Beiträge von trommla

    Um das zu tun, hättest du aber nicht über zwei Seiten das Forum um Erlaubnis bitten müssen. ;)


    Ich an deiner Stelle würde trotzdem nicht alle Kritik wegwischen, sondern bei nächster Gelegenheit mal im Proberaum aufnehmen, wie es klingt, was ich da so mache. Der Toni mag etwas eingefahren sein in seinen Ansichten. Er kann aber auch tatsächlich neutral (natürlich subjektiv!) kommuniziert haben, wie dein Spiel für Außenstehende mit geschultem Ohr klingt. Ich selbst hab schon häufig Dinge gemacht, die ich vom Fahrersitz aus toll und kreativ fand. Erst bei Livemitschnitten fiel mir dann manches auf, was im Kontext doch nicht so gut klang. Also hab ich versucht, es in Zukunft besser zu machen. An seiner Spielweise unbedingt festhalten zu wollen, spricht nicht zwingend für große musikalische Kreativität.


    Hinzu kommt, dass es rein gar nichts aussagt, wenn Bandkollegen sich NICHT zu Schlagzeugsounds äußern. Den meisten ist das nämlich völlig egal. Wie mein Bruder (prof. Gitarrist) bei Becken zu sagen pflegt "macht halt zisch oder ping". Klangunterschiede gehen ihm sonstwo vorbei.


    P.S.: ich finde gecrashte Hihats ehrlich gesagt schrecklich, und zwei Crashes (oder 1 Crash plus 1 Splash) hab ich fast immer mit

    Ach, so lange Hobbymusiker weiterhin bereit sind, Geld mitzubringen, um live spielen zu dürfen, werden astronomische Proberaummieten niemand abschrecken. 😉


    Der Kunde hätte mittelfristig über sein Konsumverhalten sicher auf manche Konditionen einen gewissen Einfluss, nur müsste man halt dann auch mal verzichten, statt nur zu jammern.

    Ich bin aus München, wir können von all den bisher genannten Preisen nur träumen. Meine letzte Proberaumbeteiligung in einem großen Proberaumkomplex war mit 100 Euro für einen Tag die Woche nicht überdurchschnittlich. Vor ner Weile habe ich bei einer Band vorgespielt, die als Exklusivmieter 700 Euro für nen 24/7 und zugegeben sehr komfortablen Raum gezahlt hatten. :(


    Entscheidend dürfte sein, die Durchschnittspreise in deiner Region zu ermitteln. Denn Bedarf an Proberäumen ist selbst in KIeinstädten eigentlich immer vorhanden. Und wer sucht, wird die ungefähr üblichen Preise kennen. Bei vergleichbaren Konditionen wären meine Kriterien Erreichbarkeit und Angebot vor Ort. Wenn die Zielgruppe feste Mieter/Bands sind, kann das relativ einfach gehalten sein, denn was brauch ich gegen deutliche Mehrkosten Amps und Drumset im Raum. Bei häufig stundenweiser Vermietung sind solche Dinge u.U. wiederum recht angenehm, weil jeder froh ist, für Einzelproben nicht alles mitschleppen zu müssen.


    Wenn die Preisgestaltung plausibel ist und an die ortsübliche Situation angepasst ist, wird es vermutlich nicht schwer, die Auslastung zu bekommen, bei der sich die Sache rechnet. Alles auch eine Frage des Timings. Wenn du zunächst alles mit dem Eigentümer verhandelst und in trockene Tücher bringst und dann erst Ausstattung beschaffst, noch ehe der erste Kunde gewonnen ist, wird es ein paar Monate dauern, alle Räume zu füllen, in denen du natürlich das Risiko trägst. Kundenakquise zum frühest möglichen Zeitpunkt noch in der Vorbereitungsphase kann dem entgegenwirken. Ein guter/realistischer Zeitplan und zuverlässige Partner halte ich dabei für essenziell. Als Musiker wäre meine Priorität neben einem vernünftigen Preis ein zuverlässiger, verbindlicher EInzugstermin und ausreichend Schlüssel, der ganze optionale Rest (PA, Kühlschränke, Snackautomaten) können mit der Zeit noch ergänzt werden.

    Bez. MENSCH möchte ich aber mal reingrätschen.


    Alles subjektiv freilich.

