Beiträge von trommla

    Meiner Ansicht nach lässt sich die Musikrichtung Heavy Metal nicht unterhalb einer bestimmten, wenn auch nicht klar definierbaren Lautstärke proben, selbst wenn man möchte. Betrachte das in diesem Thread bitte einfach als gegeben


    Leider lässt dein Profil keinerlei Rückschlüsse auf dein Alter und deine Erfahrung zu. Klingen tust du wie einer dieser 18-jährigen, die Rat suchen, dann aber rumtrollen, wenn die Ratschläge in eine unerwartete Richtung gehen.


    Entschuldige, deine Aussage ist Bullshit. Schon mal Drummer wie Derek Roddy u.a. beobachtet? Der spielt unstrittig Metal, dies aber mit einer Lockerheit, die mit Sicherheit nicht schmerzhaft laut ist. Wie gesagt, Roddy ist nur ein Beispiel für manche. Deine Herangehensweise kompensiert meist fehlendes spielerisches Vermögen durch rohe Gewalt. Ist auch erlaubt, deshalb aber nicht richtiger :)

    Meiner Meinung nach ist die Hauptursache bei zu hoher Lautstärke im Proberraum die schlechte Aufstellung der Amps/Boxen.


    Meiner Meinung nach ist die Hauptursache bei zu hoher Lautstärke im Proberaum die zu hohe Lautstärke, dann kommt aber auch schon die Aufstellung. ;)


    In jungen Jahren hatte ich gelegentlich ähnliche Probleme, je älter ich werde, umso weniger spielt das noch eine Rolle. Da auch meine Mitmusiker älter werden, spielen inzwischen alle auf einem gut verträglichen Lautstärkelevel, welches Monitoring völlig überflüssig macht und dem lästigen Tinnitus vorbeugt.


    Vorteil: man hört auch die Feinheiten noch raus, was der Gesamtdarbietung zugute kommt.


    Für die Herangehensweise, im Proberaum annähernd so laut wie live zu spielen und dies mit dem Spaßfaktor zu begründen, konnte ich allerdings noch nie viel abgewinnen. Ein Toningenieur sitzt auch nicht am Pult und mischt bei 120 dB, weil ja die Musik nachher Dancefloor-geeignet sein soll.


    Um nicht ganz OT zu bleiben, möchte ich es mal kontruktiv formulieren und den TS nebst Band ermutigen, tatsächlich mal an den Reglern zu drehen, ehe man am Rad dreht. Mit durchdachter Aufstellung kommt man nämlich auch als lautere Band tatsächlich oft ohne Monitoring aus, da man ja im Gegensatz zur Bühne vor den PA-Boxen stehen kann.

    Ausserdem finde ich es schade, dass das Video so kurz ist. Vielleicht liegts am fortschreitenden Alter, aber ich benötige ein paar Wiederholungen, bis ich es verstanden und verinnerlicht habe


    Au ja, habe ich auch eben gemerkt. Schöner Groove mit Spaßfaktor und Hirnstimulation, aber ohne mehrfaches Bemühen des Replay-Buttons wäre ich auch überfordert gewesen.


    Vielen Dank, dass du uns teilhaben lässt!

    Ich werd mal den Kalender durchforsten. Mein ganz klarer Favorit jetzt schon: das WE 08./09.07. (keine Gigs, keinen Kinderdienst, super Wetterprognose(!))


    Wenn es terminlich geht, bin ich auf jeden Fall am Start. Nachdem ich dem Meister Hebbe das in seinem Galeriefred ja quasi schon "nahegelegt" habe. :)


    freak-928:
    Wenn die Grenzen dann gerade offen sind, können Ösis und Piefkes sicher auch gut gemeinsam feiern :)

    Ist nur am PC gemachte Musik etwas schlechtes? Wie so ziemlich allen hier fehlt mir natürlich dort auch die gewisse Lebendigkeit, die echte Musiker eben erst erschaffen


    Gleichzeitig drückt Musik aber auch das Lebensgefühl ihrer Generation aus, und im Moment haben halt impulsive Lebendigkeit, die auch mal Umwege nimmt, weniger Konjunktur als angepasstes, leistungsorientiertes, "effizientes" Vorankommen. Daher ist die heute dominierende Musik doch auch wieder ziemlich authentisch ;)

    Ich mein bin ja nicht alt, also Rücken ist eientlich ok.


