Auf jeden Fall schaffen es die Marketingstrategen und die von ihnen abhängigen Drummagazine regelmäßig, mein physikalisches Grundverständnis aufzumischen 
Soll nun ein Kessel frei schwingen? Ein schwingender Kessel absorbiert mehr Energie als ein starrer, andererseits soll durch Schlagen des Schlagfells das Reso mit angeregt werden, was am besten durch eine recht starre Übertragung ohne Energieverlust geschieht (vgl. das berühmte "Managerspiel").
Ich gehöre sicher nicht zu den Soundtüftlern hier im Forum und höre ganz sicher nicht das Gras wachsen. Wenn ich zwei von den Abmessungen gleiche Snares völlig unterschiedlicher Kesselmaterialien nebeneinander stelle, höre ich bei der besten und identischsten mir möglichen Stimmung geringe Unterschiede durch die Fellwahl. Wahrnehmbar bemerkbar macht sich der verwendete Teppich. Auch Stahl- oder Gußreifen verändern den Klang einer Trommel.
Wirklich interessant wird es bei unterschiedlichen Kesseldurchmessern und -tiefen.
Dass ich unterschiedliche Snares verwende, hat einzig und alleine den Grund, dass ich für unterschiedliche Stile nicht ständig umstimmen möchte, sondern einfach unkompliziert die entsprechend "präparierte" Snare aus dem Case nehme.
Unterschiede, die bei verschiedenen Trommeln teils massiv ins Gewicht fallen, sind dagegen schlecht laufende Stimmschrauben, unpräzise, laute oder hakelige Abhebungen, wackelige Tomhalterungen und dergleichen mehr. Eine gute Drumcompany muß sich vor allem in dieser Disziplin gut schlagen, alles andere halte ich im Wesentlichen für Hokuspokus. Aber klappern gehört ja bekanntlich zum Handwerk.
Welcher Hersteller möchte schon das Set fürs Leben verkaufen, wenn er weiß, dass dann der Markt in relativ kurzer Zeit erschöpft wäre. Da es im Gegensatz zur Elektronikbranche bei Kesseln schwer ist, eine geplante Obsoleszenz einzubauen, muss man halt mit edlen Designs gepaart mit vollmundigen Versprechungen den Markt am Leben halten.
Als ich vergangenen Samstag einen Gig auf einer fremden DW-Snare gespielt habe, blieb jedenfalls wieder einmal die Erleuchtung aus.