    Ich hatte schon gedacht, dass irgendjemand sich aufgerufen fühlt, den Song zu verteidigen. Dabei beantwortet dein letzter Satz eigentlich alles. ICH finde den Song schwach, weil er in MEINEN Augen keine schöne Melodie hat, für MEINEN Geschmack im Aufbau ziemlich langweilig ist, und weil MICH dieses Geschwafel überhaupt nicht erreicht. (ICH kapier ehrlich gesagt überhaupt nicht, was er damit ausdrücken will, ein einziger Phrasensalat, bei der ich vermutlich erst mal Wort für Wort analysieren müsste, um zu verstehen, was Herrn G. hier bewegt)

    FÜR MICH bewegt sich Grönemeier und die Wahrnehmung seines Werks schon seit Jahren deutlich in diese Richtung:

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    Das macht's halt auch so schwer (aber spannend), die Qualität eines guten Songs zu beschreiben, denn was macht ne gute Melodie, nen guten Text aus? Unsere konträre Wahrnehmung zeigt's ja deutlich, wie unterschiedlich zwei Menschen das empfinden können. Und wir beide haben in unserem Bezugssystem auch irgendwie recht.

    Hmm, da einleitend zu diesem Fred ein Zitat von mir stand, machte ich mir natürlich so meine Gedanken zu dieser Fragestellung. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, zu definieren, was genau für mich einen guten Song ausmacht. Wenn ich das genau wüsste, würde ich wahrscheinlich mehr Zeit mit Songwriting verbringen und nicht ständig Songs anderer Menschen mit meinem Krach untermalen.


    Deutlich leichter fällt mir hingegen die Einschätzung, weshalb ein Song in meinen Augen nicht gut geschrieben ist, also weshalb ich häufig bei Bands von eher schwachen Songwriting-Skills spreche. Das erste Indiz für dieses Problem ist bei mir meist schon das bloße Nachdenken darüber. Bei gut komponierter Musik genieße ich nämlich und gebe mich den Emotionen hin, da bleibt wenig Raum für analytische Gedanken.

    Hier ein paar Faktoren bzw. Eindrücke, die mich regelmäßig abtörnen:


    - es fehlen den Songs gute Melodien mit Mitsummqualität und dazu stimmige Texte. Gerade Amateure finden häufig nix anderes als auf- und wieder absteigende Pentatonik-Lines.

    - als Grundlage dienen nicht selten griffige Riffs, um die herum dann irgendwelche Parts in immer wiederkehrender Abfolge gruppiert werden. Um einen Song zu tragen, muss ein Riff aber wirklich herausragend sein. (Beispiel: Back in Black)

    - Es gibt keinen schlüssig durchkomponierten Aufbau mit Spannungsbogen, lediglich zueinander irgendwie passende sich wiederholende Teile, die ohne Übergänge wie Eisenbahnwagons eines Güterzuges aneinander gehängt werden

    - häufig werden rhythmisch synkopierte Parts erfunden (einfach ist ja langweilig ;) ), statt durch geschickte Kombination unterschiedlicher rhythmischer Phrasen und Ebenen setzen sich dann alle Instrumentalisten einfach drauf. Im Grunde spielen aber alle das gleiche, nur halt jede/r auf seinem Instrument. Komplett eindimensional und langweilig.

    - es spielen IMMER alle, und immer ALLE gleich laut.

    (Die Aufzählung ließe sich vermutlich noch erweitern)


    Ob es nun die "klassische" Struktur aus Verse -Bridge - Chorus sein muss, dazu kann man unterschiedlich stehen, es gibt definitiv gerade aktuell Beispiele, die davon abweichen und trotzdem funktionieren. Auch sollte man nicht voraussetzen, dass jeder gut komponierte Song automatisch ein Mitsing-Hit wird, ebenso wenig wie jeder Hit zwingend kompositorisch gut sein muss. Spontan fallen mir da immer Grönemeiers "Mensch" oder Madonnas "Hung Up" ein, beides imho ziemlich schwache Lieder jener Künstler, aber mit der erforderlichen Marketingmaschinerie im Rücken doch ziemlich erfolgreich.


