Beiträge von trommla

    weil es im Normalfall keinen all zu großen Soundunterschied macht, ob der Beater am Schlagfell bleibt oder nicht.


    Einspruch, Euer Ehren!
    Läßt sich so pauschal nicht sagen, außer die BD ist bis zur Hälfte mit Kissenbergen gefüllt oder man blastet nur. Im zweiten Fall reicht wahrscheinlich die Zeit zwischen den Schlägen nicht aus, damit die Trommel ihr theoretisches Sustain und damit den "schönen" Klang überhaupt entfalten könnte. Aber dann macht auch das Loch im Reso nicht mehr arg viel aus.
    Ich spiele auf meinen Bassdrums klare PS3 als Batter und Reso, teilweise mit einer dünnen Schaumstoffmatte minimal, teils gar nicht zusätzlich gedämpft, und da macht das den wesentlichen Unterschied aus.


    Prinzipiell funktioniert Resonanz über die Membranfläche, ich erinnere an den Grundsatz "Membranfläche ist durch nichts zu ersetzen als durch mehr Membranfläche".


    Ist ein kleines Loch im Reso, verringert man diese logischerweise weniger als bei einem großen, d.h. das Reso kann besser mitschwingen und somit mehr Ton produzieren. Center oder Off-Center ist eine Sache, bei der ich mir nicht ganz sicher bin. Ich hab gelernt, dass OC weniger Ton nimmt als ein mittiges Loch. Aber irgendwie finde ich das unlogisch, weil ja ganz in der Mitte eigentlich ein Schwingungsknoten sein müßte und somit ein mittiges Loch auf eine gleichmäßige Schwingung weniger negative Auswirkung haben dürfte, als ein - mehr oder weniger zufällig positioniertes - Loch irgendwo außerhalb der Fellmitte.


    Vielleicht gibt es ja jemanden, der physikalisch bewandert dazu profunde Aufklärung leisten kann?


    Wenn man nicht gerade der Hardcore-Jazzer ist oder aus anderen Gründen genau den "lochfreien" Sound oder Look einer bestimmten Ära braucht, ziehe ich ein kleines 4" Loch aus praktischen Erwägungen vor, weil man eben schnell ein Mikro reinstecken oder Dämpfung variieren kann. Dieses ist bei mir i.d.R. eher am Rand, weil mich ein mittiges Loch zu sehr an einen Gewehrlauf erinnert. Das überlass ich den Amis...


    Grüße,
    Jan

    Hey ernest7,


    wenn jemand so ambitioniert an eine Sache ran geht, macht es auch Spaß, ein Feedback zu geben und ein Spitzenprojekt zu unterstützen. Natürlich auch weiterhin, wenn aufgrund des Aufwandes mal eine kostenpflichtige Pro-Version verfügbar wäre. Na ja, zumindest wenn der Preis vernünftig ist ;)


    - optischer Beat: leider das einzige, was ich bisher nicht hinbekommen habe. Alle Versuche waren bisher total ungelichmäßig und völlig unsynchron zum Ton. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt


    Da hat man als Laie natürlich keinen Einblick. In meiner Vorstellung war so ein Feature bislang eher eine leichte Übung. So kann man sich irren.


    Ich weiss nicht, ob das geht, aber vielleicht kann man das akustische Signal auch mit der Status-LED koppeln, die zumindest manche Smartphones wie z.B. das S3 bieten. Wenn technisch realisierbar, wäre das eben ein Feature, welches nur auf geeigneten Geräten nutzbar ist. Für alle anderen Nutzer wäre es dennoch kein Nachteil zum Ist-Zustand, man sollte nur ggf. in der Beschreibung darauf hinweisen, dass fürs optische Signal eben nicht alle Endgeräte geeignet sind. Eine funktionierende Integration im Display wäre natürlich noch besser.


    Oder schau dir doch mal die App Mobile Metronome an, da läuft die Zählzeit in Ziffern durch. Ist nicht ganz so optimal wie ein Blinklicht, funktioniert aber und würde imho reichen. Wenn dabei noch die 1 farblich abgesetzt z.B. rot ist, hätte man bei Lärm ausreichend Information, selbst wenn man gerade die Lesebrille nicht auf hat.


