Beiträge von Lexikon75

    "Das größte Verbrechen eines Musikers ist es, Noten zu spielen, anstatt Musik zu machen" (Isaac Stern)

    Ich finde solche Aussagen im allgemeinen immer etwas irritierend.

    Ich frage mich, warum herausragende Musiker immer mit solchen Statements rauskommen müssen?

    Das suggeriert mir immer, dass der Verfasser auf der Stufe ist, die einzig wahre Art des Musizierens verstanden zu haben und alle, die eine andere Art des Spielens bevorzugen, keine...ja wie soll ich das sagen... keine "echten" Musiker sind-Auf den Satz bezogen "keine" richtige Musik machen.

    Ich verstehe, dass hiermit gemeint ist Musik zu fühlen, statt sie stumpf zu spielen und frage mich gleichzeitig welcher Musiker, die Musik nicht fühlt? Ich mag behaupten, dass ein Mensch, der Musik nicht fühlt und mit Seele füllen kann, auch nicht dauerhaft ein Instrument lernt und spielt. Ich meine wo ist da denn der Anreiz?

    Dennoch nehme ich mir von solchen Äußerungen nichts an und ignoriere sowas. Dabei geht es nicht um den inhaltlichen Aspekt, sondern klar um die Wortwahl und die Art der Formulierung.


    Ich spiele selbst seit nun fast 30 Jahren Schlagzeug. Hab ich da nicht auch sowas wie eine Vorbildfunktion? Ich hab zwar nicht die großen Bühnen der Musikwelt betreten, aber dennoch so meine Erfahrungen gemacht und behaupte mal, dass ich mein Platz, so wie ich ihn verstehe, an meinem Schlagzeug gefunden habe. Gerne gebe ich Erfahrungen weiter, aber ich muss auch schauen wer mir gegenübersitzt.

    Klar kann man seine Ansichten, wie man die Musik sieht, kund geben, aber ich muss auf einer Diskussionsplattform auch Platz für andere Meinungen lassen.

    Es geht meist auch nicht um das "Was", sondern um das "Wie"!!


    Ich möchte nicht bestreiten, dass ich oft und gerne auch mal ein bis ein paar Ferkel mehr fliegen lasse ohne mir Gedanken über die Notation zu machen-einfach mal der Nase nach. Klar, habe ich die Notation grob dabei immer im Kopf, mit denen ich nach belieben jonglieren kann. Ich weiß meist immer wie es aussieht was ich da spiele.


    Darum ist es mir immer wichtig gewesen nicht nur speziell die eine Sache aus einem Song zu üben, sondern auch mögliche Varianten. Auch wenn sie streng genommen eigentlich nichts mit dem Song zu tun haben.

    Man kann´s doch raushören und dann üben... , oder nicht?

    Wer hat denn diese Weisheit verbreitet ?

    Ich denke, dass Soul mit seinem Grundsatz-Satz etwas anders gemeint hat.

    Hat man z.B. eine Subdivision noch nie gespielt, dann wird man diese mit großer Wahrscheinlichkeit nicht raushören können.

    Demnach wird man ein Groove oder ein Fill-Inn der einer bestimmten Subdivision zu Grunde liegt nicht erkennen und raushören können.

    Anderes Beispiel: Spielt jemand mal normale 16tel und fängt an diese unterschiedlich auf dem Set zu orchestrieren, dann wird es schwer werden dies rauszuhören, wenn man es selbst selten oder noch nie so gespielt hat. Meist reicht es schon die 16tel auf der Snare unterschiedlich zu betonen, um das ungeübte Gehör durcheinander zubringen.

    Wie Dany, muss ich auch erst ein Blick auf die Noten werfen oder zu mindestens dem Drummer mal auf die Finger schauen, um zu verstehen was da gespielt wird.

    Manchmal pack ich mir selber an den Kopf, weil die zu spielenden Noten total simpel sind.


    Einige können auch etwas spielen-können einem aber auch nicht sagen was sie da spielen, geschweige denn es zu Papier bringen.

    Ein Single-Stroke-Four können die meisten wohl einfach nachspielen ohne es zu verstehen, was sie da spielen.

    Etwas selber spielen zu können bedeutet auch nicht unbedingt, dass ich es auch jemand anderen beibringen kann.

    Einige können auch nicht Noten lesen, aber phantastisch Schlagzeug spielen.


    Mal abgesehen davon. Muss man immer gleich jedes Wort auf die Goldwaage legen? Einer gibt ein Statement ab, ist dann gar nicht mehr teil der Diskussion(vielleicht später ja doch) und andere, also wir alle, fangen eine hitzige Debatte an.


    Stimmt halt nur leider nicht.

