Beiträge von trommla

    Hab ich was überlesen? Du hast noch nicht mitgeteilt, was für einen Gong in deinem Auto Platz gefunden hat, oder?

    Ein Gong wär ja auch noch was, aber nachdem ich seit 25 Jahren keinen mehr gebraucht habe und möglicherweise noch einmal 25 Jahren warten müsste, bis ich für meine Sachen einen bräuchte, hab ich mich zu dem Spaß noch nicht durchringen können. Obwohl mir Hochi schon mehrfach ein bisschen den Mund wässrig gemacht hat.

    Dabei darf man aber nicht vergessen, dass genau diese Idole es waren, die den Grundstein für das alles gelegt haben.

    Wenn wir in der Geschichte des Drumsets zurückgehen, war das natürlich auch nicht nur eine Generation an Idolen. Jede Drummergeneration hat ihre Vorbilder, meistens diejenigen, die nur ein paar Jährchen älter und bereits deutlich erfolgreicher sind. Ob ich mir in der Jugend Vorbilder genommen hätte, die (aus Jugendperspektive) schon im Rentenalter waren, bezweifle ich stark. Im Gegenteil, bei großartigen und einflussreichen Jazzdrummern wie Art Blakey und manch anderem war ich damals sogar der Ansicht, dass sie nicht zum Vorbild taugen, weil sie technisch so wenig drauf hatten. Dass sie in ihrer Generation schon Vorreiter waren, hab ich erst viel später kapiert. Auch Ringos Genialität war Ende der 70er, Anfang der 80er für mich noch nicht greifbar, war halt auch schon ein alter Mann ;)


    Gespannt bin ich, wie weit sich das Drumming technisch noch weiterentwickeln wird. Extreme Metal könnte da aber eine Sackgasse sein, denn sehr viel mehr, als wir heute bei Leuten wie Siberiano und Co. bewundern, dürfte der Bewegungsapparat bald nicht mehr hergeben. Und wenn, wie m_tree ja richtig schreibt, der fehlende Punch nur durch Kompression und Samples künstlich hinzugefügt wird, ist das ja auch ein Hinweis auf natürliche Grenzen.


    Daher faszinieren mich Styles (neue wie alte) mehr als Speed. Swag Drumming beispielsweise ist nicht schnell und für mich nachvollziehbar, inspiriert mich dadurch aber mehr, weil ich Elemente davon aufgreifen und an der richtigen Stelle mal einfließen lassen kann. Das erste mal Stanton Moore zu hören, war der Hammer, weil diese Second Line Geschichten meine musikalische Ausdrucksfähigkeit um Meilen erweitert haben. Alles Sachen, die weniger Anforderung an bestimmte Techniken stellen, sondern ein musikalisches Verständnis erfordern, um die Grooves "lebendig" werden zu lassen. Dass man auch dafür ein gewisses technisches Rüstzeug haben sollte, ist klar, aber es fragt eben auch keiner, ob man nun besser Heel-Up, Heel-Down oder Swivel spielt. Klingen muss es halt. "Wennsd schee neihaust, kommt's schee raus", wurde glaub ich mal Wolfgang Haffner zitiert ;)

    Solche Zeitangaben halte ich immer für sehr schwammig

    Ja, da bin ich bei dir. Mir ging es eher darum, ein mögliches Missverhältnis zwischen den angelegten Maßstäben bzw. persönlichen Zielen und dem erforderlichen Übeaufwand aufzuzeigen.


    Heute sind die Idole halt omnipräsent, und man ist ständig versucht, sich viel zu hohe Ziele zu setzen und zu glauben, man könne alles schaffen, wenn man nur wolle. Früher versuchte man einfach der beste Drummer zu sein, der man sein konnte, und wenn man besser war als andere Gleichaltrigen in der Stadt, war es ein toller Erfolg. Und wenn man mal mit Profis verglichen wurde, hatte man es gefühlt schon beinahe geschafft ;)


    Man hat einfach kleinere Brötchen gebacken, und Erfolg kam durch eigenes Entdecken der richtigen Backmischung. Vorgekaut wie heute auf Social Media wurde es einem nicht, sondern man fand selbst raus, wie's geht.

