Beiträge von trommla

    Servus miteinander.


    Gibt es schon neue Tendenzen bezüglich des Termins? Hab inzwischen mal meine Termine durchforstet. An allen anderen Terminen geht es bei mir leider definitiv nicht. Das Wochenende 8./9. Juli würde ich mir prophylaktisch derzeit freihalten, wenn es nicht schon mangels Zuspruch ad acta gelegt ist. Falls es dieses WE wird, bringe ich natürlich auch was mit.


    Hebbe, vielleicht solltest du mit der Terminierung nicht allzu lange warten, bevor am Ende keiner mehr Zeit hat. Allen wird man es ja nie recht machen, leider.

    Mmm mir ist glaube ich immer noch nicht ganz klar, was du bezweckst. Willst du prinzipiell ein zusätzliches Rhythmusinstrument lernen, oder geht es dir primär darum, über diesen Umweg verbesserte rhythmische Fähigkeiten an der Gitarre zu entwickeln?


    Im ersten Fall würde ich auch zur Cajon tendieren, weil sie vom Soundspektrum vielseitiger ist (Bass- und Snaresounds!), besser aussieht und sogar im Wohnzimmer als Reservestuhl dient :) Für beide muss man Schlagtechniken erlernen, um die möglichen verschiedenen Sounds, die den Klang erst lebendig machen, bedienen zu können. Im verlinkten "Bongovideo" in deinem Eingangspost sieht man bereits in den ersten Sekunden seines Spiels diverse Schlagtechniken (open, close, slap etc.), die erst in der richtigen Abfolge den charakteristischen Groove erzeugen.


    Im zweiten Fall sehe ich dich (ich alter Miesmacher) nach wie vor auf dem Holzweg. Dein Gitarrenvideo zeigt, dass du dich schon eine ganze Weile mit der richtigen Gitarrentechnik auseinandersetzt, und deinen Klang finde ich erste Sahne. Ich wäre froh, so sauber spielen zu können.
    Allerdings hast du dich noch nicht damit beschäftigt, welche dieser vielen Noten den Rhythmus tragen, und welche - rhythmisch gesehen - Beiwerk sind. Jeder Rhythmus hat gewisse "Ankerpunkte", die den Groove tragen. Ganz einfach wäre hier Foor on the Floor, das klassische Bumm-Tschakk. Oder im Latin die 3/2 Clave. Was auch immer. Wenn man kein Rhythmusgefühl hat, heißt das nichts anderes, als dass man diese Ankerpunkte in seinem Spiel noch nicht gefunden hat bzw. diese nicht "in time" spielt.


    Im Moment versuchst du, alle Töne der Reihe nach akkurat zu spielen, was dir tatsächlich auch sehr gut gelingt. Dadurch nimmst du in Kauf, dass die Ankerpunkte zu spät klingen, wenn du die Töne davor noch nicht flüssig spielen kannst. Grooveorientiertes Spiel bedeutet unter Umständen genau das Gegenteil. Jetzt werden die Ankerpunkte "angepeilt", die immer präzise stimmen müssen, und alles andere ordnet sich unter. Einerseits dynamisch (z.B. leiser, gedämpft, staccato...), andererseits als Notnagel auch durch Weglassen. D.h. wenn du merkst, dass du dich bei einer Abfolge verhaspelst, dann entscheidest du, welche Noten du zur Entlastung weglassen kannst, ohne den Groove, also deinen Ankerpunkte, aus den Augen zu verlieren. Das ist an den Trommeln natürlich etwas leichter als an der Gitarre, da du unter Umständen auch noch einer Melodie folgen musst.


    Und da du mir auf meine letzte Aussage bezüglich Unterricht keine Antwort gegeben hast, reite ich da noch ein wenig drauf rum ;)
    Auf welche Töne es rhythmisch besonders ankommt, erklärt dir kein mir bekanntes YT-Video ausreichend, und dein Spiel beobachten kann YT auch nicht. Hier hilft NUR ein Lehrer, der gemeinsam mit dir Stücke rhythmisch analysieren und entwickeln kann.


    Diese Aussage gilt für Gitarre ebenso wie für Bongos oder Cajon. Und nen Pattern auf Bongo oder Cajon auswendig lernen, macht noch keinen Groove, sondern wird dich über kurz oder lang an exakt den gleichen Punkt führen, an dem du jetzt stehst. An welchem Instrument man nicht groovt, ist dann glaube ich irrelevant, oder?