    Diese Einschätzung ist vermutlich richtig, wenngleich bei wiederkehrenden Beschwerden ohne erkennbare Ursache trotzdem der Punkt kommt, an dem man einen Fachmann zu Rate ziehen darf. Denn auch wenn du mit 14 noch keinen natürlichen Verschleiß des Bewegungsapparates haben darfst, gibt es ja chronische Leiden, die zu einem altersuntypischen Verschleiß führen.


    Bis dahin würde ich versuchen, das Problem zu identifizieren, indem du z.B. ganz bewusst längere Proben auf dem Hocker spielst, den du im Verdacht hast, um den Zusammenhang zu verifizieren. Deine Haltung kann ich im Moment nur anhand des Bigband-Videos beurteilen, und da siehst das aus der Entfernung ganz ok aus.


    Ich habe mir aus einem ähnlichen Grund einen hydraulischen First Chair gegönnt, auf dem ich nun auch wieder ohne Schmerzen lange Gigs und Proben aushalte.

    Wow, hier wimmelt es ja regelrecht von Kulturpessimisten ;)


    Auch wenn ich selbst wohl inzwischen in der "alten" Generation angekommen bin, die die Jugend kulturell nicht mehr durchgehend versteht (das gehört wohl irgendwie dazu), habe ich Hoffnung, dass wir die archaische Kultur des gemeinsam Musik Schaffens erst zu Grabe tragen werden, wenn die Menschheit selbst am Ende ist.


    Als freigeistig sozialisiertes Individuum, geprägt vom musikalischen Schaffen der 70er und 80er, sehe ich bei der heutigen Jugend manchmal das Bild aus "The Wall" vor mir, wie Kinder im Gleichschritt entpersonalisiert über ein Fließband in den Fleischwolf marschieren. Nur dass nicht Eltern und Lehrer, sondern Medien und Unterhaltungsindustrie die Verantwortlichen sind.


    Selbst wenn wir tatsächlich am Beginn einer kuturell finsteren Epoche stehen, wie es sie in der Menschheitsgeschichte vermutlich schon unzählige Male gab, wird das vorüber gehen und irgendwann wieder ein Licht am Horizont zu sehen sein.


    Wahrscheinlicher ist es aber, dass Kultur sich von Generation zu Generation verändert. Wir Älteren versuchen zu retten, was in unseren Augen zu retten ist, die Jungen sch... sich nen Dreck um uns Ältere und suchen neue Ausdrucksmöglichkeiten, mit denen sie sich von uns abheben können. Welche Impulse vergänglich und welche kulturell prägend sein werden, können wir im Moment möglicherweise noch gar nicht abschätzen bzw. bestenfalls vermuten.


    Dass diese Dynamik, die so alt ist wie die Menschheit, auch die Märkte bestimmt, werden wir hinnehmen müssen, ob wir jetzt Konsument, Hersteller oder Musiklehrer sind. :)

    Die Zusammenarbeit dieser beiden Herren kannte ich noch nicht.


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    Wie kann ich eigentlich die Videos direkt einbinden?


    [Ich habe es korrigiert. Das Video-Tag hilft, allerdings muss man bei youtube-Videos statt "https" das Protokoll "http" benutzen - Gruß mc.mod]

    Wenn ich Handsatz 2 spiele, bekommt bei mir das ganze einen rhythmisch etwas anderen Touch. Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass der bei Latin-Fills Sinn macht, wenn es nicht ganz so zackig-militärisch daherkommen soll. Bei Rocksongs würde ich vermutlich Handsatz 1 spielen und dabei die Schläge auf 3 und 4, also die Zählzeiten etwas bis stark betonen.
    Aber alle Varianten sind erlaubt, klingen unterschiedlich und haben je nach Intention ihre Berechtigung.

