Beiträge von trommla

    Nicht dass wir aneinander vorbei reden. Natürlich sind im optimalen Fall alle Faktoren so, dass man sich gut hört. Allerdings habe ich im Lauf der Jahre gelernt, mich mit suboptimalen Verhältnissen diszipliniert zu arrangieren und das nicht durch Reinprügeln kompensieren zu wollen.
    Wahrscheinlich habe ich zu oft mit dem Typ Gitarristen gespielt, die konstant ihre Lautstärke am Amp nachgeregelt haben ("ich hör mich nicht, ich hör mich nicht..."), bis sogar die Mischer nichts mehr korrigieren konnten, ohne den Fader ins Negative zu fräsen ;)


    Ich würde übrigens immer versuchen, die Amps eben nicht frontal Richtung FOH und zudem erhöht oder gekippt zu stellen, damit die Amps vor allem die Bühne "ausleuchten" und so primär als Monitor dienen. Zumindest wenn alles mikrofoniert oder Line ins Pult geht, was ja meist der Fall sein dürfte. Dann brauch ich nämlich damit nicht auch noch die Monitorwege zukleistern. Aber anderes Thema.

    Ich glaube, man könnte unsere gesammelten Erfahrungen auf einen Nenner bringen:


    1.) Finger weit weit weg von den günstigsten (No-Name) Modellen fraglicher Herkunft, schon gar nicht ungesehen über Ebay
    2.) Hausmarken der etwas höheren Kategorie können für leichten bis mittleren Gebrauch auch längerfristig Freude machen. Man sollte aber wissen, worauf man beim Kauf zu achten hat, wozu ein Anfänger etwas Hilfestellung haben sollte.
    3.) Die Profiklasse vieler etablierter Hersteller ist natürlich langfristig oder bei sehr intensiver Nutzung die beste Variante, wenngleich teuer.

    Und bring ich so ein Öffnerteil (mit dem Fuss entriegeln) auch an die von Josh vorgeschlagene Basix Hardware


    Ob die Cobra Clutch an jede handelsübliche HH paßt, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass es für deine Musikrichtung und ohne Doppelbasspedal eigentlich nicht nötig wäre, das Top-Cymbal zu entriegeln. Die 150 Franken (schätze ich mal) steckst du besser in einen Monat Unterricht und lernst die spielerischen Basics, so ein Lehrer hilft nämlich gerade am Anfang ungemein.


    Drums Only in Zürich sollte eigentlich genügend Auswahl haben, um in allen Belangen fündig zu werden oder wenigstens eine gute Beratung vor Ort zu erhalten.


    Edit: verschätzt, die Cobra Clutch kostet in der Schweiz satte 210,- CHF aufwärts :(

    Völlig richtig, Gsälzbär. Für einen Profi oder ambitionierten Amateur mit ein bis 2 Gigs pro Woche würde ich das so sehen.
    Aber im Moment reden wir doch mit einem im Berufsleben stehenden Anfänger, der wahrscheinlich erst in ein, zwei Jahren die erste (Feierabend)Band hat, welche vielleicht eine Hand voll Gigs im Jahr spielt.


    Edit: ich könnte tatsächlich auch Beispiele nennen. Vor 25 Jahren habe ich mir zum Sonor Lite mangels Budget billige Beckenstative und einen Hocker der Firma Magna gekauft.
    Mit dem Kram habe ich hunderte von Gigs ohne Schwierigkeiten gespielt.
    Alle diese Teile verwende ich noch gelegentlich, auch wenn sie inzwischen nicht mehr zur Erstbesetzung gehören und natürlich der Zahn der Zeit genagt hat. Z.b. ist die Spindel am Hocker inzwischen (schätzungsweise) festgerostet, jedenfalls kann ich ihn nicht mehr verstellen. Aber grundlegend funktioniert noch alles, nichts ist abgebrochen.

    Als Anfänger, so lange du nicht genau weißt, wo deine musikalische Reise hingeht, würde ich dir zu 14'' raten. Das ist so die gängige Universalgröße, mit der du zumindest keinen Stil nicht spielen kannst. Bei "fein" denke ich natürlich an B20-Bronze. Also Bronze mit einem relativ hohen Zinnanteil (im Gegensatz zu B8, B10, B12). Optisch erkennst du das im Laden pauschal mal daran, dass die Becken immer rötlicher werden, je geringer der Zinnanteil ist.


