Beiträge von trommla

    Warum sollte ich diese Methode nicht anwenden, wenn sie die Sache einfacher macht?

    Eventuell, weil die Anforderung ja auch mal sein kann, dass der erste Schlag der Doubles auf die Zählzeit liegt? Wenn du deine Doubles dann nur in der von dir beschriebenen Art gelernt hast, musst du wieder ne komplett andere Technik bemühen, wenn der erste Schlag der "schwere" sein soll. Das Problem hatte ich früher, hab dann wirklich lange dran arbeiten müssen.

    Ich empfinde dieses Heel-Toe-Gewippe in der Regel als nicht praxistauglich

    +1

    Dieser Groove lässt sich problemlos sowohl mit Heel Down als auch Heel Up spielen bis an die Grenzen dessen, wo er noch gut klingt. Schneller als ~150 bpm ist der imho nicht mehr groß zu gebrauchen. Zirkusakrobatik ala Toe - Heel und andere Spezialtechniken verwirren glaube ich mehr, als dass sie nützlich sind, und Newbies wie du haben meiner Erfahrung nach genug Herausforderung, ihre Extremitäten mit nur einer Technik halbwegs in den Griff zu bekommen. Sprich, alles einigermaßen in Time UND mit der richtigen Dynamik zu spielen.

    Solche Wippereien werden interessant, wenn man mit der Bassdrum Triples oder noch mehr Schläge hintereinander spielen will. Doubles sollten in jeder Kombi mit "einfacher" Technik funktionieren.

    Nur kenne ich diesbezüglich noch niemand der es nutzte.

    Da stellt sich mir dann auch die Frage, wieviel man sich davon erhofft. Ne echte "Lesson" dürfte vor der Show bei allem Trubel kaum stattfinden, und ob es mich wirklich weiterbringt, wenn mir ein bekannterer Schlagzeuger ein höfliches "Great, man, you're a good drummer, always keep practicing" mit auf den Weg gibt, bezweifle ich.

    Mattmatt bei dem, was ich von dir kenne, bin ich in deinem Fall erst recht skeptisch ;)


    Aber klar, die großen Konzerte sind Big Business und superkommerziell, und dass die Künstler - zumindest manche davon - früher vielleicht mal eine herausragende künstlerische Qualität hatten, fällt im Einheitsbrei dann halt hinten runter. Dass BonJovi hier eine besondere Erwähnung verdienen, war mit nicht bewusst, aber von irgendwas muss der Mensch ja leben...

    für (Studio)Aufnahmen klappt es bei mir mit einer Grenzfläche vor der Bassdrum ziemlich gut. Ja, man hat mehr Übersprechen, aber die Bassdrum hat so auch raum.

    Das muss ich bei nächster Gelegenheit auch mal testen. Gibt's dabei irgendwas zu beachten? z.B. optimale Distanz, irgendwas unterlegen bei harten Böden etc. pp.?

    Sollten VIP-TIcket-Konzepte gemeint sein, es ist mitnichten! nur K-Pop sondern von Dream Theater bis Steve Vai auch bei diversen sehr angesehen Musikern zu finden. Seit vielen! Jahren.

    Danke, du bestätigst meine diffusen Erinnerungen. Zwar wusste ich es aktuelle aus 1. Hand nur beim K-Pop, war mir aber fast sicher, das schon mehrfach in anderem Zusammenhang gelesen zu haben. Bin da auch kein Fan von, aber was zusätzliche Einnahmen generiert, macht halt auch immer irgendwer.

    Hab heute 2 Stunden Training hinter mir und merke doch dass das untere Schienbein ziemlich weh tut.

    Nicht Training und Üben verwechseln. Trainieren tut man beim Sport. ;)

    Wenn's nach dem Üben "ziemlich" weh tut, war's imho zu viel des guten, oder aber falsche Technik, und du solltest etwas ruhiger an die Angelegenheit rangehen. Dabei meine ich nicht unbedingt, weniger zu üben. Aber wenn Schmerz einsetzt, lieber mal zwischenrein lockern und was anderes versuchen. Ausgiebiges Üben bestimmter Dinge sollte ja eigentlich darin münden, dass es einem peu a peu immer leichter fällt und man diese Dinge immer unangestrengter spielt.

    Weiß nicht, ob ich mich als Jazzer jetzt angesprochen fühlen sollte, weil ich trotz allem kein Fußtom spiele, sondern ne punchy Bassdrum. Dieses "Dooong" mochte ich noch nie.


    Ich bin da nicht repräsentativ, aber ich habe eine Trommel noch nie nach der Gratung ausgewählt. Meine 3 Sets klingen unterschiedlich (auch so gewollt!) und haben unterschiedliche Gratungen. 45°, 30°, rund. Meine Kaufentscheidung lief aber bei allen grundsätzlich so oder so ähnlich ab: "klingt gut - ist bezahlbar - sieht gut aus - könnt ich brauchen - kauf ich".

