Beiträge von Lexikon75

    wir spielen das 4x“ - „wieviele Takte sind 4x?“ - „na 4 Takte“ …. In Wahrheit sind’s 8 Takte, weil 1x sind 2 Takte 😝

    Oder:“wieviele Takte spielst du dein Gitarrensolo?“ - „weiß ich nicht, hör einfach zu, wenn ich das hier [dudelt so ca. 7 hohe Töne] gespielt hab, ist es aus“ - „und du meinst, ich kann dieses Gedudel von deinem restlichen Gedudel unterscheiden? Wenn ich floortom spiel, hör ich gerade mal noch, dass du überhaupt herumdudelst“ - „sie nennt mein Solo herumdudeln!“

    Erstellt man sich in diesem Fall dazu nicht einfach mal gemeinsam ne Roadmap? Und dazu schreibt sich der Drummer seine Move´s auf. Oder sehe ich das falsch?

    Bei mir ist das einfach schon zu lange her. Finde es aber schön, dass ihr unzensiert von euren Erfahrungen berichtet.


    Hört sich für mich auf jeden Fall so an, dass jeder in etwa die gleiche Karte-Skizze hat, um von A nach B zu kommen.

    Der Gitarrist, 2m groß, orientiert sich an seiner Schrittlänge und wieviel Schritte er gehen soll, wenn er abbiegen muss.

    Der Bassist, Gärtner, weiß, dass er an einer Eiche rechts abbiegen und sich an einer Linde links halten muss. Damit jeder weiß wo der Unterschied liegt hat er jeweils ein Blatt mitgebracht.

    Der/Die Schlagzeuger/in, 1,56 groß, hat keine Ahnung wie lang ein Schritt ist, wenn man 2m groß ist. Zum Glück hat er/sie die Blätter von dem Bassisten. Dummerweise ist gerade Winter.

    Das sind synkopische Schreibweisen, also eigentlich starke Notenwerte (wie z.B. eine Viertel) auf eigentlich schwachen Zählzeiten (wie z.B. '+'). Das bekannteste Lehrwerk dazu nennt sich "Syncopation" von Ted Reed.

    Danke Timo. Auf sowas habe ich gewartet..darauf wäre ich nie gekommen. Dabei spiele ich Synkopen sehr gerne.

    Danke auch an olsch für den rollenden Stein

    Hallo

    Herzlich Willkommen hier im DF



    Spätestens nach einem Monat hängen sie einem zum Halse raus.

    Wenn man mit Schlagzeug spielen anfängt ist es doch klasse, wenn einem bereits mach einem Monat das Equipment auf den Keks geht. Zeigt, dass man eine Entwicklung vollzogen hat. Vielleicht ist es sogar wichtig, das man diese Entwicklung durchmacht. Wie soll man gut von böse unterscheiden können, wenn man das Böse nicht kennen gelernt hat ;)

    Ich bin mit Messingtellern angefangen und fand nichts schlimmes daran. Den Trommeln mit etwas Gaffa-Tape zu Leibe gerückt und der erste eigene Sound war kreiert. Da ich auf Büchern begonnen habe zu trommeln war mir jedes Schlagzeug recht. Wobei ich die Zeit mit den Büchern jetzt nicht negativ in Erinnerung hatte. Auch ein Punkt warum man heute durchaus eher verwöhnt ist. Man ist der Meinung man könnte nur mit einem Drumset anfangen.

    Problem der Menschen heute ist, dass sie durch die Medienwelt zu viel Eindrücke auf einmal erhalten. Man hört Schlagzeuger auf youtube und möchte genauso klingen. Allein das könnte schon dazu führen, wenn man diesen Zustand nicht schnellstmöglich erreicht, dass man erst gar nicht anfängt bzw. vorzeitig das Handtuch wirft.

    Die Meteor Becken sind doch von Meinl. Die Klingen um Welten besser als das was ich damals hatte. Mal abgesehen davon klingen die wirklich nicht schlecht.

    Ich denke mal mit dem, was du dir da gekauft hast, kannst du loslegen. Wenn es dir nicht mehr reicht und du bist dir sicher, dass du weiter machen willst, dann gehst du den nächsten Schritt.

    Schreib uns doch mal deine ersten Eindrücke, wenn du das Schlagzeug bei dir hast. Würde mich echt interessieren. Hier sind doch so einige Punkte angesprochen worden, die man mit deiner Meinung vergleichen könnte. Du hast bestimmt eine ganz andere Wahrnehmung als andere hier, die schon ein paar Jahre länger auf dem Hocker sitzen.

    Bist du durch musizierende Familienmitglieder "vorbelastet", oder war es für dich normal, dich da reinzufuchsen?

    Beides.

    Ich bin Jugendtrainer bei mir im Verein. Da stellt sich mir jedes mal die Frage wie mache ich was, wie motiviere ich die "Kleinen".

    Meine Gruppe ist bunt gemischt. Alter; Von 8 bis 18, Jungs und Mädchen, über drei Leistungsklassen verteilt. (Anfänger, Fortgeschrittene, Spezialisten)

    Ich trainiere alle zur selben Zeit am selben Ort. Daher für mich eben "normal".

    Musikalisch vorbelastet würde ich jetzt nicht sagen. Wenn ich etwas vererbt bekommen habe, dann von meinem Opa. Er hat Quetschkommode gespielt.

    Dazu gibt es auch eine schöne Geschichte Klein Lexi

    Meine Eltern spielen beide keine Instrumente, haben meine Schwester und mich, aber diesbezüglich in jeglicher Hinsicht unterstützt.

    Mit meinem Vater teile ich die Leidenschaft zum Trialsport, den wir beide heute immer noch aktiv zusammen machen.

    Meine Tochter ist noch etwas unentschlossen, steht aber hin und wieder mal gerne in den Rasten. Sie ist nebenbei wie meine auch Frau ein absoluter Fußball-Fan.

    Wenn ihr Lieblingsverein spielt, wird alles andere zur Nebensache. Ich habe zwar mal selbst Fußball gespielt, aber bin heute der Meinung, dass man jedem Spieler einen Ball geben sollte, damit endlich der Streit um den einen Ball aufhört ;)

    Meine Schwester spielte Querflöte und Harfe. Wenn es sich ergab, dann haben wir auch mal was zusammen gemacht. Heute geben wir es an unser Kinder weiter. Wobei meine Tochter nur kurz die Sticks geschwungen hat und doch lieber Klavier lernen wollte. Vielleicht tritt meine Enkelin in meine Fußstapfen.

    Da sie erst 4 ist, ist es noch etwas früh, um genaueres zu sagen. Sie baut sich manchmal aus Töpfen ein Set zusammen, holt sich ein paar Sticks von mir und fängt von sich aus an zu trommeln. Sie ist auch, die einzige, die anscheint meinen Musikgeschmack mit mir teilt.

    Mittlerweile ist es schon normal, dass sie dabei ist, wenn ich in meinem Proberaum bin. (Dachboden auf etwa beengten 70 qm) Sie setzt sich, wie selbstverständlich, ihre Kopfhörer auf. Ermahnt mich auch jedes Mal, wenn ich mich "ohne" an mein Schlagzeug setze. Muss mir dann ihre Moralpredigt anhören, wie wichtig doch Gehörschutz ist.