    Und wie schon mehrfach gesagt, spielt das Genre eine große Rolle. Punk kommt aller Wahrscheinlichkeit mit deutlich weniger kompositorischer Tiefe aus als Songwriter-Pop, bei ausreichender Energie und Lautstärke hupfe ich dabei trotzdem begeistert rum. Beim Prog muss man vermutlich andere Kriterien anlegen als bei Jazz, der häufig kompositorisch banal ist (1 bis 2 eingängige Melodiebögen, dazwischen Rumgenudel in teils endlosen Solopassagen), aber von der oft spontanen Interaktion der Musiker lebt. Prog ist mir zu kompliziert, zu kopfig, zu wenig emotional, da bin ich von vornherein raus, deshalb erkenn ich die kompositorische Güte mit höchster Wahrscheinlichkeit gar nicht. Ja mei, und Metal ... da zählt sowieso glaub ich die Lebenseinstellung, nicht so sehr die Musik.


    Ach ja, und wenn ich so drüber nachdenke, lebt ein guter Song doch auch wesentlich von ner überzeugenden Stimme bzw. der Persönlichkeit des Interpreten. Wenn ich mich als Sänger auf die Bühne stellen müsste, wär die Resonanz wohl überschaubar, selbst wenn Paul McCartney mir Songs auf den Leib geschrieben hätte.


    Ergänzung:

    der häufig kompositorisch banal ist

    damit ist nicht gemeint, dass ein gutes Jazzthema mit häufig (deutlich) mehr und komplexeren Harmonien nicht auch einen hohen Anspruch hat. Aber die Form ist i.d.R. sehr absehbar und meist wenig originell.

    Das ist sicher kein echter Grünspan, aber im Volksmund wird diese Form der Patina durchaus auch so bezeichnet. Eine dunkle "Narbe" wird wohl bleiben, zumindest ist es mir nie gelungen, selbst kleine Flecken unsichtbar rauszupolieren. Über so eine Macke will man da gar nicht nachdenken. Am besten vorher noch ein paar mehr Flecken züchten, dann sieht es vielleicht ähnlich aus wie damals das Zildjian Earth Ride.

    Ich nehme an, es handelt sich um eins deiner Sets ;)

    Schade, dass dieser optische Verfremdungseffekt jegliche Details unter den Tisch kehrt. Man könnte unter Verweis auf's Set leider fast ebenso ein Audiofile hören. Auch beim großen Blech im Vordergrund kann ich nur mutmaßen, Ist das ein Backblech? *duckundweg*

    ist aber sicher auch für unsere Zunft ein hilfreiches Mittel.

    Hä? Warum sollte es das sein? Hab in über 40 Jahren nicht das Gefühl bekommen, dass man für Schlagzeug kräftige Fingermuskulatur benötigen könnte. Wir reden doch über Musik, nicht über Kraftsport, oder?

    Ich glaube, dass das auch bei "Profis" so ist. Habe erst kürzlich den "Schlagabtausch Podcast" Episode 60 gehört, wo Dirk Brand genau das bei einer Frage anreißt, dass man als Drummer oft das Gefühl hat, die "anderen" wären nicht vorbereitet:

    Der Punkt liegt mir die ganze Zeit schon auf den Lippen bzw. der Tastatur. Profis und Amateure unterscheiden sich in dem Punkt nicht signifikant, Profis haben nur aufgrund ihrer Routine bessere Skills, auch unvorbereitet nicht gleich den ganzen Laden ins Wanken zu bringen, weil sie ihr Instrument ständig nutzen, während ein Hobbyist, der zuhause nichts tut, weder das Programm noch sein Instrument sicher beherrscht.


    Btw ist nicht be"herr"schen auch so ein Wort, welches man eigentlich heutzutage gendern müsste? Beherr*inschen? Befrauschen? ;)

    Nö- bei mir nicht, dann sind bei dir andere verbaut. die sind in einer Arbeitsposition Rastbar, in mehreren Positionen, zum Transport nach hinten, und einer Position mit den Beinen für verkehrtem Aufbau, beine "hinten" also in Richtung Fahrerposition, dann aber auch schräg nach vorne zeigend.

    Jetzt hast mich doch verunsichert :D

    Vielleicht ist mein "Schräg nach vorne" weiter, als es auf dem Video des TS erscheint, und ich hab nur nie gemerkt, dass es kein Zwischending gibt? Eigentlich kann's uns ja egal sein, wenn er sich eh ne neue Pedalerie zulegen möchte. Falls aber am Ende der Winkel der Beine tatsächlich das Problem ist, wär es möglicherweise rausgeschmissenes Geld.

    dann schau mal bei hochwertigen spurs- oder german engineered Drums

    glaub mir doch bitte einfach, ich kenne doch meine Drums ;)

    Ich besitze German (Sonor) und german engineered Drums (Drumcraft). Die Drumcraft sind verstellbar, die Sonor (Force-Typ) wie abgebildet nicht

    ja aber ich glaube im Verlauf des Threads hatte Der TS die varabilität der Beine ausgeschlossen wenn ich mich nicht täusche

    Er hat nur die stufenlose Einstellbarkeit verneint, nicht die Einstellbarkeit an sich, wie ich das lese.

