Ich habe inzwischen mit Produkten made in China überhaupt kein Problem mehr, sofern wir von einem namhaften Hersteller mit guten Referenzen sprechen. Mapex spielt inzwischen seit 27 Jahren (Quelle: Wikipedia) im Reigen der Drumhersteller mit und darf mit Sicherheit schon lange zum Kreis der etablierten Markenhersteller gezählt werden, die Qualität ist gut bis top.
Moralisch kann man das kritisch hinterfragen, so lange man nicht weiß, zu welchen Bedingungen dort Menschen arbeiten. Ich gebe aber zu bedenken, dass auch in Deutschland etablierte Konzerne vergleichsweise schlechte Bedingungen bieten. Spontan denke ich an die Amazon-Diskussionen der letzten Jahre. (Und dennoch vermute ich, dass kaum jemand nicht regelmäßig bei Amazon bestellt
)
Dass in Deutschland produzierte Waren deutlich kostenintensiver und für den Endkunden viel teurer sind, ist ein Fakt, den man betrauern, aber nicht ändern kann. Wer es sich leisten kann, darf dementsprechend auch gerne hiesige Hersteller unterstützen. Aber was machen Menschen mit geringem Einkommen oder finanziell angespannter Situation? Aufs Musizieren verzichten, weil sie sich Made in Germany nicht leisten können?
Deutschen Unternehmen entstünde dadurch vielleicht sogar größerer Schaden, wenn nämlich Musizieren wie dereinst Golf, Segeln und Reiten nur noch Hobby für Reiche wäre und sich der Kreis potentieller Kunden auf ein Bruchteil verringerte.
Ich bin froh, dass der Markt dank Asia-Ware auch für diese Klientel genügend erschwingliche Lösungen bereit hält, die dennoch qualitativ in Ordnung gehen, sofern man sich etwas Überblick verschafft. Und wer tatsächlich aus Unwissen oder Geiz den allerletzten Schrott kauft, ist selbst dran schuld, denn er hätte sich informieren können.