Beiträge von trommla

    Ich werde wohl nie wirklich Geld mit dem Schlagzeug spielen verdienen, also muss ich kein 5000 Euro schlagzeug haben.

    In jedem Fall würde ich in der o.g. Preiskategorie durchgängig solide Qualität erwarten, der Rest ist wie immer Geschmackssache und lässt sich am besten im gut sortierten Fachhandel vor Ort eruieren. Mich persönlich stören bei den meisten Tama-Sets die Gußreifen. Warum viele denken, die seien besser, erschließt sich mir nicht. Dafür hat Tama m.E. super Hardware, aber die würde ja großenteils dem Rack weichen. (auch eine Sache, die ich nicht verstehen ;) ).


    Was für Becken hast du denn, dass die erst mal bleiben sollen? Wenn die in die gleiche Kategorie wie dein Noch-Kit fallen, also vor 20 Jahren gute Einsteigerqualität, wäre es überlegenswert, sich ein Shellset zwischen 1.000,- und max. 1.500,- zu kaufen (evtl. Gebrauchtkauf?)und noch einen amtlichen Satz Bleche zu suchen.

    Ha, ich darf auch mal was hier reinschreiben. Zwar kein gaaanz großer Wurf, aber mich freuts.


    Kürzlich in der Bucht einen Satz Audio Technica Tommics ersteigert, einmal im Studio eingesetzt und technisch/optisch wie neu. Nur der Koffer hat außen ein paar Staubspuren. Gekostet hat's die Hälfte vom Neupreis.

    Nachdem dieser alte Thread wiederbelebt worden ist und das Thema vermutlich auch heute noch bei dem einen oder anderen Fragen aufwirft, hier verspätet ein paar Gedanken dazu. Ich möchte betonen, dass es sich nicht um rechtsverbindliche Aussagen, sondern um persönliche Erfahrungen mit etlichen Ordnungsämtern handelt.


    Zur Frage von Feuerwehr, Sanitätsdienst, Security etc. ist es meiner Erfahrung nach so, dass es keine überregionalen Bestimmungen gibt, ab wann und bei welcher Art von Veranstaltung diese zu engagieren sind (bei der Feuerwehr mag es aufgrund der hoheitlichen Funktion gesonderte, verbindliche Richtlinien geben, bei uns im Landkreis ab 100 Besuchern)
    Vielmehr legt das Ordnungsamt das in seiner Zuständigkeit nach eigenen Vorgaben und Erfahrungen fest, welche Auflagen zu erfüllen sind. Ebenso ist die Gebührenordnung der Ordnungsämter nach meiner Erfahrung ganz und gar nicht einheitlich.


    Generell steht bei jeder Veranstaltung ja zunächst die Frage im Raum, ob es sich um eine öffentliche/gewerbliche oder private Veranstaltung handelt. Die vom TS geplante und durchgeführte Veranstaltung hätte ich beispielsweise bei der Besucherzahl unter Umständen als Privatveranstaltung deklariert.


    Wenn man aufgrund der Größe oder anderen Faktoren (z.B. zu erwartendem Eingriff in den öffentlichen Verkehr , Lärmbelästigung etc.)das ganze offiziell macht/machen muß, dann sollte man daran denken, dass auf dem Ordnungsamt MENSCHEN arbeiten, die man vorab freundlich telefonisch um Rat fragen kann. Dort weiß man nämlich über die geltenden Vorschriften meist am besten Bescheid. Ein kurzer Anruf (manchmal auch mehrere) haben zudem den Vorteil, dass der Sachbearbeiter sich im Vorfeld ein besseres Bild der Veranstaltung machen kann als nur über ein Antragsschreiben. Das schützt gelegentlich vor unangemessenen Auflagen, die man dann evtl. zähneknirschend erfüllen muss.


    Gerade in kleinen Kommunen habe ich es öfters erlebt, dass Schüler- oder Studentenveranstaltungen mit viel Wohlwollen betrachtet worden sind und man auf einen offiziellen gebührenpflichigen Antrag verzichtet hat. In diesem Fall natürlich eine kurze Gesprächsnotiz mit Datum, Uhrzeit, Gesprächspartner und Inhalt anfertigen, damit man bei Unstimmigkeiten was vorweisen kann. Die entstehen z.B. gerne durch unerwartet auftauchende Polizeistreifen.


    Viele Ordnungsamtsmitarbeiter, mit denen ich zu tun hatte, haben versucht, vieles zu ermöglichen, sind also meist keine unangenehmen Gegner der Veranstaltung. Nur übergangen wollen sie nicht werden.


    Vielleicht hilft's ja bei der nächsten VA.