    Sie spielt natürlich auch gerne mal auf meiner Rumpelkiste. Zeige ihr auch das eine oder andere. Meist aber nur etwa 5 bis 10 Minuten, dann setzt sie sich aufs Sofa und macht ihr Ding z.B. malen. Sie geht aber auch nicht runter, sondern bleibt solange bei mir bis ich fertig bin.

    Sie geht damit jetzt noch sehr spielerisch um, wie man es halt als Kind in dem Alter tut.

    Hallo

    Ich glaube das sind Leseübungen. Damit man sich nicht an "Figuren" orientiert, sondern an die zu spielende Noten.

    Man kann dieselben Sachen auf unterschiedliche Art und Weise aufschreiben. Hat man sich an eine gewöhnt dann ist es einfach sich zurecht zu finden.

    Die selben Notation anders notiert und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Die hier notierten Noten stehen über der Mittellinie und zeigen an, dass da auf der Snare gespielt werden soll.

    Ich bevorzuge die Snare auf der Mittelline.

    Wenn du in deinem Buch weiteblätterst wirst du auch auf eine notierte Bassdrum stoßen. Die wird wahrscheinlich über der untersten sein.

    Ich schreibe sie ganz unten drunter. Da wird bei dir die getretene HiHat zu finden sein, die bei mir im ersten UG platz nimmt.

    Allein das stiftet oft schon Verwirrung.

    Ich glaube mal gelesen zu haben, dass dies der unterschied zw. der amerikanischen und der europäischen Schreibweise ist.

    Ich habe mit Dante angefangen, also kommt die Snare in die Mitte. Ich habe 6 Toms, (drei oben drei unten) da ist das schon von Vorteil, sonst gehen mir nach oben die Notenlinien aus ;)

    Bin mal gespannt, was der Schlagzeuglehrer dazu sagt. Insbesondere ob wir gleich neue Felle montieren sollen, bevor er zum einstellen vorbeikommt. Wir sind offen dafür was Tuning angeht, ich frag mich halt nur ob mein Sohn schon ein Gespür dafür hat. Er muss ja erst mal die Grundtechniken lernen und halbwegs sauber spielen, ehe so Feinheiten wie Klang interessant werden 8o Evt. motiviert es ihn dran zu bleiben, wenn man nach und nach neue bessere Teile kauft. Und der Thomann ist auch um die Ecke, vielleicht wird es ja sein neuer Spielzeugladen :saint:

    Hallo

    Willkommen hier im DF.


    8 Jahre ist ein tolles Alter, um mit Schlagzeugspielen anzufangen (jedes andere Alter natürlich auch) Kinder in dem Alter entwickeln gerade ihre motorischen Fähigkeiten, was sich auch positiv aufs trommeln auswirkt. Was er jetzt lernt, kann ihm keiner mehr nehmen.

    Thema Sound/Tuning ist von Beginn an ein wichtiges Thema. Klar, steht im Vordergrund das Trommeln und das Erlernen von Techniken und Bewegungsabläufen.

    Kinder erlernen Dinge durchs ausprobieren. Ich war auch mal Jung und lernte, Tape und Taschentücher zum kreieren des eigenen Sounds, sehr zu schätzen.

    Werksfelle sind manchmal echt nicht der Hit. Ein Vorbild, wie das Set aufgebaut werden kann, hat er ja durch den Unterricht.

    Ich weiß jetzt nicht wieviel Zeit der Musiklehrer zum Stimmen des Drumsets mitbringt. Ruhig den Bub an den Schrauben drehen lassen. Möchte jetzt aber nicht zu viel vorweggreifen. Bespreche das am besten mit dem Lehrer.


    Motivation. Ein brisantes Thema. Erstmal ist es wichtig, dass du Präsenz zeigst. Übt der Kleine zuhause, dann setz dich daneben und zeig Interesse daran was er da macht. Kann natürlich auch sein, das er das nicht möchte. Aber mal reinschauen wäre in dem Fall wohl erlaubt. Lass dir zeigen was er schon gelernt hat. Setz dich auch mal selbst ans Schlagzeug und überlasse ihm die Rolle des Lehrers.

    Wenn es hart auf hart kommt lerne selbst spielen, vielleicht sogar ein anders Instrument.

    Gib es ein Video von „Smoke on the water“ mit Dir und Deiner Schwester? Die Kombination von Drums und Harfe, resp. Querflöte, erscheint mir recht … unkonventionell

    Leider nicht. Ist jetzt auch schon 25 Jahre her. Im nachhinein eigentlich echt schade. Heute würde man einfach nur das Handy einschalten.


    Ungewöhnlich mag es auf den ersten Blick wirken, wenn man es aber hört oder in so einer Kombination spielt passte es sehr gut zusammen.

    Im Musikunterricht in der Schule war es meist gar nicht anders möglich.

    Da treffen automatisch viele Instrument aufeinander wo man erst denkt-Das passt nicht.

    Unkonventionell auch schon aus der Sicht, wenn man sich mal vorstellt, wie so eine Anzeige aussehen könnte.

    "Schlagzeug sucht Harfe und Querflöte zum gemeinsamen musizieren" ;) Wie würden da die Reaktionen ausfallen?

    Ist eine weitere Bedeutung von "unkonventionell" nicht auch ungezwungen? Würde ja passen-weniger förmlich denken...

    Sprichst du hier vom Mikro-Timing

    Stimmt genau. Ich habe allerdings manchmal etwas Schwierigkeiten mit Begriff.

    Versuche mal zu beschreiben, wie ich es meine. Ich nehme mal eine 5er und eine 4er Unterteilung. (16th Quintuplets vs. 16tel)

    Spiele jeweils die ersten beiden Noten und die letzte Note. Wie würde sich das anhören? Die Figur ist schon ziemlich ähnlich.

    Der Puls kann durchaus auch gerade laufen(z.B. die getretene HiHat). Spielt man 16tel und geht dann zu den 5ern, spielt man halt nicht 4 und quetscht den 5ten noch rein. Das wäre für mich dann ein schlechtes Micro-Timing

    Hab mir mal diese Heft besorgt. The Language Arbeite damit sehr gerne. Wende es auch bei anderen Unterteilungen an>>Rhythmus-Alphabet

    Hab mir kleine Magnetschilder besorgt, die ich mir dann, entsprechend der Unterteilung, bemalt habe.


    Rhythmus-Gefühl wäre für mich so ein Oberbegriff der alles einschließt. Puls, Metrum, Takt, Rhythmus.


    Das mit dem "Chid-Sound" ist schon so ein Ding.

    Mir ging es nicht anders...ich dachte mir müsste man wieder einen Schnuller reichen.

    Würde mit dem "Chid" üben, dass Microtiming etwas außen vorlassen, weil hier geht es hauptsächlich darum, dass man den Puls wieder bewusster fühlt.

