Kessel bearbeiten, schleifen lackieren und alles andere

  • Lohnt es sich bei dünnen Kessel die Folie zu entfernen, schleifen und neu zu lackieren. Folie entfernen ginge noch aber der ganze Kleber das muß ja entfernt werden, kann mir vorstellen das man da sehr vorsichtig arbeiten muß, geht das überhaupt ? Bei einem Brett wäre es egal, aber dünne Kessel ?
    Wäre es auch möglich Lack zu entfernen ?

    Bisher habe ich solche arbeiten nur von Leuten gesehen dessen Wände richtig dick waren.


    Oder doch besser eine Fachmann ranlassen, das ist aber richtig teuer.

    Eure Meinung dazu ?

  • Bei folierten Kesseln ist das Deckfurnier meist 2. Wahl.

    Zum lackieren muss dieses vorher gespachtelt und gefüllert werden.

    Die Dicke des Kessels ist dabei unerheblich.

    Ohne die nötigen Skills würde ich das nicht selbst machen.

    Wenn du nicht über geeignetes Werkzeug und eine Lackierkabine verfügst,
    musst du es eh weggeben und bist dann beim Preis eines neuen lackierten Kessels.


    Nimm doch Lackfolie in der Farbe deiner Wahl, das bekommst du leicht selbst hin und kostet nicht viel.

    don´t panic

  • Ob es sich lohnt, kommt auf deine Vorstellungen und auf deine Erwartung drauf an und welche Kessel du hast. Ich gehe mal davon aus, dass du billige Kessel hast und da trifft es in den meisten Fällen - wie oben von Beeble geschrieben - daß unter der Folie die letzte Furnierschicht eher unansehnlich ist. Öknonomisch würde ich pauschal sagen, lohnt es sich bei "billigen" Kesseln nicht.


    Aber wo es sich meines Erachtens sehr lohnt, ist die Gewinnung an Erfahrungswerten. Ich habe bestimmte Kessel vor allem zu Testzwecken "entfremdet". Und das Basteln kann eine unheimliche Freude sein.


    Bei Folie kommt es jetzt drauf an, ob die Folie ganzflächig verklebt ist oder nur an der Schnittstelle. Meine alten Linkos z.B. hatten nur an der Schnittstelle, deshalb war es ein leichtes die Folie zu entfernen. Ich hatte aber auch mal eine Sonor Phonic Panther und dort war die Folie ganzflächig verklebt, aber mit der Wärmepistole habe ich es zum großen Teil auch ohne große Schwierigkeiten entfernen können, bis - leider - auf eine kleine Stelle, wo der Kleber ein kleines Stück Furnier mitrausgerissen hat. Aber unterm Strich durchaus machbar, wenn man sorgfältig vorgeht und mit Hilfsmitteln arbeitet.


    Lack entfernen ist natürlich auch möglich. Entweder mit Schleifpapier/maschine oder Entlacker. Ich hatte anfangs immer mit dem Entlacker gearbeitet, weil ich der Meinung war, damit riskiere ich nicht zuviel Holz vom Kessel zu nehmen. Mittlerweile bin ich aber doch auch auf Schleifmaschine zurückgekehrt (habe jetzt eine Makita, die beim Ansetzen nicht sofort schleift, also auch keine Macken hinterlässt). Muß man halt immer aufpassen, wieviel Lack man runternehmen kann/will. Aber mit Vorsicht geht das auch. Auch das Schleifen per Hand kann man miteinsetzen. UND UNBEDINGT Maske tragen. Lackpartikel sind alles andere als gesundheitsfördernd.


    Die Kessel zu lackieren ist dann eine Philosophie für sich. Wenn man ein Topergebnis haben will, muß die Vorarbeit auch top sein. Da hat Beeble ja schon geantwortet: da muß alles plan sein, füllern, schleifen, nachschleifen, gucken, schleifen ecc... Aber wenn man keine großen Erwartungen hat, sondern einfach mal basten will, muß man ja nicht alles so genau nehmen. Und wenn das Ergebnis nicht passt, einfach andere Folie drübermachen.