    Sicher weiß man es natürlich nicht, ob das chinesische Werk seinerseits nicht wieder Ware aus anderen Ländern bezieht. Wo weiß man das denn noch?
    Bei einem Land wie China, das so ziemlich alles auf dem heimischen Markt produziert, selbst Plagiate, würde ich es aber vermuten.


    Drumcraft ist übrigens ein Stichwort. Als ich mein DC8 Set gekauft hatte, waren bei den Floortoms keine Memory Locks dabei. Beim Händler meiner Vertrauens nachbestellt, stellte ich fest, dass von 6 Stück 2 defekt waren und das Gewinde nicht gegriffen hat. Austausch war natürlich kein Problem, aber das war ein Manko, wie ich es von günstiger Chinaware schon kannte und erwartet hatte. So what?


    Das Gesamtpaket hat für mich gestimmt, weil ich für wenig Geld ein sehr gut klingendes und ansonsten tadellos verarbeitetes Set bekam. Stimmschrauben laufen butterweich, Kesselhardware gibt keine Mankos zu erkennen. Floortombeine flutschen so, wie es sein soll, sogar besser als bei meinem Sonor Vintage, wo die Hardware ja vermutlich auch in Lizenz aus Fernost kommt.
    Schade, dass dieses Chinaprodukt vom Markt verschwindet.

    Hat Tama sein Lager neuerdings auf einem ausgemusterten Funkturm? Und die Beine sind 250 m in die Tiefe gefallen? Moigus schätzt die Aussage glaube ich richtig ein :)


    Jetzt habe ich gerade mal den verlinkten Testbericht gelesen. Wird das gerade modern, Shellsets nicht mehr mit Tomhalterung auszuliefern? Aber auch da unterscheiden sich deutsche Produkte nicht unbedingt von den Asiaten. Bei der Sonor Vintage Serie hab ich mich noch gewundert über den beigepackten L-förmigen Sechskant ?(

    Und wer meint das Gewicht der neuen Vintage Serie erinnert an ein Phonic hatte offenbar noch keine solche Trommel in der Hand.


    Stimmt, die alten Phonics in Genuine Rosewood habe ich als Bub immer bewundert, weil sie so professionell aussahen, aber nie eins in der Hand oder gar unter den Stöcken gehabt. Schade eigentlich. Solide wie ein alter Benz.

    Und die Sonor Kessel klingen doch jetzt auch wieder gut! Denn ist man nicht bei Sonor wieder auf dem Tripp mit den verrundeten Gratungen der "Anfangszeit"?


    Und das Gewicht erinnert an alte Phonics :D


    AAXplosion
    Der Session- und Superstar-Vergleich war natürlich bewusst provokativ formuliert, aber im Prinzip gebe ich dir Recht. Das Konzept SQ2 ist für mich eher eine clevere Marketinggeschichte als sonst irgendwas. Maßanzüge haben halt immer den Touch von Exklusivität. Und SQ2 ist der Maßanzug light, industriell gefertigte Individualität oder wie immer man das nennen möchte.


    Echte Einzelstücke, bei denen alles (in Handarbeit) nach Kundenspezifikationen gefertigt ist, sind SQ2-Sets nicht, außer vielleicht für die Top-Endorser wie Nicko McBrain. Hierfür wäre der Preis vermutlich noch deutlich höher.


    P.S.: Die Klöppel mag ich auch nicht

    Bei einem Exportüberschuss von 257 000 000 000 Euro scheinen deutsche Qualitätsprodukte lediglich für deutsche Kunden zu teuer zu sein.


    Große Zahlen beeindrucken, tragen so undifferenziert (und unreflektiert) aber nicht zur Diskussion bei. Sieht man sich die Exporte näher an, erkennt man nämlich, dass der Exportüberschuss überwiegend NICHT im Bereich Konsumartikel für Endverbraucher entsteht. Mal abgesehen vom Automobilsektor, der aber glaube ich auch auf dem deutschen Markt nicht schlecht da steht.
    Wenige Privathaushalte dürften regelmäßigen größeren Bedarf an Baumaschinen, Chemischen Erzeugnissen, Futtermitteln oder Waffensystemen haben.