    Gestern war ich mountainbiken und stelle heute fest, dass mein rechtes Handgelenk schmerzt,

    Ich habe an meinem Trial-Fahrrad eine Lenker-Breite von 750mm. Würde mir aber eher die die Höhe mal anschauen.

    Ergo-Griffe sind bestimmt was ganz feines. Die Griffe stellt man passend, ein wenn man auf dem Fahrrad sitzt. Stellt man sich hin passt es nicht mehr ganz so gut.

    Bin allerdings auch kein Mountainbiker. Auf langen Touren auf in der Ebene bestimmt ganz toll. Die sind augenscheinlich auch so konzipiert, dass man sich daran abstützt. Dran ziehen wird da wohl eher untypisch sein.

    Ich habe den nicht so wichtigen Dingen mal ein Spoiler verpasst, damit der Text nicht so lang wird. Ob es sich lohnt, die gespoilerten Sachen zu lesen?

    Tja, dass muss jeder für sich entscheiden. Fand nur, dass es zu schade wäre alles wieder zu löschen.



    Hallo


    Woran es bei dir jetzt speziell liegen kann, warum du etwas bekanntes plötzlich nicht mehr abrufen kannst, müsste ich raten.

    Du bist vielleicht etwas aufgeregt und nervös, obwohl du dir gerade nen Keks freust. Manchmal wirkt sich es so aus wie du es beschreibst. Gerade ging es noch, aber im Song klemmt es.

    Anspannung, Aufregung und Nervosität müssen es aber gar nicht mal sein. Schreibe später, aber noch mal etwas dazu.

    Vorher bist du schließlich nur mit dir und den Noten beschäftigt. Jetzt steht da einer mit der Gitarre auf den du dich zusätzlich konzentrieren muss.

    Das könnte in diesem Moment einfach etwas zu viel sein.

    Mir geht es da nicht anders. Ist gar nicht mal so lange her.

    Ich habe mal bei einem Livestream mitgemacht. Es ging um da um Dreiergruppierungen.

    Total einfach, schließlich spiele ich das schon ein "paar" Jahre. Und jetzt sollte ich das zusammen mit jemanden spielen, der mir am Bildschirm gegenübersitzt. Habe ich noch nie gemacht, war für mich also etwas völlig neues. Erstmal hab ich Links und Rechts vertauscht.

    Hat auch etwas gedauert bis ich meinen Fehler erkannt habe. Ich habe meinem Gegenüber genau auf die Finger geschaut und hingehört, wie er gespielt hat, gleichzeitig habe ich mitgespielt. Naja, ich hab es versucht. Ich konnte den Ausführungen einfach nicht folgen.

    Diese Dinge, zuschauen, hinhören, zuhören, den Erklärungen und Anweisungen folgen und gleichzeitig dies noch auf meinem Pad umsetzen, war für den Moment zu viel auf einmal. Das musste ich erstmal trainieren und üben. Hab ich gemacht. Nächster Livestream- neues Glück. Inhaltlich sogar anspruchsvoller, aber es lief beinahe wie am Schnürchen.

    Das können sogar die einfachsten Dinge sein, koordiniert mit etwas neuem und nichts klappt mehr. Ein ändern der Zählweise kann da schon ausreichend sein, um einen aus der Bahn zu werfen.


    Was mir da sehr geholfen hat, dass ich mir den Groove und den Fill groß auf einem Blatt aufgemalt habe. Den hänge ich mir dann irgendwo hin.

    Wie früher in der Schule mit den Karteikarten.

    Nur als visuelle Orientierung-davon habe ich alles abgeleitet. Mit etwas Übung und Erfahrung kann man sich das auch bildlich im Kopf vorstellen.

    Als Beispiel und Übung würde mir das Hier spontan einfallen. Von dem Beispielgroove aus änderst du den Groove. Einfach auf die Musik und die Instrumente hören.

    Dabei nicht aufhören zu spielen. Während du spielst, denkst du dir etwas neues aus. Da immer ganz klein und am Basisgroove orientiert denken.

    Dieses kann man gestallten wie man es selbst braucht. Zusätzlich dazu ein Fill, denn du dir notierst und auf gleiche Weise benutzt.


    Ich weiß jetzt nicht wie weit ihr schon auf der kommunikativen Ebene seit. Kann einer von euch den Song schon gut spielen, dann kann derjenige auch eine Stütze und Hilfe für die Anderen sein. z.B. kommt ein Übergang=den Takt davor für die anderen anzählen. Das kann übrigens auch der Gitarrist sein.



    Dennoch kann ich es aber eben auch nicht einfach übergehen und sagen, dann mach ich halt nur bumm tschack :rolleyes:

    Es muss ja auch nichts Weltbewegendes da rein, aber nen einfacher Fill wäre schonmal schön. Ich hab in meinen Kopien ohne Ende Fill ins, von denen ich auch richtige Lieblinge habe, die kann ich echt schon ganz gut und flüssig, aber naja, im Kontext will es nicht so wie ich will.

    Das hast du sehr schön gesagt. Du beschreibst einen Weg den du gerne gehen würdest. Bist dir aber anscheint noch nicht sicher, ob es der Richtige ist.

    Von Leichtem zum Schweren. Vom Einfach zum Komplexen. Das sind üblich Lernmethoden.

    Erstmal ganz simpel anfangen und so ein paar mal den Song durchspielen, um ein Gefühl für den Ablauf zu bekommen. Muss im übrigen nicht unbedingt immer nur der Groove sein, der vereinfacht wird.

    Einfach mal das Practice-Pad schnappen und los geht´s.

    Gerade wenn es, um Übergange geht, fand ich das immer praktisch. Man muss sich dann nicht auf das Drumset konzentrieren.

    Manchmal ist es auch ganz gut, dass man nicht immer den ganzen Song durchspielt. Sich nur mit der Problemstelle beschäftigen.

    Bringt ja nichts, wenn es nur an den Übergängen harkt und man so durch den Song stolpert. So kann man auch verschiedene Fills ausprobieren, um zu sehen, was am besten passt. Man darf sich auch mal vergaloppieren.


    Jetzt komme ich zu dem Punkt, der für mich mal ganz entscheidend war. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir darüber allerdings nie ein Kopf gemacht.

    Heute denke ich da ganz anders drüber. Beziehe mich da auf deinen ersten Satz aus dem Zitat, denn ich total klasse finde.

    Den Song erstmal vereinfacht zu spielen, damit der Ball ins rollen kommt ist ja ganz ok. Die Frage ist, gebe ich mich damit zufrieden und habe ich auch einen gewissen Anspruch an mich selbst.

    Bin der Meinung, wie du sicher auch, dass eine vereinfachte Spielweise nicht die Lösung sein kann.

    Wenn es mal nicht gleich so rumpelt, wie man es sich vorstellt, dann muss man eben mal dadurch. Da müssen die anderen auch mal geduldig sein.

    Proben sind nun dafür da, dass man sich an dem Song auch mal ausprobiert darf und sollte. Geduld darf kein Fremdwort sein?

    Am besten besprecht ihr das gemeinsam. Wenn jeder mit seinen Problemen alleine bleibt, dann wird es schwer eine Linie zu finden.