    Aber zum Lackieren gibt es ja auch noch Alternativen wie Ölen, Wachsen oder Beitzen. Hierzu einfach die Suche benutzen, das ist ein Thema, das hier schon öfters mal besprochen wurde.

  • Nun aber mal Butter bei die Fische, um was für ein Set geht es? Dann lässt sich zumindest einschätzen, ob der ideelle Wert halbwegs mit dem materiellen kongruent ist. Zwischen dicken und dünnen Kesseln würde ich nicht unterscheiden, denn auch ein dicker Kessel hat nur eine äußere Furnierschicht. Machst du die beim naggisch machen kaputt, wars das erst mal mit Lackieren, ob nun der Kessel selbst dick oder dünn ist. Nur Massivholzkessel bzw. Faßbau hat hier Vorteile, weil genügend Substanz zum runterschleifen wäre.

  • Nun aber mal Butter bei die Fische, um was für ein Set geht es? Dann lässt sich zumindest einschätzen, ob der ideelle Wert halbwegs mit dem materiellen kongruent ist.

    Ich denke, es ist dieses: Yamaha Schlagzeug vintage 70er Echtholzfurnier in Nordrhein-Westfalen - Wesel | eBay Kleinanzeigen

  • Moin Friesendrummer,

    was sollte sich denn da lohnen?


    Wenn einem sowas Spaß macht, lohnt es sich immer.


    Wenn man kein Werkzeug und keine Lust hat es selbst zu machen, lohnt sich das vom Aufwand und finanziell nicht.


    Hier ein kurzes Beispiel so einer Arbeit, damit die siehst was auf dich zukommen kann.


    Als Werkzeuge reichen Schleifpabier, Schaber, und etwas Holzöl, das ist überschaubar.

    (Falls noch andere Böckchen dran sollen auch noch Akkuschrauber und Leim)


    Ausgangsmaterial war eine alte Pearl Export BD in 22" x 16".


    Die war mit Edelstahlfolie (Folie ist hier untertrieben, hatte was von Küchenspüle) beklebt und sollte gekürzt, geölt und mit neuer Hardware versehen werden.


    So sah der Kessel aus, nachdem die Folie runter und einmal durchgeschliffen war.

    Man sieht deutliche Verfärbungen auf einer Seite, was bei einer BD nicht so schlimm ist...kommt unten hin (bei Toms aber echt doof).


    13342-pearl-export-roh


    Von oben eigentlich ganz ansehnlich


    13343-export-löcher


    Der Kessel ließ sich ja noch ganz gut von den Kleberresten befreien...aber das Zeuch auf den Spannreifen war furchtbar.

    Wenn der Kessel komplett so verklebt gewesen wäre, hätte ich das ganze wohl gelassen, bäh.


    13344-export-spannreifen-kleber-bäh


    Noch festlegen wie kurz das Ding werden soll und welche Böcken dran sollen.

    (Bei den Doppelböckchen wären alle Bohrlöcher abgedeckt worden, Kunde wollte lieber die Singleböckchen, also Löcher verschließen.)


    13345-export-umrüstung-böckchen-kesselkürzung


    Ganz lustiges Teil und klingt auch schön.

    13346-export-fettich-und-gekürzt


    Wie gesagt brauchts dafür keine Werkstatt oder Maschienen, wenn nix zu kürzen ist.

    Das lässt sich alles recht gut in Eigenregie und von Hand machen.

    Wie das Deckfurnier aussieht und ob der Kleber gut zu entfernen geht...zeigt sich leider erst beim Entfernen der Folie.

    Wenn du Angst vor der Arbeit hast lass es, da es sich keinesfalls lohnt es machen zu lassen, das ist zu teuer.

    Komplett neu furnieren lohnt nur bei wirklich guten Sets.


    Lieben Gruß

    Bruzzi

    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • Bei den Doppelböckchen wären alle Bohrlöcher abgedeckt worden, Kunde wollte lieber die Singleböckchen, also Löcher verschließen.