    Man kann Sachen transkribieren, die man nicht spielen kann. Viele Leute machen das UM neue Sachen spielen zu lernen...

    Woher nimmst du diese Weisheit? Es kann auf den einen oder anderen vielleicht zutreffend und richtig sein. Aber jeder tickert nun mal anders und hat hier und da seine Problemchen.


    Wenn jemand sagt, dass er beim anhören etwas nicht rausfiltern kann und benötigt dazu ein Blick auf die Notation, dann ist das so.

    Ist bei mir nicht anders. Ich habe Schlagzeug ausschließlich mit Noten angefangen zu lernen. Daher habe ich heute etwas Probleme beim raushören von Dingen, die ich noch nicht gehört habe. Ich habe es einfach nicht so gelernt. Sachen die ich oft und ausgiebig gespielt habe erkenne ich auf anhieb und kann es auch Aufschreiben. In der Regel kann ich es dann auch grundsätzlich spielen.


    Klar gibt es auch Dinge die ich verstehe und auch rausfiltern kann, aber nicht spielerisch hinbekomme. Aber dennoch den Weg kenne es zu lernen.


    Es spielen können, es verstehen, es raushören, Noten lesen(transkribieren) und es auch umsetzen können, sind Dinge die oft nur in Kombination zum Erfolg führen. Jeder muss da sein Weg sehen und finden.

    Was man auch lernen muss ist, andere Ansichten, Meinungen und Vorgehensweise zu akzeptieren und diese nicht als "Quark" hinzustellen.


    Finde es aber gut zu diskutieren, so lerne ich auch andere Dinge kennen.

    Hallo

    Ich spiele seit vielen Jahren das "Ufip Rough 20" Ride." Lässt sich leise wie auch sehr laut spielen. Hat für meinen Geschmack einen schönen Glockenklang.

    Ich bin auf dem Becken quasi angefangen zu spielen und finde es Heute (etwa 25 Jahre bei mir) immer noch klasse.


    Gerade gefunden>>> Ufip Rough Ride 20"


    Kleine Randbemerkung. Mit der Zeit bekommt man das Fingerspitzengefühl was einem gefällt. Da kann es durchaus mal vorkommen, dass man auf der Suche nach einem Ride-Becken über ein Crash-Becken stolpert. Anders herum ist es natürlich auch möglich.

    Habe mir vor Jahren mal ein Paiste Alpha Rock Crash 20" Becken gekauft. War günstig (repariert) und es wollte keiner haben. Ich glaube der Versand war teurer ;)

    Als Crash war es mir eindeutig zu laut, aber als als Ride-Becken hat es mich überzeugt. Spiele es neben dem Ufip zu meiner Rechten ausschliesslich als Ride.

    War in dem Fall natürlich reiner Zufall, aber man muss sich nicht unbedingt immer daran halten was draufsteht.

    Die eigenen Ohren sagen einem schon was richtig ist ;)

    Hallo


    Spiele zwar auch ein Sonor Hilite. Würde mich aber nicht als Experte bezeichnen. Außer dem Finish sieht deine 14er genauso aus wie meine.

    Das Hilite-Exclusive hat Kupfer-Hardware.

    Habe eine 13" Tom Hilite -Exclusive. Steht auch auf dem Badge drauf.

    Auf meiner Profil Seite habe ich Fotos von meinem Set. Da kannst du die 13er sehen. Unten habe ich mal ein Aktuelles Foto hochgeladen.

    Leider nur im eingepacktem Zustand. Kann auch gerne schnell noch ein Foto machen, wenn du es für deine Recherche brauchst.

    Hallo

    Ich kenne mich mit Übe-Software für E-Drums jetzt nicht aus...frage mich auch gerade wofür man das braucht.

    Es gibt gute Lern-Bücher womit "kleine" Drummer das Schlagzeug spielen spielerisch erlernen können.


    Sowas z.B. Bum!Bäng!

    Auf "youtube" gibt es auch jede Menge Material, aber da muss man schon differenzieren können was gut ist und was nicht.


    Kommt natürlich jetzt auch drauf an wie weit dein Sohn schon ist.

    Meines Erachtens nach muß man KONKRETE Zusammenhänge herstellen - ich bin sonst überfordert und winke ab. Weil ich auch keinen Sinn darin erkenne, dieses Notenmeer zu verinnerlichen. Nicht nur den Satz bringen.."mach das, das ist gut für Dich!"

    Den letzten Satz sollte ein Lehrer nie für sich alleine stehen lassen.

    Es gibt Dinge die man üben sollte,weil es durchaus etwas ist was man später braucht.Einiges baut auch aufeinander auf.

    Ein Beispiel: Warum ist es wichtig,dass ich beim üben von 8tel oder 16tel Triolen auch die "ganzen" Möglichkeiten der Akzentuierung durchzuarbeiten?

