Beiträge von trommla

    Irgendwelche Bohlen aus Hartholz, die noch im Schuppen rumlagen.


    Wenn es ein elektronischer Sound ist, wird es wohl ewig im dunkeln bleiben, weil sich vermutlich niemand jeden Soundeffekt merkt, wenn ein Projekt erst mal abgeschlossen ist. Ich würde ehrlich gesagt keine Zeit auf eine (am Ende möglicherweise ergebnislose) Recherche verwenden, sondern tatsächlich wie ein Gestörter auf alles draufklöppeln, was mir so vor die Flinte kommt. Solche Experimente finde ich weitaus spannender als eine 1:1 Reproduktion, und wirklich sinnstiftend ist der Sound glücklicherweise nicht. Ist ja nicht die Bimmel aus Hells Bells ;) Wenn man am Ende "nur" was ziemlich ähnliches hinbekommt, verliert die Musik nicht an Aussage, will ich damit sagen.

    Angenommen ich gehe da hin und setzt mich ans Set und spiele einfach drauf los,

    dann rechne ich damit, dass recht schnell irgendwer auf dich zugeht und dich bittet, mit dem Lärm aufzuhören. Weder Musiker noch Gäste von Open Stage - Veranstaltungen haben üblicherweise gesteigertes Interesse an Solodarbietungen, zumal solchen von Drummern.


    Wenn du solche Ambitionen hast, dann geh zum Supertalent und hoffe, dass Dieter dich nicht rausbuzzert. Ach ne, den gibt's ja nicht mehr 😉

    Für mich grenzt das gerade beinahe an Kaffeesatzleserei. Ich bilde mir ein, Unterschiede zu hören, wäre aber nicht einmal massiv erstaunt, wenn die Auflösung am Montag lautete "Ätsch, hab euch nur veräppelt, alle Aufnahmen sind mit den selben Mikros entstanden. Für eine exakte Zuordnung fehlt mir allerdings auch die Erfahrung mit den einzelnen Modellen. Bis auf die t-bones hatte ich sie zwar schon öfters am Set, allerdings eher auf Live-Bühnen, wo das Klangerlebnis an mir selbst ja eher vorbei geht.


    Fakt ist, die Wahl des Equipments wird überbewertet, guter Sound entsteht in erster Linie durch den erfahrenen Anwender. Ich kann da nur neidisch werden. Trommeln stimmen sowie das passende Mikro auswählen und in Position bringen, das schaffe ich (gerade noch). Alles, was hinter den Mikros so alles stattfindet, ist mir aber im wesentlichen bisher verborgen geblieben.

    Muß man alles unter einem wirtschaftlichen Aspekt sehen?

    Mir ist es wichtig das beim Transport weder mein Equipment, noch mein Transportfahrzeug leidet.

    Eher die Frage, welche Aspekte unter "wirtschaftliche Betrachtung" fallen ;)


    Ich halte es für unwirtschaftlich, meine Instrumente, auch wenn ich sie nur ein paar mal im Jahr (gegen Gage versteht sich) brauche, irgendeinem Risiko der Beschädigung auszusetzen. Insofern ist mir eine Umverpackung für < 50 Euro allemal die Ausgabe wert. Mein Fuhrpark sieht dadurch auch immer noch hübsch aus, egal wie alt das Zeug teilweise ist. Chimes sind zwar bis auf die Schnüre eigentlich unkaputtbar, aber so ticke eben ich.


    Finde es aber ebenso legitim, eine andere Lösung zu suchen, weil man die Investition für unangemessen und/oder unpraktisch hält. Jeder Jeck ist halt anders.

    Das einzige Manko, was bei mir der Transport im Molton gelegentlich mit sich brachte, war ein Reißen der Aufhängeschnüre, weil ich natürlich nicht so gewissenhaft war wie danyvet, das Packerl auch noch mit Draht zu umwickeln. Beim Auspacken hatte sich dann schon mal ein Schnürchen am Beckenständer verhakt, wenn durch den Transport die Umwicklung etwas verrutscht war. Damals hab ich halt schnell irgend ne Schnur als Ersatz genommen, nach einer Restauration meiner uralten Chimes (+/- 40 Jahre) wurden aber sämtliche Schnüre gegen frische Sicherheitsschnüre aus dem Textilhandel (du weißt schon, die mit denen Preisschilder in Knopflöchern oder Gürtelschlaufen befestigt werden) getauscht. Von denen habe ich immer Ersatz in der Tasche dabei. Seitdem ist mir dank des guten Rundumschutzes der Meinl-Tasche aber nichts mehr gerissen.


