Beiträge von trommla

    Die Produkte sind durchwachsen


    Mapex kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Vermutlich muss man aber aufgrund der Globalisierung und des Preiskampfes ein Stück weit damit leben. Mercedes neuerer Generationen sind auch nicht mehr die hochklassigen, unverwüstlichen Edelkarossen früherer Tage.


    Und auch die deutschen Sonor-Produktlinien sind nicht über jeden Zweifel erhaben. Vor einiger Zeit saß ich z.B. am neuen Delite-Set eines Kollegen und hab mich über die haklige Abhebung gewundert. Das hat Sonor schon mal besser gemacht.

    Schon klar. Deshalb auch das Augenzwinkern, da oft von Chinaschrott die Rede ist und mancher gern übersieht, dass auch renommierte Hersteller reihenweise in China fertigen lassen. Ohne qualitativ ordentliche Chinaware wäre Trommeln inzwischen nur noch eine Beschäftigung für die oberen Zehntausend, und kaum ein Profimusiker ohne Endorsement könnte sich das überhaupt noch leisten.
    Und wir reden ja hier schiesslich von Mapex-Snares. Aber um die Qualtät von Chinaware im Allgemeinen gehts ja im Thread nicht, also schweig ich nun still.

    eine Trommel mit Gussreifen


    Aus dem Kontext heraus meinst du vermutlich Stahlreifen? Ach ne, quatsch, hab nur mit der Hälfte meiner Hirnzellen gelesen. Sollte man nicht tun. Wie kann ich eigentlich einen Post löschen?


    Hammu: und wie klingen gute Stahlreifen aus China? ;)

    Hammu
    u.A. deshalb bin ich von Gußreifen weg, weil mir die Snare dann immer zu knallig und vordergründig war. Ich kann bei meiner Spielweise auf Stahlreifen den Ton der Snare irgendwie besser modulieren. Und meine Rimshots klingeln mir manchmal immer noch selbst in der Ohren ;)

    Das Drehen ist wohl eine Frage des Geschmacks, aber bei meinem Gewicht (ca. 85 kg) stelle ich nicht ansatzweise fest, dass mir aufgrund der Federung die Kontrolle verloren geht. Setzt euch mal auf einen Bürostuhl und spielt mit den Füßen irgendwelche Patterns. Wenn das nicht funktioniert, dann auch nicht auf den Hydrauliksitzen, denn der Sitzkomfort ist etwa vergleichbar.


    Jürgen, mir scheint, du hast da eine falsche Vorstellung und vermutlich noch nie auf einem solchen Sitz gesessen. Wenn ich richtig liege, wäre vielleicht Testen angesagt, ehe man Dinge beurteilt? ;)


    Grüße
    Jan

    Der Fred ist zwar alt, aber nicht von gestern. Und daher geb ich mal auch noch meinen Senf dazu ab.


    Chad Smith ist der Wahnsinn, kein anderer spielt auf einem bedeutenden Drum-Event 5 min lang nur einen (mehr oder weniger) unveränderten Groove ohne Fills und Gedengel. Der Gegenentwurf zu Thomas Lang und Co.

    Nein, da täuschst du dich massiv. Ich weiß nicht, ob Gußreifen wirklich in der Herstellung so viel teurer sind, aber besser sind sie nicht, obwohl das in der Werbung gerne so suggeriert wird. Es ist vor allem eine klangliche Frage, welche Ausstattung man auf seinen Trommeln hat. Gußreifen sind im direkten Vergleich etwas knalliger, attack-reicher, perkussiver, wie auch immer man das bezeichnen mag. Stahlreifen sind etwas weicher und lassen sich dadurch z.B. leichter gezielt "verstimmen". Wenn aber Gußreifen per se besser wären, gäbe es keine Oberklasse-Sets mit Stahlreifen. Wenn ich mir eine der beiden zulegen würde, wäre es allerdings die Thomann-Snare mit Gußreifen, weil ich bisher nur Holzsnares mit Stahlreifen habe und ich damit eine zusätzliche Soundvariante hätte.

    Danke für die Blumen, das trifft zumindest meine Intention eher als Speed Drumming :)


    Gerade weil ich selbst solche Double Bass Gewitter nicht zum Donnern bringe, finde ich deine Leistung da schon beachtlich. Ich werde das wohl nicht so schnell können.