    Grüße,
    Jan

    Hello sralskyman mal wieder,


    den Tips der Kollegen und auch deinen Gedanken kann ich mich völlig anschliessen. Die Becken sind das A und O, weil sie nachträglich nicht veränderbar sind. Obwohl, in einem der Proberäume, wo ich regelmäßig verkehre, steht ein Proberaum-Set, dessen Besitzer offensichtlich einen Endorsement-Deal für Gaffa-Tape hat. Der klebt sogar auf ein geiles K-Zildijan-Crash noch Tape drauf, was jeglichen Ton (in meinen Ohren) vernichtet.


    Ich würde auch sagen, dass für dich B20-Becken in Bezug auf Musikalität und Vielseitigkeit die bessere Wahl sein könnten. Die Billig-Türken liefern ja anscheinend oft sehr ordentliche Sounds, ich habe selbst allerdings kaum Erfahrung damit. Die Sonor Armoni Hihat, die ich mal für kleines Geld als Geschenk gekauft habe, finde ich aber bis heute oberamtlich, und auch der Schlagzeuger (Berufsmusiker)meines Bruders hat sie mal ne Weile für Gigs genutzt, weil er sie so geil fand. Unabdingbar ist nach dem, was man liest, allerdings ein Probespielen von Zultan, Turkish, Diril(s) und Co. , weil wohl die Serienstreuung teils recht groß ist.


    Was die Stärke der Becken betrifft, mach dir mal keine allzu großen Sorgen. Erst mal muß dein Wunschbecken schön klingen. Auch Thin-Becken können ein bischen was ab. Ich spiele fast nur Thin, habe ne ganze Weile viel Hardrock-Coverzeugs gemacht und natürlich dabei etwas mehr hingelangt, und mir ist noch nie ein Becken kaputt gegangen. Hab mal in einem Interview mit Nort Hargrove von Sabian gelesen, dass die Vorstellung, Thin Cymbals wären super empfindlich, so im Grunde gar nicht stimmt, weil dünne Becken elastischer sind und die Schlagenergie viel besser aufgenommen wird. Klang für mich logisch, sofern man nicht mit aller Gewalt und falscher Technik reinhaut (Stichwort Wischbewegung).


    Viel Spaß bei der Equipmentsuche, aber vorsicht, das kann süchtig machen.


    Grüße,
    Jan


    Edit: wenn man beim Testen im Laden steht, wird mir bei manchen Cymbals einfach warm ums Herz. Irgendwie stimmt die Magie, und dieses Becken sollte es sein, egal was wer wo mal gelesen oder geschrieben hat. Denn Euipment, mit dem man sich "pudelwohl" fühlt, regt auch die eigene Kreativität und den Übefleiß am meisten an.
    Auf diese Weise haben sicher schon viele Kollegen unerwartet viel Geld in Drumstores gelassen, obwohl sie eigentlich nur schnell ein paar Sticks kaufen wollten. Bei mir wars Ende der 80er mal ein Snarefell, dass mich insgesamt fast 700,- Mark gekostet hat, weil die Sabian-HH daneben einfach mit zu mir nach Hause wollte. Da konnte ich doch nicht nein sagen!? ;) (ist bis heute bei mir geblieben, auch wenn sie sich altersbedingt öfter mal ausruhen darf)

    Stimmt schon, was Jalokin schreibt. Aber darauf verzichten würde ich trotzdem nicht.


    Vielleicht gibt es in deiner Region (von wo kommst du denn eigentlich?) noch andere Drummer, evtl. auch hier aus dem Drummerforum. Einen besseren Drummer mal an deinem Set zu hören, ist sicher ein interessanter Schritt, denn gelegentlich hört man dabei, welches Potential bei perfekter Bedienung im eigenen Equipment stecken kann.


    Manche vermeintliche Equipmentfrage erklärt sich ja letztendlich durchs Bedienpersonal (an dieser Stelle denke ich mal wieder schmunzelnd an Benny Greb am Kinderschlagzeug ;-)). Und der musikalische Ausdruck, die Feinfühligkeit beim Spiel verändert sich ja mit den Jahren, so dass ein erfahrener 30jähriger Drummer wahrscheinlich meist "besser" klingt als ein 15jähriger mit 2 Jahren Spielpraxis. Zumindest ich war mit 15 immer sehr begeistert von "alten Hasen", selbst wenn sie aus heutiger Sicht gar nicht überragend waren. Sie wußten halt einfach schon, wie man ein Set zum Klingen bringt. Das ist wie mit den älteren Frauen ;)
    Aber jetzt wirds OT.