    Der definitive Vorteil, den ich mir bei gutem Percussionunterricht erwarten würde, ist das bessere rhythmische Verständnis des Lehrers. Du glaubst gar nicht, wie selbst studierte Musiker oft rhythmisch untergehen, wenn man ihnen ein Percussioninstrument in die Hand drückt. Selbst wenn sie nur konstante Viertel auf der Cowbell klopfen sollen :)

    Der Aufbau deiner Becken ist wahrhaftig retro, passend zum Set :)


    Nun zu deiner Frage. Durchsuch' mal das Forum nach Sonor Hilite, hier wurde vor 10 Jahren mal der damalige Gebrauchtwert diskutiert. Die meisten Schätzungen lagen bei 500 bis 1000 Euro, je nach Ausführung und Zustand. Soweit ich es überblicke, ist es seitdem zu keinem Hilite-Hype gekommen, der die Preise hätte steigen lassen. Auf der anderen Seite würde ich seitdem auch keinen besonderen Wertverlust sehen, da es nach wie vor ein bekannter Klassiker ist. Im (nahezu) Komplettpaket würde ich es trotzdem nur zum Wahnsinns-Schnäppchenpreis kaufen, weil zwar gute Becken dabei sind, mir diese aber in der Kombination nicht gefallen (Crashes bis aufs 18er zu klein, 20er Ping Ride nicht mein Fall).
    Zusammen mit defekten HiHats und diesem langweiligen Finish bliebe als Budget nicht viel übrig. Und Schülern, die eine günstige Erstausstattung suchen, würde ich vermutlich zu modernerem Gerät raten, wenn das Hilite nicht mehr oder weniger geschenkt wäre.

    In deiner Situation würde ich Set und Becken vermutlich getrennt anbieten, auch wenn du dadurch etwas mehr Aufwand hast. Aber wenn jemand ein Hilite sucht, dann möglicherweise ein Sammler, der eben dieses Finish/diese Konfiguration sucht, aber schon Becken hat.


    Die Becken als Set gehen wahrscheinlich nicht wegen der defekten Hihat, der Rest könnte aber einzeln verkauft schon ein paar Hundert abwerfen.


    Der Rest bedeutet wie so oft "Versuch macht kluch". Stell die Sachen bei Kleinanzeigenportalen ein, wenn keiner Interesse hat, dann warst du zu teuer, und du musst den Preis senken. Wenn nach 10 Minuten 20 Anfragen sind, dann ist der Preis möglicherweise zu niedrig angesetzt, und du korrigierst nach oben. Oder du startest in der Bucht 'ne Auktion und beobachtest. Kann unerwarteten Geldsegen bedeuten, aber bei dieser Zusammenstellung erwarte ich eher Enttäuschung.


    Leider bin ich in diesem Sektor kein Fachmann. Aber vielleicht melden sich die Fachleute ja auch noch.


    Viel Erfolg beim Verkauf.

    In welcher finsteren Ecke Deutschlands lebst du, dass es dort nur eine Möglichkeit gibt, Gitarre zu lernen? ;)


    Gibt es bei euch ne Art Musikszene, also lokale Bands? Dann frag die mal nach Empfehlungen. Die haben in der Regel doch den Überblick, wer im eigenen Hoheitsgebiet was kann an den 6 Saiten. Privatlehrer sind bezüglich der Vertagsdauer oft flexibler als Musikschulen.


    Das Problem ist oft nicht, dass es keine Musiklehrer gäbe, sondern keine Verzeichnisse, um sie zu finden.
    Fragen könnte man auch die Musiklehrer an örtlichen Gymnasien. Die sind mit etwas Glück auch auf Zack.


    Und falls es regionale Musikläden gibt, bekommt man oft auch darüber Kontakte. Mit etwas Fantasie mußt du Musikunterricht mE nicht abschreiben.

    Danke für das Video, das macht dein Problem klar. Und verleitet mich zu folgender kühnen Aussage. Vergiss das Bongospielen, es wird dir nichts nützen. Dir fehlt grundlegendes Verständnis für Musik, nicht nur ein bißchen Gefühl für Rhythmus. Da hilft nur ein Lehrer, der dir das von Anfang an vermittelt.


    Musik ist Kommunikation, wie eine Sprache. Wenn du Dänisch lernen willst und nach längerem Selbststudium nicht weiter kommst, gehst du ja auch zu einem Lehrer. Und fängst nicht noch Schwedisch an, um Dänisch besser zu verstehen.


    Du brauchst einen Sprachlehrer für die Sprache Musik, weil du merkst, dass die Kenntnis der Buchstaben alleine nicht reicht. Und wie man die Buchstaben richtig anwendet, erschließt sich dir ohne fremde Hilfe offensichtlich nicht.


