Mmm mir ist glaube ich immer noch nicht ganz klar, was du bezweckst. Willst du prinzipiell ein zusätzliches Rhythmusinstrument lernen, oder geht es dir primär darum, über diesen Umweg verbesserte rhythmische Fähigkeiten an der Gitarre zu entwickeln?
Im ersten Fall würde ich auch zur Cajon tendieren, weil sie vom Soundspektrum vielseitiger ist (Bass- und Snaresounds!), besser aussieht und sogar im Wohnzimmer als Reservestuhl dient
Für beide muss man Schlagtechniken erlernen, um die möglichen verschiedenen Sounds, die den Klang erst lebendig machen, bedienen zu können. Im verlinkten "Bongovideo" in deinem Eingangspost sieht man bereits in den ersten Sekunden seines Spiels diverse Schlagtechniken (open, close, slap etc.), die erst in der richtigen Abfolge den charakteristischen Groove erzeugen.
Im zweiten Fall sehe ich dich (ich alter Miesmacher) nach wie vor auf dem Holzweg. Dein Gitarrenvideo zeigt, dass du dich schon eine ganze Weile mit der richtigen Gitarrentechnik auseinandersetzt, und deinen Klang finde ich erste Sahne. Ich wäre froh, so sauber spielen zu können.
Allerdings hast du dich noch nicht damit beschäftigt, welche dieser vielen Noten den Rhythmus tragen, und welche - rhythmisch gesehen - Beiwerk sind. Jeder Rhythmus hat gewisse "Ankerpunkte", die den Groove tragen. Ganz einfach wäre hier Foor on the Floor, das klassische Bumm-Tschakk. Oder im Latin die 3/2 Clave. Was auch immer. Wenn man kein Rhythmusgefühl hat, heißt das nichts anderes, als dass man diese Ankerpunkte in seinem Spiel noch nicht gefunden hat bzw. diese nicht "in time" spielt.
Im Moment versuchst du, alle Töne der Reihe nach akkurat zu spielen, was dir tatsächlich auch sehr gut gelingt. Dadurch nimmst du in Kauf, dass die Ankerpunkte zu spät klingen, wenn du die Töne davor noch nicht flüssig spielen kannst. Grooveorientiertes Spiel bedeutet unter Umständen genau das Gegenteil. Jetzt werden die Ankerpunkte "angepeilt", die immer präzise stimmen müssen, und alles andere ordnet sich unter. Einerseits dynamisch (z.B. leiser, gedämpft, staccato...), andererseits als Notnagel auch durch Weglassen. D.h. wenn du merkst, dass du dich bei einer Abfolge verhaspelst, dann entscheidest du, welche Noten du zur Entlastung weglassen kannst, ohne den Groove, also deinen Ankerpunkte, aus den Augen zu verlieren. Das ist an den Trommeln natürlich etwas leichter als an der Gitarre, da du unter Umständen auch noch einer Melodie folgen musst.
Und da du mir auf meine letzte Aussage bezüglich Unterricht keine Antwort gegeben hast, reite ich da noch ein wenig drauf rum 
Auf welche Töne es rhythmisch besonders ankommt, erklärt dir kein mir bekanntes YT-Video ausreichend, und dein Spiel beobachten kann YT auch nicht. Hier hilft NUR ein Lehrer, der gemeinsam mit dir Stücke rhythmisch analysieren und entwickeln kann.
Diese Aussage gilt für Gitarre ebenso wie für Bongos oder Cajon. Und nen Pattern auf Bongo oder Cajon auswendig lernen, macht noch keinen Groove, sondern wird dich über kurz oder lang an exakt den gleichen Punkt führen, an dem du jetzt stehst. An welchem Instrument man nicht groovt, ist dann glaube ich irrelevant, oder?
Der definitive Vorteil, den ich mir bei gutem Percussionunterricht erwarten würde, ist das bessere rhythmische Verständnis des Lehrers. Du glaubst gar nicht, wie selbst studierte Musiker oft rhythmisch untergehen, wenn man ihnen ein Percussioninstrument in die Hand drückt. Selbst wenn sie nur konstante Viertel auf der Cowbell klopfen sollen 