    Erstellt euch gemeinsam Roadmaps von den Songs, die ihr spielen wollt. Daraus erstellst du dir eine Drum Chart.

    Diese Charts baust du immer weiter aus-Von Leichten zum Schweren. Hast du einen neuen Fill für einen Song, dann baut ihr ihn ein.

    Ich bin allerdings etwas unerfahren mit Umgang von Songs Roadmap>Drum Chart In diesem Video bringt es Andi gut auf den Punkt.

    Wie andere es schon andeuteten, wie du selbst auch-mach dir nicht so viel Gedanken. Nicht jeder lernt gleich schnell und auf die gleiche weise.

    Frag den Gitarristen doch mal wie er es macht.


    Im Übrigen bringst du doch alles mit was du brauchst. Setzte die Puzzle-Teile nur noch zusammen und bring das Runde ins Eckige.

    Eine Frage hätte ich allerdings. Wärmst du dich vorher auf?



    Ist Anspannung und Nervosität auch ein Thema?

    Bei jedem sind die Auswirkungen immer ein klein wenig anders. Mir haben da immer Entspannungsübungen (autogenes Training) geholfen.

    Habe dafür extra einen Kurs für besucht. Man muss sich natürlich die Frage stellen: Was ist man bereit für sein Hobby zu investieren?

    Ich habe auch nur den Basiskurs gemacht. Mehr braucht ich für meine Zwecke nicht. Seinen Körper entspannen zu können egal wo man ist und welche Aufgabe vor einem liegt. Wenn man es drauf hat dauert das nur wenige Sekunden, um sich zu entspannen. Für wie lange hängt von der jeweiligen Situation ab. Bespricht man in der Gruppe noch etwas oder es ist noch genug Zeit bis es losgeht. Die Zeit kann so sinnvoll genutzt werden, sich über dies oder das noch mal Gedanken zu machen. z.B. den Ablauf eines Stückes noch mal vor Augen führen.

    Auch wenn es etwas in einem anderen Zusammenhang gemeint ist-burned_destroyer bringt es so ziemlich auf den Punkt. Nenne es mal Kopfkino

    Etwa 80 Prozent des Klangs werden vom Fell und dessen Stimmung bestimmt.

    Zehn Prozent in etwa durch die Hardware, die am Tom dranhängt (Bröckchen, Spannreifen, Mounting system), also Masse.

    Etwa fünf Prozent von der Gratung.

    Etwa fünf Prozent vom Holz (dicke und Holzart)

    Die Frage ist wie ich diese 80% zu bewerten habe. Wenn die mit den anderen 20% nicht harmonisieren, dann hab ich nicht gewonnen.

    Eine kleines Tom betrachte ich ganz anders wie eine große Tom. Ich habe von 8" bis 16" 6 Toms, die abgesehen von der Tiefe und dem Durchmesser, keinen weiteren Unterschied haben. Warum gefallen mir die Emperors nicht auf jedem Tom? Ich habe 4 verschiedene Fellsorten drauf.


    In diesem Zusammenhang wäre mal interessant, ob man Klang und Klangverhalten getrennt betrachten sollte.

    Die Prozentangaben kann man ja so stehen lassen, wenn man nur den einen Schlag auf die Trommel betrachtet und dann hingeht und schaut welche Komponente welchen Anteil auf den Klang hat.

    Wenn ich jetzt aber hingehe und ändere nur die Gratung, dann ändere ich auch die Auflagefläche des Felles. Mehr Auflagefläche bedeutet mehr Dämpfung.

    Kann ja auch hingehen und mal ein Finger drauflegen. Da verändert sich aber schon etwas ;)

    Nur mal so unter uns. Wenn ich weiß, dass da was anders ist, dann achte ich auch drauf. Blindtest sind total überbewertet. Wenn ich nicht weiß, worauf ich achten soll, dann kann es sein, dass ich unter Umständen kein Unterschied feststellen werde. >>>Sensibilisierung<<<

    Wenn ich mich z.B. nicht mit Polyrhythmik beschäftige, dann werde ich diesen auch nicht erkennen. Ich würde vielleicht noch sagen>"gut getrommelt".

    Aber das Besondere nicht hervorheben. Ganz im Gegensatz zu jemanden der sich damit auskennt. Der freut sich nämlich einen Keks.


    Ich habe eine 13" Trommel, die jetzt anstatt, einer 45° Gratung (ohne Gegenschliff), jetzt oben eine Runde und unten eine 30° (mit Gegenschliff) Gratung hat. Hinzu kommen oben und unten noch Verstärkungsringe (Snarebed und Snareteppich lasse ich mal außen vor). Felle sind gleich geblieben. Klingt jetzt gestimmt schon anders. Warum? Weil ich sie ganz anders stimmen kann. Ich finde die Bandbreite der Stimmbarkeit hat sich verändert.


    Ändere ich etwas kleines in dem kleinen Universum einer Trommel, so hat es einen Einfluss auf die Komponente, die den größten Teil des Klanges ausmacht.

    Und da wäre es doch viel interessanter zu wissen, mit welchen Berechnungsfaktor die kleine Veränderung zu buche schlägt.

    Nehme ich einen Kessel mit einer anderen Wandstärke, dann klingt er mit der gleichen Fellspannung nun mal anders. Vielleicht nur geringfügig, aber "schöner anders"> nicht besser.


    Druffnix hat es doch sehr gut beschrieben.


    Eins sollte man nie vergessen. Der Geschmack des Klanges liegt immer bei 100%.

    Da jeder Mensch nun mal anders ist, wird es in Zukunft wohl so sein, dass man sich nie einigen wird, sich dennoch mal gern haben kann ;)

    Ich hatte bisher nur einen richtigen Drum-Hocker und auf dem sitze ich heute noch. Vorher, etwa 3 Jahre, war es ein Küchenstuhl von meiner Oma.

    Der passte genau, war umsonst und hatte sogar eine Lehne. Da ich ein Kanten-Sitzer bin ist mir die Form erstmal egal. Wobei Rund schon besser ist, weil es schnuppe ist wo vorne ist.

    Seit das Hilite (´96) zu mir kam, nenne ich ein und den selben Hocker mein eigen. Auch wenn Marmor, Stein und Eisen bricht, uns trennt man nicht ;)

    Wobei Letzteres schon gebrochen ist. In der Not hilft da einfach einfach nur schweißen. Hat mich nur eine Fahrt zu meinem Onkel gekostet. Da hat er wirklich ganze Arbeit geleistet und mir ein Hocker für die Ewigkeit geschaffen.


    Muss ehrlich gestehe ich habe mir bisher echt noch nie darüber Gedanken gemacht, ob ich auf dem "Richtigen" platz nehme.

    Gesessen habe ich schon auf einem Ball (unebener Boden ist kein Hindernis mehr, im Übrigen auch gesund für den Rücken), Küchenstuhl (siehe oben),

    oder Sitzwürfel (dazu fällt mir selbst gerade nichts ein). Sogar auf Paletten habe ich schon gesessen, weil ich mein Hocker vergessen hatte.