    Trotzdem: nicht verzagen, jeder hat mal angefangen.

    Wow, sehr hübsches Set. Und klanglich wissen wir's ja alle einzuordnen.


    10, 12, 14, 16 ist eine durchaus häufig anzutreffende Kombi, dagegen spricht mit Sicherheit nichts. Aber auch 10, 12, 16 ist üblich.


    Ob du es brauchst, kann ich nicht beurteilen. Ich habe z.B. an einem Set exakt diese Kombi, plus noch ein 8er Tom. Allerdings spiele ich meist nur ein Floortom, meist das 16er, weil ich festgestellt habe, dass ich beide Floortoms zusammen gar nicht wirklich ausnutze. Mein Spiel hat sich über 35 Jahre einfach anders entwickelt, so dass ich das 16er dann nur als Beistelltisch missbrauche.


    Daher würde ich mir vermutlich für keines meiner Sets zusätzlich ein Floortom kaufen, sondern das erforderliche Geld lieber in Becken oder Snares stecken.


    Wenn du allerdings regelmäßig Fills oder Grooves spielst, für die ein zweites Floortom erforderlich und durch nichts zu ersetzen ist, dann go for it.


    Mir persönlich würde ein zusätzliches Tom wahrscheinlich weniger bringen als beispielsweise Splashes, China, Cowbell oder sonst ein Blech, was ich an deinem Aufbau nicht sehe. Die Klangunterschiede zwischen nem tiefen BUUMM und nem noch tieferen BUUMM verspielen sich meinem Empfinden nach und machen mein Spiel nicht wesentlich interessanter.


    Allerdings finde ich 2 Floortoms optisch geil. Vielleicht pack ich sie doch mal öfters beide ans Set. ?( :)

    Lieber TS,
    entschuldige, falls mein Kommentar bei dir zu negativ angekommen ist. Meine Stimmung war nach einem unerfreulichen Termin wohl etwas gereizt.
    Ich wollte dir persönlich gar nichts unterstellen oder dein Spiel in Frage stellen, fand aber deine kategorische Weigerung, über reduzierte Lautstärke nachzudenken, tatsächlich etwas fragwürdig. Gut, dass du es selbst noch relativiert hast, jetzt versteh ich es besser.


    Und nein, auch bei Derek Roddy wird das Schlagzeug eine Grundlautstärke haben, die weit über der Toleranz eines sensiblen Orchestermusikerohres liegen dürfte, da teile ich deine Einschätzung. Aber wenn ich Rock spielen darf, was in letzter Zeit viel zu wenig vorkommt ;), bin ich wahrscheinlich auch nicht leiser, obwohl ich kein Metal-Prügler bin. Mein Spiel ist nur nicht so dicht :)


    Ich habe akustische Probleme bei (zu) lauten Proben schon tausendfach ohne Monitoring in den Griff gekriegt, ohne unterhalb der Spaßgrenze spielen zu müssen. Die Ursachen für meinen Blindflug im Klangbrei war in der Regel die viel zu laute Saitenfraktion. Wenn man denen (als Drummer nicht immer leicht) mal folgenden Zusammenhang klargemacht hat:
    "Du hörst dich nicht? Dann dreh dich leiser!"
    dann ist viel gewonnen und noch kein Cent ausgegeben.


    Dabei ist dieser Zusammenhang eigentlich total logisch. Frequenzen beeinflussen sich gegenseitig und können sich durchaus zu unangenehmem Dröhnen aufaddieren, wenn Gitarren und Bass, am besten auch noch die Tasten, in ähnlichen Registern ähnlich laut sind. Deshalb ist mein erster Ansatz immer der Versuch, die Lautstärkenverhältnisse durch Reduktion homogen zu gestalten. Der Bass braucht natürlich einen gewissen Druck, ebenso wie das Schlagzeug, aber E-Gitarren und Keyboard werden tatsächlich viel differenzierter hörbar, sobald sich ihre Lautstärke deutlich verringert. Bei durchdachter Positionierung aller Personen und Amps hört sich dabei immer noch jeder ausreichend. Ich glaube, das muss man einfach mal ausprobieren, dann wird's klar.


    Leider gibt es dann die Gitarristen, die jammern, weil ihr Amp bei niedrigem Gain nicht mehr klingt. :wacko: Das ist dann wohl Verhandlungssache.
    Allerdings habe ich es meistens irgendwann geschafft, die Gitarristen zu überzeugen.

