Beiträge von trommla

    Es gibt viel mehr Linkshänder-Pianisten als Linkshänder-Klaviere. Gast-Pianisten bauen beim Gig normalerweise nicht um.

    Danke für den Gedanken, ich frage mich nämlich schon die ganze Zeit, warum beinahe alle Instrumentengruppen die Konventionen ohne Murren akzeptieren. Stellt euch mal Streicher oder Bläser vor, die drauf bestehen würden, im Orchester Linkshänder zu spielen.

    Ich bin hier wieder mal ganz pragmatisch unterwegs. Auch wenn ich mich um meine Resos kümmere, sprich eigentlich bei jedem Auf- und Abbau das Fell abklopfe und ggf. nachstimme, bleiben die Dinger ewig drauf. Wechseln tu ich die Resos erst, wenn sie nicht mehr klingen und ich dadurch keinen vorzeigbaren Sound mehr in meine Trommeln gestimmt bekomme. Alles andere wäre in meinen Augen/Ohren vorauseilender Gehorsam, ohne dass irgendwer (mich eingeschlossen) nen Benefit davon hätte. Oder will im Ernst jemand behaupten, dass er/sie auf einer lauten Bühne noch irgendwelche Feinheiten des Drumsounds hört? Ich bin manchmal regelrecht erstaunt, wie wenig mir unter Livebedingungen sogar an sich übel klingende Snares im Kontext auffallen, und bei manchen Bands muss man froh sein, sein eigenes Getrommel überhaupt zu hören.


    Daher mein klarer Rat: Geld sparen und stattdessen seine Frau/seinen Mann schön zum Essen einladen.


    Ein Teil des Verschleißes eines Fells kommt doch schon durch das „aufgezogen“ sein, oder? Auch bei einem Resofell zieht der Spannreifen durchgehend das Fell gegen die Bearing Edge. Damit wird der Kunststoff und der Kleber belastet. Ich erwarte, dass dieser Effekt wächst bei höherer Stimmung. Gibt es hierzu Erfahrungen?

    Der wesentliche Grund, weshalb ich keine bereits gebrauchten Felle auf meine Trommeln aufziehe. Waren die Pellen erst mal unter Spannung und werden dann demontiert, ist für mich der Klang, den ich mir wünsche, dahin. Wenn die Resos aber über Jahre nur "still vor sich hin" auf den Edges ruhen und nur die Tonhöhe gelegentlich variiert wird, habe ich keine erwähnenswerten Soundeinbußen wahrgenommen. Vorstellbar wäre allerdings, dass es zu Problemen kommt, wenn du deine Resos länger richtig hoch gestimmt hast und dann versuchst, eine richtig tiefe Stimmung hinzubekommen. Gut möglich, dass die Resos dann das große Flattern kriegen.

    Alles, was im wesentlichen im Bereich "Middle of the Road" stattfindet, sollte aber keine Probleme machen.

    Full-Down-Tab-Up Übungen erachte für den Beginner (und auch im Weiteren), als sehr wichtig, um ein Gefühl für Finger und Hand aufzubauen –. Ich denke, hier ist dein Blick zu kurz.

    Ich steh Marius mal unterstützend zur Seite. Ich halte es für überhaupt nicht relevant, diese verschiedenen Schläge explizit und voneinander getrennt zu betrachten und zu trainieren. Dass ich diese Elemente alle in meiner Handtechnik anwende, habe ich beispielsweise erst richtig spät realisiert, als ich begann, im Internet entsprechendes Material anzuschauen (vor allem YT-Tutorials). Beigebracht hat mir das aber keiner meiner Lehrer, und ich könnte nicht einmal sagen, ob von denen einer überhaupt diese Begriffe selbst gekannt hätte. Aber, sie haben es geschafft, mir ein Verständnis für Bewegungsabfolgen zu geben, und wie man locker und flüssig spielt. Hätte es mich zu einem besseren Drummer gemacht, wenn ich die Begriffe gelernt hätte? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Zu sehen, wie der Lehrer seine Schläge ausführt, und ihn einfach bestmöglich zu kopieren (Spiegel nicht vergessen!), zudem Lehrerfeedback anhören und umsetzen, reicht m.E. ganz ohne Begriffswirrwarr. Ich finde m_tree 's Herangehensweise erfrischend bodenständig, auch wenn ich anhand seiner Aussagen natürlich die Qualität seines Unterrichts kaum einschätzen kann.

