Beiträge von trommla

    Ich kann nur Mutmaßungen anstellen. Da die Felle bereits durchs Aufziehen mechanisch stark beansprucht werden, glaube ich das nicht. Wenn du dann auch noch darauf rumklopfst, was in der Regel nicht mit ein, zwei Pianissimo-Schlägen getan ist, bekommen die schon ganz schön was mit im Vergleich zu einem nagelneuen Fell. Zumindest müsstest du nach den üblichen Bestimmungen dem Händler wohl einen gewissen Nutzungsausgleich zahlen, und der Aufwand lohnt sich für doch eher kleine Beträge sicher kaum.
    Zumal Felle klassische Verschleißteile sind, keine eigenständigen Instrumente.


    Die Argumentation des Fernabsatzgesetzes lautet ja sinngemäß, dass Artikel in dem Maß getestet werden dürfen, wie das auch im Laden möglich wäre. Wenn du mit einer Snare dort aufläufst und drei Felle nacheinander aufziehen möchtest, obwohl du nur eines brauchst, werden die Verkäufer vermutlich ihr Veto einlegen.


    Aber gerade bei BD-Fellen ist das natürlich schon ziemlich happig. Ich teste Neues eigentlich immer bei sowieso anstehenden Fellwechseln, und wenn dann der Sound nicht optimal ist, wird es halt beim nächsten Wechsel wieder was anderes. Eine Zeit lang muss ich dann halt mit suboptimalem Sound leben, aber ein Markenfell auf einem ordentlichen Kessel sollte zumindest immer einen ertragbaren Sound liefern, mit dem man sich eine Weile arrangieren kann.


    Am besten rufst du mal bei einigen einschlägigen Versendern an und fragst sie direkt.


    Grüße,
    Jan

    Hallo Nik,


    vielleicht solltest du etwas genauer definieren, wo seine Defizite liegen. Liegt es an seiner Faulheit, an fehlendem Talent, an Unzuverlässigkeit oder einfach nur daran, dass er letzte Weihnachten seine erste E-Gitarre bekommen hat und nun seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelt. (ich erinnere mich an die vielen Smoke on the Water - Versionen, die ich in meiner Jugend ertragen musste ;) )


    Du schreibst, er hält euch vom Fortschritt ab. Das klingt für mich etwas abstrakt. Ein wichtiger Fortschritt als Band wie auch für die einzelnen Musiker ist doch auch, die eigenen Fähigkeiten besser einschätzen und nutzen zu lernen. Gebt ihm leichtere Parts zu spielen und haltet euch strenger an die oft wahre Devise "weniger ist mehr". Wenn eure Musik sehr gitarrenlastig ist, dann spielt halt mit 2 Gitarristen. Der "Neue" macht dann die Arbeit, der jetzige plötzlich eine bessere Figur ;)


    Lösungen gäbe es genügend, gerade wenn es auch um Freundschaft geht. Wenn er als Typ menschlich passt und motiviert ist, käme für mich ein Rauswurf nicht in Frage.
    Manchmal muss man - gerade im Hobbylager - auch mal 5 gerade sein lassen können bzw. dies lernen.


    Grüße und ein glückliches Händchen,


    Jan

    So ganz verstehe ich die Frage nicht. Du suchst schon seit langem ein neues Set, bist musikalisch anscheinend so erfahren, dass du eine klare Vorliebe für den Sound von Birkensets hast, hast ein Budget, das schon bei Neukauf eine Vielfalt ordentlicher Sets zulässt, und schaffst es nicht, aus eigenem Antrieb eine Recherche nach geeigneten Sets durchzuführen?


    Bei fast jedem Online-Händler kannst du eine Abfrage nach Preis durchführen und dir Input holen. Macht vielleicht mehr Sinn, als wenn hier 10 Kollegen ihre pesönlichen Vorlieben nennen. Ich wüßte im mittleren Preissegment jedenfalls spontan keinen Hersteller, bei dem ich sagen würde "Hände weg".

    HOHK
    :thumbup: Ähnliches dachte ich mir auch gerade.


    Wenn man über "schnell mal 2 m von A nach B heben" redet, ist das Risiko (und die Aufregung) zu vernachlässigen. Ich halte den TS und die "Beführworter" dieser Methode nicht für so naiv, diese Variante als Standardtransport zu propagieren. Die Spielweise der Heavy Hitter hier im Forum ist da mit Sicherheit oft nicht weniger verschleissträchtig (wer schon mal ein Becken durchgedengelt hat, Finger hoch), aber da regt man sich nicht drüber auf, Mättl ist ja modern ;)


    @TS
    Wenn du mutig bist und die Frage sich bei dir auch praktisch stellt, dann mach es einfach, und immer hübsch vorsichtig. Irgendwo hängen bleiben steigert die mechanische Belastung u.U. geringfügig. Aber Ersatzwellen gäbe es zur Not auch zu kaufen.
    Über aussagekräftige Langzeittests freuen wir uns hier im Forum immer.


