Beiträge von trommla

    Wer NUR stimmt, statt zu üben, spielt schlechter. Da geh ich mit. Aber deine Aussage entbehrt jeglicher Begründung, und ich sag es nochmal, jeder Instrumentalist muss lernen, sein Instrument zu stimmen, wenn DU es für dich für verzichtbar hältst, ist das legitim, aber kein wirklich begründbarer und vernünftiger Standpunkt. Aber nun genug davon, würde ich vorschlagen.

    Weil ich nicht nur nachspielen will, sondern meinen eigenen Stil entwickeln möchte.

    Passiert das nicht von ganz alleine? Die großartigen Drummer sind nicht eines morgens aufgestanden mit dem Vorsatz, was eigenes zu erschaffen, sondern sie haben viele Jahre lang die Meister vor ihnen studiert. Ich kenne dich nicht, die o.g. Aussage kenne ich jedoch schon seit Jahrzehnten. Mag Zufall sein, aber sie kam häufig aus dem Mund derer, die am wenigsten Gespür für die Musik hatten und sich musikalisch am wenigsten entwickelten.

    Ich kann zwar mit diesen Tabs nichts anfangen, aber wer hat denn behauptet, dass ein Drum Fill irgendeinem Instrument folgen muss? Ebenso wenig gibt es eine Verpflichtung, Fills ganztaktig zu spielen. Im Gegenteil, oft sind kurze, prägnante Fills wirkungsvoller. Mir reicht oft ein halber Takt, oder sogar nur eine abweichende Orchestrierung auf die "4". (z.B. Flam auf der Snare, Floortom anstelle der Snare, whatever)

    Leider kann ich im Moment nicht in die Nummer reinhören, vielleicht wäre mir dann klarer, worum es dir geht.


    Ich denke, wenn die Rede davon ist, einem bestimmten Instrument zu folgen, bezieht sich das häufig auf den Groove, weniger auf Fills. Aber wichtiger als zu folgen ist es, nicht durch unachtsames "dagegen spielen" den Groove zu zerstören. Ein straightes Viertel-Feel kann man aber beispielsweise immer unter synkopierte Riffs spielen, denn zumindest bei tanzbarer Musik sind es ja genau die Viertel, auf die das Publikum tanzt oder wippt.


    Aber mal ne vielleicht doofe Frage, weshalb spielst du die Nummer nicht einfach nach wie im Original? Wenn erfahrene Profi-Drummer nen Drum Fill auf den Punkt nageln, wird deine "Kreativlösung" aller Wahrscheinlichkeit nach nicht halb so wirkungsvoll sein. Mein Weg war eigentlich immer, zunächst zu verstehen, was andere, bessere Drummer machen. Sonst klingt es schnell wie "gewollt, aber nicht gekonnt".

    Benny Greb klingt auch auf einem Sponge Bob Set geil, wie klingt manch einer auf einem Benny Greb Set?!?

    :wacko:

    Gerade Benny Greb ist ein Drummer, der sich intensiv ums Tuning kümmert und jedem Drummer rät, das Stimmen ebenso strukturiert zu üben wie Rudiments.


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    Ein Kumpel von mir meinte, investier lieber mehr Zeit ins üben. :) Im Prinzip hat er recht…

    Entweder ist er kein Drummer, dann hör net auf ihn, oder er ist Drummer, dann hör erst Recht nicht auf ihn ;)


    Das ist so etwa die dümmste Aussage, die man zum Thema Tuning absondern kann. Kein anderer Instrumentalist würde ein ungestimmtes Instrument spielen, obwohl viele Laien und selbst manche Musiker unsaubere Stimmung erst hören, wenn es feineren Ohren schon längst die Zehennägel aufrollt.


    Wenn wir Drummer als Musiker ernstgenommen werden wollen, gehört es m.E. dazu, sich über seinen eigenen Sound nen Kopf zu machen. Abgesehen davon, wie willst du auf deinem Set dynamisch bis in die leisesten Details spielen üben, wenn der Sound gar keine Details hergibt? Gerade Ghostnotes lassen sich auf einem so lala gestimmten Set häufig nicht recht abbilden, machen aber geschmackvollen und grooviges Spiel oft aus. Ein top gestimmtes Set spielt sich leichter, von der Zusammenarbeit mit Tontechnikern bei Konzerten ganz zu schweigen. Du willst über PA nen Top-Sound, also bring ein top gestimmtes Set auf die Bühne.

