weil es im Normalfall keinen all zu großen Soundunterschied macht, ob der Beater am Schlagfell bleibt oder nicht.
Einspruch, Euer Ehren!
Läßt sich so pauschal nicht sagen, außer die BD ist bis zur Hälfte mit Kissenbergen gefüllt oder man blastet nur. Im zweiten Fall reicht wahrscheinlich die Zeit zwischen den Schlägen nicht aus, damit die Trommel ihr theoretisches Sustain und damit den "schönen" Klang überhaupt entfalten könnte. Aber dann macht auch das Loch im Reso nicht mehr arg viel aus.
Ich spiele auf meinen Bassdrums klare PS3 als Batter und Reso, teilweise mit einer dünnen Schaumstoffmatte minimal, teils gar nicht zusätzlich gedämpft, und da macht das den wesentlichen Unterschied aus.
Prinzipiell funktioniert Resonanz über die Membranfläche, ich erinnere an den Grundsatz "Membranfläche ist durch nichts zu ersetzen als durch mehr Membranfläche".
Ist ein kleines Loch im Reso, verringert man diese logischerweise weniger als bei einem großen, d.h. das Reso kann besser mitschwingen und somit mehr Ton produzieren. Center oder Off-Center ist eine Sache, bei der ich mir nicht ganz sicher bin. Ich hab gelernt, dass OC weniger Ton nimmt als ein mittiges Loch. Aber irgendwie finde ich das unlogisch, weil ja ganz in der Mitte eigentlich ein Schwingungsknoten sein müßte und somit ein mittiges Loch auf eine gleichmäßige Schwingung weniger negative Auswirkung haben dürfte, als ein - mehr oder weniger zufällig positioniertes - Loch irgendwo außerhalb der Fellmitte.
Vielleicht gibt es ja jemanden, der physikalisch bewandert dazu profunde Aufklärung leisten kann?
Wenn man nicht gerade der Hardcore-Jazzer ist oder aus anderen Gründen genau den "lochfreien" Sound oder Look einer bestimmten Ära braucht, ziehe ich ein kleines 4" Loch aus praktischen Erwägungen vor, weil man eben schnell ein Mikro reinstecken oder Dämpfung variieren kann. Dieses ist bei mir i.d.R. eher am Rand, weil mich ein mittiges Loch zu sehr an einen Gewehrlauf erinnert. Das überlass ich den Amis...
Grüße,
Jan