    Grüße,
    Jan

    ich mags nicht mit so viel Attack


    Siehe meinen vorigen Post.
    Der Attack, den du selbst vom Fahrersitz aus hörst, ist weit größer, als ich ihn schon aus 3-4 m Entfernung wahrnehmen würde. Das liegt schlicht und einfach daran, dass kurzwellige hohe Frequenzen weniger weit tragen und auch nicht wie tiefe Frequenzen rundum abstrahlen. Lerne also, die Macht zu nutzen, junger Jedi, statt sie zu bekämpfen ;)


    Der Attack macht deine Toms im Gesamtsound (einer Band) überhaupt erst wahrnehmbar, ohne einen deutlichen Attack würde man nur noch Gewummer hören. Und zu deinem allerbesten Drumfill mit waghalsigen Hand-Fuß-3-gegen-7-über-Alles-Kombinationen würde ich als Zuhörer wohl sagen "vermutlich ziemlich gut, habs aber nicht hören können". Verstehst du was ich meine? Du selbst hast durch den Attack ebenfalls eine bessere Kontrolle, weil du z.B. beim Üben die Schläge klarer erkennst.


    Wenn du den Attack weg haben willst, hilft dir die Fellwahl - außer vielleicht bei Evans Hydraulic - nur begrenzt weiter. Die Unterschiede sind meist weit geringer, als die Werbetexter erzählen, was auch verschiedene Hörtests hier im Forum zeigen. Mit Emperors bekommst du mit Sicherheit fast jeden erdenklichen Sound hin, sofern du richtig stimmen kannst. Die AmbaX spiele ich selbst coated auf einem Jazz/Funk-Set, eine Reduktion des Attacks schaffst du damit nicht.
    Und wegdämpfen kannst du die Höhen letztendlich aus jedem Fell.


    Aber wenn schon in Richtung fetter, dann eher Pin Stripes (großer Aufschrei der Drummer-Polizei).
    Mein Tip wäre, bei klaren Emperors zu bleiben, als Resos klare Ambas, die geben alles her, was du brauchst. Klare, weil sie zum Stimmen lernen leichter sind.


    Grüße,
    Jan

    Es fehlt diese Justierungsschraube unterhalb des Bottombeckens, mit der man die Becken anschrägen kann


    Ich kenne das Modell nicht, vermutlich das aus der Roadpro-Serie? Bei meiner Iron Cobra gibt es eine Schraube zum Verstellen. Blöde Frage, aber ist sicher nicht nur eine Schraube verloren gegangen? Kommt ja möglicherweise auch bei Neuware mal vor. Ansonsten kenne ich alternativ nur die Variante, bei denen die Auflage aus zwei Teilen besteht, die man gegeneinander verdreht (z.B. von Sonor). Aber das hättest du mit etwas Rumspielen vermutlich selbst entdeckt...


    Außerdem verstellt sich während dem Spielen der Abstand der beiden Becken zueinander - er wird immer größer und größer. Muss dann jedes Mal wieder nachstellen


    a) Clutch nicht fest genug angezogen, aber vorsicht, mit roher Gewalt schert man schon mal die Mutter ab
    b) Kontruktionsfehler, evtl. mal ne andere Clutch testen
    c) zu viel Kraft im linken Fuß, sprich falsche Spieltechnik


    Wenn wir bei Tama mal nicht von einem Serienfehler ausgehen und die Roadpro-Hardware als solide einstufen, dann halte ich, wenn du nicht ein Montagsprodukt erwischt hast, Variante c) für die wahrscheinlichste. Ich würde zur Sicherheit das Gerät mal zum Händler tragen, wo du es gekauft hast. Der sollte dir das alles erklären können.


    Grüße,
    Jan

    Ja, das hat man hier bzw. auf YT schon schlechter gesehen und gehört ;)
    Gutes Drumming, geschmackvoll und sauber auf den Punkt.


    Nur, leider für mich ohne Wiedererkennungswert. Ist nicht mein Genre, daher fehlt mir vielleicht das Wissen des Eingeweihten, aber für mich hören sich diese Sachen meist gleich an. Kopfmusik für junge, wilde Intellektuelle, etwas seelenlos.


    Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, daher für deine Arbeit trotzdem *thumbsup*


    Grüße,
    Jan

    Den Sets selbst kann ich gerade nichts besonderes abgewinnen. Sehen tatsächlich etwas nach Billig-Stangenware aus.


