Ich hoffe die Überschrift ist nicht zu provokativ.
Klar ist es unangenehm Sachen zu schleppen, besonders dann, wenn man auch noch ein paar Meter laufen muss.
Ich persönlich hatte diese Gedanken irgendwie eher weniger, dass es mich genervt hätte, nur weil ich mein Geraffel, vielleicht sogar alleine) tragen musste.
Es ist es nicht die Freude an dem Hobby selbst, was einem die Sachen "federleicht" machen? Wäre auch nie auf die Idee gekommen, auf Grund der Schlepperei, weniger mitzunehmen.
Oft steht der Auffand z.B. für einem Auftritt, in keinem Verhältnis zu der Arbeit diesen vorzubereiten. Sicher bekommt der eine oder andere auch ein paar Cent dafür. Kaufen tut man sich dafür vielleicht ein neues Becken.
Ein großes Auto braucht man schon-besser noch eine Anhängerkupplung mit einem Anhänger dran.
So hat man im Auto genügend Platz auch noch den Rest der Band(e) mitzunehmen 
Praktisch ist es dann noch, wenn der Anhänger sich leicht von einer Person ziehen lässt. So kann man bis vor die Tür rollen und spart sich auch noch den Bollerwagen.
Auftritte in der Schule, meist nur ein Song-man selbst flitzt vorher aber durch das ganze Schulgebäude und baut das Schlagzeug dann in der Aula auf.
Das einzige was nervte war, dass man sich manchmal die Sachen einzeln zusammen suchen musste, weil es meist nicht zusammen da stand wo es stehen sollte. Kein Wunder-es gab meist nur 2 oder 3 (von 2000 Schüler) "ausgebildete" Schlagzeuger/innen, die fähig waren an einem kompletten Schlagzeug zu spielen. Der "Rest" spielte vielleicht mal einzeln z.B. auf der Snare. Sie wieder ans Set zu stellen ist dann anscheint eine unüberwindbare logistische Hürde gewesen.
Zum Glück habe ich mir meist meine eigene mitgenommen, aber ohne Ständer wird´s dennoch schwierig.
Der Rucksack ist ein gutes Stichwort. Wie trägt man eine Bassdrum in einem Koffer? Auf dem Rücken natürlich. Mit ein paar Handgriffen bastelt man sich Trägergurte und wirft es sich hinten drauf. Rechts und links noch ein paar andere Dinge von seinem Equipment in die Hand und rennt los.
200m durch den Wald zu einer Hütte. Was man nicht alles tut und das ohne Fragen zu stellen.
Zu schwer, zu viel, zu aufwendig? Wer denkt denn über sowas nach? Ich will doch auf die Bühne und spielen. Freude daran haben und nebenbei anderen auch daran teilhaben lassen. Liegt es daran, weil man damals noch (zu) jung war?
Dann bin ich es heute wohl immer noch, denn irgendwie hat sich daran nichts geändert.
Ich selbst spiele heute in keiner Band, bin aber aktiv in einem Verein tätig und stelle jedes Jahr mit anderen zusammen Sportveranstaltungen auf die Beine.
Planung der Logistik und Aufbau vor Ort ist manchmal eine "schwere" Aufgabe. Wir hatten mal als Sektionsmaterial große runde Strohballen (6 Stück) die etwa 200 kg pro Ballen wiegen. Betonröhren wo die Größte, laut aussagen von einem Tiefbauexperten fast ein Tonne wog.
Klar haben wir dann auch dementsprechendes Arbeitsgerät da und auch einige tüchtige helfende Hände.
Muss aber alles organisiert und ran geschleppt werden. Erschwert wird die Sache auch noch, weil nicht alle so richtig mitziehen und auch nicht wollen. Meist bleibt es an drei, vier Leuten hängen.
Auf der anderen Seite stehen, die die nicht wollen und lieber neben einem stehen und meckern. "Das lohnt sich doch gar nicht. Viel zu viel Aufwand für gar nichts."
Ist ja alles "Ehrenamtlich" und Geld kommt nur durch ein bisschen Werbung, während der Veranstaltung, rein. Die Spritkosten bezahlt uns jedenfalls keiner.
Warum macht man es dann trotzdem und ist mit vollem Einsatz dabei? Kämpft auch noch gegen den "Wütenden Mob" (nenne es jetzt mal so, weil es mir manchmal echt so vorkommt) an? Fragen, die ich mir jedes Mal wieder stelle und so "dumm" ist und beim nächsten mal "Hier" schreit wenn es um die Planung und Aufbau geht.
Begeisterte helfende Hände kommen zum Glück oft von außerhalb, besonders von denen die uns das Sektionsmaterial zur Verfügung stellen.
z.B. das THW mit einem Gerüst...da wurde nicht lange diskutiert, sondern gleich gefragt "wie hoch"
Kleine Geschichte zu den Betonröhren. Wie kommt man an eine Betonröhre? Ganz "einfach" man fragt da nach wer welche hat. Der Chef war erst gar nicht begeistert davon uns welche zu geben und transportieren erst recht nicht. Aber er war cool drauf und bot uns einen Deal an. "Wenn ihr es schafft mit dem Motorrad über eine Röhre meiner Wahl zu fahren, gebe ich euch alles was ihr wollt." Wie die Sache ausgegangen ist kann sich wohl jeder denken 
Wir waren sportlich fair und haben uns dann den "kleinsten" Transporter ausgesucht und Röhren rausgesucht, die eh nicht mehr benutzt werden können.
Er war auch selbst am Veranstaltungstag da und hat die Röhren gebracht und sie auch passend platziert.
Die Freude (Euphorie) an dem aufgebauten Schlagzeug zu sitzen schlägt die Mühen beim schleppen und aufbauen um längen.
Gedanken "Wärst du doch mal bei deinen Bongos geblieben" habe/hatte ich jedenfalls nicht.