    Danke für den "hilfreichen" Tipp. Keine Sorge, ich verwende nicht Google oder andere Datenkraken. Unter Verwendung eher anonymer Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Fireball kommt wenig bis nix, mit Metasuche wie Metager schaut's nicht anders aus. ;)


    Ansonsten soll sich jeder nach Gusto für jede beliebige Beckenmarke interessieren, finde ich. Nur für mich als Musiker sind Soundfiles und Online-Bestellung nicht zwingend erste Wahl. Ich ticke da wohl eher klassisch, ich will wissen, wie sich ein Instrument anfühlt, ehe ich Geld ausgebe. Lieber weniger Zeug haben, und dafür das, was genau meinem Anforderungsprofil entspricht.

    Ich denke, täglich zwischen 1 und 1,5 Stunden sollten ausreichend sein...

    Ich glaube, DA liegt das allergrößte Missverständnis. Wer so wenig übt und vielleicht sogar erst im Erwachsenenalter begonnen hat, wird nie ein technisch guter Drummer werden, ob nun Double Basser oder nicht. Es wird reichen, um viele Musikstile solide und halbwegs groovig begleiten zu können. Alternativ könnte man auch ein (von mir so bezeichneter) Frickel-Drummer werden, der zwar ein paar Licks beeindruckend drauf hat, aber nicht in der Lage ist, diese in einen musikalischen Kontext zu stellen. In Bands machen solche Drummer meist gar keine gute Figur.

    Die bekannten Drummer, die groovig, musikdienlich UND auf hohem technischen Niveau spielen können, haben viele Stunden täglich am Drumset verbracht, um so gut zu werden.


    Ich selbst hatte in der Jugend Phasen, in denen ich teilweise 5-6 Stunden am Tag üben konnte (danke an Eltern und Nachbarn!), und erst nach diesem Pensum hatte ich das Gefühl, wirkliche Sprünge gemacht zu haben. Als dann die Jahre kamen, in denen kaum noch Zeit und Lust zum Üben da war, verlor sich das leider auch wieder. Trotzdem würde ich heute behaupten, ich profitiere von dieser intensiven Zeit, denn geblieben ist doch eine Art von Verständnis und Körperbeobachtung, die mir bei regelmäßiger Aktivität ermöglicht, einen praxistauglichen Standard zu halten.

    Spielerisch ist das übrigens absolut nicht meine Baustelle.

    Oje, da bin ich völlig raus. Kann diesem hektischen Blastbeat-Gewitter aber auch wenig abgewinnen. Wenn man das genau analysiert, ist da ganz wenig Spielwitz dabei, sondern es baut auf wenigen, immer gleichen Patterns auf. Warum das für so viele Drummer so reizvoll ist, versteh ich nicht.

    Was mich dann noch interessieren würde, was unterscheidet sie denn von anderen, bekannteren Herstellern? Für mich gibt es da draußen so unendlich viele "hammermäßige" Becken, die ich mir kaufen würde, wenn ich einfach mal ein paar Tausender übrig hätte, das ist kein belastbares Qualitätsmerkmal. Da ein Becken eben klingt, wie es klingt, hätte ich sogar für jedes davon ein hervorragendes Argument "Becken AB klingt für Musik XY genau richtig, den Sound habe ich noch nicht im Arsenal".


    Dann schaue ich in das vom D.drummer verlinkte Artist-Video rein (wer soll dieser in den Fills stellenweise etwas unpräzise Drummer sein?) und höre das, was ich woanders auch höre, nämlich ordentlich klingende Becken, im Grunde ohne Wiedererkennungswert. Na ja, das schreckliche Logo würde ich schon wiedererkennen. Aber wir reden doch über Soundqualitäten, oder?