    Grüße
    Jan

    Sehe ich ein wenig anders.Die letzten vier A-Sets die ich gehört habe ,haben sich alle kacke angehört


    Das vorletzte günstige A-Set, welches ich gehört habe, war ein neues Tama-Silverstareines DF-Members und hat sich schon mit Werksbefellung sehr ordentlich angehört, das letzte, ein billiges Gretsch Catalina Jazz, hab ich mir für einen Gig kürzlich selbst gekauft und nen haufen Komplimente bekommen wegen des guten Sounds (allerdings mit teils neuer Befellung). Also watt nu?


    Der TS muß einfach rausfinden, was a) bei ihm zuhause eher realisierbar ist und den größeren WAF hat und b) sich für ihn besser anFÜHLT. Auf jeden Fall im Team mit der Frau entscheiden, wenn man länger daran Freude haben will ;)


    Mich haben z.B. E-Sets bislang immer erst in weit fortgeschrittenen Preiskategorien beeindruckt, aber da ist jeder anders.


    Wenn A-Set, macht der TS mit nem gebrauchten Basix Custom nichts falsch. Wenn E-Set, könntest du ihm ja freundlicher Weise mal ein paar konkrete, geeignete Vorschläge bis 1.ooo,- € machen. Denn ich lese im Startpost implizit die Prämisse, kein unnötiges Geld zu investieren, solange noch nicht klar ist, wohin die Reise geht.


    Grüße
    Jan

    kann immer nicht verstehen wie man in einer Coverband spielen kann

    Was ist falsch daran? Man lernt viel beim Covern, man hat das Publikum meist sicher auf seiner Seite, wenn alle mitsingen können, und man erspart den Menschen langweilige durchschnittliche selbstgebastelte Amateurmusik. Ist doch ne ehrliche Sache ;)

    Hehe, in der Gemeinde Bergkirchen haben wir bis vor 2 Jahren sogar gewohnt. In Palsweis, gleich der Nachbarort von Eisolzried.


    Im Moment sind ein paar Gigs in Verhandlung, aber noch nicht terminiert. Augsburg haben wir noch nicht beackert. Hast du ein paar Tips im Augsburger Raum für eine 8 Köpfige Rare Funk Combo, wo man für Herbst noch anfragen könnte? ;)
    Kannst ja mal im Netz schauen: http://www.deepharmonics.com


    Wenn wir Richtung A kommen, sag ich natürlich auch frühzeitig Bescheid.


    Grüße
    Jan

    Er hat gemeint, dass die Stimme Live nicht so krass rüberkam wie auf dem Video. Kann ich jetzt leider nicht beurteilen, kommt mir aber irgendwie komisch vor …

    Ist leider oft so. Live ist jeder positiv eingestellt, das Publikum find's geil, und die Stimmung überdeckt viele Defizite. Und daheim schaust das Video und versinkst im Boden...


    Aber was solls, wenn ihr die Leute begeistern könnt, ist das doch am allerwichtigsten. Wenn ihr mal im Raum FFB seids, sag bescheid. Dann komm ich auf einen kleinen Ratsch unter Kollegen vorbei. Natürlich auch, um gute Musik zu hören ;)


    Grüße
    Jan

    ob ich in der Umgebung einen Lehrer finde oder autodidaktisch ran gehe

    Da würde ich dir zu 100% empfehlen, dir einen Lehrer zu suchen. Der kann dann auch mal helfen, das Set zum Erstgebrauch durchzustimmen, damit nicht der Spaß von Anfang an unter dem (völlig normalen) Unvermögen leidet, ordentlich zu stimmen und nun "...die Snare so komisch klingt..." (vgl. hierzu gefühlte 999.999 andere Threads).


    Nicht bei jedem Lehrer muß man sich gleich zu einem Monats- oder Jahresabo verpflichten, sondern kann Stunden auch individuell vereinbaren, wenn man erst mal ausprobieren möchte. Das hilft dann evt. auch, das breite Internetangebot besser zu stukturieren und gezielter zu nutzen, als wenn man als Laie vor der Flut guter und gut gemeinter Tutorials steht.


    Ebenfalls hilfreich ist es meiner Erfahrung nach, sich beim Üben beobachten zu können (z.B. Spiegel neben dem Set, oder wer sowas nicht mehr kennt, eine Cam), da das Gefühl für Bewegungsabläufe erst mit der Zeit wächst (-> Propriozeption) und man sich über optisches Feedback auch als Anfänger mit dem Vorbild aus dem Youtube-Video vergleichen kann ("sieht mein Bewegungsablauf genauso locker aus wie beim Drummer XY?").


    Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung!


    Grüße
    Jan

    Ich mag seinen Trommelstil immer noch nicht. Und trotzdem: Hut ab, der hat's drauf.
    Neben unbestreitbarem musikalischen Talent und sicherlich viel Fleiß hat er vor allem auch hervorragende Fähigkeiten, sich in Szene zu setzten und Dinge zu verkaufen. Ein Selbstdarsteller mit Geschäftssinn eben.

