Beiträge von trommla

    Mit Rudiments lernt man nicht, sich durch das Schlagzeug auszudrücken, seinen Stil zu finden. Es geht - wie schon gesagt - nur um Grundlagen: Technik und Unabhängigkeit.


    Ich glaube, wir sehen Rudiments einfach anders. Klar, 3 Stunden 'nen blöden Paradiddle zu quälen, bis er sich mir unterordnet, ist ne Geschmackssache. Interessant wird er erst dann musikalisch, wenn man z.B. das ganze auf dem ganzen Set orchestriert und verschiedenste Kombinationen austestet. Steve Gadd kann man den sehr eigenen Stil schwerlich absprechen, und der baut z.B. viele Grooves auf Rudiments auf. Ich würde die Rudiments tatsächlich etwas mehr wertschätzen, aber das kommt vielleicht noch, wenn du nach neuem Vokabular suchst.


    Grüße
    Jan

    Am Ende gehts auch darum, was man übt. Meiner Meinung nach bringen z.B. Rudiments nur in sehr begrenztem Maß was


    Ja ne is klar. Und Leute wie Colaiuta, Lang etc. haben weder besonders lange noch Rudiments geübt, das erkennt man an ihrem Spiel ja sofort.


    Wenn das für dich funktioniert, weil deine Musik es nicht erfordert und du eh immer nur Freizeitmucker sein wolltest, ist das eine Sache. Aber verallgemeinern läßt sich das nicht. Mit gutem Lehrer wärst du vielleicht in der Lage, etwas mehr über deinen Tellerrand zu blicken ;)

    Erst mal natürlich ein "Herzlich Willkommen" an dich.


    Hach, ist das schön, auch mal was anderes hier zu hören als Metal. :)


    Eure Songauswahl ist natürlich teilweise schon hohe Schule, für die man lange üben muss, um näher an die Originale heranzukommen. Das man euren Aufnahmen daher (noch) eine gewisse "Unbedarftheit" anhört, finde ich normal.


    Was mir bei deinem Drumming auffällt, ist eine Tendenz, zu sehr hinter dem Beat zu spielen. Also nicht gewollt/gekonnt "laid back", sondern einfach hinterher. Vermutlich ist das ein Ergebnis des Versuches, jazz-konform locker und leise zu spielen. Den umgekehrten Fall hört man ebenfalls oft bei rockigen Uptempo-Nummern, nur da gehts ab nach vorne, besonders in Fills. Da hilft imho am besten, die Dinger alleine oder gemeinsam zum Click zu üben, bis die Nummern zu fliessen beginnen.


    Wäre ich in so einer Band, würde ich vermutlich vorschlagen, mehr auf Klasse statt Masse zu achten, sprich ein bis zwei Nummern mit realistischem Anspruch auszuwählen und diese zu perfektionieren, statt jede Probe neue Songs auszuprobieren. Das bringt euch vermutlich auf Dauer in eurem Zusammenspiel deutlich weiter.


    Allerdings hängt das wesentlich vom eigenen Anspruch ab, und vielen Hobbybands geht es ja eher darum, gemeinsam eine Kiste Bier leerzuproben, statt bei der Frau auf der Couch zu sitzen ;)


    Viel Spaß weiterhin,


    Grüße
    Jan

    Literatur hierzu: "A brief introduction on Moeller's feet for combats"


    Mann, die Füße haben seine Vorbilder doch noch zum Marschieren gebraucht !!!

    Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich ja um einen Contest und keine Aufnahmeprüfung, die Auswahl des/der Stücke scheint euch ebenfalls freigestellt. Somit dürfte das Ziel darin bestehen, die Jury zu beeindrucken, ohne dass besonderer Wert auf (subjektiv) "richtig" oder "falsch" gelegt wird. Daher würde ich persönlich versuchen, den Unterschied zwischen beiden subtil herauszuarbeiten. Ob dieser dann genau der Intention des Komponisten entspricht, erscheint mir zweitrangig,


    Steve
    Bei den lesbaren Ausschnitten handelt es sich durchgehend um eine 2/4 Takt. Vielleicht doch noch mal die Basics nachholen? ;)

    Das ist ungefähr, als wie wenn man zwei Achtel Noten durch vier Sechzehntel Noten ersetzen würde

    Hallo Steve Miller,


    du gibst dir die Antwort auf deine (falsche) Aussage selbst. Wenn du 8tel durch 16tel ersetzt, sind diese natürlich doppelt so schnell. Ebenso ist das auch bei Triolen und Sextolen. Du kannst eine 8tel Triole durch eine 16tel Sextole ersetzen, welche dann natürlich doppelt so schnell gespielt wird.