    Grüße
    Jan

    Bei dem, was so ein Doppelpedal den lieben langen Tag an Kräften aushalten muss, glaube ich nicht, dass das Tragen an der Welle eine große Gefahr darstellt. Da mir "Glauben" aber zu unsicher ist, vermeide ich es ohne eine klare Herstelleraussage nach Möglichkeit, die Maschine an der Welle zu tragen oder anderen Forenusern eine Empfehlung zu geben.
    Meines Wissens nach erreichen heute gebräuchliche Aluminiumlegierungen annähernd die Festigkeit von Stahl, also sollte das was mit einer Stahlwelle 20 Jahre ohne Mängel funktioniert hat, auch mit einer Aluwelle problemlos möglich sein, sofern man sanft anhebt und Verkanten vermeidet.

    Woran es nun genau liegt, weiß ich auch nicht, aber dass bestimmte Snares bestimmte Teppiche nicht mögen, stelle ich auch immer wieder fest.
    Na ja, ich mag ja auch keine Perserteppiche...


    Inzwischen habe ich auf jeder Snare einen anderen Teppich. Alles dabei, von Puresound über FatCat, Pearl usw.
    Praktisch daran ist, dass ich nicht mehr unbedingt auf Verdacht kaufen muß, weil ich erst mal im eigenen Fundus kramen kann, um zu sehen, welcher mir gefällt.


    Grüße,
    Jan

    18er bassdrums sind cool :thumbup:


    :thumbup:


    Das Standtom abzunehmen, macht vermutlich so keinen Sinn, weil (aller Wahrscheinlichkeit nach) zwar lauter wird, aber die Homogenität des Sounds geht total flöten. Wenn alle Toms aus der gleichen Serie und nicht defekt sind, dann sollte das Problem mit Stimmen zu lösen sein. Meine Floortoms sind je nach Location eher etwas zu dominant und müssen gebändigt werden ;)
    Die BD alleine abzunehmen, finde ich auch sinnvoll und mache das bei kleinen BD immer mal wieder. Aber nicht über Subwoofer!!! Durchsetzungsfähigkeit heißt, man muss den Attack wahrnehmen, und der liegt nun mal deutlich oberhalb von 150 oder 200 Hz.

    Da ich gerne ein sauberes Sustain des Resos habe, würde ich zwar versuchen, das gerissene Schlagfell umzufunktionieren, aber vermutlich erwarten, dass das ausgelatschte Fell dieses nicht produziert. Und dann wohl in den sauren Apfel beißen müssen.


    Btw finde ich es immer noch faszinierend, wie man Felle durchklöppeln kann. Das ist mir in 30 Jahren noch nicht passiert. Bin wohl einfach kein Rocker ;)

    Ich mag es nur solche "Fakten" wie 'Jeder Drummer sollte eine Metall und eine Holzsnare haben!' mal praktisch zu hinterfragen.


    Für Trommler, die gelegentlich als angemietete Studio-Mucker tätig sind, kann das aber durchaus Sinn machen, sofern der Auftraggeber nicht an deinem Vergleichstest teilgenommen hat ;)
    Da fällt vielleicht der augenfälligere optische Unterschied plötzlich ins Gewicht.

    Hallo Udo,


    was besser klingt, das ist ja wie immer Geschmackssache. Der TS will vermutlich eher aufzeigen, dass häufig Kontruktionsmerkmale weit weniger Einfluss auf den Sound haben als angenommen. Für viele Forenuser ist das gar nichts neues, andere merken erst bei einem solchen Vergleich, wie wenig das Kesselmaterial unter Umständen aussagt.
    Ich würde analog mal einen Test vorschlagen "Welche BD ist gebohrt, welche ungebohrt?" ;)


    Grüße
    Jan


    P.S.: was macht das schicke Canopus?

    Mit diesem Thread werden auf jeden Fall die alten Schlagzeugerwitze widerlegt :)


    Bei mir sind es (neben der obligatorischen Blockflöte im Kindesalter) noch Cajon und Latin Percussion, Bass, Gitarre und etwas Klavier. Und einmal habe ich sogar auf dem Altsax ein kleines Solo eingespielt. Mit viel Hall klang es gar nicht mal sooo schlimm, ein wenig nach gestopfter Trompete ;)

    Hallo Jones,


    die beiden AKGs sind m.E. völlig in Ordnung, aber mit dem BD-300 habe ich so meine Zweifel. Hatte es mal aufgrund der an sich ganz guten Rezensionen gekauft, es dann aber nach 2-3 Einsätzen wieder (mit 50% Verlust) verkauft, weil mir der Sound einfach zu lasch war. Mit viel EQing ging es zwar solala und besser als nichts, aber überzeugt hat es die Tonleute und mich nicht.
    Vielleicht hätte es zur Standtomabnahme gereicht, aber das habe ich nicht getestet.


    Nur, warum gehst du den eigentlich sehr vernünftigen Weg, langsam und mit besserem Material einzusteigen, wenn du dann am BD-Mic doch sparst? Das von JürgenK empfohlene D112 gibt es doch gebraucht auch schon für nicht viel mehr. Ebay hat z.Z. 4 davon drinstehen, da sollte man mit max. 100,- € dabei sein.


