Ich habe das Gefühl, dass es eher eine optische Täuschung ist
Ne sicher nicht, ich seh mich selbst ja gar nicht, wenn ich Trad. spiele 
Was ich mit der Linken spiele, fühlt (und hört?) sich nach meinem Empfinden bei Swingpatterns definitiv besser an. Bei Powerdrumming ala Donati oder Copeland bin ich Traditional völlig überfordert, da bekomme ich nicht den Druck dahinter, den es bräuchte.
Man sollte den Swing im 4/4 schon sicher beherrschen. Die Comping-Figuren sind ja auch nicht gerade simpel. Von daher, erst den 4/4 meistern, dann würde ich sogar eher noch den 3/4-Swing vorziehen, bevor es zum 5/4 geht.
Ich lehne mich weit aus dem Fenster, glaube aber, egal ob 4/4, 3/4 oder 5/4, man lernt Swingen nicht für sich im stillen Kämmerlein. Ich habe noch keinen Drummer gehört, der ohne viiiiel Banderfahrung im Jazz beim Swingpattern gut geklungen hätte. Selbst wenn die Technik an sich nicht verkehrt war.
Da reden wir noch überhaupt nicht vom Comping, sondern erst mal nur vom Basisfeel der rechten Hand (natürlich links beim Linkshänder). Aber gutes Comping setzt voraus, zu lernen, sich in alle Instrumente einzufühlen und mit der Zeit zu verstehen, wo die wichtigen Akzente sind. Wenn man nur technisch übt, wie ein Ochs zu synkopieren, "damit es nicht langweilig klingt", also irgendwelche auswendig gelernten Gimmicks abfeuert, wird's noch kein guter Swing. Und da helfen Mitmusiker ungemein, die einen immer wieder dran erinnern, nicht so zappelig zu spielen.
Zumindest würde ich das aus eigener Erfahrung so beschreiben. Ich hab zwar schon seit jungen Jahren hin und wieder mal Jazz gespielt, aber das Gefühl ist erst mit der Zeit gewachsen, nachdem ich seit gut 10 Jahren immer mehr im Jazz unterwegs bin.