Beiträge von trommla

    Ich halte den Begriff "minderwertig" in diesem Zusammenhang für irreführend, da er im landläufigen Sinne "schlechter" ausdrückt. Und das ist schlicht falsch. Jeder Custom-Hersteller bietet die Holzauswahl Birke als Option. Ein SQ2 aus Birke als minderwertig zu bezeichnen, würde mir dabei nicht in den Sinn kommen, allerdings ist es sicher ein paar Euro günstiger.


    Ebenso beim DC8 oder Meridian. Der Preis ist einfach ein paar Euro günstiger. Die Dicke des Kessels sagt, wie ich vorher schon erwähnte, nicht über besser oder schlechter aus. Es gibt auch Oberklasse-Sets mit relativ dicken Kesseln. Dünne Kessel werden schneller zum Schwingen angeregt (logisch) und sind daher für sehr leises oder dynamisches Spiel besser geeignet, sagt man. Dicke Kessel haben wohl tendenzell einen etwas fokussierteren Ton. Ich bin skeptisch, ob du 1-2 mm hin oder her hören würdest. Aber klar ist: mehr Holz=mehr Gewicht.


    Womit du recht hast, das Meridian Birch hat an der Snare nur 8 Stimmschrauben gegenüber 10 bei der Maple Version. Aber auch das ist erst mal nur ein Preisvorteil, weil einfach 2 Lugs weniger zu zahlen sind. Über Qualität sagt es nichts aus. Z.B. hat diese schöne Snare auch nur8 Lugs:
    http://www.thomann.de/de/grets…nie_colaiuta_signatur.htm
    Und ich würde sie nicht minderwertig bezeichnen ;)
    Das Meridian Birch hat im Vergleich zur Maple-Version z.B. auch nur 1,6 mm Hoops (Maple: 2,3 mm Powerhoops)


    Ich versteh jetzt auch nicht ganz, warum du weiter fragst, eigentlich haben dir m_tree und ich im Grunde das gleiche geschrieben, und vermutlich werden das andere auch noch tun. Überlege dir, wie hoch dein Budget ist, vergleiche dann ein paar Angebote in diesem Limit, und dann kaufst du, was für dich zweckmässig ist und dir besser gefällt. Technische Argumente, wie du sie gerade suchst, gibt es so einfach nicht!!!


    Ach ja, DC8 Sets werden mit Markenfellen geliefert, Meridians mit Fernost-Pellen. Das musst du beim Preis noch einrechnen, also 100 bis 200 € kommen beim Mapex noch dazu.

    Hi Jules,


    auf "Empfehlungen" von Verkaufsmitarbeitern gebe ich relativ wenig. Zum einen sind auch die nicht frei von Marketingeinflüssen, Moden und soweiter, zum anderen ist es auch nicht ausgeschlossen, dass Vertriebe Händler dafür belohnen, deren Produkte zu verkaufen. Als Hinweis, über den Tellerrand zu schauen und zu vergleichen, sind solche Tips jedoch sehr wertvoll. Sonst wäre ich selbst auf DC gar nicht erst aufmerksam geworden. Da ich Mapex-Kisten nicht aus eigener Erfahrung kenne, kann ich die beiden nicht direkt vergleichen. Von der Logik würde ich jedoch erwarten,dass das DC 8 qualitativ etwas höher liegt, da es die Toplinie des Herstellers repräsentiert. Wie gesagt, für mich sind das im großen und ganzen professionelle Schlagzeuge, die den Vergleich mit rennomierten Herstellern nicht scheuen brauchen.


    Birke und Ahorn zu vergleichen, hat überhaupt nichts mit Qualität zu tun, ebensowenig die Dicke der Kessel. Beides sind beliebte und gute Klanghölzer, Birke scheint allerdings im Einkauf billiger zu sein, daher sind Birkensets günstiger als Ahornsets. Allerdings unterscheiden sich die Sounds nuanciert voneinander. Wichtig ist, dass die Hölzer gut selektiert sind und nicht z.B. der Ausschuss anderer Hersteller aufgekauft worden ist, um Kosten zu senken. Ich weiss allerdings nicht, ob so etwas überhaupt vorkommt, aber der Gedanke wäre für mich vorstellbar.
    Zumindest DC wirbt mit guter Selektion und kontrolliertem Anbau, bei Mapex weiss ich das wiederum nicht.