    Dazu hätte ich mal eine Frage. Mit was verschließt man diese Löcher und wie stabil ist sowas? Du kennst doch bestimmt die Tom-Aufhängung bei einem Sonor Hilite. Baut man diese ab, dann hat man ein 50mmx 25mm großes Loch. Möchte da gerne eine andere Aufhängung montieren.

    Habe mal ein paar Fotos angehängt. Durch das Blitzlicht wirkt das Blech sehr hell, ist aber erheblich dunkler.

    Wenn die Löcher verschlossen sind, kommen von Außen und Innen diese Bleche drauf. Das Äußere wird noch etwas an den Halter anmodelliert.

    Eigentlich nur noch Löcher bohren und fertig.

    Ich habe nur bedenken, dass das Verschließen der Löcher nicht hält. Klar, durch die Belche kommen keine allzu großen Kräfte drauf. Soll aber für die "Ewigkeit" halten. Daher habe ich mich für diese Bleche entschieden, die ich mir hab anfertigen lassen. Durchs abnehmen und drehen kommt natürlich Bewegung rein. Möchte die Bleche nicht verkleben.

    Außen kommt nur eine 0,3mm starke Silikonmatte drunter und am Rand ein wenig schwarzes Silikon dran, damit beim saubermachen nichts dahinter kommen kann. Wie man auf den Fotos erkennt, hat die Trommel eine Reinigung bitter nötig-tja manchmal muss man eben mal ein Foto machen ;) Werden quasi also nur durch die Verschraubung des Halters zusammen gehalten.

    Hoffe das die Fotos aussagekräftig genug sind , damit man versteht wie es mal aussehen soll.


    Friesendrummer Entschuldige, dass ich hier so dazwischen grätsche.

    Finde im übrigen solche "Bauprojekte" total klasse. Da hat man gleich einen ganz anderen Bezug zu seinem Instrument. Man nimmt es weniger selbstverständlicher als vorher. Etwas selbst zu gestalten bedeutet natürlich Arbeit und nicht zuletzt kostet es auch ein klein wenig Nerven.

    Man wird danach, aber auch großzügig belohnt

  • ja hallo Lexikon75 : kein Problem, Frag ruhig :) .

    Ralli Son : Du alter Hellseher, leider hat sich diese Projekt verabschiedet. Das Set ist schon weg, Ich hatte den mal angeschrieben und keine Aw bekommen.

    Jetzt ist die Bude als reserviert vermerkt.

    Es ist noch ein Projekt offen da bin ich unsicher welchen Weg ich gehe, Ich muß noch bis Montag warten da bekomme ich evtl. Angebote.


    Es geht um eine 14er Tom um mein Set zu erweitern. Es soll eine Hängetom werden, welches aus meiner so Serie nicht gibt.

    Heißt Folie oder Lack ab, Kessel kürzen neu Graten danach mit einem Finish zu versehen welches

    zu meinen Set farblich passt.

    Ich muß noch warten weil derjenige noch Fotos mach muß. Der hat aber irgendwas vom Stagestar geschrieben, mal sehen. Weniger Arbeit würde es machen einfach ne andere Tom zu kaufen aber ob das klanglich passt? Hatte schon eine Stage Custom, Pearl Master und eine Rockstar ins Auge gefasst da müsste ich zumindest nix kürzen. Und preislich für mich akzeptabel( Ebay).

    Alternativ habe ich schon gedacht einfach meine 16er zu hängen aber das Gewicht und die Grösse. Zwar gibt es dafür die Starcast Aufhängung aber das ist mir zu wuchtig und unsicher, wenn da mal was abbricht.


    Zum Handwerken: ich schleife und lackiere gerade meine Treppe und Türrahmen. Jeder der schon mal im Altbau Renoviert hat weiß was das für eine Arbeit ist. Allein die Treppe da habe ich Wochen für gebraucht das alles abzubekommen. War so ne dicke Rot-bräunlich Lackschicht. Darüber noch ein Teppich.

    Es war Horror; ..Beizen Heißluft Pistole, schleifen, beizen, wieder schleifen, nochmal mit der Pistole. lackieren, schleifen lackieren,boah. endlos !!!