    Meiner Ansicht nach lässt sich die Musikrichtung Heavy Metal nicht unterhalb einer bestimmten, wenn auch nicht klar definierbaren Lautstärke proben, selbst wenn man möchte. Betrachte das in diesem Thread bitte einfach als gegeben


    Leider lässt dein Profil keinerlei Rückschlüsse auf dein Alter und deine Erfahrung zu. Klingen tust du wie einer dieser 18-jährigen, die Rat suchen, dann aber rumtrollen, wenn die Ratschläge in eine unerwartete Richtung gehen.


    Entschuldige, deine Aussage ist Bullshit. Schon mal Drummer wie Derek Roddy u.a. beobachtet? Der spielt unstrittig Metal, dies aber mit einer Lockerheit, die mit Sicherheit nicht schmerzhaft laut ist. Wie gesagt, Roddy ist nur ein Beispiel für manche. Deine Herangehensweise kompensiert meist fehlendes spielerisches Vermögen durch rohe Gewalt. Ist auch erlaubt, deshalb aber nicht richtiger :)

    Meiner Meinung nach ist die Hauptursache bei zu hoher Lautstärke im Proberraum die schlechte Aufstellung der Amps/Boxen.


    Meiner Meinung nach ist die Hauptursache bei zu hoher Lautstärke im Proberaum die zu hohe Lautstärke, dann kommt aber auch schon die Aufstellung. ;)


    In jungen Jahren hatte ich gelegentlich ähnliche Probleme, je älter ich werde, umso weniger spielt das noch eine Rolle. Da auch meine Mitmusiker älter werden, spielen inzwischen alle auf einem gut verträglichen Lautstärkelevel, welches Monitoring völlig überflüssig macht und dem lästigen Tinnitus vorbeugt.


    Vorteil: man hört auch die Feinheiten noch raus, was der Gesamtdarbietung zugute kommt.


    Für die Herangehensweise, im Proberaum annähernd so laut wie live zu spielen und dies mit dem Spaßfaktor zu begründen, konnte ich allerdings noch nie viel abgewinnen. Ein Toningenieur sitzt auch nicht am Pult und mischt bei 120 dB, weil ja die Musik nachher Dancefloor-geeignet sein soll.


    Um nicht ganz OT zu bleiben, möchte ich es mal kontruktiv formulieren und den TS nebst Band ermutigen, tatsächlich mal an den Reglern zu drehen, ehe man am Rad dreht. Mit durchdachter Aufstellung kommt man nämlich auch als lautere Band tatsächlich oft ohne Monitoring aus, da man ja im Gegensatz zur Bühne vor den PA-Boxen stehen kann.

    Ausserdem finde ich es schade, dass das Video so kurz ist. Vielleicht liegts am fortschreitenden Alter, aber ich benötige ein paar Wiederholungen, bis ich es verstanden und verinnerlicht habe


    Au ja, habe ich auch eben gemerkt. Schöner Groove mit Spaßfaktor und Hirnstimulation, aber ohne mehrfaches Bemühen des Replay-Buttons wäre ich auch überfordert gewesen.


    Vielen Dank, dass du uns teilhaben lässt!

    Ich werd mal den Kalender durchforsten. Mein ganz klarer Favorit jetzt schon: das WE 08./09.07. (keine Gigs, keinen Kinderdienst, super Wetterprognose(!))


    Wenn es terminlich geht, bin ich auf jeden Fall am Start. Nachdem ich dem Meister Hebbe das in seinem Galeriefred ja quasi schon "nahegelegt" habe. :)


    freak-928:
    Wenn die Grenzen dann gerade offen sind, können Ösis und Piefkes sicher auch gut gemeinsam feiern :)

    Ist nur am PC gemachte Musik etwas schlechtes? Wie so ziemlich allen hier fehlt mir natürlich dort auch die gewisse Lebendigkeit, die echte Musiker eben erst erschaffen


    Gleichzeitig drückt Musik aber auch das Lebensgefühl ihrer Generation aus, und im Moment haben halt impulsive Lebendigkeit, die auch mal Umwege nimmt, weniger Konjunktur als angepasstes, leistungsorientiertes, "effizientes" Vorankommen. Daher ist die heute dominierende Musik doch auch wieder ziemlich authentisch ;)

    Ich mein bin ja nicht alt, also Rücken ist eientlich ok.


    Diese Einschätzung ist vermutlich richtig, wenngleich bei wiederkehrenden Beschwerden ohne erkennbare Ursache trotzdem der Punkt kommt, an dem man einen Fachmann zu Rate ziehen darf. Denn auch wenn du mit 14 noch keinen natürlichen Verschleiß des Bewegungsapparates haben darfst, gibt es ja chronische Leiden, die zu einem altersuntypischen Verschleiß führen.