    Was ich definitiv billig finde, ist die Präsentation. Ein Set vor einem Fotohintergrund zu fotografieren, kann man machen, dann sollte man aber die Stative rechts und links nicht sehen. Jede halbwegs größere Firma sollte ausreichend Budget für ein professionelles Erscheinungsbild übrig haben.


    Für mich sieht das wie ein Einzelunternehmer aus, der irgendwo mal einen Sonderposten Drumsets aufgekauft hat und diese nun seit Jahren versucht, zu verticken. Anders kann ich mir auch den Link "contact me" ganz unten nicht erklären.


    Wer unbedingt ein Endorsement sucht, wäre dann aber vielleicht bei dieser Firma richtig ;)


    Grüße,
    Jan

    Hallo sralskyman,


    ich finde gut, dass du selbst offen und neugierig mit der Lösung deines "Problems" umgehst. Genau durch diese Herangehensweise wirst du mit der Zeit lernen, immer näher an deinen Traumsound zu kommen.


    Ein Standardtip, der in diesem Thread noch fehlt, ist folgender:


    Unsere Hörgewohnheiten sind ja meist geprägt von Studio- oder Liveproduktionen, bei denen der Drumsound abgenommen und elektronisch optimiert wird. Auch dein verlinktes Soundbeispiel zeigt ein komplett abgenommenes Set. Löse dich von der Erwartung, dein Set könnte ohne Elektronik und aus Spielerperspektive auch nur annähernd so klingen wie die Sounds, die du vermutlich im Ohr hast.
    Fast jede sauber gestimmte Trommel behält in Natura im Gesamtsound Anteile, die im Grunde genommen - bei exakter Analyse - "stören". Nur:
    Einerseits verspielt sich das im Gesamtkontext gerade aus Zuhörerperspektive(ebenso wie der gefürchtete Snarebuzz), andererseits kann man mit (guter) Aufnahmetechnik genau diese Frequenzbereiche rausfiltern bzw. absenken, womit der Gesamtsound runder wird.


    Um deine Trommeln besser kennen zu lernen, nimm doch einfach mal das 12er Tom und gehe im Raum umher bzw. schlage es mal in anderen Räumen an. Könnte z.B. sein, dass du im großen Wohnzimmer einen ganz anderen Eindruck hast.


    Zum Stimmen noch ein Gedanke: ich habe über die Jahre bei mir beobachtet, dass mir lange das Gefühl gefehlt hat, wie stark ich an einer Schraube drehen darf bzw. muss. Oft war es zu viel, manchmal aber auch zu wenig. Vorausgesetzt, du hast schon eine gewisse Sicherheit, die Tonhöhe bzw. Fellspannung an einer Stimmschraube zu erkennen, dann drehe doch mal eine Schraube gaaaaaaanz langsam hoch, schlage sie währenddessen wiederholt an und beobachte und analysiere, wie sich der Sound verändert. Wenn's besser wird, super, wenn nicht, zurück auf Anfang und andere Schraube. Und natürlich immer zunächst die gegenüberliegenden Stimmschrauben vergleichen und quasi paarweise in Stimmung bringen.


    Manchmal bin ich mir auch heute noch unsicher, welcher Punkt höher gestimmt ist, dann hilft manchmal ein leichter Druck auf den Fellrand, um die Spannung zu erfühlen. Rudimentäre Tension Watch :)


    Viel Spaß beim Ausprobieren, Üben und Lernen!


    Grüße,
    Jan

    Hab das Metronom auch gerade erst entdeckt und sofort installiert. Auf meinem Galasy S3 läuft es ohne Probleme, und ich finde die Bedienung eigentlich recht intuitiv.


    Erster Eindruck: Glückwunsch, sehr gute Metronom-App.


    Folgende Features gefallen mir besonders gut:


    + Tempoeingabe per Händeklatschen
    + Patterns speicherbar
    + Beats frei positionierbar
    + zu den Bpm werden die korrekten Tempobezeichnungen eingeblendet
    + Beschleunigung programmierbar
    + Stille programmierbar


    Ein paar Ergänzungen würden die App für mich zur weltbesten Metronom-App machen:


    + Taktarten größer als 8 (z.B. 11/8, 13/8, 15/8 usw. solls ja in der Musikgeschichte schon gegeben haben). Auch finde ich hier die Eingabe etwas störrisch, oft springt bei mir die Beatzahl direkt auf 1 oder 8.
    + ergänzend zur Beschleunigung wäre eine Verlangsamungsfunktion z.B. für Ritardandi prima.
    + ein optischer Beat wäre noch super, z.B. wenns mal rundrum recht laut ist.
    + die Bildschirmausrichtung ist ja auch schon mehrfach genannt worden


    Trotzdem jetzt schon eine Anwendung, die praxisnah ist und Spaß macht. Werde ich heute abend bei der Probe gleich weiter empfehlen!!!