    Und ich mußte auch echt Kraft aufwenden um das alles zu lösen. Mit Kessel kenne ich mich nicht aus und denke wenn man da falsch Hand anlegt, wäre das nicht gut.


    Ich hätte da auch noch ein paar fragen zu euren Tipps..möchte aber kein Roman schreiben und warte mal bis Fotos da sind.

    Lexi..dann du mal zuerst.

    tschino : Schön mal wieder was von Dir zu hören :) .

  • Reden wir jetzt von Klarlack, oder von einer deckenden Lackierung?

    Falls ersteres, wird das nicht funktionieren. Das Deckfurnier von Billigen Kesseln will man nicht sehen, das wurde zu Recht unter einer Folie versteckt.

    Außer man heißt Boris :)

    don´t panic

  • Reden wir jetzt von Klarlack, oder von einer deckenden Lackierung?

    Das weiß ich noch nicht. der Verkäufer hat bisher wenig Angaben gemacht. Fest steht aber egal welche Tom ich kaufe da muß definitv was gemacht werden.

    Die Dicke des Kessels ist dabei unerheblich.

    Wenn man Macken rein haut wäre es bei einem dickeren Kessel nicht so schlimm. bei dünneren naja, kann mir vorstellen einmal falsch gearbeitet und durch ist da ne Stelle. Deshalb habe ich ja das Bsp mit meiner Treppe geschildert. Der Kleber war so fest an manchen stellen, da mußte ich zum Teil richtig ins Holz reingehen. (Pistole und Malerspachtel)

    Siehe :

    auf eine kleine Stelle, wo der Kleber ein kleines Stück Furnier mitrausgerissen hat


    Zum lackieren muss dieses vorher gespachtelt und gefüllert werden.

    Wieso denn das. Meine Treppe habe ich auch nur gespachtelt um Macken auszubessern, sonst nichts. Dann ich erst den Grund aufs Holz aufgetragen, fein geschliffen und nochmal lackiert, dann eine Schutzlack aufgetragen. Verhält es sich bei Trommeln anders?

    Müsste sich doch negativ auf den Klang auswirken?


    Wenn einem sowas Spaß macht, lohnt es sich immer.


    Wenn man kein Werkzeug und keine Lust hat es selbst zu machen, lohnt sich das vom Aufwand und finanziell nicht.

    Ja. Das eine ist ein muß das andere wäre ein kann Projekt gewesen.D.h. Als ich das Recording für n Hunni gesehen habe, hat mich echt die Arbeitswut gepackt, dachte versuchst es mal. Wenns schief geht hätte ich die Kohle n den Sand gesetzt, tut auch weh aber verkraftbar, Ich besizte noch en Millenium Tom, da hätte ich erst mal geübt.


    Leider ist das Set schon verkauft. Jetzt bleibt nur noch das muß Projekt. ich will unbedingt ne 14 Hängetom haben.

    Aber wie schon geschildert was man da unter der Folie oder den lack sehen wird...Mal sehen.

    Das Tom hat jetzt Vorrang aber ich erwische mich gerade dabei das ich günstigen rampunierten Sets Ausschau halte.

    Ich hab echt Lust drauf mal was zu basteln.


    Lexi Jetzt war ich doch schneller :)

  • Reden wir jetzt von Klarlack, oder von einer deckenden Lackierung?

    Falls ersteres, wird das nicht funktionieren.

    Hi,

    bin da auch bei Beeble.

    Da der Lack oft tief in die erste Furnierlage eingedrungen ist, wird es schwer da ein sauberes Maserbild wiederherstellen zu können.

    Ölen scheidet oft aus weil es fleckig wird wegen Lackresten im Holz, was das Öl nicht annimmt.

    Das Deckfurnier von Billigen Kesseln will man nicht sehen, das wurde zu Recht unter einer Folie versteckt.

    Da bin ich nicht ganz bei dir.

    Billigkessel sind oft sooo billig,... da hatte noch nicht mal einer die Zeit gehabt, überhaupt irgendwas zu selektieren und bewusst das schlechte Furnier zu nehmen.