    Tatsächlich habe ich mit allen schon alle Stile gespielt, mit denen ich so konfrontiert werde. Und nie hat sich wer über den "falschen" Sound mokiert, nicht mal andere Drummer. Liegt halt doch an einem selbst, wie man klingt ;)


    Interessanter mag es sein, wenn man gebucht wird, um einen ganz bestimmten Sound zu reproduzieren. Dann könnte sich etwas Wissen um verschiedenen Konstruktionsmerkmale und Stimmansätze bezahlt machen. Aber in der Liga spiele ich nicht, mich ruft man nur manchmal an, weil ich ein bisschen trommeln kann.


    Im Gegensatz zu Toms, die typischerweise in Reihe geschaltet sind und daher einheitliche Gratungen und Felle (?) von Vorteil für ein harmonisches Klangbild sind, ist die Bassdrum ja meist ein Einzelstück, muss also nicht unmittelbar zu irgendwas passen.

    Heutige Cover- und Partybands bringen große PA, Lichttechnik und oft sogar Pyro mit.

    Nicht zu vergessen bisweilen Laser und Videowall ;)


    Ich denke auch, so alt dieser Ausspruch sein mag, die Zeiten haben sich halt geändert. Mit dem, was seit den 60ern rund um den Globus die Jugend begeistert hat, ist heute kein Staat mehr zu machen, und dass die Gigantomanie im Showbusiness eine massive Teuerung mit sich gebracht hat, kann man nicht ändern, außer keiner ginge mehr zu solchen Events. Aber selbst dann glaube ich nicht, dass Shows wieder kleiner und Eintrittspreise bezahlbarer würden. Das wäre wohl eher der Tod großer Liveshows.


    Aber so lange Jugendliche Ticketpreise im dreistelligen Bereich normal finden und für ein Foto mit ihrem Star nochmal 100 Euro drauflegen, brauchen wir uns nicht zu sorgen. Und sollen ihnen die Alten erzählen "ja mei, in den 70ern hab ich die Stones für 20 Mark in der Olympiahalle gesehen"? Wird es ihnen dann wie Schuppen aus den Augen fallen?


    Auch heute kann man für 40 bis 50 Euro noch Bands hören, die in ihren 30ern, 40ern oder 50ern sind und noch keinen Superstarstatus haben, auf die Megaevents kann ich wirklich gut verzichten.


    Wenn die neue Hüfte oder das neue Knie ermöglicht, weiterhin ohne Krücken laufen zu können, wieso dann nicht auch Autotune, dass man nicht runter transponieren muss?

    So habe ich es noch nicht gesehen. Guter Gedanke. Das Gesamtpaket wird zwar dadurch nicht so richtig besser, wenn die alten Haudegen sich auf der Bühne bewegen, als wenn backstage ne ganze Reihe von Rollatoren bereitstünde. Aber wenigstens braucht man sich mit der Haltung nicht echauffieren ;)

    Aber wer bin ich, den 20.000 Menschen, die begeistert auf den Stühlen stehen und dafür gerne dreistellige Beträge ausgegeben haben, zu sagen, dass das alles ganz schlimm sein soll und überhaupt früher alles viel besser etc etc?!

    Dinge ändern sich nun mal, und das wir älteren mit - heute - älterer Musik aufgewachsen sind, ist ja kein Fehler im System, sondern immer so gewesen, seit Musik ein Massenphänomen ist. Unsere Großeltern haben auf die ersten verzerrten E-Gitarren vermutlich ähnlich reagiert wie wir heute auf Autotune. Untergang der "echten" Musik und so...


    Finde auch, jede/r muss für sich entscheiden, wie weit man den Weg mitgehen will. Ob man Rentnern im Spätsommer ihres Lebens noch für viel Geld beim (sorry) Verfall zuhören und -sehen möchte, hab ich für mich ebenso negativ beantwortet, wie ich auch keine Karten für den FC Bayern kaufe, nur um nem Haufen Jungmillionären bei der Ausübung ihres Hobbies zuzusehen. Wer sich bei solchen Veranstaltungen wohlfühlt, sieht vielleicht für sich nen reellen Gegenwert zum Eintrittspreis, ich tu's halt nicht. Wobei ich mir solche Konzerte auch für 50 Euro wohl nicht anhören würde. Lieber gehe ich auf Konzerte aktuell guter Bands und unterstütze die, damit sie sich im Alter hoffentlich weniger materiellen Sorgen machen müssen wie so viele Musiker mit Minirenten.

    Da bin ich doch froh, dass ich weder Lust noch Geld habe, durch den Livegenuss meiner musikalischen Helden die eigene Jugend bis in (mein) Rentenalter zu feiern, obwohl die auf der Bühne befindlichen Konserven längst ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben.


    Dass auch die altehrwürdigsten Rocker den ein oder anderen elektronischen Kunstgriff anwenden (Madonna lässt grüßen), wusste ich zwar nicht, bin aber auch nicht wirklich überrascht. Oder glaubt man ernsthaft, dass die ewig jungen Bühnenegos alleine durch den Verzicht auf Drogen und vermehrt vitaminreiche Ernährung besser im Saft stehen als die Mittvierziger, die sich um ihre Altersgenossen in den Seniorenheimen dieser Welt kümmern?