    Man sollte nur nicht den Fehler machen, ein Safari-Kit mit normalen Größen gleichzusetzen. Der Unterschied von Safari zur normalen Rock- oder Studio-Konfiguration ist weit größer als zwischen gleichen Größen unterschiedlicher Hersteller (oder gar Holzarten). Tuningtipps und Fellwahl lassen sich m.E. nicht einfach übertragen.

    Ich gehöre vermutlich zu der Minderheit, die diese EMAD-Felle noch nie toll fanden.

    Ist das ne Minderheit? Hab schon auf Bassdrums mit EMAD gespielt und fand den Sound ok, nur recht eindimensional. Für meine Soundvorstellung sind PS3 einfach besser geeignet.


    Wenn aber einfach nur Punch ohne Wenn und Aber gefragt ist, lässt sich mit EMAD wohl schon was anfangen.

    Hast du mal her geschaut?

    Drums direkt


    Schätze, das wird trotz allem ein schwieriges Unterfangen. Gibt net so viele Drummer, die solche Monstersets spielen und dazu an GAS erkrankt sind regelmäßig ihre übervollen Lager leeren.

    Wer sowas spielt, behält es eher, so mein Eindruck. Aber mit Geduld und Spucke kommt schon irgendwann was umme Ecke.

    Ich finds prima, dass sich die Hersteller gegenseitig kopieren. So bin ich nicht gezwungen, wegen bestimmter Spezifikation meinen präferierten Hersteller zu wechseln.

    Jeder Jeck ist anders, aber ich würde das Geld nur ausgeben, wenn es genau das Set ist, welches ich mir in den Kopf gesetzt habe. Wenn was wichtiges fehlt - in deinem Fall das zweite Down - , dann müsste der Preis schon so gut sein, dass ich mit dem Wiederverkauf einen Gewinn erwarten kann. In deinem Fall eher nicht gegeben. Dann lieber das Geld sparen und für's gesuchte Set aufheben.


    Wenn du natürlich Spieler beim FCB bist und Millionen im Jahr verdienst, sind solche Überlegungen eher zweitrangig, da muss nur noch etwas Platz in der Villa am Tegernsee frei sein... ;)

    Viel wichtiger ist der Ventilator.

    Wenn der läuft, hört man sowieso vieles nicht mehr.

    :thumbup:


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    Solange ich einen Schummelzettel hab, merk ichs mir nicht

    Das ist leider die Kehrseite der Medaille. Ohne Zetterl wär ich beim ersten Konzert regelmäßig aufgeschmissen. Wenn nur 1 oder 2 Proben vorher sind, geht es halt häufig net anders. Die Sicherheit kommt dann mit der Zeit von alleine, und ohne Leadsheets spielen macht natürlich auch mehr Spaß.

    ob da jetzt der original fill kommt oder nicht, interessiert ausser der Muckerpolizei keine Sau.

    So lange ihr nicht "In the Air Tonight" spielt :D

    Wenn ich ein einzelnes Stück lernen will, dann reicht mir i.d.R. wiederholtes Anhören, um mir Songstruktur und markante Stellen einzuprägen. Dabei achte ich mehr auf Harmonik und Melodieführung, der Groove läuft ja häufig relativ gleichförmig durch.


    Wenn ich ein komplettes Programm zu lernen habe, komme ich aber nicht an Aufzeichnungen vorbei, die dann eine Mischung aus Beschreibung und Noten sind. Den Grundgoove sowie markante Fills notiere ich, das meiste ist aber in Textform. Da steht dann z.B. "Ende 3. Strophe Stop auf 4".

    Auch wenn sich mit der Länge der Trittplatte die Gesamtgeometrie ändern mag, haben mich bis dato unterschiedliche Pedale nicht aufgrund dessen irritiert. Bei mir machen den Unterschied: Federspannung (ich mags leicht!), Beaterwinkel, Beaterkopf und ggf. Schaftlänge, in der genannten Reihenfolge.