    Nach Soundunterschieden zu suchen, halte ich für relativ müßig, denn erstens hört man gerne das, was man hören will (wenn der "Fachmann" sagt, Hersteller A klingt besser als Herst. B, werden viele das dann auch so hören), zweitens kann ich das Klangpotential im Laden nur grob beurteilen, so lange ich die Trommel nicht identisch gestimmt mit den gleichen Fellen am gleichen Platz höre, und das in verschiedenen Stimmungen.
    Meine Herangehensweise ist eigentlich, sofern keine Serienmängel bekannt sind, eher intuitiv. Wenn die praktischen Features für mich passen, schaue ich, welches Set für mich "sexy" ist (Design und Optik). Ausserdem entscheiden natürlich die lieferbaren Konfigurationen sowie das Angebot an Einzeltrommeln.


    Die Grösse der Bassdrum hängt von deinen Vorstellungen ab. Eine kleinere Bassdrum ist leichter zu transportieren und spielt sich i.d.R. direkter aufgrund des geringeren Luftvolumens. Eine große Wumme sieht für manche Musikrichtungen besser aus (Geschmacksfrage). Ich würde zur 22er tendieren, ist etwas universeller.


    Wenn die BD für dich so wichtig ist, dann schau dir mal die Sonor Select an. Nach meiner Erfahrung baut Sonor nämlich selbst in günstigeren Serien mächtig Bumms in die Bassdrums, wie auch immer die das machen.

    Ob die "Großen" wirklich so extrem überteuert sind, mag ich gar nicht beurteilen. Der Aufwand für Marketing, Entwicklung etc. muss sich ja in den Kosten niederschlagen. Vermutlich werden die Margen etwas höher sein, aber ein grosser Teil der Mehrkosten fliessen sicher trotzdem nicht direkt in die Taschen der Führung, sondern in Dinge wie langfristige Unternehmensstrategien, Rücklagen und solche Dinge, um auch in Krisenzeiten stabil zu bleiben. Soziale Absicherung der Mitarbeiter kostet Geld, beim Kleinstunternehmen spielt das hingegen meist keine Rolle.


    Im übrigen gehe ich auch eher davon aus, dass diese "Blase" nicht ewig hält und sich der Markt irgendwann normalisieren wird. Wie viele und welche der derzeitigen Anbieter dann noch existieren werden, wird man sehen.

    Ich glaube, mein Vorredner hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Schon die Überlegung, durch Entfernen des Tomhalters den Ton spürbar zu verbessern, gibt mir den Eindruck, dass du schon viel über Soundgestaltung gelesen hast, aber bisher noch nicht die Erfahrung und das Gehör hast, um die Wirkung all dieser Massnahmen beurteilen zu können. Internet ist halt Fluch und Segen zugleich.


    Daher mutmasse ich, dass du eventuell zwar von "Stimmen" sprichst, die betreffende Bassdrum aber schlicht verstimmt ist und du eher mit diversen "Verstimmungen" experimentiert hast. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich mein Sonor Lite Kit nicht zum Klingen gebracht habe, obwohl ich doch "gestimmt" hatte ;) nur richtig gehört habe ich damals nicht.


    Grüsse,
    Jan

    Hallo Reach,


    auf die BD würde ich als Standard eher ein Powerstroke 3 nehmen statt ein CS. Das ist zumindest eine sehr gängige Ausstattung vieler Drummer.


    Wie schätzt du generell deine Stimmkenntnisse ein? Wenn du noch nicht so richtig sicher bist, wären vielleicht klare Felle auf den Toms erst mal besser, weil sie leichter zu stimmen sind. Ambas oder Emperors, je nach Soundvorstellung. Und mehr als die Art des Fells beeinflusst ja die gute Stimmung den Sound ;)
    Die Resos würde ich, wenn Geld eine Rolle spielt, auf jeden Fall drauf lassen. Mit den Werksfellen bekommt man beim Silverstar schon einen ordentlichen Sound.


    Grüße
    Jan

    Wenn mich meine rudimentären Chemiekenntnisse nicht völlig täuschen, ist Rost ein Abbauprodukt von Eisen und eisenhaltigen Legierungen. Das sollten wir bei Becken ausschliessen können. Grünspan ist es auch nicht. Dann wird es irgendeine Verschmutzung sein, die man weg bekommen sollte. Wenn nicht, ist es zwar opisch etwas unschön, aber am Zustand bzw. Klang des Becken sollte das ebensowenig ändern wie Kleberückstände von Gaffa. Ich würde mir da keine Sorgen machen. Gebraucht ist halt gebraucht.

    Wenn ich eine Profi-Snare neben deine stelle und beide klanglich auf einer Ebene aufspielen, dann wär mir das egal. Ein Profiinstument mag vielleicht eine bessere Geldanlage sein, aber mal ehrlich, eine gut klingende Snare mit Schlüsselloch in meiner Sammlung zu haben, fänd ich cooler als jede DW-Snare.