    Die ganze Palette wirst du nirgends anhören können. In einer guten Drumabteilung wird es aber zumindest verschiedene Modelle der gängigen Hersteller in unterschiedlichen Größen und Legierungen geben. Da kannst du dir zumindest eine grobe Orientierung verschaffen.


    Wenn dir dabei ein paar Modelle zusagen, aber zu teuer sind, dann schreib dir das Modell auf und frag' uns, ob wir günstigere, ähnlich klingende Alternativen wissen. Aber zumindest Masterwork Troy und Sonor Armoni findet man nach meinem Eindruck auch in vielen größeren Musikgeschäften.

    Bislang habe ich keine Billighardware aus vergangenen Zeiten lebendig irgendwo erblicken können. Komischerweise sind nach 20 Jahren nur noch Qualitätsprodukte übrig.


    Dann behaupte ich mal dagegen:
    Vor 20 Jahren ist vor 20 Jahren. Vor 20 Jahren waren die amerikanischen Basketballprofis ohne jegliche Konkurrenz weltweit dominierend. Vor 20 Jahren hatte Sonor (und all die anderen) glaube ich noch nicht einmal begonnen, in China produzieren zu lassen, oder die Chinaproduktion war gerade angelaufen (müsste ich jetzt nachlesen)
    Aber durch die Globalisierung hat auch die restliche Welt dazu gelernt und deutlich höhere Standards entwickelt. Gerade Sonor ist ein gutes Beispiel, dass sie selbst die schier unglaubliche Robustheit der damaligen Signature-, Phonic(Plus)- und Lite-Hardware heute nicht mehr erreichen.
    Rechnerisch auf jeden Fall völlig ok, wenn eine 59,-€ nach 10 Jahren auseinanderfällt, wohingegen meine Tama IC vielleicht 30 Jahre hält. Da macht man nix falsch.

    Hier an meinen PC-Monitor-Quäken finde ich Y stimmiger, irgendwie "smoother". Klangnuancen, Panning etc. erkenne ich aber leider erst gar nicht.


    Frage dazu: mit was ist das Sax gedoppelt? Anderes Gebläse, Rhodes/Keys? Oder bilde ich mir das gerade nur ein? Klingt für mich jedenfalls weder wie ein Bläsersatz, noch wie eine Solostimme, eher wie ein Soundeffekt. Gefällt mir an ein paar wenigen Stellen, überwiegend jedoch stört es mich.

    möchte ich nun nicht zuerst Geld ausgeben für Becken. Die kaufe ich lieber dann mit dem neuen Set


    Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht, es sei denn du hast erst in einem Jahr ein paar Euro übrig.
    Becken und (Shell)Set sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. Wenn vereinzelt mal Kessel und Becken im Bundle angeboten werden, sind die Becken (fast) immer sch*****. Die solltest du dir generell unabhängig vom Set kaufen. Fertig zusammengestellte Beckensets halte ich auch für suboptimal, weil damit nicht garantiert ist, dass alle Becken deinem Geschmack entsprechen. Besser testen und einzeln kaufen. Bei der von Hammu verlinkte Maschine (die ich selbst nicht kenne) zusammen mit z.B. einer Sonor Armoni Hihat hast du für ca. 200,- eine durchaus amtliche Kombination für die nächsten Jahre. Das fällt dann in einem Jahr bei der Neuanschaffung schon mal raus.


    EDIT: Sonor Armoni nicht als Kaufttipp, sondern als Beispiel verstehen. Natürlich gibt es in diesem Preisbereich auch andere Hersteller und Modelle, die gut, vielleicht auch besser sind.