    Für die paar Auftritte im Jahr ist eine eigene Tasche nicht ganz wirtschaftlich

    Da hast du natürlich nicht ganz unrecht. Allerdings kaufe ich mir im Grunde für alles, was gelegentlich mit zum Job geht, eine passende Tasche, denn mein Instrumentenlager im Keller ist inzwischen so vollgestopft, dass ich auch das Einlagern im schützenden Täschchen bevorzuge. Möchte ja nicht jedes mal ne zentimeterdicke Staubschicht runterwedeln müssen, ehe das Zeug auf der Bühne glänzt.

    Wenn ich dann was davon brauche, muss ich nur an die richtige Stelle im Regal greifen und hab sofort das passende Instrument reisefertig in der Hand.

    Nur die ganze Kleinpercussion (Shaker, Maracas, Claves etc.) wohnt gemeinsam im Percussioncase, in dem auch der Ablagetisch Platz findet. Das darf dann beim Schlepper meinetwegen auch ein wenig rappeln ;)

    Der Vorteil der Meinlbag sind die Klettbänder im Inneren, mit denen die Bars fixiert werden, sowie die Unterteilungen. Ohne die Milleniumtasche zu kennen, hat sie auf den Bildern nichts dergleichen, die Chimes würden darin lose rumplumpsen, wie es ihnen gefällt. Nicht ganz optimal, finde ich.

    Früher hab ich die Chimes immer mit nem Stück schwarzem Molton umwickelt und im Hardwarecase transportiert, wenn ich sie denn mal brauchte (was nicht allzu oft der Fall war). Seit einigen Jahren nehme ich sie häufiger mit, auch unabhängig vom Drumset, deshalb gab es irgendwann eine eigene Tasche dafür click

    Allerdings war sie damals noch deutlich günstiger, soweit ich mich erinnere.

    Servus Olli,


    finde deine Aussage "seit einiger Zeit plagt mich das Problem..." ehrlich gesagt merkwürdig. Kannst du den Beginn des Problems, welches deiner Formulierung nach nicht schon immer bestand, auf ein konkretes Ereignis zurückführen? Hast du irgendwas an deiner Ausstattung oder an deinem Spiel verändert? So ein Verschleiß tritt ja nicht eines Tages urplötzlich auf.


    Nicht nur deshalb finde ich die Empfehlung eines konkreten Beatermodells schwierig. Die Tama-Filzbeater kenne ich selbst als sehr angenehm und an der IC wirklich passend. Meine erste Idee ginge daher auch in Richtung Holzbeater desselben Typs. Allerdings empfinde ich den "richtigen" Beater als eine seeeeehr individuelle Frage, die neben der Spielweise noch dazu vom verwendeten Pedal abhängt. Wenn dir der Tama vom Spielgefühl liegt, dann gibt es eigentlich keinen Grund, dass dir jeder Leser sein Lieblingsmodell präsentiert und du am Ende auf Verdacht Zich Euro ausgibst. Und dein Problem betraf wohl in erster Linie die Haltbarkeit der Kombination Beater - Patch. Hierzu wurde anderswo und auch hier schon vieles geschrieben, was die Kombi von Filz und Nylon betrifft. Genau da würde ich ansetzen und zunächst mal für wenig Geld andere Patches testen, wenn du das nicht schon erfolglos hinter dir hast.

    Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen, keiner - zumindest nicht jeder - der "Resofellwechsel-Verweigerer" bestreitet, dass es hörbare Unterschiede zwischen neuen und alten Fellen gibt. Für mich steht das sogar völlig außer Frage. Wenn allerdings der Sound mit alten Resofellen immer noch ausreichend gut ist, um andere Drummer, Mitmusiker und Tontechniker zufriedenzustellen und einen tollen Drumsound abzuliefern, sträubt sich was in mir, 100 (+) Öcken dafür auszugeben, dass der Sound vielleicht "noch" frischer wird, was sich im Gefüge der Musik dann wieder verspielt und im finalen Mix unter "ferner liefen" steht.


    m_tree und nils

    Ich stelle mal die Behauptung auf, gerade Könner wie ihr bekommen mit gut abgehangenen Resos einen Sound aufgenommen, der dem mit nagelneuen Resos in nichts nachsteht.

    Ich glaube ja, dass dieser Fred eigentlich einen Titel tragen müsste wie "Was sind eure kühnsten E-Drumming-Träume, die niemals in Erfüllung gehen werden".


    Die Tatsache, dass seit Jahrzehnten trotz aller vorhandener Technologien (soweit ich euch verstehe) noch keine zufrieden stellende Lösung auf dem Markt ist, interpretiere ich so, dass es schlicht keinen echten Bedarf dafür gibt. 3 unzufriedene Drummer machen halt noch keinen Markt. Der überwiegenden Mehrheit scheint egal zu sein, ob nun E-Drums wirklich in allen Belangen realistisch klingen, also kaufen sie Bekanntes/Bewährtes. Warum sollten Firmen, deren Marktanteile sicher sind, in Projekte investieren, die möglicherweise keinen nennenswerten Absatzzuwachs erzielen?