    Grüße,
    Jan

    Ich bin erstaunt, wie viele hier ebenfalls eine ausgedehnte Pause hinter sich haben ;)
    Bei mir waren es auch mehrere Jahre, und auf die Frage kann ich eigentlich nur mit jein antworten.


    Nein, man verlernt es nicht, denn wenn man zusammen (einfaches) Zeug spielt, kommt man auch nach längerer Pause gut von A nach B.
    Ja, man verlernt es, denn die Sicherheit ist natürlich futsch. Alles hört sich stocksteif und lasch an, zum Glück bei mir wenigstens ohne grobe Timingprobleme.


    Für mich ist seitdem regelmässiges Üben Pflicht, und nach ein paar Tagen ohne werde ich echt nervös. Dabei muss es nicht immer am Set sein. Manchmal übe ich bis auf Bandproben und Gigs nur am Practice Set, weil ich einfach nur zuhause und in den Abendstunden dazu komme.


    Grüße,
    Jan

    Hallo Nitron,


    ich bin gerade von mir selbst erstaunt, dass ich mal ausnahmsweise keinen Schlagzeuglehrer empfehlen würde.


    Zum einen kann der Lehrer kein Schlagzeug-Ersatz sein, denn in der Regel buchst du ja maximal eine Einzel- bis Doppelstunde pro Woche, das reicht zum effektiven Umlernen vermutlich nicht.


    Zum zweiten ist die Technik grundsätzlich identisch, nur spiegelbildlich. Wenn du schon Unterricht hattest, weißt du, worauf es ankommt. Aus eigener Erfahrung hilfreich: ein Spiegel neben dem Set, in dem man sieht, ob Bewegungsabläufe so aussehen, wie sie sollen.


    Abgesehen davon spielt es keine Rolle, ob du Unterricht bei einem Rechts- oder Linkshänder hast, sofern zwei Sets im Unterrichtsraum stehen. Mühsam ist es, wenn nur ein Set vorhanden ist, dann kann der Rechtshänder dem Linkshänder gewisse Dinge nur unter erschwerten Bedingungen demonstrieren.


    Ich würde zunächst eine Übemöglichkeit schaffen, sei es zur Untermiete in einem bestehenden Proberaum oder zu Not sogar ein Practice Set fürs Appartment (das reicht für Koordination erst mal auch aus). Damit würde ich eine Weile in Eigenregie trainieren. Und wenn das das dann halbwegs sicher anfühlt, dann würde ich nochmal eine Zeit lang einen Lehrer einen Blick "von aussen" draufwerfen lassen.


    Solltest du noch nie Unterricht gehabt haben, dann steht trotzdem die Lösung der Equipmentfrage im Vordergrund, aber da könnte dich ein Lehrer vielleicht auch schon unterstützen. Wie gesagt, muß kein Linkshänder, sondern einfach ein guter Lehrer sein.


    Grüße,
    Jan

    Spiel doch mal ein paar Drumcovers ein, Drumcover's gibt es nicht. Weder im Deutschen noch im Österreichischen. Sorry, mußte sein ;)


    Aber ontopic, ich finde, du spielst recht ordentlich. Vielleicht noch nicht alles hundertprozentig perfekt, aber in deinem Alter kannst du ja noch viel Zeit zum Trainieren ;)
    Noch besser fänd ich, wenn du uns nicht Drumcovers, sondern etwas Kreativeres vorstellen würdest z.B. Song mit eigener Band, freies oder notiertes Solo. Drumcovers sind nämlich für die meisten Zuseher gähnend langweiligl, weil austauschbar.


    Grüße
    Jan

    Hi Niko,
    mich brauchst du nicht aufklären ;) bin völlig deiner Meinung. Ich selbst bin ja auch aus einer Generation, die noch viel mehr das nehmen musste, was da war. Die meisten Älteren scheinen diese Erfahrung gemacht zu haben, und dadurch haben wir gelernt, nicht das Equipment in den Vordergrund zu stellen, sondern das was man damit macht. Daher verstehe ich weder bei Trommeln, noch bei Hardware diese teilweise götzenhafte Verehrung bestimmter Modelle, Hersteller oder Techniken. Schlechte Konstruktion hemmt die kreative Entwicklung, aber so lange das Equipment gewissen Mindeststandards entspricht, kann man damit gute Musik machen. Der Rest ist Luxus bzw. Nebenkriegsschauplatz.


    Aber manchmal kann es halt trotzdem passieren, dass man als Älterer die Jüngeren belächelt, weil man gewisse Dinge für sich selbst als irrelevant eingestuft hat und dadurch an Bereitschaft verliert, sich mit neuen Trends auseinander zu setzen. Daher schliesse ich nicht aus, dass tatsächlich ein junger Drummer durch seine unvoreingenommene Herangehensweise einen Nutzen aus Wechselcams ziehen kann, der sich uns beiden nicht erschliesst. Allerdings kam zu meiner Frage ja bislang keine Antwort, was den Verdacht nahe legt, dass meine bzw. unsere Skepsis nicht ganz unbegründet ist.