Eins frage ich mich...wir am Schlagzeug wollen also mit weniger Gefrickel auskommen, also unser "Können" hinterm Berge halten?
Wobei Gefrikel immer relativ ist und eine Sache des Standpunktes ist.
Was ist überhaupt Gefrickel?
Wollen mal hoffen, dass nicht auch der Gitarrist, der Bassist oder der Gesang um die Ecke kommen und wollen auch weniger frickeln 
Weniger wäre dann..........................
Klar, muss die Musik das bekommen was es braucht und das ist in meinem Universum nun mal das, wie ich die Musik empfinde.
Und so spiele ich auch. Kann auch von der Tagesform abhängig sein und vor allen Dingen worauf der Focus liegt. Will ich ein Drumcover hören, dann will ich es auch rumpeln hören. Dann interessier mich ein musikdienliches Spielen nicht so sehr. Habe ich das Gefühl da gehört eine Ghost Note, eine Synkope, eine Note mit viel Gefühl betont oder auch eine Pause hin, dann spiele ich es so. Mit den Dingen jonglieren, die einen selbst am Schlagzeug ausmachen und was man auch damit machen kann.
Wir haben verdammt noch mal eine besondere Stellung in dem Gefüge und dem sollten wir auch gerecht werden 
Gebe allerdings zu, dass man darauf achten muss was man bedient. Verdiene ich mein Geld damit, dann sieht die Sache ganz anders aus.
Für mich ist es ein schönes Hobby und so will ich es auch erleben.
Schmeiße einmal eine Song ein den ich gerade höre. Jinjer Wer jetzt sagt, dass man Ghostings ruhig weg lassen kann....-Nö, nö lieber nicht drüber nachdenken.
Gerade hier hört man jeden Musiker und jedes Instrument gut heraus. Hier ganz auffällig, dass man im Kreis zueinander steht. Keiner steht vorne oder drängt sich mir seinem "Tun" auf.
Auf der einen Seite diene ich mit meinem Spiel der Musik-auf der anderen Seite, aber möchte ich als eigenständiges Musikinstrument meine Freiheiten ausleben.
Ich war selbst ein absoluter Beatles-Fan, bis zu dem Tag als ich die Sticks in die Hand nahm. Ab da an war ich eben kein Ottonormalverbraucher mehr.
Ich hab so ziemlich jede Musikrichtung durch und hat sich bis heute vom Geschmack her sehr verändert bzw. durchaus auch vermischt.
Finde auch heute noch in vielen Dingen Sachen, die für mich als Schlagzeuger interessant sind.
Was würde ich wohl heute hören, wenn ich kein Schlagzeug spielen würde. Eine Genre, die hier nicht genannt werden sollte (Schlager) vielleicht.
Smoke on The Water...würde man diesen Song anhand des Schlagzeuges raushören können? Der markante typisch Anfang, der so richtig Bock macht.
Die triolischen Figuren innerhalb des Songs. Hätte fast vor Begeisterung laut gerufen "Da ist ja ein "Herta" drin". War leider aber keiner 
Die Akzente, die in den 16teln auf der HiHat (später auch auf der Snare) gespielt werden, verleihen dem Ganzen ein gewisses etwas.
Dieser Song war im übrigen einer der wenigen, den ich zusammen mit meiner Schwester (Querflöte und Harfe) vor gut 30 Jahren, am Schlagzeug performt habe.
Auch die Erfahrungen mit nicht ganz so typischen Instrument-Konstellationen möchte ich nicht missen. Zusammen mit meiner Schwester und auch im Musikunterricht in der Schule durfte ich so einiges mitnehmen.
Ich kann nur für mich sprechen. Je mehr ich mir drauf schaufel, desto mehr packe ich auch rein. Nicht von der Anzahl der Noten her, sondern von der Seiter her, was ich der Musik mit meinem Können mitgeben kann. Geübte Rudiments und Subdivisionen, die vielleicht nicht ganz so typisch sind, versuche ich auch anzuwenden. Wofür übe ich denn schließlich den ganzen "Mist".
Ich bin in jungen Jahren angefangen Schlagzeug zu spielen. Jetzt bin ich "Opa" und frickel deutlich mehr als damals. Habe jetzt ja auch viel mehr auf dem Kasten zum frickeln
Hoffe auch, dass sich das nie ändern wird.
"Weniger ist manchmal mehr" hat durchaus seinen Reiz. Man kann auch auf einem Practice-Pad ein Ferkel fliegen lassen.