    Da habe ich auch schon richtig perfekte Deckfurniere (bei Blligeimern) gesehen und mich gefragt, ob es da nicht auch was schlechteres für unter die Folie getan hätte. Ist aber eben immer Glücksache.


    Wenn man Macken rein haut wäre es bei einem dickeren Kessel nicht so schlimm.

    Lieber Friesendrummer,

    das sieht doch dann scheiße aus, wenn du die erste Lage durchschleifst, egal ob dünner oder dicker Kessel.

    Dass du einen Kessel nicht komplett durchschleifst...davon geht wohl jeder aus, dass sowas nicht passiert.


    So grob wie an das Massivholz deiner Treppenstufen kannst du bei einem schichtverleimten Kessel nicht rangehen.


    Wenn ich es richtig verstehe, möchtest du einen alten Kessel kaufen, abschleifen und in der Farbe passend zu deinem Set lackieren.???

    (Das würde ich mich nicht trauen, das kann ich auch nicht, außer bei Unifarben und selbst da lohnt es sich ja auch nicht.)


    Wenn du das so machst, dass es gut aussieht...lohnt es nicht.

    Die Hardware müsste ja auch noch passend gemacht werden.


    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, da ich deine handwerklichen Fähigkeiten nicht kenne.

    Deine Fragen und Schilderungen lassen mich aber den Schluss ziehen, dass du dir das alles zu einfach vorstellst.


    Es ist ein großer Unterschied, ob ich eine Folie abziehe, den Kessel bissel abschleife, öle und gut...

    oder

    ob ich einen Kessel zu meinem (lackierten?) Set passend anfertigen möchte.


    Bei Letzterem würde ich mir eher einen Kessel in den passenden Maßen (Holzsorte, Anzahl der Lagen) z.B. bei St-Drums inkl. der Hardware besorgen und falls du ein sehr talentierter Beizer und Lackierer vor dem Herrn bist und über entsprechende Ausrüstung, Räumlichkeiten und Kenntnisse verfügst sollte das auch klappen und kostet "nur" dreimal soviel wie ein neuer Originalkessel.

    Hatte Beeble auch schon alles geschrieben und der kennt sich wirklich aus!

    Hör halt auch mal auf die Fachleute, ist doch nur gut, wenn man es erklärt bekommt.

    bis - leider - auf eine kleine Stelle, wo der Kleber ein kleines Stück Furnier mitrausgerissen hat.

    Passiert bei mir auch.

    Ich schneide den Span einfach aus der Folie raus (dort klebt er ja noch) und leime ihn wieder ein.

    Dann wird alles geschliffen, das sieht/findet man später überhaupt nicht mehr.


    @ Lexikon,

    Ich würde die Löcher erst mit passenden Holzstücken verschließen.

    Bei den beiden runden Löchern könnte evtl. ein passender Drumstick in deinem Fundus sein.

    Einfach mal den Durchmesser ermitteln und eine 5mm dünnes Scheibchen vom Stick einleimen.

    Außen etwas Platz lassen, verspachteln und/oder gleich mit etwas schwarzem Lack auffüllen.

    Für das große Loch gleiche Vorgehensweise.

    Laubsäge und ein Stück von einem alten Skateboard kann man auftreiben und dann...üben und säbeln bis es passt.

    Alternativ Blech von innen anpressen und alle Löcher mit Epoxydharz auffüllen.

    Blech entweder mit Trennmittel oder Folie gegen Verkleben schützen oder es bewusst mit ankleben, Geschmacksache.


    Lieben Gruß

    Bruzzi

    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • @ Lexikon:


    für das große Loch ein Stück eines Trommelkessels in passender Größe nehmen, falls vorhanden, ansonsten eben ein Stück Holzleiste etc., dann von unten gegen das Loch halten und die Lochumrisse auf das Holzstück aufzeichnen, aussägen und einleimen.


    Holzspachtel lässt sich leicht verarbeiten und hält gut, damit die verbleibenden Ränder auffüllen.