    Erst die Diskussion hier im Forum hat mich dazu gebracht, mal in mich zu gehen und darüber nachzudenken, ob mein Hocker etwas taucht.

    Nur wegen euch hab ich mal ein Blick riskiert und geschaut was auf dem Markt so los ist. Allein die Preise brachten mich zu der Erkenntnis:

    Meine Frau wird mir nie das ok dafür geben.


    Daher hab ich mal alles aufgezählt was ich jetzt, dank euch, an meinem Hocker zu schätzen wissen sollte

    - er wackelt nicht

    - er ist bequem>da möchte ich die perfekte Kantenbeschaffenheit hervorheben

    - ich bin Vater und Opa-ein Kind auf dem Schoß, während ich spiele, ist kein Problem (Gehörschutz ist bei mir am Set Pflicht)

    Für alle die es sind oder noch werden wollen>Sollte man es beim Kauf eines Neuen, vielleicht berücksichtigen? Meiner ist übrigens unverkäuflich ;)

    - er ist in der Höhe stufenlos verstellbar>>merke ich immer wieder, wenn meine Enkelin Karussell mit ihm gefahren ist.

    - er tut einfach genau das was ich von ihm erwartet>Er ist immer für mich da, unscheinbar, aber dennoch so wichtig

    - steht am nächsten Tag, trotz Beine, immer noch dort, wo ich ihn am Vortag hab stehen lassen>>soll verdeutlichen, dass egal was ich auf dem Teil anstelle, er sich nicht einen Mü verrückt

    - bin froh darüber, dass ich mich über das Thema "Hocker" keine Sorgen mehr machen muss


    "keine Sorgen machen" Mein Stichwort, um mal wieder ernsthaft auf das Thema zurück zu kommen.

    Wann stellt sich einem die Frage nach einem neuen Drum-Sitz? Außer natürlich, wenn ich noch keinen habe.

    Ganz klar, wenn er zum Thema wird. Riecht er streng oder sitz er gar nicht mehr angenehme am "Popo"?

    Dann rückt er in den "Mittelpunkt", für mich muss er jedoch zur "schönsten" Nebensache der Welt werden und sein.


    Mir ist klar, ich gehe viel zu sehr in die Tiefe. Wer kennt aber nicht die Geschichte von der Mücke und dem Elefanten?

    Und schon ist es der Hocker, der schuld daran ist, warum die die 8tel bei 160bpm auf der HiHat nicht funzen. Und nur, weil mir vielleicht die Schrauben zu Befestigung der Sitzfläche nicht gefallen.

    Wo Musik erklingt, da lasse dich nieder, denn Böses kennt keine Lieder.

    Darum fahren die meisten Menschen bestimmt auch so gerne Fahrstuhl ;)


    Einmal "live" auf deren Konzert und man ist ein anderer Mensch.

    Igorrr

    Der Kommentar "Hold mein Beer!" ist so passend, wie das Komma vor dem ",dass".


    Meine Meinung; Wer sich ein Song nimmt und ihn nach seinen Vorstellungen interpretiert, derjenige hat sich auch mit dem Original beschäftig.

    Würde sogar behaupten, möglicherweise sogar mehr als derjenige, der einen Song original getreu covert.

    Ist halt dann nur eine Kopie, gemessen am Original.

    Nicht falsch verstehen. Wer Musik macht, egal auf welche weise, ist eine tolle Sache.

    Sobald lediglich nur ein Kopie abgeliefert wird, dann wird es uninteressant für mich. Bei Cover-Sachen möchte ich ganz klar den Musiker raushören, der dahintersteckt. Damit ich mir eine Kopie lieber anhöre als das Original, dann muss es besser sein. Oft bei Metallica der Fall ;)


    Anders ist es, wenn ich gecovertes "live" höre oder ich den Musiker kenne. z.B. wenn hier aus dem Forum jemand etwas covert.

    Weder dabei noch bei dem pattern, das du aufgeschrieben hast, versteh ich, warum mir das beim shuffle helfen soll. kannst du das noch näher erklären, warum das helfen soll? Ich seh da keinen Zusammehang

    Ich war auch erst irritiert. Mein erster Gedanke: Rlrl Lrlr ist ein ganz normaler 16tel Single Stroke einmal beginnend mit Rechts und einmal mit Links.

    Ist aber wirklich einer. Nur nach außen gedreht>>outward Paradiddle


    Manuel Die Parallelen zum Shuffle sehe persönlich jetzt nicht. Aber wenn es dir geholfen hat, dann ist ja alles gut


    Hatten das Thema gerade erst. Habe im Anhang auch noch mal ein Merkblatt hochgeladen.

    Der Paradiddle und was man so damit anstellen kann


    Habe auch mal ein paar Noten ausgegraben. Im ersten Takt wäre so meine Version, was mir beim Shuffle geholfen hat.

    Im Handsatz erkennt man gut den Paradiddle. Jedoch jeweils immer nur die erste 4er Gruppe. RlrR/lrRl/rRlr

    Über 8tel Triolen gelegt. Na? Genau. Der Shuffle mit ghost notes

    Oder gibts da einen Trick für den Kopf?


    In der Überschrift könnte schon ein Ansatz des Problems versteckt sein.

    Hauptsache 160 bpm in 8tel...

    Alles dreht sich um die 8tel auf der HiHat. Was ist wenn du mal eine andere Subdivision nimmst? Jetzt nicht 16tel, sondern Triolen.

    Ich gehe mal bei gespielten 8tel von einer zweier Bewegung aus.

    Die spielst du über die 8tel Triolen. Bedeutet konkret, dass sich die Art des Schlages sich auf dem Puls immer abwechselt.

    Das ist aber gar nicht der Punkt, sondern, dass du deine Denkzentrale mal aus der Reserve lockst. Wichtig dabei ist, dass der Bewegungsablauf, den du vorher bei den 8teln gespielt hast bei den Triolen beibehältst. Ich mache das z.B. so. Ich fange mit 4teln an und gehe bis 16tel Triolen hoch (man könnte auch einfach Pyramide sagen). Zum einen entkopple ich den Bewegungsablauf von den zu spielenden Noten und zum anderen breche ich aus einer möglich festgefahrenen Routine aus. Ich gebe meinem Gehirn plötzlich einen neuen Input, ich muss mich auf einmal wieder neu orientieren und betrachte den Bewegungsablauf aus einer anderen Perspektive. Ich kann den Bewegungsablauf auf den 8teln natürlich auch umdrehen. Sage aber gleich, ist gähnend langweilig, weil es eben nur zwei Möglichkeiten gibt. Bei der Pyramide gibt es einige mehr. Auch wenn ich nur zusätzlich die 8tel Triole mit ins Boot nehme, kann ich schon ne Menge machen. Beispiel: Ich fange mit 8teln an, werfe eine Triole rein und spiele mit gedrehtem Bewegungsablauf in 8tel weiter. auch wenn man es so nie anwenden würde, hat es ein Gutes. Ich trete nicht auf der Stelle. Wer rastet, setzt Rost an.