    Irgendwann läuft einem der Shuffle über den Weg oder etwas polyrhythmisches steht an.Da kann man es gut gebrauchen.

    Einiges übt man auch erst einzelnt und später ergibt die Zusammenführung erst den richtigen Sinn.

    Ein guter Lehrer wird genau an diesem Punkt die Zusammenhänge erläutern können und es auch tunlichst tun.Wenn nicht,dann ist das blöd bzw. es wird für den Schüler später schwer mit dem erlernten arbeiten zu können,weil er die Zusammenhänge bei komplexeren Sachen nicht erkennt oder sie nicht spielen kann,weil die Basis fehlt.

    Zu Beginn wirkt einiges langweilig und sinnlos. Damals hat mir mein Lehrer nie gesagt wozu ich das alles lernen soll..zum Glück habe ich es nie in Frage gestellt und brav meine Hausaufgaben gemacht.

    Auch wenn ich erst viele Jahre später den Sinn verstanden habe,kann ich heute darauf aufbauen.

    Ich hatte zwei Schlagzeuglehrer, die mir die abgebildete Schwarte ans Herz gelegt haben

    Ich habe die Schwarte auch...habe mir die aber freiwillig gekauft...übe aus dem Buch aber auch speziell nur die Dinge, die ich brauche...

    ansonsten eben das Zeug was ich spielen möchte und mir selber ausdenke...solche Bücher sind für mich gute Ratgeber, wenn ich etwas nicht weiß oder etwas nicht genau verstanden habe.

    Beobachte ich dabei die Oberseite meines Unterarms, dann ist da in der Mitte so eine Kuhle zwischen zwei Muskeln, welche tiefer wird, wenn ich das Handgelenk hochziehe. Das habe ich links nicht. Vielleicht fehlt da wirklich ein entscheidender Muskel bzw. ist nicht so ausgebildet.

    Ich habe die Kuhlen auf beiden Seiten. Die Kommen aber nicht durchs Schlagzeug spielen ;)

    Obwohl mein rechter Zeigefinger etwas stärker ist, ist mein linker flinker, geschmeidiger und filigraner in seiner Bewegung.

    Mehr Muskeln bedeuten nicht gleichzeitig schneller zu sein. Ist eigentlich eher sogar manchmal von "Nachteil".

    Jeder Muskel, auch wenn er vermeintlich in "Ruhe" ist, beeinflusst indirekt die Bewegung.

    Darum entspanne ich auch bei schnellen spielen meinen Zeigefinger mehr aus vorher und lasse in locker.

    Kommt auch auf die Technik an mit der ich spiele. Je mehr Muskeln an einer Bewegung beteiligt sind, desto mehr muss auch koordiniert werden.

    Beispiel: Ich spiele bis etwa 180 bpm mit der Wipp-Technik. Darüber hinaus "Open-Close". Bei einigen Sachen auch eine Kombination aus beiden, da bin ich aber von der Geschwindigkeit aber auch wieder langsamer unterwegs, weil einfach mehr Bewegung drin ist.

    Je schneller ich werde desto kleiner werden auch die Bewegungen, daher sieht es manchmal auch so aus als wäre der Bewegungsablauf anders.

    Sollte natürlich nicht so sein, darum achte ich bei langsamen spielen auf die exakte Ausführung der Bewegung und übe diese so lange bis die sitzt.

    Werde ich schneller sehe ich die nicht mehr, daher schleichen sich da auch kleine Fehler ein, die den Bewegungsablauf stören> unbeteiligte Muskeln kommen da ins spiel, weil der Körper nach ausgleich sucht, wenn der aktive Muskel schlapp macht, daher werden die Bewegungen beim schnellen spiel auch unkontrollierter. Daher muss genau das geübt und trainiert werden. Beides würde ich auch getrennt machen. Also üben und trainieren.

    Am meisten Spaß macht es zu experimentieren d.h. welche Groovevariationen kann ich aus einem Rudiment rausholen.

    Z.b. aus RL RR LR LL als 16 tel Groove spielen.

    Rechts : Ride Becken,

    Links : Entwerder Snare (Ghostnotes ) außer 2 und 4 oder (HiHat) Akzentuiert. Bassdrum auf 1,1e ,3e

    Der Single-Paradiddle ist so vielfältig anwendbar. Wenn dir mal die Ideen ausgehen sollten. Probier mal den Paradiddle von der rechten Hand auf die Bassdrum zu legen. Schön die Snare auf 2 und 4 knallen lassen. Dazu die HiHat Figur nach belieben verändern.

    KLKK LKLL

    Schön die Snare auf 2 und 4 knallen lassen. Dazu die HiHat Figur nach belieben verändern.