    Grüße,
    Jan

    Jetzt mal ehrlich, ist es nicht im Grunde ziemlich sexistisch, irgendwelche durchschnittlichen Hobbytrommlerinnen zu featuren, nur weil sie (edit:für den einen oder anderen) hübsch anzusehen sind? So als ob es eine Leistung für ein Mädel ist, Sticks überhaupt richtig in die Hand zu nehmen.


    Ich kann spielerisch an der jungen Dame nichts finden, was nicht auch einige Forumskollegen hier locker parat haben, ausser dem Blendax-Lächeln und den ... Möpsen.


    Grüße
    Jan


    JürgenK: falls die Frage ernst gemeint war, das Stück ist "Tom Sawyer" von Rush


    ultrastereo: diese Nummer entspannt zu trommel, ist für mich ne glatte Themaverfehlung ;)

    Noch einmal gaaaaanz langsam, dass du es verstehst. Keiner hatte hier behauptet, was du machst wäre Müll, zumindest nicht mehr oder weniger Müll, als (fast) alle Drumcovers dieser Youtube-Welt. McDonald schmeckt auch auf der ganzen Welt gleicht, man kann es sicherlich essen, trotzdem würde kein halbwegs vernünftiger Mensch als hochwertige Kost bezeichnen. Und Kritik an dieser Ernährungsform gibt es verständlicherweise reichlich.


    Aber:

    Das allerdings nicht wegen den Klicks sondern um von vielen seiten Tipps und Tricks zu bekommen...Ich bin also für kritik sehr empfänglich würde mich aber selbstredend auch über Lob freuen


    Tipps und Tricks haben wir versucht, dir zu geben, aber das überwiegende Fazit war, dass dein Ansatz bislang viel zu wenig aussagekräftig und durchschnittlich ist (aufnahmetechnisch sogar richtig schlecht), als dass es irgendwem positiv auffallen könnte. Und das wolltest du ja nicht hören, postest lieber weiter mit einem bockigen Kommentar neue 0815-Drumcovers und schreibst auf YT(Zitat deines jüngsten Filmchens) "Check them out and spread the Video around the World".


    Dass du mit 17 noch etwas naiv und blauäugig bist, zu glauben, dass solche Videos dir bei deiner Musikerkarriere helfen, ist völlig o.k., die meisten von uns hatten wahrscheinlich als Teenager phasenweise solche Rosinen im Kopf. Aber wenn du öffentlich nach Meinungen fragst, mußt du eben auch lernen, damit zu leben, dass ehrliche Reaktionen kommen (keiner im Netz hätte einen Grund, dich vorsätzlich zu dissen, weil wir dich ja nicht mal kennen).


    Meine ehrliche Reaktion, erst recht nach deinem letzten Post, ist bislang: Junge, Junge, lass es bleiben, von einer Profikarriere zu träumen, du hast es absolut nicht drauf, auch wenn du passabel trommelst.


    So, und jetzt lies noch mal den ganzen Thread, ziehe die richtigen Schlüsse draus, vergiss YT-Drumcovers und beweise, dass du besser bist, als du uns bisher gezeigt hast. Du sagst ja selbst, du läßt dich nicht unterkriegen ;)

    Ich muß mal kurz zur Aufklärung beitragen. Keine Ahnung, welche Schlagzeugschule das mit dem Daumen propagiert. Der angeführte 3,8°-Winkel war einfach ein Gedanke, spontane Assoziation sozusagen, um diese m.E. ziemlich alberne "Regel" noch einen draufzusetzen.
    Ihr braucht euch nicht weiter das Hirn zu zermartern ;)

    Kontaktier doch mal den Fritz Steger.


    steger@drummermagazin.de


    Der ist ein absoluter Fachmann in solchen historischen Dingen. Hat auch mal von einigen Jahren eine Reihe in der Drums&Percussion geschrieben über Schlagzeughersteller vergangener Tage. Neben Sonor (logisch) tauchten da Namen auf wie Tromsa, Lefima, Deri/Rimmer, Luxor, Tacton (Ostfirma) usw. auf.