    Wenn ich dann irgendeine Suchmaschine mit "Sihi-Becken" füttere, bekomme ich zwar viel über Beckenfehlstellungen in der Medizin oder Sanitärzulieferer, aber über Sihi-Becken exakt die 3 Seiten dieses Freds angezeigt. Bei "Sihi-Cymbals" finde ich zumindest Landing Page und Shop des Herstellers, daneben ein paar YT- und FB-Einträge. Sollte man für Becken, die man nur aus dem Netz kennt, und die man vermutlich niemals wieder verkauft bekommt, Geld ausgeben? Na ja, man könnte ja ins "Originelle-Lampenschirme-Geschäft" einsteigen ;)


    Versteht mich nicht falsch, wenn jemand mit einem finnischen Hersteller sein persönliches Beckenglück gefunden zu haben glaubt, ist nichts dagegen einzuwenden. Dennoch bleiben neben o.g. Vorbehalten weitere Risiken. Vor allem würde mich die Sorge umtreiben, ob ich auch in ein paar Jahren noch die Chance bekomme, solch ein Set zu erweitern oder für irgendwas Ersatz zu bekommen. Nicht dass es dann heißt "Manufacturer out of business".


    Muckl damit dieser Fred noch etwas Substanz bekommt, schildere uns doch mal deine bisherigen Eindrücke, gerne auch mit selbst gemachten Soundbeispielen. Zwar gehen diese, häufig von D.drummer ausgegrabenen und im DF verlinkten "Beckenzwerge", wohl vielen Usern am Allerwertesten vorbei, aber wenn schon mal die Chance besteht, einen davon aus erster Hand kennen zu lernen, sollte man das mal nutzen.

    Ich wiederhole mich, aber vergiss Toe-Heel/Heel-Toe an dieser Stelle. Nutze die Technik, mit der du vertraut bist, und konzentriere dich aufs korrekte Timing. Wenn eine bestimmte Technik dich offensichtlich behindert, statt dein Spiel zu verbessern, ist es nicht die richtige Lösung. Spielbar ist dieser Groove mit jeder herkömmlichen Technik, soviel ist klar. Spezialtechniken wie Heel-Toe werden ggf. relevant, wenn man konventionell an Limits stößt. An dieser Stelle: "kann man machen, muss man aber nicht " 😉

    Leute, hört doch auf zu streiten. Unterm Strich haben hier mehrere Leute mit sinnvoller Begründung drauf hingewiesen, dass sie deinen Ansatz an dieser Stelle für wenig zielführend halten, was du liebe Drum Bee daraus machst, ist deine persönliche Freiheit.


    Die Technik wird mW offiziell Heel-Toe benamst, welcher Teil der Bewegung bei dir zuerst kommt, dürfte keine Rolle spielen.

    Ja, oft kann ich bei solchen Barrieren selbst gar nicht verstehen, warum gerade hier und gerade jetzt was klemmt. Meine Lösung ist dann immer, einfach dranbleiben, meine Bewegungen genau beobachten und analysieren (Propriozeption), ansonsten einfach weitermachen. Irgendwann fällt der Groschen, und plötzlich fängt es an zu laufen. Bei mir meist, wenn ich mich mal konzentriert am Stück länger an was festbeiße. Da mach ich dann schon mal 2 oder 3 Stunden die gleiche Übung mit Click, bis ich wirklich "drauf" bin.

    Ich werde meinen Schlagzeuglehrer kommende Woche drauf ansprechen. Macht wahrscheinlich mehr Sinn.

    War es sein Vorschlag, die Doubles mit Heel-Toe zu spielen? Dann könnte die Antwort lauten: "alles gut, Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden, üb einfach fleißig weiter". 😉


    Das Problem ist mE, dass man heute dank INet und Social Media das Gefühl bekommt, jeder hätte für irgendwas die passende Lösung. Life Hacks für jedes erdenkliche Problem.