    Ich betone nochmal ganz konkret. Dabei geht es nicht, um eine Optimierung, sondern allein darum, sich der Bewegung bewusster zu nähern und zu festigen. Eine Schlagabfolge durch eine Bewegung zu optimieren ist ein ganz anderer Schnack.


    Time:

    Andere Subdivisionen haben natürlich auch einen Einfluss auf die Beherrschung des Rhythmusraumes>>>Besseres Timing.

    Gerade wenn es ums Timing geht, gibt es so viele Möglichkeiten daran zu arbeiten. Ein Metronom ist da schon eine gute Hilfe.

    Ich brauche z.B. manchmal eine Referenz in meiner Bewegung. Ich lasse mein linken Fuß mitlaufen. Ich höre auf den Click-schaue auf meinen linken Fuß und sehe: "Jo, läuft". So kann ich, das was ich z.B. in der linken und rechten Hand spiele, nachjustieren.

    Benny Greb hat zu dem Thema auch etwas interessantes chid Wenn ich merke es läuft etwas unrund, trotz Metronom, dann hilft mir diese verbale Methode mich wieder zur Ordnung zu rufen. Daher auch wichtig, dass es laut ist.

    Diese Dinge müssen natürlich im Vorfeld geübt und verinnerlicht werden.

    Bedeutet, dass man sich mit Dingen beschäftigt, die jetzt nicht unbedingt direkt mit dem eigentlichen Problem zu tun haben.


    Ein weiterer wichtiger Punkt wäre vielleicht, dass ich viel facettenreicher und breiter aufgestellt bin, um an einem Problem zu arbeiten. Manchmal kommen einem dadurch auch neue Ideen, weil man Dinge miteinander verknüpft. Dinge die eigentlich erstmal nichts miteinander direkt zu tun haben, zusammen aber etwas neues ergeben, was man nutzen kann.


    Warum die Polyrhythmik einem helfen kann einen Rockgroove besser zu spielen?! Stichwort Bewegungssicherheit.


    Wie natürlich ist das Schlagzeug spielen?

    Gerade wenn es um Schlagtechniken und speziellen Bewegungsabläufen geht, dann ist Zusammenhang zu einer natürlichen Bewegung oft sehr deutlich erkennbar..

    Da diese Techniken heute so eine Art Standard sind, macht man sich darüber einfach keine Gedanken mehr.

    Man lernt es und ist glücklich. Irgendwann hat sich ein Mensch offensichtlich diese Natürlichkeit mal bewusst gemacht und es zusammen mit dem Stick und dem Rebound verfeinert und optimiert. Seelane hat dies mal angedeutet (siehe Zitat-habe mir erlaubt die Rechtschreibfehler zu korrigieren ;) )


    m_tree hat dazu auch mal was interessantes gesagt Hier (habe extra den Beitrag als Link gesetzt, weil der Satz von martinelli sehr gut passt)

    geht es zunächst ganz simpel um einen BEWEGUNGSABLAUF, der -nebenbei bemerkt - ohnehin sehr viele Drummer von alleine entwickeln, wenn sie schnell und ausdauernd spielen wollen.


    Mehr fällt mir auf die schnelle gerade nicht ein.



    Abschließend eine "Kurz"-Geschichte. Ein kleiner Ball-ganz groß.

    Ein junges Mädchen, mit viel Freude und Elan, beim Training dabei.

    Ihr "Problem">Sie schaut, während sie fährt meist stumpf auf ihr Vorderrad. Einzig und allein was sich 10 cm vor ihrem Vorderrad abspielt hat sie im Blick.

    Was darüber hinaus geschieht oder im Weg steht wird, übertrieben gesagt, erst interessant, wenn sie davor steht bzw. davor gedengelt ist.

    Sie aufzufordern auch mal nach vorne zu schauen, brachte nahezu rein gar nichts. Nur ein leises, ärgerliches "Ich weiß" war zu hören.

    Auch so Ausrufe wie: "Der sch... Baum stand eben aber noch nicht da." war eine seeeeehr häufig Ausreden warum sie es nicht geschafft hat.

    Die Ironie die dahintersteckt ist ja die. Sie scheitern oft nicht an der schwierigen Stelle, sondern es klemmt daran, dass sie oft nicht mal bis dahin gekommen ist.

    Dinge die sie 1000 mal gefahren ist, klappen perfekt. Kleine Veränderungen- eine Kehre mehr, ein Schlenker in die andere Richtung und der Kopf ging runter und der Blick starr auf die 10cm.

    Für sie äußerst frustrierend und sie ärgert sich über sich selbst. Möchte betonen, dass der Blick aufs Vorderrad erstmal nicht falsch ist und auch nichts mit einer schlechten Angewohnheit zu tun hat. Entscheidend ist, dass sie einfach nicht gelernt hat, ihren Blick nach vorne zurichten, während sie fährt.

    Das selbe tut sie auch, wenn sie sich die Spur anschaut. Dann hab ich mal tief in meine Trickkiste gegriffen. Ich habe ihr einfach ein kleinen Ball zugeworfen.

    Resultat. Der Ball prallte von ihr ab>>>Ihre Reaktion war nahezu gleich null. Außer, dass sie mir ein Bösen Blick zugeworfen hat. Genau das was ich wollte.

    Mein Magazin war voll und ich warf ihr aus unterschiedlichen Positionen weitere Bälle zu. Ein paar Bälle weiter kam der eine oder andere Ball auch mal zurück. Puh geschafft. Jetzt muss ich wenigstens nicht hinter jeden Ball hinterherlaufen :D

    Ne im ernst. Sie muss sich jetzt nicht nur auf das konzentrieren was sie gleich fahren muss, sondern auch drauf achten, dass sie den Ball fängt, wenn er geflogen kommt. Jetzt kommt das Erstaunliche., sie fuhr los und schaute immer wieder kurz zu mir auf>es könnte ja ein Ball geflogen kommen.

    Hab ihr nämlich nicht verraten, dass ich das gar nicht vorhatte ;)

    Kann von Training zu Training nur gutes berichten. Kann die Spur-Wahl so gestallten ohne Angst zu haben das sie am nächsten Baum samt Motorrad zerschellt. Naja, ganz so schlimm war es jetzt nicht. Jetzt kommt sie schon mit eigenen Ideen um die Ecke und traut sich Dinge zu die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte. Ihr Ziel ist es nächstes Jahr in der Fortgeschrittenen Klasse zu starten. Kann nur sagen-sieht gut aus


    Operation "fliegender Ball" während der Spurbesichtigung, war ab da jedenfalls ein fester Bestandteil beim Training.

    Hab es allen jedoch als Aufwärmspiel verkauft. War ehrlich gesagt auch so von mir geplant gewesen.

    Hatte einfach nur eine Eingebung.

    Frage: Was hast du mit ihr gemacht? Antwort: Hab ihr ein Ball an den Kopf geworfen ;)


    Warum ein simpler Ball so ein Einfluss haben kann, könnte ich noch nicht mal sagen. Angst vor dem Ball kann ich jedenfalls ausschließen.


    Möchte nur mal darstellen, dass manchmal simple Dinge, etwas bewirken können.