    EINE 16tel Triole kannst du aber nicht durch EINE 16tel Sextole ersetzen, weil die Bezugsgröße eine andere ist. Und zwar ersetzt die 16tel Triole ZWEI 16tel, die entsprechende Sextole VIER 16tel. Daher entsprechen rein von der Anzahl der Schläge zwei Triolen einer Sextole bei jeweils gleichen Notenwerten, womit wir wieder bei der Ausgangsfrage nach dem Unterschied wären ;)


    Grüße
    Jan

    Ich habe auch einige Jahre Erfahrung als Schlagzeuger von Schulorchester und Schulbands hinter mir. Wenn sich in den letzten 30 Jahren nicht grundlegend was geändert hat, ist es vermutlich beinahe jedem sch...egal, was mit den Schlaginstrumenten passiert.


    Das richtige Werkzeug und normalen Kraftaufwand voraus gesetzt, kannst du glaube ich nichts kaputt machen. Schlimmstenfalls besteht das Problem weiterhin, und wenn du vorhandenes Material durch Eigeninitiative aufwertest, freuen sich alle (natürlich, ohne dass du jemals ein "Dankeschön" dafür hörst ;) )


    Grüße
    Jan


    Btw, mein damaliger Vorstoß, den verantwortlichen Lehrer zu animieren, das völlig derangierte Drumset gegen ein funktionierendes auszutauschen, wurde zunächst sogar befürwortet. Als ich nach einiger Zeit noch einmal fragte, bekam ich zur Antwort, das wäre ja alles schön und gut, "aber erst müsse man mal ein paar Instrumente kaufen". :wacko:

    Ooooch, son CS sollte schon halten. Alternativ könntest du allerdings auch ein leeres Ölfass kürzen und verwenden. Ist noch stabiler und knallt auch ordentlich.


    Lustig, dass du trotz mehrfacher Hinweise deine Technik anscheinend beibehalten willst. Solche lieb gewonnenen Gewohnheiten gibt man wohl nicht auf. Aber da würde ich wirklich dran arbeiten, denn diese Holzfällermethode ist ineffizient, und deine Handgelenke werden's dir auf Dauer danken. Auch mit lockeren Händen kann man ordentlich Alarm machen =)

    Der Spannreifen sieht wirklich heftig aus, das kannte ich so noch nicht, obwohl ich je nach Musik auch gerne mal reichlich Rim Shots spiele.
    Wenn ich mir die Dellen im (Snare!)Fell betrachte, würde ich deine Spielweise nicht gänzlich als Ursache ausschliessen ;)
    Allerdings sind das auch nicht die besten Felle, die man so nutzen kann, da würde ich doch mal vorschlagen, sich mit "echten" Remos, Evans oder anderen auszustatten.


    Grüße
    Jan

    Ich habe keine Ahnung von Marching, meine aber gelesen zu haben, dass man mit Kevlar-Fellen und hoher Stimmung eine Standard - Snaredrum durchaus schnell mal killen kann, weil hierbei enorme Kräfte entstehen, die die normale Kesselhardware u.U. nicht aushält. Deshalb würde ich Tschinos Tipp zumindest mit etwas Vorsicht angehen bzw. mehrere Erfahrungsberichte einholen.


    Grüße
    Jan


    P.S.: ich würde vermutlich auch erst mal ein CS Clear (oder vergleichbares aus anderer Herstellung) aufziehen und anknallen. Kostet ca. 15,-€, das kann man auch mal probehalber machen.

    Sein Kommentar am Ende des Videos über seine DVD sagt doch schon alles.


    "...teaches you playing drums by ear..." , also Schlagzeug nach Gehör spielen lernen oder auch (in meinen etwas boshaften Worten): schnell und ganz ohne Lehrer, Noten und sonstige Grundlagen Erfolg haben.


    Potgieter fischt im gleichen Gewässer wie Castingshow-Teilnehmer, indem gar nicht so außergewöhnliche künstlerische Begabung kombiniert mit jugendlicher Ausstrahlung und vor allem viel, viel Geld zum Jugendidol hochstilisiert wird.


    Ich persönlich hege keinerlei Bewunderung für diese Form der Instant-Kultur, kann aber gut damit leben, dass es sie gibt. Und um solche Drehorte beneide ich ihn ja doch irgendwie...;-)

    @ korki:
    Ich gebe zu, der Vergleich ist etwas plakativ ;)


    Dass er mit seinen technischen Fähigkeiten über dem Forendurchschnitt liegt, bestreite ich gar nicht.
    Aber vielleicht tun du und ich das auch, und dennoch diskutiert man über uns weder international, noch national. Geschweige denn, dass wir Benefits wie Sponsoring oder Sessions mit Bozzio und Co hätten. (hach, wäre das schön...)


    Was ich bestreite, ist lediglich, dass seine Popularitätswerte in irgendeiner Relation zu seinem Können steht. Ich bezeichne solche Figuren insgeheim als "Pausenclowns des Internetzeitalters".