    Als ich heute nachmittag mal spaßeshalber den Wechsel zwischen binär und ternär selbst probiert habe, fand ich einen Effekt interessant, dass nämlich Wechsel in kurzer Folge z.B. 2 Takte binär und 2 Takte ternär bei mir besser lief als längere Zyklen.
    Wenn ich die 16el beispielsweise 8 Takte laufen liess, klappte der Übergang schlechter als vorher, weil sich meine Füße so verselbstständig haben, dass sie einfach weiter gezappelt haben, obwohl sie eigentlich hätten bremsen müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass man, wenn man nur auf Speed trainiert, etwas zum One Trick Pony wird. Vielleicht ist man auf lange Sicht besser bedient, wenn man etwas geduldiger übt und auf eine vielseitige Basis achtet. Spontan fällt mir Derek Roddy ein, der selbst sagt, dass er nicht bis ins hohe Alter blasten möchte und deshalb auch andere Stile bedienen können will. Also auch brav shuffeln üben ;) (oder Reggae, Funk, Odd Meters ...) Von Flo Mournier hab ich übrigens ähnliches gelesen.


    Keine Ahnung, ob Roddy deshalb so geil spielt, weil er auf diese Weise dran geht, oder ob er einfach ein Ausnahmetalent ist. Aber er sagt ja auch selbst, dass es ewig gedauert hat, bis er so weit war.

    Eventuell tatsächlich eine Werbemaßnahme, um Mapex noch populärer zu machen? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Mapex eine BP verkaufen würde, die keine ist. Die wären ja ähnlich blöd wie der Thomann oder Music Store.


    Jetzt kann ich dir übrigens vermutlich den Preisunterschied der beiden erklären. Die MS hat Power Hoops, die Thomann Guß, hab gerade mal verglichen.

    Lass mich kurz überlegen...nein, schämen tu ich mich nicht besonders. ;)


    Schämen würde ich mich eher, mit einer nicht wirklich soliden Leistung auf die Bühne zu gehen, auch wenn der Laie es vielleicht nicht merken würde. Ich hab mich schon nach Gigs totgeärgert, obwohl jeder gesagt hat, war doch "super" oder was weiß ich was, einfach weil ich mich selbst schlechter als sonst empfunden habe.


    Wenn ich morgen mit einer Metalband spielen müsste, würde ich es wie Nicko McBrain machen und einfach oldschool mit einer Wumme spielen, statt das Risiko einzugehen, mich mit DB vor mir selbst zu blamieren.

    Die bisherigen BP Thomann Editionen sind immer recht gut rezensiert worden, soweit ich mich erinnere. Fazit: Qualität einer "echten" BP zum Schnäppchenpreis. Den Mehrpreis könnte ich mir durch das m.E. wesentlich schönere Finish erklären. Vielleicht kostet das auch bei Special Deals einfach mehr.


    Wenn ich eine weitere Holzsnare bräuchte, würde ich sie sicher sofort zum Test holen.

    Hey Dave,


    wenn du es nicht Arroganz, sondern Unwissenheit nennst, klingt deine Aussage doch gar nicht so schlimm.


    Es ist wie meistens, hat man gute Lehrmeister und wird man selbst besser bzw. erfahrener, dann erkennt man zunehmend, wie viel man noch lernen muß. So etwas erinnert mich immer etwas an die einschlägigen Casting-Shows und die teils offensichtlich falsche Selbsteinschätzung mancher Kandidaten, die Juroren anpöbeln, weil die ihre ehrliche Meinung äußern.


    Vielleicht sollte uns Zunge mal ein Video zeigen, auf dem er einen einfachen Rockgroove spielt. Könnte ich mir aufschlussreich vorstellen.


    Grüße
    Jan


    Zunge: Jetzt wollte ich es doch mal wissen: Ich kann sauber 16el noch nicht mal bei 160 140 120 zu meiner 100% Zufriedenheit über einen längeren Zeitraum laufen lassen, geschweige denn mit Triolen im Wechsel, obwohl ich seit über 30 Jahren spiele. ;)

    Genau den Gedanken von Abbott hatte ich auch gerade. Bei langsamen Tempi bekomme ich manche Dinge zwar konditionell besser hin, aber wenn ich ehrlich bin, fehlt trotzdem die Präzision und das wirklich lockere Spielgefühl. Jürgens Vorschlag des Aufnehmens finde ich mit den besten bisher, denn auch realistische Selbstwahrnehmung kann man lernen und trainieren.


    Zum Glück brauche ich das DB-Spiel nicht zum Blasten oder sonstiger Bpm-Akrobatik, daher kann ich das Thema etwas gelassener angehen. Und übe daher eher mit Blick auf Präzision und Lockerheit bei moderaten Tempi. Mir fällt nach wie vor auf, dass ich teilweise Probleme habe, bei manchen Fußostinati beide Füße exakt gleichzeitig zu spielen, was wohl darauf hin deutet, dass die Bewegungsabläufe noch nicht seitengleich sind und mein linker Fuß noch zu sehr am anderen "dranhängt". Durch das Üben solcher Dinge (z.B. Samba-BD über Left-Foot-Clave) bemerke ich unterm Strich auch eine Verbesserung bei schnellen Sechzehnteln. Was auf jeden Fall (bei mir) immer hilfreich ist, ist ein Wechsel des Führungsfußes.