    @ Friesendrummer: Der Aufwand, einen perfekten Decklack auf einem bearbeiteten Holzkessel herzustellen, ist unglaublich hoch, Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis, zumal Du das als Anfänger - mit Verlaub - nicht zufriedenstellend hinbekommen wirst. Bei vielen älteren Sets ist Luan verarbeitet (philippinisches Mahagoni), und das reißt sehr schnell aus, wenn Du die Folie ablöst. Dass ein Kessel hinterher so aussieht wie bei Bruzzi ist hohe Handwerkskunst und im Zweifel nicht zu schaffen. Bauen / Basteln ist toll, aber übernimm Dich nicht, sondern mache etwas, was Du hinbekommen kannst.


    A propos: wer hat sich das alte Yamaha geschnappt? Ich habe ein wenig Erfahrung mit Echtfurnierverarbeitung, das hätte mich echt gereizt ..


    Also: wenn Du es wieder loswerden willst, bei mir bekommt es Leimasyl!

  • @ Admins;

    könnte eigentlich in die DIY-Ecke verschoben werden, findet sich später leichter.

    Gruß

    Bruzzi

    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • Wenn ich es richtig verstehe, möchtest du einen alten Kessel kaufen, abschleifen und in der Farbe passend zu deinem Set lackieren.???

    Jab. Meins ist ja eher so n Natur Matt Furnier, aber das ist ja noch schwieriger da wäre der kompromiss zumindest Lack doer Folie.

    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, da ich deine handwerklichen Fähigkeiten nicht kenne.

    Deine Fragen und Schilderungen lassen mich aber den Schluss ziehen, dass du dir das alles zu einfach vorstellst.

    Da muß ich dir Recht geben das habe ich noch nicht gemacht und ich weiß nicht ob ich das hinbekomme. Wo ich dir nicht recht gebe ist das ich mir das zu einfach vorstelle. Absolut nicht.

    Deswegen wollte ich ja( bevor ich überhaupt anfange) euren Rat. :)

    ...und nö du tretest mir nicht zu nah, bin ja froh das du Deine Meinung äußerst und versuchst es einzuschätzen.


    Ich meine, wer könnte sonst noch Tipps geben als ein alter hust... ältere erfahrener-Haudegen-Trommelbauer wie Du. ;) :)


    zumal Du das als Anfänger - mit Verlaub - nicht zufriedenstellend hinbekommen wirst.

    Das ist wohl war. Deshalb dachte ich bevor ich üerhaupt anfange warte ich mal was eure Meinung dazu ist :)

    Dass ein Kessel hinterher so aussieht wie bei Bruzzi ist hohe Handwerkskunst und im Zweifel nicht zu schaffen. Bauen / Basteln ist toll, aber übernimm Dich nicht, sondern mache etwas, was Du hinbekommen kannst.

    Ich würde mir auch niemals anmaßen zu behaupten es genau so hinzubekommen.


    Allg ist zu sagen : Es wäre ein Lernprozess. Wenn ich nochmal einen Sprung zu meinen Haus machen darf.

    Ich bin kein Handwerkl. Fachmann. Und muß sagen das ich auch während der renovierung immer dazu gelernt habe.

    Fehler korrigiert und das Ergebnis sieht richtig gut aus. Wand, gedämmt, Treppe, Boden, Türen etc.. aber es sieht wahrscheinlich nicht so gut aus als wenn ich es von einer Fachmänn. Firma hätte machen lassen. Das ist klar. Aber einfach mal anfangen Do it yourself.

    Und ich hätte mich ja auch erstmal an einer billig Tom gewagt aber wenn Ihr schreibt das sich jeder Kessel anders verhält, wo soll man dann Erfahrungen sammeln. Oh, mann...


    Eins noch : Ich hätte das Tom berarbeitet aber das lackieren hätte ich eh jemand. anderen überlassen, hier auf dem Land kennt jeder, jeden :)

    A propos: wer hat sich das alte Yamaha geschnappt?

    Keine Ahnung, aber ich werde Ihn finden :D :D .


    Wenn wir schon bei Fotos sind Es geht um das hier:


    Davon hätte ich gerne ne 14er.