    Egal wie man zu den Folgen der Globalisierung steht, man kann die Zeit nicht zurück drehen. Die deutsche Wirtschaft mit seinem Kaufverhalten stützen zu wollen oder zu müssen, ist in meinen Augen nostalgischer Blödsinn. Schließlich waren es die Konzerne, die zuerst global gedacht und agiert hat, um ihre Renditen zu maximieren. Unter anderem mit der Folge hoher Arbeitslosigkeit, für die die Konzernspitzen auch wenig Mitgefühl hatten. Und von Steuervermeidungsstrategien möchte ich (trotz aktueller Berichterstattung) gar nicht erst anfangen.


    Natürlich wäre es schade, wenn der Traditionshersteller Sonor vom Markt verschwinden würde, aber da mache ich mir noch keine Sorgen. Wenn ein Gesundschrumpfen des Marktes tatsächlich Sonor treffen sollte, können wir Deutschen das bei einem Global Player der Branche eh nicht verhindern.


    Edit: Ich hab tatsächlich meinen beiden China-Sets ein Deutsches zur Seite gestellt, dass es so von keinem anderen Hersteller gibt, weil mir einfach das Gesamtkonzept gefällt. Von der Wertigkeit kann ich sagen, dass es dem internationalen Vergleich stand hält, ebenso wie es ein Oberklasse-Set von Tama, Pearl oder Mapex täte. Krieg ich jetzt nen Orden :) ?

    Ich kann mir auch mit einem Einkommen unter dem bundesdeutschen Durchschnitt und ohne Kredit ein Made in Germany Set leisten. Ich weiß nicht, was da andere falsch machen?


    Hast du Kinder? Wenn ja, dann kläre mich bitte auf, wie man es richtig macht. Zumindest für den Raum München kann ich dir mit Sicherheit sagen, dass als Durchschnittsverdiener mit Kindern das Budget leider sehr endlich ist und ich meinen Kindern und mir mitnichten mal eben deutsche Produkte gönnen kann. Da wird es eher gebrauchte Asien-Ware, die qualitativ noch gerade so vertretbar ist.


    Die Alternative wäre nämlich ein leerer Kühlschrank, kein Auto, kein Sportverein, keine Klassenfahrt, keine Geburtstagsfeier.

    Ich habe inzwischen mit Produkten made in China überhaupt kein Problem mehr, sofern wir von einem namhaften Hersteller mit guten Referenzen sprechen. Mapex spielt inzwischen seit 27 Jahren (Quelle: Wikipedia) im Reigen der Drumhersteller mit und darf mit Sicherheit schon lange zum Kreis der etablierten Markenhersteller gezählt werden, die Qualität ist gut bis top.


    Moralisch kann man das kritisch hinterfragen, so lange man nicht weiß, zu welchen Bedingungen dort Menschen arbeiten. Ich gebe aber zu bedenken, dass auch in Deutschland etablierte Konzerne vergleichsweise schlechte Bedingungen bieten. Spontan denke ich an die Amazon-Diskussionen der letzten Jahre. (Und dennoch vermute ich, dass kaum jemand nicht regelmäßig bei Amazon bestellt ;) )


    Dass in Deutschland produzierte Waren deutlich kostenintensiver und für den Endkunden viel teurer sind, ist ein Fakt, den man betrauern, aber nicht ändern kann. Wer es sich leisten kann, darf dementsprechend auch gerne hiesige Hersteller unterstützen. Aber was machen Menschen mit geringem Einkommen oder finanziell angespannter Situation? Aufs Musizieren verzichten, weil sie sich Made in Germany nicht leisten können?


    Deutschen Unternehmen entstünde dadurch vielleicht sogar größerer Schaden, wenn nämlich Musizieren wie dereinst Golf, Segeln und Reiten nur noch Hobby für Reiche wäre und sich der Kreis potentieller Kunden auf ein Bruchteil verringerte.


    Ich bin froh, dass der Markt dank Asia-Ware auch für diese Klientel genügend erschwingliche Lösungen bereit hält, die dennoch qualitativ in Ordnung gehen, sofern man sich etwas Überblick verschafft. Und wer tatsächlich aus Unwissen oder Geiz den allerletzten Schrott kauft, ist selbst dran schuld, denn er hätte sich informieren können.