes Spiel bedeutet unter Umständen genau das Gegenteil. Jetzt werden die Ankerpunkte "angepeilt", die immer präzise stimmen müssen, und alles andere ordnet sich unter. Einerseits dynamisch (z.B. leiser, gedämpft, staccato...), andererseits als Notnagel auch durch Weglassen. D.h. wenn du merkst, dass du dich bei einer Abfolge verhaspelst, dann entscheidest du, welche Noten du zur Entlastung weglassen kannst, ohne den Groove, also deinen Ankerpunkte, aus den Augen zu verlieren. Das ist an den Trommeln natürlich etwas leichter als an der Gitarre, da du unter Umständen auch noch einer Melodie folgen musst.


    Und da du mir auf meine letzte Aussage bezüglich Unterricht keine Antwort gegeben hast, reite ich da noch ein wenig drauf rum ;)
    Auf welche Töne es rhythmisch besonders ankommt, erklärt dir kein mir bekanntes YT-Video ausreichend, und dein Spiel beobachten kann YT auch nicht. Hier hilft NUR ein Lehrer, der gemeinsam mit dir Stücke rhythmisch analysieren und entwickeln kann.


    Diese Aussage gilt für Gitarre ebenso wie für Bongos oder Cajon. Und nen Pattern auf Bongo oder Cajon auswendig lernen, macht noch keinen Groove, sondern wird dich über kurz oder lang an exakt den gleichen Punkt führen, an dem du jetzt stehst. An welchem Instrument man nicht groovt, ist dann glaube ich irrelevant, oder?


    Der definitive Vorteil, den ich mir bei gutem Percussionunterricht erwarten würde, ist das bessere rhythmische Verständnis des Lehrers. Du glaubst gar nicht, wie selbst studierte Musiker oft rhythmisch untergehen, wenn man ihnen ein Percussioninstrument in die Hand drückt. Selbst wenn sie nur konstante Viertel auf der Cowbell klopfen sollen :)

    Der Aufbau deiner Becken ist wahrhaftig retro, passend zum Set :)


    Nun zu deiner Frage. Durchsuch' mal das Forum nach Sonor Hilite, hier wurde vor 10 Jahren mal der damalige Gebrauchtwert diskutiert. Die meisten Schätzungen lagen bei 500 bis 1000 Euro, je nach Ausführung und Zustand. Soweit ich es überblicke, ist es seitdem zu keinem Hilite-Hype gekommen, der die Preise hätte steigen lassen. Auf der anderen Seite würde ich seitdem auch keinen besonderen Wertverlust sehen, da es nach wie vor ein bekannter Klassiker ist. Im (nahezu) Komplettpaket würde ich es trotzdem nur zum Wahnsinns-Schnäppchenpreis kaufen, weil zwar gute Becken dabei sind, mir diese aber in der Kombination nicht gefallen (Crashes bis aufs 18er zu klein, 20er Ping Ride nicht mein Fall).
    Zusammen mit defekten HiHats und diesem langweiligen Finish bliebe als Budget nicht viel übrig. Und Schülern, die eine günstige Erstausstattung suchen, würde ich vermutlich zu modernerem Gerät raten, wenn das Hilite nicht mehr oder weniger geschenkt wäre.

    In deiner Situation würde ich Set und Becken vermutlich getrennt anbieten, auch wenn du dadurch etwas mehr Aufwand hast. Aber wenn jemand ein Hilite sucht, dann möglicherweise ein Sammler, der eben dieses Finish/diese Konfiguration sucht, aber schon Becken hat.


    Die Becken als Set gehen wahrscheinlich nicht wegen der defekten Hihat, der Rest könnte aber einzeln verkauft schon ein paar Hundert abwerfen.


    Der Rest bedeutet wie so oft "Versuch macht kluch". Stell die Sachen bei Kleinanzeigenportalen ein, wenn keiner Interesse hat, dann warst du zu teuer, und du musst den Preis senken. Wenn nach 10 Minuten 20 Anfragen sind, dann ist der Preis möglicherweise zu niedrig angesetzt, und du korrigierst nach oben. Oder du startest in der Bucht 'ne Auktion und beobachtest. Kann unerwarteten Geldsegen bedeuten, aber bei dieser Zusammenstellung erwarte ich eher Enttäuschung.


    Leider bin ich in diesem Sektor kein Fachmann. Aber vielleicht melden sich die Fachleute ja auch noch.


    Viel Erfolg beim Verkauf.

    In welcher finsteren Ecke Deutschlands lebst du, dass es dort nur eine Möglichkeit gibt, Gitarre zu lernen? ;)


    Gibt es bei euch ne Art Musikszene, also lokale Bands? Dann frag die mal nach Empfehlungen. Die haben in der Regel doch den Überblick, wer im eigenen Hoheitsgebiet was kann an den 6 Saiten. Privatlehrer sind bezüglich der Vertagsdauer oft flexibler als Musikschulen.


    Das Problem ist oft nicht, dass es keine Musiklehrer gäbe, sondern keine Verzeichnisse, um sie zu finden.
    Fragen könnte man auch die Musiklehrer an örtlichen Gymnasien. Die sind mit etwas Glück auch auf Zack.


    Und falls es regionale Musikläden gibt, bekommt man oft auch darüber Kontakte. Mit etwas Fantasie mußt du Musikunterricht mE nicht abschreiben.