    Würde es mal mal in Richtung umprogrammieren einstufen. Ein möglicher Trick für den Kopf.

    Konkretes Beispiel am Schlagzeug? Darüber müsste ich mal nachdenken.

    Da kann man ja geradezu philosophisch werden: Wie natürlich ist das Schlagzeug-Spiel für den Menschen?

    Philosophisch? Darüber muss ich mal philosophieren ;)

    Eigentlich geht es nur darum, dass man sich eine Bewegung bewusst macht.

    Ein Beispiel: Setz dich mal hin und notier dir die Noten, die dabei rauskommen würden, wenn du gehen würdest. Ohne dabei die Bewegung auszuführen-nur im Kopf vorstellen.

    Die Notation-Map könnte so aussehen>RH=Ride LH=Snare LF=HiHat getreten RF=Bassdrum

    Dann setzt du dich ans Set und spielst so wie du gehen würdest. Danach spielst du die von dir notierte Notation. Vergleiche dann, ob du richtig lagst.


    Diesen Prozess, denn ich beschrieben habe brauche ich bei meinem Sport (Trial). Ich stehe vor ein mir unbekannten Parkour, den ich mir nur zu Fuß anschauen darf. Bedeutet für mich, bevor ich in den Parkour reinfahre, dass ich mir schon im Kopf klar machen muss, wie ich ihn Befahren muss, um Fehlerfrei durchzukommen. Bevor ich reinfahre gehe ich die ganze Spur nochmal im Kopf durch. Sitze dabei auf dem Motorrad und führe sogar die Bewegung im Ansatz aus. z.B. wie Befahre ich die hohe Stufe in dieser Sektion. Ich darf sie ja vorher nicht üben.

    Warum ist das so wichtig, dass ein Fahrer/in das kann?

    Ich habe einen Jungen in meiner Jugendtruppe, der dieses Jahr bei der JD-Meisterschaft mitgefahren ist.

    Gelandet ist er auf Platz 24, ist jedoch in der letzten Runde auf dem Niveau (Anzahl der Fehler waren gleich) des Erstplatzieren gefahren.

    Er hat einfach die ersten beiden Runden versemmelt. Genau dieses Problem sehe ich bei ihm auch, wenn er alle 2 Wochen zum Jugend-Training kommt.

    Öfters wäre natürlich besser, da er aber in einem anderen Verein ist, ist dies nicht anders möglich. Selbstständiger zu werden ist da eher so mein Ziel.

    Gehe natürlich auch auf Techniken ein, aber es geht schon mehr in die Richtung Dinge aufzuzeigen, die neue Ideen hervorrufen.

    Oft hat mein Training schon etwas von einem Workshop. Puhh!! Gerade noch mal die Kurve zurück zur Musik gekriegt.

    Workshops zielen meist darauf ab, dass man auf der Basis seines Könnens zu neuen Ideen animiert wird

    Lernen über den Tellerrand zu hüpfen oder wenigsten mal ein Blick riskieren.


    Wie sehr kann man sich von natürlichen Bewegungsmuster inspirieren lassen?

    Meine oben von mir aufgezeigte Idee ginge schon sehr in diese Richtung.

    Die Frage ist, brache ich das überhaupt, um Schlagzeug zu spielen? Darüber könnte man durchaus mal philosophieren ;)

    Der Grund, warum ich Shuffle, zumindest schnelleren Shuffle, wie zb Roadhouse Blues von den Doors, nicht so sauber hinkrieg. Wenn ich den mit der snare gleichzeitigen hihat-Schlag weglasse und dabei die re. Hand hochziehe, also lustigerweise gerade dann in die Gegenrichtung, dann funktionierts besser

    Jetzt vielleicht zu viel um die Ecke gedacht. Aber ich hatte beim lesen, deines Beitrages sofort die Abhängigkeitsübungen von Lehrmann im Sinn.

    Abhängigkeitsübungen


    Inwiefern es dir helfen könnte kann ich jetzt nicht beurteilen, da fehlt mir doch etwas die Erfahrung.

    Drücke an meiner Rumperlkiste ja selbst noch die Schulbank ;)


    Zuerst hab ich es mit mit Dreiergruppen in 16tel ausprobiert. Danach hatte ich das Gefühl die Akzente präziser setzen zu können.

    Gleiches hab ich auch mit dem Half-Time-Shuffle gemacht. Die Snare auf der 3 hat sich immer so komisch angefühlt. die Ghost dazwischen waren wiederum total easy und natürlich. Hab dann einfach den Half-Time-Shuffle auf der HiHat und auf der Snare gleichzeitig gespielt. Die Snare auf der 3 schön knallen lassen. Eine minimale Verbesserung stellte sich nahezu sofort ein. Das gleiche habe ich auch mit der Bassdrum gemacht. Mit der stand ich lange Zeit echt auf Kriegsfuß. Es hat mich dem Rosanna-Shuffle wieder ein Stück näher gebracht. Spielerisch wie auch auf der emotionalen Ebene.

    Vor 30 Jahren kennengelernt, gehasst und den Kontakt abgebrochen. Heute kann ich ihn recht gut leiden ^^


    Mit einer langfristige Erfahrung mit der Abhängigkeitsübung kann ich leider noch nicht dienen, stehe das selbst noch am Anfang. Ok!! Schon irgendwie etwas peinlich nach 30 Jahren Schlagzeug noch von "am Anfang stehen" zu sprechen. Egal. Ich denke es lohnt sich vielleicht mal ein Blick auf diese Übungen zu werfen. Gleiches gilt auch für die Lineare Spielweise. Erfahrung damit sammeln und sehn welchen Einfluss es auf einen hat.

    Zwei Videos zum "linear Drumming Drumeo  Thomas Lang


    Warum es bei dir mit der Bewegung in die Gegenrichtung so gut funktionier, kann nur ein bedeuten. Du hast diese Bewegung schon häufig gemacht.

    Achte mal darauf, wie du deine Arme bewegst, wenn du gehst.

    Für ein 1 +a ist das (für mich) am effektivsten wie in deinem Takt 7 umzusetzen, also "Up-Down-Tap". Dabei kommt das "Down-Tap" auf die beiden "schnellen" Noten und lässt sich fast wie ein Doublestroke spielen. Ähnlich auch bei einem Shuffle (1 a2 a3 a4 a), wobei die a's zu Downstrokes und die eigentlichen "Downbeats" (1, 2, 3, 4) zu Upstrokes werden.

    Ich fang mal hier an. Du musst natürlich herausfinden was für dich am effektivsten ist und was sich auch gut anfühlt.

    Würde dir dennoch vorschlagen alle Variationen zu üben. Also den downstroke verschieben. Das Problem was ich hatte ist, dass sich der Bewegungsablauf zu sehr an die zu spielenden Noten geklammert hat. Die HiHat-Figur kann sich auch ändern z.B. du möchtest 8tel weiterspielen wo die HiHat auf 1234 akzentuiert wird (auch Whip genannt) Das wäre jedoch schon der nächste Schritt und wäre hier vielleicht etwas zu weit gegriffen.