    Habt ihr in der Band ne Frauenquote ? ;)
    Gerade Bassistinnen sieht man ja nicht so oft. Finde ich seeeeehr cool.


    Und dass du Wiedereinsteiger bist, habe ich zumindest hier am Computer nicht wahrgenommen, hat alles ordentlich gegrooved.
    Klar könnte man auch ein wenig Kritik üben, von meiner Seite dann allerdings eher in Richtung Bläser und Tasten, obwohl das bei der Aufnahme nicht sicher zu beurteilen ist. Das wäre dann aber Jammern auf relativ hohem Niveau.


    Na ja, und die Frontfrau, da schliesse ich mich Oliver Stein an. Es klingt, als hätte sie eine relativ schmale Bandbreite, in der zum einen die Intonation funktioniert, zum anderen der Ausdruck ihrer Stimme zum Song passt. Vielleicht mal über eine zweite Leadstimme nachdenken?


    Grüße,
    Jan

    @ Jürgen


    Das ist aber leider ein ganz anderes Thema. Seit langem gibt es sowohl in Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik gewaltige Finanzierungslücken, die den Zwang zur Sparsamkeit auferlegen. Wenn ein Privathaushalt seine Kosten nicht decken kann, wird an allem, was nicht zwingend notwendig ist, gespart. Warum sollte die öffentliche Hand das dann nicht in Erwägung ziehen dürfen?


    Ein völlig anderer Punkt ist die Verteilung des Geldes innerhalb der Gesellschaft. Dieses zu erörtern überschreitet den Rahmen dieses Threads m.E. bei weitem, aber so lange wir Bürger uns nicht dagegen wehren, dass uns Politiker und Konzerne ausweiden, sondern die Mühlen im Gegenteil durch unser Konsumverhalten am Laufen halten, sehe ich genau das auf uns zu kommen. So lange die Großen nicht wieder mehr Solidarität zeigen, was vermutlich nicht ohne einen gewissen Zwang stattfinden kann, bleiben die Kassen halt leer.


    Man könnte doch mal den finanzstarken Teil der Gesellschaft fragen, was er von einer Kulturabgabe hält. Man könnte großzügige Freigrenzen festlegen, jeder der darüber liegt, zahlt. Und kein Orchester hätte mehr sorgen. Eine Art "Zwangsmäzenatentum". Warum nur habe ich das Gefühl, dass so etwas nie passieren wird...?

    Wird an einer Stelle bei der Kultur gekürzt, kann man leider davon ausgehen, dass das frei werdende Geld nicht mehr im selben Bereich investiert wird


    Vielleicht wiederhole ich mich ja, aber genau das wäre in meinen Augen nötig. Es gibt so viele wichtige Bereiche (z.B. Kinderbetreuung, medizinischer Versorgung und ähnlichen Bereichen mit schwacher Lobby), in denen von der öffentlichen Hand teilweise drastisch eingespart worden ist, dass es m.E. nicht nachvollziehbar ist, sich gegen eine Reduktion kultureller Förderung zu wehren.


    Ich gebe dir und allen Beführwortern des "Weiter so" recht, dass eine Abschaffung staatlicher Subventionen eine Fehlentscheidung wäre. Zumal meinem Laienwissen nach vor allem bei öffentlichen Behörden und Verwaltungen im Allgemeinen ein beträchtlich höheres Einsparpotential wäre (s. jährliche Berichte des Bundesrechnungshofes und Bund der Steuerzahler). Aber wie sagte damals der große dicke Kanzler so schön? Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen.


    Btw wie hoch liegt eigentlich das derzeitige Durchschnittsgehalt eines fest angestellten Musikers in den hier angesprochenen Orchestern? Vorher wurde eine Summe von 5.000,- € mtl. genannt, entspricht das der Realtität?


    Grüße
    Jan

    Ich werde alt.


    Du wirst nicht alt, du bist Jurist ;) (wenn ich mich richtig erinnere)
    Damit dürfte dein Einkommen deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen.


    Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, dürften sich über unser Luxushobby eher selten Gedanken machen. Obwohl mich speziell der Umgang mit Statussymbolen wie IPhones etc. auch manchmal stutzig macht.


    Daher sollte man öffentliche Mittel zunächst in den Bereichen investieren, von denen alle profitieren und womit die Bedürfnisse aller gedeckt werden. Im Umkehrschluß kann das für mich heißen, zunächst die Bereiche moderat zu stutzen, die überwiegend besser situierten Bildungsbürgern zugute kommen.
    Auch wenn ich mich damit ein Stück weit ins eigene Fleisch schneide.