    Spurs der von ihm verwendeten Bauform kenne ich ehrlich gesagt ausschließlich verstellbar, und zwar in Winkel und Höhe. Die Höhe i.d.R. stufenlos und bei manchen Premiumherstellern mit Skala, der Winkel mit im Vergleich zu Beckentiltern groben Rastern von geschätzt vielleicht 10 bis 20 Grad.

    Nun ist aber in meiner jetzigen Band besagter "Mecker"-Gitarrist/Sänger hochentsetzt über die Idee, dass wir uns um die Technik selber kümmern müssten. Einer der Gründe, warum wir das nicht machen könnten, sei eben das Problem, dass der "prähistorische" Kram in den letzten Jahren keine VDE-Prüfung erfahren hat und wir deswegen keine öffentliche Veranstaltung damit beschallen könnten und warum wir uns da überhaupt kümmern sollten. Er hat auch direkt vorgeschlagen, dass doch stattdessen auch einfach eine der anderen Bands, mit denen wir für den Abend im Gespräch sind, die Backline und PA übernehmen könnten und wir einfach nur als Vorband auftreten. (Das war aber bei vergangenen Gigs schon immer ein Problem, dass er partout nie den "Headliner"-Slot wollte und alle immer so lange bequatscht hat, bis die anderen Bands uns einen Slot weiter vorne gegeben haben).

    Diesen Verweis auf irgendwelche Prüfungen kann ich aus rechtlicher Sicht verstehen, bedauere aber die mittlerweile dominierende Korintenkackerei in so manchen Köpfen. Wann ist denn bitteschön mal eine Veranstaltung schief gegangen, weil eine nicht geprüfte Endstufe abgeraucht ist??? Alles hinter dem Netzteil wird bei der PA doch auf unkritische Spannungen runtertransformiert, und zumindest kaputte passive Boxen gefährden niemand, die klingen halt dann scheiße oder gar nicht mehr. Und wenn wirklich mal ein Kriechstrom irgendwo hinkriecht, wo er nicht sein sollte, hab ich bisher nur erlebt, dass ein Mitmusiker halt ein leichtes Kribbeln gemerkt hat. Fälle von schwereren gesundheitlichen Auswirkungen kenne ich nur von unsachgemäßem Umgang mit Licht oder stromführenden Leitungen. Und da lag es vermutlich nicht an fehlenden Prüfsiegeln, sondern an unsachgemäßem Umgang/Gewalt o.ä. Letztendlich wünschte ich mir etwas mehr gesunden Menschenverstand und weniger Angst vor dem 0,0001 Promille aller Veranstaltungen, wo mal was schiefgeht und man zumindest mit dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit konfrontiert werden KÖNNTE.


    Ansonsten finde ich es ehrlich gesagt nachvollziehbar, eine solche VA nicht machen zu wollen, ich wäre auch nicht begeistert. Weder hab ich Lust auf die ganze Organisation und Schlepperei, noch möchte ich eigenes Equipment fremden Bands zur Verfügung stellen. Bestenfalls gibt es nachher nichts zu bemängeln, wenn doch was ist, hab ich es leider noch nie erlebt, dass es nicht lästige Diskussionen gegeben hätte. Anders sähe es aus, wenn man über eine größere private Feier nachdenkt, denn da hätte ich das Gefühl, selbst eine Art Nutzen davon zu haben. Aber auf irgendeiner Bühne stehen zu dürfen, ist für mich kein ausreichender Nutzen. Das tu ich genug zu besseren Bedingungen und ohne Stress.


    Wenn ein Großteil der Band dieses Ding machen will, gibt es m.E. zwei Herangehensweisen. Entweder es gilt Einstimmigkeitsprinzip (so ist das bei meinen Bands eigentlich durchgehend), oder man sucht sich nen Ersatzmann/ne Ersatzfrau für den Gig. Wenn ein Bandmitglied keine Lust auf irgend einen Job hat, sollte man das respektieren!!!