    Auch die Subdivision kann mal gewechselt werden.

    Triple-Ratamacue

    Da habe ich mal ne Frage zu.

    Der Ratamacue ist ein "Single Stroke Four" mit einem Drag gespielt. Bezieht sich dann das Triple darauf, dass ich noch zwei 8tel mit je einem Drag davor spiele?

    Den Double-Ratamacue spielt man dann als 6/8tel?

    Oje. Da habe ich so einige die mir sehr gut gefallen.

    1. Das Diddle-Gedöns

    2. Daraus lassen sich schöne Grooves basteln(Fills auch) z.B. Single-Paradiddle/Subdivision: Quintuplets als Fill gespielt lässt es sich gut in das Binäre einfügen. Aber wirklich nur einmal gespielt.

    Quintecense.pdf

    3. keine Ahnung. Spiele es rein, wenn es passt-ganz nach Gefühl


    Zur Zeit habe ich allerdings den Double-Paradiddle auf dem Blatt.

    Als Groove gespielt. Nennt sich "Halftime-Double-Paradiddle-Shuffle".

    Musikalische Beispiel: Lakeside-Shuffle

    Shuffle

    Hab sie auch mit verschiedenen Apps geöffnet, aber immer nur alles weiß.

    Lädst du es mit dem Handy runter?

    Da hab ich das manchmal auch,dass der Bildschirm weiß bleibt.Wische dann den Bildschirm rauf oder runter und schwubs ist die Datai da.Was da falsch läuft weiss ich leider nicht.Werde mich aber mal an eine Bilddatai ran machen.Geht aber erst heute Abend,wenn ich zuhause bin.

    Hallo

    Ich spiele zwar schon etwas länger als der vorgegebene Zeitrahmen, aber ich bin ja auch irgendwann mal angefangen.


    Ich tue mich oft schwer im Umgang mit komplexen Dingen. Vor allen quält mich immer die Frage-Wie gehe ich die Sache an?

    >>>Herangehensweise und Methode

    Gutes Beispiel dafür wäre der Half-Time-Shuffle. Kennen gelernt habe ich ihn so.

    Hatte schon beim Anblick Angst. Dementsprechend hörte es sich auch an ;) Step by Step war damals irgendwie nicht angesagt.

    Der Halftime-Shuffle vom Damals.pdf


    Eine weiter Schwierigkeit, die mir Probleme bereitet hat, ist bekanntes auf unbekannten Terrain zu spielen.

    Würde hier mal den Double-Paradiddle als Beispiel nehme. Hier zw. Bassdrum und Snare>>> klk lkk lkl kll (Takt 10)

    Unbekanntes Terrain wären 8tel Triolen und das ganze als Groove gespielt.


    Diddles.pdf

    Takt 12 nennt sich Halftime-Double-Paradiddle-Shuffle


    Die Frage ist, mit was fängt man an?

    Klar, habe ich erst Triolen spielen gelernt, Paradiddle so lange geübt bis ich die im Schlaf konnte. Aber irgendwann kam der Zeitpunkt, wo beides zusammen kam. Die Triolen waren klar, aber die Diddles hab ich nicht gesehen. So erging es mir mit anderen Sachen auch. Das Poly-Gedöns hab ich viele Jahre nicht auf den Schirm bekommen. Ich habe nicht begriffen was dahinter steckt.


    Eines Tages erschien mir eine "gute Fee"....Ok! Eigentlich waren es ein paar gute Feen mehr...könnte sie jetzt auch beim Namen nennen, aber bevor ich eine vergesse und diese mir böse wird :/

    ne, ne, die Geschichte hatten wir schon mal. Meine das mit den hundert Jahren und so ;)


    Also, die "guten Feen" waren mir nun begegnet und gaben mir einen Rat. Siehe da, auf einmal sah ich, dass ich vieles eigentlich schon kannte und auch schon zig Mal gespielt habe. Ich hatte mir mit den Jahren einfach nur einen Zaun vor den Kopf getackert.

    Und plötzlich klappten Dinge, die für mich unüberwindbare Hindernisse waren.

    Den Weg, wie man was übt, kennen lernen und später selber erkennen.


    Kommen wir zu Punkt 2

    Da kam mir als erstes "Open-Handed" in den Sinn. Aber der Weg es zu lernen macht einfach zu viel Spaß. Das möchte ich für nicht auf der Welt einfach so überspringen.

    Wenn ich jedoch so drüber nachdenke ist es die Kreativität die mich voran bringt.

    Ich lerne am besten und bin auch motivierter, wenn ich mir Sachen selber ausdenken, die ich üben und spielen möchte.

    z.B. Ideen umsetzen, Dinge miteinander kombinieren