  • Hallo

    Ich habe mich jetzt für Epoxidharz entschieden. Farbe: Ral 9005 Tiefschwarz. Passt unverschämt gut zum Kesselfarbton.

    Eigentlich ist es Glasklar-man kann sich aus einer Reihe von Farben die passende zusammenmischen.

    Ging auch total einfach. Alles in dem Mischbecher zusammenrühren und rein in die Löcher. Vorher habe ich alles schön dicht mit Kreppband (gleich mitbestellt) abgeklebt. Wobei dicht immer im Auge des Betrachters liegt. Das zeug ist super flüssig. eine kleine Unachtsamkeit beim abkleben und die Soße läuft dahin wo sie nicht hinsoll. Mir leider passiert-da wird man auf einmal doch recht schnell, um eine Katastrophe zu verhindern.

    Ist aber alles nochmal gut gegangen.

    Jetzt muss ich nur noch warten bis alles fest ist. Dann mache ich wieder Löcher in die Löcher, die ich vorher mit viel Sorgfalt verschlossen habe.

  • Das zeug ist super flüssig. eine kleine Unachtsamkeit beim abkleben und die Soße läuft dahin wo sie nicht hinsoll. Mir leider passiert-da wird man auf einmal doch recht schnell, um eine Katastrophe zu verhindern.

    Das meine ich mit "Do it yourself - Lernprozess". Selbst wenn es schief gegangen wäre fällt es unter den Motto

    "Kommt nicht nochmal vor, wieder was gelernt".

    Fotos ?

  • Ja schade Lexi..hätte gern mal Fotos gesehen aber egal :)


    Nochmal ne Frage dazu. Wird schwierig so`n Kessel zu bekommen. Hab echt viel gesucht.

    Selbst wenn ich einen aus ner anderen Serie kaufe und es ( rein theoretisch) handwerklich hinbekommen würde,

    ist ja immer noch der Klang anders. Ich hätte es gern einheitlich.


    Nun zu meiner pragmatischen Idee :

    Meine 16er Standtom ist 14 tief. Würde das Tom an einer Starclassic Aufhängung passen. Also wäre das kompatibel ?

    (Abstand von den Schrauben).


    Auch wenn es das gibt, denke ich gerade das meine 16er doch recht schwer und knobelig ist.

    Könnte da ein Böckchen oder ne Schraube reißen oder abbrechen. Oder ist der Gedanke unbegründet.


    Hab nämlich auf Ebay ne 16er Starcast entdeckt und die würde ich mir holen wenn das alles passt.

    Dann geht mein Wunsch ja doch mit wenig Aufwand in Erfüllung und bin ( wäre) Glücklich :)

  • Moin

    Nun zu meiner pragmatischen Idee :

    Meine 16er Standtom ist 14 tief. Würde das Tom an einer Starclassic Aufhängung passen. Also wäre das kompatibel ?

    (Abstand von den Schrauben).


    Auch wenn es das gibt, denke ich gerade das meine 16er doch recht schwer und knobelig ist.

    Könnte da ein Böckchen oder ne Schraube reißen oder abbrechen. Oder ist der Gedanke unbegründet.

    Da es die Halter so für 16" Toms gibt, denke ich deine Sorge ist unbegründet ;)

    Wenn auch Optimount ein anderes System ist, aber meine 16" hängt auch am Rack und bekommt schon mal ordentlich Dresche :whistling:

  • und bekommt schon mal ordentlich Dresche

    ..der ist gut :D .

    Hab nur gedacht das die Schrauben die frei bleiben also wo die Mount nicht befestigt ist zuviel gegengewicht haben könnte.

    Bei einer 14 gehts noch. Ne 16er wiegt ja schon was mehr.


    Aber schon mal gut zu wissen das es vom Gewicht her kein Problem ist.


    Dann wäre ja nur noch zu klären ob die Starclassic Mount an meiner Silverstar Tom passt.

    Keine Ahnug ob die Abstände und (Anzahl ) der Schrauben immer gleich sind.

    Bei Snares gibts ja auch mal 8 und mal 10 Schrauben.

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