    Oooch, ich könnt gar net sagen, dass mich das besonders nervt. Nach mittlerweile 13 Seiten erkenne ich nur nichts neues mehr, was die Frage weiter erhellen würde. Ich sehe und höre sowohl tolle OH_Player als auch "Überkreuz-Spieler", und alle liefern auf ihre Art tolles Drumming ab, somit erübrigen sich imho sämtliche Fragen, ob nun das eine oder andere "besser" ist, das lässt ich einfach nicht objektivieren. Jeder Schlagzeuglehrer, der es trotzdem versucht, handelt - in die eine oder andere Richtung - dogmatisch, was mir persönlich nicht liegt. Wer wie du als Lehrer eine gewisse Offenheit mitbringt, unterstützt seine Schüler dabei, die individuell beste Herangehensweise zu finden, und das ist doch prima. Am Ende zählt die Musik, die dabei entsteht, und da interessieren solche Details nicht wirklich.

    Ich bin nach wie vor oldschool mit Blättern unterwegs. Bei Bandmusik reicht mir idR eine A4-Seite für 3 bis 4 Nummer, also für ein ganzes Programm 5 bis 6 Seiten. Ausnotiert kommen auch mal 3 bis 4 Seiten vor, das lässt sich noch gerade so auf nem Orchesterpult mit Verbreiterung auflegen. Einmal hatte ich ein Stück mit 7 oder 8 Blättern, da musste ich zwei Pulte nebeneinander stellen. Ist aber zum Glück ziemlich selten.


    Tablet fände ich praktisch zur Papiervermeidung, und um alles auf einem Device dabei zu haben. Bisher hindert mich aber noch der finanzielle Aspekt an einer Umstellung.

    Nee das stimmt doch völlig?!

    Nö. Zumindest beim letzten bin ich mir sicher, davor könnte theoretisch vielleicht sogar gewollt sein, auch wenn ich es nicht glaube.

    Aber harmonisch zieht sich der Song nach folgendem Schema durch C - G - a - F, rückt dann im Solo nach D - A - h - G, und da spielt Sting eben einmal versehentlich statt nem A im Bass ein H, ehe die Achtel einsetzen. Eindeutiger kann man sich nicht vergreifen.

    Aber Sting, der alte Perfektionist, hat das bestimmt kalkuliert gemacht, weil er wusste, dass sich die Musiker dieser Welt irgendwann mal in Foren darüber austauschen ;)


    Btw, Sting ist nicht mehr der Allerjüngste, ich hoffe aber sehr, dass er noch Perfektionist IST und wir nicht in der Vergangenheitsform über ihn reden müssen.

    Hab keine Erfahrung mit dem Stil, würde es aber instinktiv genau so machen, wie du schreibst

    Sollte alles recht gedämpft sein? Kein Sustain, keine Obertöne und so?

    Da aber letztendlich der Drummer den Sound macht und nicht das Drumset, wird's vermutlich mit jeder ordentlichen Stimmung nach Punkrock klingen, wenn die Band inkl. Drummer Punkrock spielt.


    Der Vorteil an gedämpften, trockenen Stimmungen ist halt, dass auch weniger versierte Musiker und Techniker schneller ein brauchbares Ergebnis bekommen. Und das war's doch, was Punk ausmacht. Keiner hat Ahnung, alle haben Spaß, und's Bier schmeckt :D

    Könnte man statt nur Drums hier nicht generell Verspieler mit ins Thema aufnehmen? Beim Schlagzeug geht das m.E. oft ziemlich in Richtung Kaffeesatzleserei (siehe Don't stop believing), und es gibt ja auch andere nette, harmonisch sehr eindeutige Verspieler, wie z.B. der gute Sting im folgenden sogar mehrfach. Zwischen 1:50 und 2:00 zweimal, sowie im Gitarrensolo bei 2:48. Gerade der letzte ist sowas von eindeutig, da er sogar versucht, den Fehler noch zu korrigieren und 2 Bünde runterzurutschen.

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    Mich würde interessieren, wieviel Rechtshänder:innen ohne jegliches Vorwissen die HH mit rechts spielen würden.

    So ergings nämlich mir. Das Kit stand in der Bude, ich hatte keine Ahnung von nichts und die rechte Hand war "logischerweise" auf der Snare.

    Schwierig...

    Nur weil manche Menschen intuitiv daran gehen wie du, sagt das nichts über richtig oder falsch aus. Ich habe schon öfters Menschen ohne Vorwissen gesehen, die die Blockflöte mit der rechten Hand oben gegriffen hat. Kein Lehrer würde das (hoffentlich) akzeptieren.

    Was mir bei dieser leidigen Debatte immer etwas untergeht: am Ende sollte doch das Ziel stehen, MEINE Musik auf dem höchsten mir möglichen Level zu spielen. Wenn für MEINE Musik OHP keine Vorteile bietet, brauche ich es nicht und verwende lieber meine starke Hand als Führhand. Wenn für MEINE Musik Dinge nicht oder nur schwer möglich sind, ohne mit der schwachen führen zu lernen, dann empfiehlt sich dieser Weg.