    Bis dahin würde ich versuchen, das Problem zu identifizieren, indem du z.B. ganz bewusst längere Proben auf dem Hocker spielst, den du im Verdacht hast, um den Zusammenhang zu verifizieren. Deine Haltung kann ich im Moment nur anhand des Bigband-Videos beurteilen, und da siehst das aus der Entfernung ganz ok aus.


    Ich habe mir aus einem ähnlichen Grund einen hydraulischen First Chair gegönnt, auf dem ich nun auch wieder ohne Schmerzen lange Gigs und Proben aushalte.

    Wow, hier wimmelt es ja regelrecht von Kulturpessimisten ;)


    Auch wenn ich selbst wohl inzwischen in der "alten" Generation angekommen bin, die die Jugend kulturell nicht mehr durchgehend versteht (das gehört wohl irgendwie dazu), habe ich Hoffnung, dass wir die archaische Kultur des gemeinsam Musik Schaffens erst zu Grabe tragen werden, wenn die Menschheit selbst am Ende ist.


    Als freigeistig sozialisiertes Individuum, geprägt vom musikalischen Schaffen der 70er und 80er, sehe ich bei der heutigen Jugend manchmal das Bild aus "The Wall" vor mir, wie Kinder im Gleichschritt entpersonalisiert über ein Fließband in den Fleischwolf marschieren. Nur dass nicht Eltern und Lehrer, sondern Medien und Unterhaltungsindustrie die Verantwortlichen sind.


    Selbst wenn wir tatsächlich am Beginn einer kuturell finsteren Epoche stehen, wie es sie in der Menschheitsgeschichte vermutlich schon unzählige Male gab, wird das vorüber gehen und irgendwann wieder ein Licht am Horizont zu sehen sein.


    Wahrscheinlicher ist es aber, dass Kultur sich von Generation zu Generation verändert. Wir Älteren versuchen zu retten, was in unseren Augen zu retten ist, die Jungen sch... sich nen Dreck um uns Ältere und suchen neue Ausdrucksmöglichkeiten, mit denen sie sich von uns abheben können. Welche Impulse vergänglich und welche kulturell prägend sein werden, können wir im Moment möglicherweise noch gar nicht abschätzen bzw. bestenfalls vermuten.


    Dass diese Dynamik, die so alt ist wie die Menschheit, auch die Märkte bestimmt, werden wir hinnehmen müssen, ob wir jetzt Konsument, Hersteller oder Musiklehrer sind. :)

    Die Zusammenarbeit dieser beiden Herren kannte ich noch nicht.


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    [/video]


    Wie kann ich eigentlich die Videos direkt einbinden?


    [Ich habe es korrigiert. Das Video-Tag hilft, allerdings muss man bei youtube-Videos statt "https" das Protokoll "http" benutzen - Gruß mc.mod]

    Wenn ich Handsatz 2 spiele, bekommt bei mir das ganze einen rhythmisch etwas anderen Touch. Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass der bei Latin-Fills Sinn macht, wenn es nicht ganz so zackig-militärisch daherkommen soll. Bei Rocksongs würde ich vermutlich Handsatz 1 spielen und dabei die Schläge auf 3 und 4, also die Zählzeiten etwas bis stark betonen.
    Aber alle Varianten sind erlaubt, klingen unterschiedlich und haben je nach Intention ihre Berechtigung.

    Sicher weiß man es natürlich nicht, ob das chinesische Werk seinerseits nicht wieder Ware aus anderen Ländern bezieht. Wo weiß man das denn noch?
    Bei einem Land wie China, das so ziemlich alles auf dem heimischen Markt produziert, selbst Plagiate, würde ich es aber vermuten.


    Drumcraft ist übrigens ein Stichwort. Als ich mein DC8 Set gekauft hatte, waren bei den Floortoms keine Memory Locks dabei. Beim Händler meiner Vertrauens nachbestellt, stellte ich fest, dass von 6 Stück 2 defekt waren und das Gewinde nicht gegriffen hat. Austausch war natürlich kein Problem, aber das war ein Manko, wie ich es von günstiger Chinaware schon kannte und erwartet hatte. So what?


    Das Gesamtpaket hat für mich gestimmt, weil ich für wenig Geld ein sehr gut klingendes und ansonsten tadellos verarbeitetes Set bekam. Stimmschrauben laufen butterweich, Kesselhardware gibt keine Mankos zu erkennen. Floortombeine flutschen so, wie es sein soll, sogar besser als bei meinem Sonor Vintage, wo die Hardware ja vermutlich auch in Lizenz aus Fernost kommt.
    Schade, dass dieses Chinaprodukt vom Markt verschwindet.