    Ob nun Eagles, ACDC, Stones, Paul McCartney, Deep Purple und wie sie alle heißen, die Herren werde ich wohl alle nicht mehr live sehen, selbst wenn sie noch mal auf Tour kämen. Glücklicherweise sind Youtube und Co inzwischen ja voll von Konzertvideos der letzten Jahre, da weiß man, was einen für teils unverschämt viel Geld erwartet. Ich spiele selbst gelegentlich mit einer Jazzband in fortgeschrittenem Rentenalter und sehe dabei jedes Mal, wie fragil die musikalische Leistung mit ~80 Jahren zu werden droht. Dafür mehr als nen Solidaritätsbeitrag zu berappen, käme für mich nicht in Frage.

    Von mir nur noch diese Erfahrung, die ich dazu im Internet gefunden habe:

    Wo sind die Bilder? ;)


    Das mit der Wärmeentwicklung klingt imho eher plausibel als der "böse" Filzabrieb im Innern. Wer durch die Nutzung von Filzbeatern solche Erfahrungen gemacht hat, wird sie natürlich in Zukunft vermeiden. Der erste Teil, der mit dem Staub im Innern, ist auch hier nur ne Behauptung ohne Beleg. Und da ich den Eindruck habe, im Internet finden sich allgemein weit mehr haltlose Behauptungen als fundierte, evidenzbasierte Aussagen, wäre ich auch in diesem Fall tendenziell entspannter als du.


    Wenn irgendwann der FieseFilzFraß meine Beater runtergehobelt hat, dann ist der Preis für Ersatz glücklicherweise nicht exorbitant und selbst die teuersten Beater (wie immer DW ganz vorne mit dabei) noch nicht existenzgefährdend.

    allerdings hab ich halt einfach die Befürchtung, dass vielleicht 10 min. Probesitzen evtl nicht ausreichen werden, um daraus langzeitstudliche Erkenntnisse zu gewinnen.

    Die Langzeiterkenntnisse wirst du daraus nicht ziehen können. Aber nach über 40 Jahren Trommelei und unzähligen Hockern unterm Arsch kann ich dir versichern, dass mich noch kein (stabiler!) Hocker derart beeinträchtigt hat, dass ich eine Fußtechnik, die ich andernorts sicher beherrscht habe, nur noch eingeschränkt anwenden konnte. Beeinträchtigt haben mich von Fall zu Fall schlechte FuMas oder schlecht gestimmte Bassdrums, meist aber doch eher ein Übedefizit. ;)

    Der "falsche" Hocker führt bei mir nach einiger Zeit zu Schmerzen in Rücken oder HIntern, wodurch ich unlocker werde, und DAS wirkt sich auf mein Spiel aus.


    Nach 20 Jahren hier im DF weiß ich auch , dass wir alle gern versuchen, unsere spielerischen Baustellen auf falsches Equipment zu schieben, und die Industrie bedient sich gerne solcher Eindrücke und wirft immer wieder Neues auf den Markt, was dann noch besser sein soll.

    Das Equipment, dass uns die lästige Überei abnimmt, gibt es aber leider nicht, und viele technischen Spielereien von heute gab es vor 40 Jahren auch noch nicht.


    Jetzt stell dir mal vor, mit welchem Material Thomas Lang, heute 56 Jahre alt, in seiner Jungend so gut geworden ist.

    Ich bin genauso alt und kann dir versichern, damals gab es diese ganzen Exzesse einfach noch nicht, man spielte das Gerät, was es eben gab, und was man sich als Jugendlicher leisten konnte. Man freute sich daran, der Rest war üben...


    Entspann dich, nimm nicht zu wenig Geld mit, hock dich auf alle Hocker drauf und kauf den, der sich gut anfühlt. ER wird es NICHT sein, der dich dran hindern, 300 bpm zu spielen.


    Edit: Die wichtigen Langzeiterfahrungen, die du hier bekommst, sind die, ob ein Hocker auch nach 10 oder 15 Jahren noch stabil steht, ohne dass sich die Schrauben ständig lösen oder Nieten rausfallen. Der Rest ist Hokuspokus.

    Und da sind z.B. die First Chairs von Tama super, wie alle Tama-Hardware, die ich kenne.

    Bei Meshs will ich das ja nicht komplett ausschließen, auch wenn ich nach 40 Jahren Filzbeatern nicht so recht dran glauben mag, dass das regelmäßig zum Problem würde. Aber auf dem Bild ist ja ein ganz einfaches BD-Pad mit Plastik/Gummigehäuse zu erkennen.

    Was ich an Filzbeatern an Abrieb erlebt habe, waren keine Fasern, sondern das Zeug "schwand" einfach mit der Zeit. Fasern hätte man irgendwo sehen können, hab ich aber nie. Also war es am ehesten Schleifstaub, der sich munter zum Hausstaub gesellte.


    Aber gut, ich möchte dem TS zu nichts raten, was der Aussage von Leuten widerspricht, die mehr Ahnung von E-Drums haben als ich.