    Danke für das Video, das macht dein Problem klar. Und verleitet mich zu folgender kühnen Aussage. Vergiss das Bongospielen, es wird dir nichts nützen. Dir fehlt grundlegendes Verständnis für Musik, nicht nur ein bißchen Gefühl für Rhythmus. Da hilft nur ein Lehrer, der dir das von Anfang an vermittelt.


    Musik ist Kommunikation, wie eine Sprache. Wenn du Dänisch lernen willst und nach längerem Selbststudium nicht weiter kommst, gehst du ja auch zu einem Lehrer. Und fängst nicht noch Schwedisch an, um Dänisch besser zu verstehen.


    Du brauchst einen Sprachlehrer für die Sprache Musik, weil du merkst, dass die Kenntnis der Buchstaben alleine nicht reicht. Und wie man die Buchstaben richtig anwendet, erschließt sich dir ohne fremde Hilfe offensichtlich nicht.


    Trotzdem: nicht verzagen, jeder hat mal angefangen.

    Wow, sehr hübsches Set. Und klanglich wissen wir's ja alle einzuordnen.


    10, 12, 14, 16 ist eine durchaus häufig anzutreffende Kombi, dagegen spricht mit Sicherheit nichts. Aber auch 10, 12, 16 ist üblich.


    Ob du es brauchst, kann ich nicht beurteilen. Ich habe z.B. an einem Set exakt diese Kombi, plus noch ein 8er Tom. Allerdings spiele ich meist nur ein Floortom, meist das 16er, weil ich festgestellt habe, dass ich beide Floortoms zusammen gar nicht wirklich ausnutze. Mein Spiel hat sich über 35 Jahre einfach anders entwickelt, so dass ich das 16er dann nur als Beistelltisch missbrauche.


    Daher würde ich mir vermutlich für keines meiner Sets zusätzlich ein Floortom kaufen, sondern das erforderliche Geld lieber in Becken oder Snares stecken.


    Wenn du allerdings regelmäßig Fills oder Grooves spielst, für die ein zweites Floortom erforderlich und durch nichts zu ersetzen ist, dann go for it.


    Mir persönlich würde ein zusätzliches Tom wahrscheinlich weniger bringen als beispielsweise Splashes, China, Cowbell oder sonst ein Blech, was ich an deinem Aufbau nicht sehe. Die Klangunterschiede zwischen nem tiefen BUUMM und nem noch tieferen BUUMM verspielen sich meinem Empfinden nach und machen mein Spiel nicht wesentlich interessanter.


    Allerdings finde ich 2 Floortoms optisch geil. Vielleicht pack ich sie doch mal öfters beide ans Set. ?( :)

    Lieber TS,
    entschuldige, falls mein Kommentar bei dir zu negativ angekommen ist. Meine Stimmung war nach einem unerfreulichen Termin wohl etwas gereizt.
    Ich wollte dir persönlich gar nichts unterstellen oder dein Spiel in Frage stellen, fand aber deine kategorische Weigerung, über reduzierte Lautstärke nachzudenken, tatsächlich etwas fragwürdig. Gut, dass du es selbst noch relativiert hast, jetzt versteh ich es besser.


    Und nein, auch bei Derek Roddy wird das Schlagzeug eine Grundlautstärke haben, die weit über der Toleranz eines sensiblen Orchestermusikerohres liegen dürfte, da teile ich deine Einschätzung. Aber wenn ich Rock spielen darf, was in letzter Zeit viel zu wenig vorkommt ;), bin ich wahrscheinlich auch nicht leiser, obwohl ich kein Metal-Prügler bin. Mein Spiel ist nur nicht so dicht :)


    Ich habe akustische Probleme bei (zu) lauten Proben schon tausendfach ohne Monitoring in den Griff gekriegt, ohne unterhalb der Spaßgrenze spielen zu müssen. Die Ursachen für meinen Blindflug im Klangbrei war in der Regel die viel zu laute Saitenfraktion. Wenn man denen (als Drummer nicht immer leicht) mal folgenden Zusammenhang klargemacht hat:
    "Du hörst dich nicht? Dann dreh dich leiser!"
    dann ist viel gewonnen und noch kein Cent ausgegeben.


    Dabei ist dieser Zusammenhang eigentlich total logisch. Frequenzen beeinflussen sich gegenseitig und können sich durchaus zu unangenehmem Dröhnen aufaddieren, wenn Gitarren und Bass, am besten auch noch die Tasten, in ähnlichen Registern ähnlich laut sind. Deshalb ist mein erster Ansatz immer der Versuch, die Lautstärkenverhältnisse durch Reduktion homogen zu gestalten. Der Bass braucht natürlich einen gewissen Druck, ebenso wie das Schlagzeug, aber E-Gitarren und Keyboard werden tatsächlich viel differenzierter hörbar, sobald sich ihre Lautstärke deutlich verringert. Bei durchdachter Positionierung aller Personen und Amps hört sich dabei immer noch jeder ausreichend. Ich glaube, das muss man einfach mal ausprobieren, dann wird's klar.


    Leider gibt es dann die Gitarristen, die jammern, weil ihr Amp bei niedrigem Gain nicht mehr klingt. :wacko: Das ist dann wohl Verhandlungssache.
    Allerdings habe ich es meistens irgendwann geschafft, die Gitarristen zu überzeugen.