    Den Beweis seiner musikalischen Fähigkeiten ist er uns, soweit ich es überblicke, wenigstens bislang noch schuldig, aber das kann ja noch kommen.
    Und mit seinem Bekanntheitsgrad ist seine Ausgangssituation wesentlich besser hierfür als unsere, befürchte ich ;)


    Grüße
    Jan

    Weshalb wird ein Drummer wie Cobus Potgieter hier überhaupt diskutiert? Er ist ein Phänomen unserer Zeit wie Verona Poth, Daniela Katzenberger und andere, die durchschnittliche künstlerische Qualtitäten - um ihrer Qualität ein wenig zu schmeicheln - ehrgeizig vermarkten. Diese Leistung finde ich durchaus anerkennenswert.


    Wo die musikalischen Fähigkeiten anzusiedeln sind, sieht man bei den Sessions mit Bozzio meines Erachtens recht deutlich. Ebenso könnte die Katzenberger ein Duett mit Elton John singen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass er in nicht allzu ferner Zukunft von jüngeren, hübscheren oder weiblicheren zukünftigen Netzikonen ebenso schnell wieder verdrängt wird, was imho kein besonderer Verlust wäre.

    Bin etwas verblüfft, dass tatsächlich jemand M4 benutzt. 400ml WD-40 kostet etwa ein Drittel von 200 ml M4, also ein SECHSTEL des Preises. Ich pflege meine Instrumente auch, bislang allerdings nicht mit Champagner, Kaviar oder Voodoo.


    Was kann dieses Wunderöl, was andere nicht können???


    (War zwar eine etwas flapsige Einleitung, aber das würde mich tatsächlich interessieren)


    Edit: benutze übrigens auch WD-40, aber von den Lagern habe ich mich bisher fern gehalten.

    Im Gegensatz zur Urheberrechtsfrage finde ich die o.g. Auseinandersetzung mit der Altersgrenze des aktiven Wahlrechts unerwartet sachlich und überlegt vorgetragen. Ob man den Piraten damit bewusste Eigennützigkeit zur Optimierung ihres Wählerpotentials aus niederen Beweggründen vorwerfen kann, bleibt für mich höchst spekulativ. Inhaltlich kann ich dem Ansatz, Jugendliche aktiver ins politische Geschehen einzubinden, durchaus einiges abgewinnen, wenngleich mir 12 möglicherweise doch zu früh ist.


    Verweise auf fehlende Bildung und Reife Minderjähriger halte ich für Scheinargumente, wenn ich mir selbige bei etlichen jungen oder älteren Erwachsenen ansehe. Aber auch als halbwegs gebildete Menschen, für die ich die meisten hier halte, können wir die meisten politischen Prozesse, über die wir durch Stimmabgabe mit entscheiden, nur aus dem Bauch heraus beurteilen. Oder welcher Prozentsatz der Bürger liest die unterschiedlichen Partei- und Wahlprogramme aller relevanten Parteien? Also ich eher selten...


    Und genau daher rührt mancher Menschen Begeisterung für, ebenso wie meine zunehmende Sorge vor den Piraten. Zu sehen, wie ( international !!! ) polemisierende und unschlüssige Standpunkte eine zunehmend breitere Gefolgschaft finden, gab es in unserer Geschichte doch schon einmal.
    Ich betone, dass ich nicht die Inhalte, sondern lediglich die gesellschaftlichen Prozesse, aus denen dieses Phänomen entsteht, vergleiche!!!


    Damals war ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg die Ignoranz etablierter Kräfte, die die aufkeimende Nazibewegung als vorüber gehendes Phänomen klein geredet haben, und derzeit erkenne ich bei den regierenden und oppositionellen Kräften unserer Republik ebenfalls noch keine Anzeichen für ein Realisieren dessen, was hier im Gange ist. Man nutzt seelenruhig weiterhin die alten Instrumente einer Politik, die in der Bevölkerung zunehmend an Glaubwürdigkeit verliert. Als jüngstes Beispiel fällt mir dazu das Bestreben verschiedener Fraktionen ein, das Rederecht im Bundestag zu überarbeiten, um z.B. Fraktionsabweichler "mundtot" zu machen.


    Eine Politik, der es um das Wohl des Volkes geht, müsste spätestens jetzt erkannt haben, was für uns alle auf dem Spiel steht, und ihr eigenes Handeln grundlegend hinterfragen. Aber dazu müsste man sich ja Fehler eingestehen können, und wer das kann, ist heutzutage ja karrieremässig benachteiligt.


    Vielleicht sollte man ausgewählte Piraten-Zitate zum Urheberrecht nicht nur in Foren oder Magazinen, sondern auch auf Plakaten an jeder Straßenecke aufstellen, damit die Öffentlichkeit sieht, welches Gedankengut manche Internet-Demokraten verbreiten.

    Nicko McBrain hatte mal welche in rot, zu Zeiten, als man bei Paiste auf'm Messestand noch eine Kabine hatte, bei denen man den Herr aus der Nähe betrachten konnte.


    Der Herr gilt ja als sehr humorvoll, aber dass er sich auf der Messe in einen Käfig sperren ließ, (mit Leoparden-Lendenschurz?) finde ich eine klasse Vorstellung :)