    Hab unten dennoch dazu mal ein Notenblatt hervorgezaubert-Takt 5 und 6 wären zwei Variationen. Da auch mal die 3er Figur verschieben oder im Takt zweimal spielen.

    Warum du es am Set nicht so gut umsetzen kannst? Spielst du vor dem PC überkreuz? Ich komme jetzt nur darauf, weil ich mir die Frage auch mal stellen musste. Warum habe ich manchmal Probleme damit, dass was auf dem Pad gut klappt, es aufs Set zu übertragen? Bei mir war es ganz klar die andere Haltung. Daher fange ich oft erst damit an auf meiner rechten HiHat zu spielen. Solange bis es fluppt. Dann switche ich um auf die linke HiHat.

    Ein weiterer Vorteil (für mich) ist es, dass ich die Linke als getretene HiHat, zusätzlich zum Metronom, als Time-Keeper frei habe.


    ei einem gewissen Tempo ist mit einer angestrebten "Technik" Schluss. Möglicherweise funktioniert die "Technik" ab da dann nicht mehr, oder ich habe die Technik noch nicht verinnerlicht. In meinem Fall waren es etwa 3 Wochen jeden Tag 5 Minuten Achtel, gestartet bei 80bpm und jeden Tag +4bpm. Bei 125bpm etwa war mit der angestrebten Technik, welche ich als Push Pull bezeichne, Schluss. Nur Handgelenk und Finger funktionieren dann nicht mehr, der Arm fängt an mitzugehen.

    In deinem Fall ist, dass Hauptproblem vorerst die Koordination, weniger die Geschwindigkeit. Die Frage ist, spielst du es auch schon bei 80 bpm sauber?

    Ich bin Anfang letzten Jahres auch so angefangen wie du und bin wie das Sprichwort sagt: Auf die Nase gefallen.

    Bin dann ultralangsam angefangen. Habe mir die Hand- und Handgelenkpositionen angeschaut, wie sie an den Endpunkten des Bewegungsablaufes aussehen. Genau dort kann ich korrigieren, wenn etwas nicht passt.

    Ich glaube was dein Problem ist, dass du die Geschwindigkeit zu sehr im Blick hast.

    Da würde ich echt den Satz "Geschwindigkeit kommt von allein" gelten lassen ;)

    Zu dem Problem mit dem mitgehenden Arm gibt es eigentlich nur eins. Fixieren. Den Unterarm locker irgendwo ablegen und die Bewegung ausführen.

    Kannst ihn auch mit dem andern Arm festhalten, je nachdem mit welcher Hand du spielen möchtest.

    Hierzu gibt es echt gute Tutoriell. Mein Favorit sind die Videos von Gordy Knudtson. Ich hab jetzt mal nur eins rausgepickt. 1st Video

    Er hat zu dem Thema einige gemacht-auch Tipps wie man was wie üben kann Tipps


    Ein vielleicht nicht ganz so wichtiger Tipp wäre, es zu verbalisieren. In diesem Fall wäre es open-close. Und das richtig laut.(gilt auch für viele andere Dinge)

    So schnell wie du open-close sagst, spielst du auch. Nachdem ich den Bewegungsablauf so einigermaßen drauf hatte, war meine Grenze, in Bezug auf die Geschwindigkeit, ganz schlicht die>So schnell wie ich open-close sagen konnte ohne zu nuscheln ^^ Mehr braucht es erstmal gar nicht.

    Damit es nicht langweilig wird, kann man auch hingehen und damit den ersten Groove spielen. Dabei aber nicht 8tel zählen, sondern "open-close".

    Auch, wenn es sich auf den ersten Blick nach "Kindergarten" anhört>mir hat es geholfen.


    Ich hoffe ich konnte dir damit etwas helfen. Bin da auch selbst noch vieles am auschecken, schließlich bin ich erst vor etwas mehr als einem Jahr damit angefangen.

    Will jetzt auch nicht zu viel versprechen. Wenn du den Bewegungsablauf erstmal richtig verinnerlicht hast, dann werden die 125 bpm kein Thema mehr sein. Wenn du die Hürde erstmal genommen hast, dann kannst du anfangen an deiner Geschwindigkeit zuarbeiten.


    Was mir auch sehr geholfen hat ist, die verschiedenen Bewegungsabläuft gegenüber zu stellen. Moeller, Whip, Push-Pull.

    So konnte ich mir die Unterschiede und mögliche Gemeinsamkeiten bewusster machen. Man minimiert etwas die Gefahr, die Abläufe zu vermischen.

    Was natürlich nicht bedeuten soll, dass man die Techniken nicht auch kombinieren darf Moeller vs. open-close

    Doubles bei 200 durchgehend über 15 Minuten am Stück - nicht als 16tel 'ne Viertelstunde durchhalten,

    Die Übung habe ich mit meiner rechten Hand gemacht. Habe da natürlich 8tel gespielt.

    Ich gehe mal davon aus, dass du 16tel als gespielte Noten meinst und nicht 16tel als Bewegung.

    In dem ersten Video von Ralph spielt er ja 8tel als Grundbewegung und als Doubles wären es dann gespielte 16tel.

    Habe jetzt auch verstanden was du mit ändern der Bewegung meinst. Da hast du natürlich recht. Auch ich ändere die Bewegung. Jedoch ist die Grundbewegung nahezu gleich.


    Daves Video finde ich diesbezüglich noch interessant. Er zeigt gut wie die Bewegung bei hohem Tempo langsam gespielt aussieht. Das meinte ich übrigens damit, dass man den Bewegungsablauf, den man bei hohem Tempo spielt, erst im langsamen Tempo üben muss/sollte. Dies erst bei hohem Tempo zu üben wäre nicht so meins.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Dave dies möglicherweise auch so gemacht hat, um sie dann bei höheren Tempo auszuführen.

    Im Endeffekt führe ich beim üben die Bewegung so aus wie sie in Slow Motion aussehen würde. Würde man so natürlich nie bei langsamen Tempo spielen, sondern erst ab einem gewissen Tempo ändern. Ich denke, dass du das damit meinst. Üben muss man es dennoch erst bei langsamen Tempo.

    Ich habe dummerweise von ändern der Schlagtechnik gesprochen. Ändern des Bewegungsablaufs, wie du es meist, wäre richtig gewesen.


    Jedoch wäre in diesem Punkt das Spielen mit den Iron-Sticks nicht sehr hilfreich. Da sich das Anpassen des Bewegungsablauft sich auf die Geschwindigkeit bezieht. Da man ja gezwungen ist, die Bewegung, auf Grund des Mehrgewichts zu reduzieren, wäre es durchaus denkbar, dass die Grundbewegung bei dem langsamen Tempo ausreichen wird.

    Ich denke, dass ich da wohl ein Schuss ins Blaue riskiere, weil ich es wohl erst ausprobieren müsste, ob das wirklich der Fall ist. Daher ist alles was wir hier bereden nur Spekulation, die auf unser Bauchgefühl beruht.


    Wie Rabbit schon sagt. Die Mischung machts möglicherweise möglich.