    Dabei ist die Antwort wirklich so einfach. Nutze die Technik, mit der du dich wohl fühlst, der Rest ist (und bleibt) üben. Barrieren lassen sich nur mit Fleiß aus dem Weg räumen, ne Abkürzung gibt es nicht.


    Ergänzung: Wenn ein Schlag ständig zu spät kommt, liegt das Problem meist im Hirn, d.h. die Ansteuerung passt nicht. Da kann das Bein nix dafür.

    Warum sollte ich diese Methode nicht anwenden, wenn sie die Sache einfacher macht?

    Eventuell, weil die Anforderung ja auch mal sein kann, dass der erste Schlag der Doubles auf die Zählzeit liegt? Wenn du deine Doubles dann nur in der von dir beschriebenen Art gelernt hast, musst du wieder ne komplett andere Technik bemühen, wenn der erste Schlag der "schwere" sein soll. Das Problem hatte ich früher, hab dann wirklich lange dran arbeiten müssen.

    Ich empfinde dieses Heel-Toe-Gewippe in der Regel als nicht praxistauglich

    +1

    Dieser Groove lässt sich problemlos sowohl mit Heel Down als auch Heel Up spielen bis an die Grenzen dessen, wo er noch gut klingt. Schneller als ~150 bpm ist der imho nicht mehr groß zu gebrauchen. Zirkusakrobatik ala Toe - Heel und andere Spezialtechniken verwirren glaube ich mehr, als dass sie nützlich sind, und Newbies wie du haben meiner Erfahrung nach genug Herausforderung, ihre Extremitäten mit nur einer Technik halbwegs in den Griff zu bekommen. Sprich, alles einigermaßen in Time UND mit der richtigen Dynamik zu spielen.

    Solche Wippereien werden interessant, wenn man mit der Bassdrum Triples oder noch mehr Schläge hintereinander spielen will. Doubles sollten in jeder Kombi mit "einfacher" Technik funktionieren.

    Nur kenne ich diesbezüglich noch niemand der es nutzte.

    Da stellt sich mir dann auch die Frage, wieviel man sich davon erhofft. Ne echte "Lesson" dürfte vor der Show bei allem Trubel kaum stattfinden, und ob es mich wirklich weiterbringt, wenn mir ein bekannterer Schlagzeuger ein höfliches "Great, man, you're a good drummer, always keep practicing" mit auf den Weg gibt, bezweifle ich.

    Mattmatt bei dem, was ich von dir kenne, bin ich in deinem Fall erst recht skeptisch ;)


    Aber klar, die großen Konzerte sind Big Business und superkommerziell, und dass die Künstler - zumindest manche davon - früher vielleicht mal eine herausragende künstlerische Qualität hatten, fällt im Einheitsbrei dann halt hinten runter. Dass BonJovi hier eine besondere Erwähnung verdienen, war mit nicht bewusst, aber von irgendwas muss der Mensch ja leben...

    für (Studio)Aufnahmen klappt es bei mir mit einer Grenzfläche vor der Bassdrum ziemlich gut. Ja, man hat mehr Übersprechen, aber die Bassdrum hat so auch raum.

    Das muss ich bei nächster Gelegenheit auch mal testen. Gibt's dabei irgendwas zu beachten? z.B. optimale Distanz, irgendwas unterlegen bei harten Böden etc. pp.?

    Sollten VIP-TIcket-Konzepte gemeint sein, es ist mitnichten! nur K-Pop sondern von Dream Theater bis Steve Vai auch bei diversen sehr angesehen Musikern zu finden. Seit vielen! Jahren.

    Danke, du bestätigst meine diffusen Erinnerungen. Zwar wusste ich es aktuelle aus 1. Hand nur beim K-Pop, war mir aber fast sicher, das schon mehrfach in anderem Zusammenhang gelesen zu haben. Bin da auch kein Fan von, aber was zusätzliche Einnahmen generiert, macht halt auch immer irgendwer.