    Und wenn ich überlege, wie viele Akustiktrommler mit ihren Billigbecken und schlecht gestimmten Trommeln trotzdem mit Freude ihrem Hobby nachgehen, ticken die meisten Elektrotrommler vermutlich mehrheitlich nicht wesentlich anders. Wem das aktuell gebotene nicht reicht, muss halt selbst was entwickeln und hoffen, damit die Drummerwelt retten zu können ;).


    Ich verstehe schon, dass man als begeisterter Elektro-Nerd mit den Möglichkeiten hadert. Marktwirtschaft bedeutet aber eben auch, dass Nachfrage das Angebot bestimmt. Wäre ich der Herr Roland, sähe ich keinen Grund, bei fehlender Nachfrage mein Angebot zu überdenken, auch wenn ich wüsste, was technisch alles machbar wäre.

    Bei meiner Snare bin ich ja tatsächlich den umgekehrten Weg gegangen. Da habe ich mittlerweile ein Emperor Snare Side statt einem Amba Snare Side drauf und dieses ordentlich fest angezogen. Das bringt den dicken Kessel aus Gussstahl so richtig zum knallen.

    Da würde mich interessieren, wie es sich mit dem Dynamikumfang verhält. Kann der Eimer damit nur knallen, oder geht auch dynamisch-gefühlvoll?

    zu den raumwänden hin, wenn ordentlich ausgeführt...

    .. bei den Bedingungen in der Wohnungsbaubranche heutzutage quasi nie 😉


    Auf solche Dinge würde ich mich tatsächlich nicht verlassen, aus eigener Erfahrung. Niemand auf dem Bau versteht was von Akustik, und daher werden potenzielle Übertragungsstellen für Körperschall noch nicht mal korrekt erkannt.


    Da bislang der Einfluß von Körperschall auf den Klimawandel noch nicht belegbar ist, gibt es leider auch keine staatlichen Zuschüsse für Mehrkosten beim Schallschtz, und die Baubranche ächzt sowieso schon.


    Find die Tipps ansonsten hier prima, ich hatte jahrelang so ein Practice Pad, welches ich wegen Nachbarschaft nie richtig nutzen konnte und irgendwann verkauft habe. Meinem DW Go Anywhere But Mietappartments wird es möglicherweise ähnlich gehen.

    Provokativ ausgedrückt geht es in den millerweile 3 Parallelsträngen OH, Schlagtechnik, spiegelverkehrter Aufbau um "Das Schlagzeug, das Universum und den ganzen Rest". Überall diskutieren im Grunde die selben Teilnehmer über philosophische Aspekte des Trommelns. 😉

    Konkret wollte nils wohl nur darauf hinweisen, dass sich akustischen Trommeln und Pad physikalisch derart unterscheiden, dass Padübungen zwar helfen, Bewegungsabläufe zu verinnerlichen, das Üben am "System Trommel" jedoch nicht vollständig ersetzen können.

    Es sieht wohl so aus, dass Paul Francis, der für die Avedis, Kerope und K Constantinoples mit verantwortlich war, die Firma verlassen hat (oder entlassen wurde, das war nicht ganz klar). Er hat jetzt seine Eigene Firma "Royal Cymbals" aufgemacht und die klingen sehr nach den alten Ks und Keropes. Mit ihm aind wohl einige Designer und Schmiede von Zildjian weggegangen. Vielleicht deswegen die Einstellung der beiden Serien.

    Na ja, kommt mir etwas weit hergeholt vor. Dass Paul Francis Zildjian verlassen hat, hab ich auch schon vor einer Weile gelesen. Dass er aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit für Z. viel Know How und gute Kontakte hat, wissen wir, sonst hätten es seine Produkte nicht in so ziemlich alle relevanten Drum Stores in den USA geschafft. Aber ob der Marktführer wegen "just another Cymbal Maker" ganze Produktlinien einstampft, bezweifle ich ernsthaft, egal wie toll Royal Cymbals klingen mögen. Wenn Paul Francis nicht schon als Angestellter bei Zildjian zum Multimillionär wurde, fehlen ihm nämlich als Startup jegliche Ressourcen, um Z. wirtschaftlich Konkurrenz zu machen. Außer vielleicht, Donald Trump hätte aus seinen Wahlkampfmitteln auch ein paar Millionen für Paul Francis locker gemacht, um die Armenische Schattenwirtschaft in den USA zu bekämpfen ;)