    Wenn dir einer deine Fragen korrekt beantworten kann, dann er.


    Grüße,
    Jan

    Nein, ich sitze am Schreibtisch am PC, und die Videos sind mit dem üblichen Text gesperrt. Na ja, macht nix, wie gesagt, Drumcovers...


    aber gerade dann fühle ich mich beim Improvisieren wieder eingeschränkt...


    Wenn ich mal so einen Gedanken durchspielen darf, versuch doch mal, die Improvisation nicht als Selbstzweck des Solos zu sehen. Wenn jemand gerne kocht und mal schnell ein Gericht improvisiert, heißt das ja auch nicht, dass er deswegen alle Gewürze und Zutaten, die so im Schrank stehen, verarbeitet, sondern er beschränkt sich auf die Aromen, die zusammenpassen und dem Gericht die richtige Note geben.


    Im Prinzip sehe ich das Solieren ähnlich. Man hat zwar mit den Jahren etliche Gimmicks parat, aber nicht alles paßt zusammen. Die Improvisation, das Spontane, ist sozusagen nur das Vehikel, mit dem man fährt, aber der Zweck ist (für mich) , mit einem Solo eine kleine Geschichte zu erzählen. Nur manchmal verhaspel ich mich dabei halt ein wenig ;)
    So wie Edmund Stoiber in seinen berühmten Reden.

    Hey Grooveboy,


    du machst deinem Namen alle Ehre. Endlich mal ein junger, der auf Doublebassgedonner und Stick-Twirling verzichtet und einfach grooved :)


    Zu deinen Drumcovers brauch' ich glücklicherweise nichts schreiben, denn ich kann sie nicht sehen dank Youtube. Gut so, denn dann muss ich nicht meckern ;)
    (Anm.: ich halte Drumcovers für das Sinnloseste, Langweiligste, Unkreativste und Überflüssigste, mit dem man sich als Schlagzeuger befassen kann)


    Aber dein Solo lief zum Glück mangels Urheberrechtskonflikten, also mein Senf dazu.
    Zu kritisieren, dass nicht alle Schläge super tight sind und die ganze Nummer sich stellenweise minimal holprig anfühlt, wäre Quatsch, weil du ja selbst schreibst, dass du mangels Übemöglichkeiten nicht ganz auf der Höhe bist. Dafür läuft es finde ich ganz ordentlich.


    Aber unabhängig davon sehe ich noch ein wenig Verbesserungspotential. Einerseits frage ich mich, weshalb du dich nicht auf ein gaaanz kurzes, knackiges Solo beschränkst. In der ersten Minute dachte ich noch "ah, ganz netter Ansatz, einfach ein bischen um den Groove herumzuspielen, statt zeigen zu wollen, was man (nicht) kann..." Aber mit der Zeit wurde mir das dann ehrlich gesagt schnell fad, und wirklich viel neues passiert ja nun auch nicht, was nicht auch in 16 oder 32 Takten gesagt wäre.


    Zweitens hatte ich den Eindruck, dass dir etwas das Konzept fehlte und du teilweise nur Patterns aneinandergereiht hast, wie sie dir gerade eingefallen sind. Die Wechsel waren dementsprechend auch in keiner für mich erkennbaren Form z.B. achttaktig o.Ä., die dem ganzen - ähnlich einem Song - eine Struktur (Strophe-Bridge-Refrain blabla...) hätten geben können, was es sicher spannender gemacht hätte.


    Ich finde ja Solo spielen das schwierigste überhaupt und bin froh, wenn ich keines spielen muss. Und wenn schon, dann 8 oder 16 Takte und gut iss. :)
    Trotzdem oder gerade deshalb ist es gut, sich vor allem selbst mit so einem Video auseinander zu setzen und genau zu analysieren, was gut war und was nicht.


    Gut gefällt mir, dass du von vorne herein darauf verzichtest, Dinge zu spielen, von denen du weisst, dass du sie nicht sicher kannst. Das zeichnet in meinen Augen einen guten Drummer aus, und ich könnte mir vorstellen, dass du für deine Band(s) eine echte Bereicherung bist.


    Also viel Spaß weiterhin!


    Grüße,
    Jan