    Grüße
    Jan


    Edit: deine Präferenz für öffentlich-rechtliche Programme teile ich im Übrigen voll und ganz.

    Vielleicht ist aufgrund der mehrfach genannten Faktoren die kleine BD einfach zu leise. Zu spielen, während man sich nicht oder kaum hört, ist manchmal, wie wenn man Pudding an die Wand nageln wollte.


    Steck doch mal ein Mikro in die 18er und teste, ob es sich dann besser anfühlt. Dann kannst du dir das Geschleppe einer 22er eventuell schenken.
    Frisches Fell kann aber trotzdem nicht schaden.

    Der Artikel ist von 2003. Wie ist denn die Lage 2012?

    Ich lese 15.03.2012. Hast du versehentlich 15.12.2003 gelesen?


    Zum Thema:
    Ich habe mich mit der Thematik aktuell noch nicht befasst und werde das wegen bedeutenderer Fragen vermutlich auch nicht tun, daher nur ein paar Gedanken aus dem Bauch raus.
    Die Frage ist nicht, ob Orchester eine Daseinsberechtigung haben oder nicht. Wenn sie so erfolgreich und wichtig sind, sollte es kein Problem sein, sie zu privatisieren und damit ein paar Hundert Arbeitsplätze zu erhalten.


    In Zeiten leerer öffentlicher Kassen, in denen zudem jährlich Milliarden von Euro sinnlos verschwendet werden, müssten viel mehr Anstrengungen unternommen werden, in allen Bereichen des öffentlich finanzierten Lebens genau zu hinterfragen, welche Einrichtung und welche Personaldecke noch angemessen ist. Das betrifft Ämter und Behörden, aber ebenso auch staatlich finanzierte Kultur. Ich kann mir nicht vorstellen, dass D ins kulturelle Mittelalter zurück fällt, sobald es nur noch die Hälfte an staatlichen Orchestern, Theatern, öffentlich-rechtlichen Sendern etc. gibt.


    Wenn die harten Einzelschicksale der zukünftig Arbeitssuchenden die maßgeblichen Faktoren wären, müßten wir bis heute auf Braunkohle setzen, und ein Ausstieg aus der Kernenergie wäre nicht nötig, weil man sie gar nicht zu Lasten der Kumpel hätte ausbauen müssen.


    Daher stelle ich mir die Frage, in welchen Bereichen die größten gesellschaftlich relevanten Defizite vorherrschen, und da spielt selbstverliebte "Staatskultur" keine allzu große Rolle.
    Wir sprechen ja nicht über eine völlige Abkehr von staatlich finanzierter oder subventionierter Kultur. Obwohl speziell die Qualität der öffentlich-rechtlichen TV-Sender oft auch nicht mehr so über der privaten Konkurrenz steht, dass man daran zwingend festhalten müßte.


    Ich für meinen Teil werde diese Petition sicher nicht unterzeichnen.


    Grüße
    Jan

    Trotzdem ein schönes Thema.


    Wenn ich mich selbst analysiere, hab ich als Kind/Jugendlicher noch ans Christkind, den Osterhasen, die wahre Liebe, ehrliche und selbstlose Freundschaft sowie manch anderes geglaubt. Die Seele hatte noch wesentlich weniger Schutzmechanismen, daher waren meine Gefühle unkontrollierter, man könnte auch intensiver sagen. Jede wichtige Situation war mit gewissen Schlüsselreizen assoziiert, teil Musik, teils Düfte, Geräusche, Wetter o.ä.


    Wenn mich heute einer dieser Schlüsselreize "trifft", öffnen sich die alten Gefühle manchmal für einen Moment, und dann wird's halt etwas sentimental.


    Was ich mir weniger erklären kann ist, weshalb einzelne Musikstücke einen berühren, ohne sie jemals vorher gehört zu haben. Vielleicht ein ähnlichlicher Zusammenhang, nur "um die Ecke"? Man hört eine Melodie, die erinnert einen an die Melodie von *ab*, die man während der ersten Liebesnacht mit "xy* gehört hat. Die Kette ließe sich vermutlich noch deutlich bis ins Unterbewußte verlängern.

    Warum reden eigentlich immer alle nur vom schneller werden?


    Ich hab schon so oft am eigenen Leib gemerkt und bei anderen Drummern beobachtet, wie schwierig es sein kann, extrem langsame Grooves sauber und groovig zu spielen, dass man diesem Thema genausoviel Aufmerksamkeit schenken sollte. Aber klar, bei High Speed Drumming verwischen die Details, und man macht auf Fans mehr Eindruck (deshalb hab ich nie die Groupies abbekommen :) )
    Was nicht heißt, dass mich die Speedfraktion nicht auch vereinzelt beeindruckt.