    Open Handed nur zu lernen aus akademischen Betrachtungen, oder weil es irgendwer fancy findet, kann man natürlich machen, führt aber Imho selten dazu, schöner zu musizieren. "Originell" spielen als Selbstzweck empfinde ich als Zeitverschwendung und besonders unter Amateuren fast etwas anmaßend, wenn es dabei an Solidität und Groove mangelt.

    rein klassisch gesehen (wobei man (die) klassisch(e) das definieren müsste), gesehen dominiert das eben nicht mehr.

    Sorry, das ist doch quatsch. Die allermeisten Drummer sieht man immer noch cross handed spielen, zähl einfach mal und mach dir für jeden nen Strich irgendwo hin ;)

    Nicht mehr und nicht weniger sag ich damit aus.

    Ich denke, um selbst ausprobieren und eigene Schlüsse ziehen kommt niemand herum, da jeder andere Präferenzen und musikalische Ideen hat. Für mich ist beispielsweise OH total sinnlos, weil bei meiner Spielweise der Vorteil, sporadisch (!) mal mit der rechten Hand im Groove auf ein Tom zu hauen, nicht dafür spricht, deshalb meine Führhand umzutrainieren und dadurch hölzerner zu klingen als nötig. Bei MIR wäre das mit den Füßen noch ausgeprägter, also lass ich das erst recht sein. Trotzdem übe ich beides ab und an, um flexibel zu sein.


    Ohne eine konkrete musikalische Idee dahinter sehe ich OH als ne klasse Übung, aber als wenig "gewinnbringend" für mich an. Da wo ich es absolut brauche, versuche ich mich daran (z.B. "Don't stop believing"), bei allem anderen spiele ich konservativ.


    Das kann bei dir aber eben komplett anders sein. Vielleicht bist du Rechtshänder, aber Linksfüßer, und die Sonne geht auf, wenn du die BD links trittst. Wenn das so wäre, solltest du deine Idee natürlich sofort umsetzen.


    Dass die klassische Methode immer noch dominiert, liegt m.E. daran, dass sie für die meisten Drummer gut funktioniert und es deshalb keinen Grund liegt, was zu ändern. Never change a running System.


    Zum Glück darf aber jeder sein Zeug so aufbauen und spielen, wie es sich individuell am besten anfühlt. Lass uns wissen, wie es dir dabei ergeht.

    Habe keine Ahnung, ist das gut

    Keine Ahnung. Lefima läuft bei uns Banddrummern ja etwas unter dem Radar, obwohl in der Marsch- und Blasmusik ne feste Größe seit Jahrzehnten. Wenn ich nen tiefen Eimer bräuchte, würde ich mir das Teil schon mal gerne näher ansehen. 150 ist ja kein Geld für ne COB, und wenn sie gut klingt, wäre es mir das Geld definitiv wert. Wiederverkauf weiß man natürlich nie so genau.

    Die unvergessenen Alex Wiska und Horst Stachelhaus, unterstützt von der späteren Drums @ Percussion Redaktion Michael Küttner und Manni von Bohr (mit leicht "animaleskem" Touch)


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    Fame und Millenium scheint das Gleiche zu sein.

    10 € gespart - kleines, aber feines Glück.

    Das wahre Glück dürfte bei beiden Modellen sein, wenn sie ne ganze Probe halten, ohne dass sich die Sitzfläche von der Säule löst und der ganze Sitz zu wackeln beginnt.

    Wenn aber die Prämisse war, den preisgünstigsten Sitz für den Musikverein zu erwerben, macht das schon Sinn.

    Wäre es nicht günstiger, erst mal den Elektriker deines Vertrauens zu fragen, was es denn kosten würde, eine Steckdose in die Garage zu legen? Gibt ja durchaus auch andere stromabhängige Dinge, die man in Garagen so machen könnte.

    Gar nichts. Ich behaupte mal, ich habe noch nie ein übliches Garagentor gesehen, das man hätte mit geringem Aufwand vernünftig schallisolieren können, ohne dabei die Funktion einzubüßen. Wenn es auf die Funktion nicht ankommt, Tor raus und zumauern ;)

    Garagentore sind meist im wahrsten Sinne des Wortes mit so viel Luft eingebaut, dass ich mir eine effektive, den Schall einsperrende Lösung nicht im Ansatz vorstellen kann. Die Tore selbst sind dabei so dünn, dass sie sogar wie Membranen die Schallübertragung noch anregen dürften.

    Ich lerne gerne dazu und freue mich schon, wenn hier jemand ne praxiserprobte Idee einbringt.