    Also vielleicht einfach mal den Kopf leer schaufeln, über den Tellerrand schauen und weniger über Benchmarks nachdenken.


    Grüße
    Jan

    UVP kannst du schlichtweg vergessen, die sind entweder ein willkürlich festgelegter Wert des Herstellers oder vom Händler ganz frei erfunden. Ich habe das gerade vorgestern mal wieder in den Thomann Restposten und B-Stock bemerkt. Dort wird der wesentlich höhere"ehemalige" Preis genannt. Wenn du diese Artikel über die normale Suche aufrufst, erhältst du den regulären Preis, der - welch ein Wunder - nur knapp über dem Sonderpreis liegt.


    Viele Händler nutzen diese Methode in der Hoffnung, dass sich genügend Kunden von vermeintlichen Sonderangeboten locken lassen und Preisvergleiche außer Acht lassen. Wenn ich mich richtig erinnere, wurden bei der ersten "Mehrwertsteueraktion geschenkt" des Media Marktes die ausgewiesenen regulären VKs z.B. auch nach oben korrigiert, und am Ende war die vermeintliche Einsparung für den glücklichen Schnäppchenjäger sagen wir mal "deutlich unter 19%".


    Mich wundert, dass du dieses Thema noch als Frage formulierst, denn eigentlich sollte das seit vielen Jahren allgemein bekannt sein. Vorsichtig bin ich auch bei satten Rabatten im Rahmen von Geschäftsaufgaben. Da habe ich selbst erlebt, wie der angebliche reguläre VK, den ich zufällig von einem Besuch wenige Wochen vorher in Erinnerung hatte, plötzlich drastisch gestiegen war und der angeblich reduzierte Sonderpreis mehr oder weniger exakt so hoch war wie der ehemalige Verkaufspreis. Für mich ist so etwas im Grunde, zumindest moralisch gesehen, ein Betrugsversuch. Allerdings kenne ich die Gesetzeslage nicht genau genug, um zu beurteilen, ob man hierbei nach dem Kauf Rechte geltend machen könnte.


    Aber das war nun vielleicht etwas OT.

    Servus Micha,


    sau guad! Musik, die man sich am besten mit einer netten Dame im Arm live anhört und geniesst. Schöne Songs, von euch allen super gespielt, schön geschrieben, was will das Herz mehr. Und mal was anderes als der übliche DF-Einheitsbrei, den hier die meisten vorstellen. Ich will damit nicht sagen, dass der schlecht ist, aber irgendwie mehr oder weniger austauschbar.


    Btw da hier da doch einige Münchner rumhupfen, wundert es mich, dass es keinen DF-Stammtisch gibt. Zu Stammtischen haben wir Bayern doch eigentlich eine besondere Affinität.


    Grüße
    Jan

    Das angenehme an den Dingern ist ja weniger die blitzschnelle Höhenverstellung, als mehr der leicht gefederte Sitzkomfort. Wenn es den für etwas weniger Kilo gäbe, würde ich mich auch nicht beschweren, aber leider ist mir keine Alternative bekannt. Die Liste der Flüche, die ich schon beim Rumwuchten meines Hardwarecases ausgestossen habe, könnte allerdings auch schon Bücher füllen. Thomann sollte mal gute und günstige Backliner ins Sortiment mit aufnehmen.

    :)
    steffen
    Auf den Drum Tailor Store bin ich auch schon aufmerksam geworden. Hast du schon Preise, vor allem im Vergleich zu Serienmodellen? Ich bin kein Markenaddict und finde daher die Option, sich für überschaubares Geld ein persönliches Set zu schneidern, interessant.


    Grüße
    Jan

    Hey Julian,


    die Snare würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Welche Snare dir am Ende besser gefällt, siehst du erst im direkten Vergleich, aber zwei Snares zuhause zu haben, ist kein Luxus. Die Zweitsnare kann ja als Side Snare eingesetzt werden (sagt ja keiner, dass sie kleiner als die Hauptsnare sein muß) oder als Reserve für Gigs. Du kannst auch super dem Mythos Holzsound zu Leibe rücken und die beiden Snares mit gleicher/unterschiedlicher Befellung gegeneinander antreten lassen und dir über Soundunterschiede Gedanken machen ;)


    Das Wort Traumsnare kommt mir bei beiden Snares nicht in den Sinn, aber beides sind solide Arbeitstiere. Da sich die Thomann und die DC vom Charakter ähneln dürften, könntest du evtl überlegen, ob dein Händler dir statt der Seriensnare z.B. auch eine tiefere (6,5), kleinere (13) oder eine aus Metall dazu geben würde. Da hättest du für keinen oder wenig Aufpreis eine echte Soundalternative.


    Grüße
    Jan