    Oha, Seppel, sind wir uns schon mal begegnet und hatten 'nen Streit? Oder hattest du heute Nacht nur allgemein schlechte Laune?
    Auf den Großteil deiner Aussagen brauche ich glaube ich nicht eingehen, aber


    wenn du das gefühl hast auf eine pizzaschachtel zu schlagen dann deswegen, weil es wie pizzaschachtel klingt


    Nee, das kann ich schon unterscheiden. Wenn die selbe Snare in allen anderen Räumen mal ok, mal geil klingt, nur in einem bestimmten plötzlich vom Fahrersitz aus muffig, dann gibt es keinen Grund für Aktionismus. Erstens blendet mir Close Miking den Raum-Anteil relativ aus, zweitens beurteile ich den Sound dann immer erst mal aus Publikumsperspektive.
    Bei dem konkreten Konzert, welches ich im Sinn hatte, kamen übrigens im Anschluss Musikerkollegen zu mir und waren begeistert über den "geilen Drumsound" (Zitat) ;)
    Da hat Jalokin schon recht

    Solange der Mixer vorne nicht am Sound rumnörgelt, muss auch nicht unbedingt was verändert werden


    Allerdings lasse ich mir dann ggf. etwas mehr Snare auf den Monitor geben.
    Generell ordne ich mich dem Mischer auch ein Stück weit unter, denn er kann im Gegensatz zu mir den Gesamtsound beurteilen. Ob mir jetzt persönlich der Drumsound selbst zu 110% zusagt, ist eher egal.

    Dass der Raum anders klingt als bei mir daheim, das akzeptiere ich erst mal bzw. versuche mich nicht irritieren zu lassen, da ja nicht nur die Drums in neuer akustischer Umgebung anders klingen, sondern auch der ganze Rest. Umstimmen ist live die Ultima Ratio, wenn der Sound (aus Sicht des Publikums) partout nicht funktioniert . In manchen Räumen sitzt du halt einfach da und hast das Gefühl, statt auf eine Snare auf einem Pizzakarton rumzuhauen. Zumindest abgenommen sollte das über PA dann gelöst sein, ohne Mikros stimm' ich dann schon mal ein wenig rum.
    Dass ich mich selbst nicht immer optimal bzw. manchmal auch kaum höre, das gehört halt dazu, dagegen hilft nur, das Programm so gut wie möglich vorbereitet zu haben. Und manchmal finde ich es sogar ganz gut, weil ich u.U. kleine Unsauberkeiten selbst nicht so höre und mich davon dann nicht ärgern lasse :)


    Im Studio sieht das natürlich anders aus, da wird gefeilt, wenn ich schon mal in eines komme.


    Grüße,
    Jan

    Ich gebe zu, ich habe auch meine Zweifel, ob das Ergebnis ganz ohne "Hilfe" zustande kam. Aber sollte Zunge tatsächlich unser Forums-Goldohr sein, dann sei ihm das gegönnt.


    Der damalige Test hat gezeigt, dass die wenigsten der Mitrater auch nur 70-80 % korrekt hatten, etliche lagen sogar bei unter 50%. Ohne es ausgewertet zu haben, schien es mir ziemlich einer Gausschen Normalverteilung zu folgen.


    Als definitive Aussage empfinde ich das keinesfalls, in die eine wie die andere Richtung. Aber im Umkehrschluss ist für mich ein Klangelement, bei dem man mit (hier i.d.R. anzutreffenden) geübten Ohren nur bestenfalls eine 1:1 Chance hat, auf das Material zu schließen (wahrscheinlich mathematisch total falsch, hatte nie Stochastik), nicht der Mühe wert, so viel Beachtung bei der Trommelauswahl zu finden.


    So, und nachher gehe ich ins Musikgeschäft und schaue mir an, welche neuen Holzkombinationen der Markt bereit hält. Werde morgen berichten, welche Kessel aktuell für welche Musik zu empfehlen sind. ^^

    Optisch kamen mir sofort die Wachsüllen vom roten und gelben Babybell-Käse in den Sinn :-))
    Akustisch leider nicht ganz optimal...


    Geh mal lecker Austern essen und lass dir die Schalen mitgeben. Allerdings bekommst du dafür wohl auch die Birds.
    Walnussschalen dürften aufgrund von Größe und Masse vermutlich eher rascheln als klappern. Wenn du Bedarf hast, kannst du aber von mir bald Massen davon haben, wenn unser Walnussbaum "Federn" lässt.


    Ansonsten gehe ich für exotische Klänge gerne fremd und höre, was der Alltag um mich herum parat hält. Manche Blumentöpfe klingen mit Mallets angespielt toll, auf Fahrradluftpumpen kann man Querflötenartig intonieren (Sound: eher wie eine "dirty" Panflöte), Eisenwaren halten oft Überraschungen bereit. Das kostet dann meist nix bis ganz wenig und ist definitiv eigenständig.