    Aber meine Frau würde mich sowieso rauswerfen, wenn ich so viel Geld für eine Snare ausgeben wollte, statt den Kindern was zu Essen kaufen zu können :huh:

    Hi Marcus,


    stimmt, das leuchtet ein. Meine Einschätzung war eher intuitiv. Hätte ich mal vorher gegoogelt, Wikipedia schreibt das gleiche. Wie auch immer.


    Mich überzeugt dieses Kombisystem jedenfalls bisher nicht so richtig. Wann muss es denn in der Praxis wirklich schnell gehen? Wenn, dann bei professionellen Produktionen. Profis, die ORTF grundsätzlich nutzen, werden auch bei der Justage geübt sein und schnell zu guten Ergebnissen kommen. Profis, die ORTF nicht oder selten nutzen, werden unter Zeitdruck keine Experimente machen. Fänd ich zumindest überraschend. Oder schätze ich das falsch ein?


    Und der Laie/Amateur hat meist genug Zeit und lernt beim eigenhändigen Justieren dazu. Deshalb würde ich kein Geld dafür ausgeben wollen, wenn ich schon ein normales Stereopaar ordentlicher Klangqualität habe.


    Der einzige wirkliche Vorteil, den ich sehe, ist ein Kabel weniger, was gesteckt und nachher wieder zusammengerollt werden muss.

    Sind nicht die 110° und der Abstand der Kapseln mit 2 Nieren beim ORTF genau definiert? Dann sollte sich ein Bereich von 180° in Bezug auf die Achse abbilden. Einstreuung aus der Umgebung vermute ich da schon. Ob das bei (akustisch) sorgfäligem Setting der gesamten Band allerdings störend wirkt, müssen die Fachleute sagen. Live würde ich vermuten, das es sch... egal ist, weil perfekte Kanaltrennung sowieso nicht möglich ist.

    shardik
    Ehe der Thread jetzt falsch abbiegt, ich glaub du hast unsere paar Aussagen überbewertet. Scotty hat seinen Respekt explizit geäußert, und ich find Blasten durchaus auch beeindruckend, wenn es wirklich auf soliden Beinen steht. Sonst hat niemand darüber gesprochen. Und nun zurück zu Mr. Smith, oder? ;)

    Warum seltsam? Es gibt viele, die nur auf Monstertechnik abfahren und (noch) nicht verstanden haben, worum es bei Musik außerdem gehen könnte.
    Sonst würden wohl kaum viele junge Kollegen als oberstes Ziel möglichst viele Beats per Minute anstreben (s. diverse Theads hier). Da ist es doch schön, dass auch Mr. Smith Beachtung findet.


    Deine Aussage über den Vorteil herausragender Technik beschreibt es finde ich sehr treffend, wie auch deine Haltung zum Trommeln insgesamt schön "oldschool" ist.

    Was auch helfen könnte, wäre prinzipiell erstmal die jeweiligen pattern nur zu dem "off-beat-klick" zu üben


    Oder die HiHat wie in 3a durchlaufen lassen, wie einen Ska-Offbeat, und nur Bassdrum und Snare zwischen 1 und 3a hin- und herwechseln. Damit bekommt das ganze evtl. eine Kontinuität, einen Flow, den man automatisieren kann, um später auch komplett umzuschalten.


    Oder meintest du das, drumrumköln? Der Effekt ist vermutlich ähnlich.

    Nicht ganz, der Trommeltom hatte ja u.a. nach den Unterschieden der beiden BP-SE-Snares und den prinzipiellen Unterschieden zwischen Guß- und Stahlreifen gefragt. In diesem Punkt dürfte er nun deutlich informierter sein. ;)

    Ich würde bei einer Abweichung von 1mm sicher nicht reklamieren, sofern die Snare gut klingt und ohne Schwierigkeiten stimmbar ist. Egal, ob nun jemand anderes sagt, der Reifen müsse zu 100% plan aufliegen. Bei einer nagelneuen Snare würde ich auf jeden Fall erst mal den Stimmtest machen, und wenn da alles paßt, die Reifen erst im Zuge der Wunschbefellung testen.


    Ich habe früher auch gerne mal kleinkarierter gedacht, aber bei ca. 150,-€ freu ich mich lieber, wenn nur minimalste Abweichungen zu finden sind, als mich zu ärgern, dass etwas nicht zu 100% perfekt in meinem Sinne ist. You get what you pay for, und bei diesen Snares wohl mehr als das.