Dann indirekt ist für mich ganz einfach: Bassdrum-Platzierungen in einem Ostinato der rechten Hand sind eine Koordinationsübung, egal, welche Unterteilung. Und eine Koordinationsübung schärft meine
Koordination auch für alle weiteren koordinatorischen Herausforderungen, auch in "banaleren" 16tel-Situationen . Dasselbe kann man auch über alle möglichen weiteren Aspekte sagen, die man da
herausziehen kann.
Jeep,die Koordination ist dabei wohl das Hauptaugenmerk.Könnte mir auch vorstellen,dass es durchaus auch Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit,in Verbindung mit mehr Ausdauer,haben könnte.
Rede jetzt von der Ausdauer im Kopf.Nehme da auch immer gerne ein viel banaleres Beispiel. Der Cube,auch Zauberwürfel genannt,ist eine kleine Schwäche,der ich vor ein paar Jahren erlegen bin.
Konzentrationsfähigkeit hat sich erhöht und man ist in der Lage sich länger mit Dingen zu beschäftigen.
Kleien Randbemerkung:Es ist nie zu spät mit cuben anzufangen,man bedenke ich war da schon"Der Großvater". Bin zwar kein Speedcuber,Bestzeit liegt bei 45sec,aber es macht nicht nur Spaß sich damit zu beschäftigen,sondern mit seinen Mitmenschen damit Schabernack zu treiben. Man nehme ein Cube und stelle ihn unbemerkt bei einer Hochzeit ungelöst auf den Tisch. Dauert nicht lange,dann drehen die ersten dran. Jetzt wirds lustig. Wenn keiner hinschaut,schnell den Würfel lösen und wieder hinstellen.Wenn sich die erste Aufregung gelegt hat,dann das Spiel wieder von vorne. Die Hochzeit war bestimmt teuer,aber die Blicke der Gäste einfach unbezahlbar. War noch Wochen später Gesprächsthema Nr.1.
Ok das war jetzt mal sowas von OT,aber zurück zu dem worauf ich eigentlich hinauswollte. Egal,ob cuben oder das verteilen von Gruppierungen beim Schlagzeug,man hebt seine Runkelrübe auf ein höheres Niveau.
Außer den bisher genannten Gründen könnte auch ein verbessertes Timing eine resultierendes Indiz dafür sein,dass es durchaus sinnvoll sein kann mal nach etwas "Höherem" zu streben.
Am wichtigsten sehe ich die verbesserte Ausdauer beim spielen. Eigenständiges üben,Bandproben oder Auftritte könnten unter Umständen,leichter von der Hand gehen.
Meine Altersklasse 50+ kennt ja mehr oder weniger nur gerade 4/4, eventuell 6/8 und gaaanz evtl. das ganze auch noch geshuffelt. Mit solchen Verschiebungen würde ich vermutlich manch einen Mitmusiker aus der Fassung bringen. Und zwar durchaus nicht nur Amateure.
Da gebe ich dir völlig recht. Kennt ihr den Drummer von Jan Delay? Hätte da nie auf Jost Nickel getippt. Mein erster Gedanke:Weltklasse-Drummer und spielt bei Jan Delay?
Zitat:"Anika Nilles (eine seiner Schülerinnen), Marco Minnemann und Benny Greb sind eng mit seinem Namen verbunden – sie alle stehen für wegweisendes, modernes Drumming auf Weltklasse Niveau."
Habe Jost "Live" in Ibbenbüren gesehen,da hat er Stücke von Delay und ein Freesolo gespielt. Man hätte denken können,da sitzen zwei unterschiedliche Drummer.
Aber man ist ja vom Fach und schaut Herrn Nickel gaaaanz genau auf die Finger. Auch analytische Untersuchungen Daheim bestätigten meine Annahme. Bei Stücken von Jan erkennt man durchaus,dass der Jost kein Nasenbohrer ist und da etwas unter seinem wirklichem Niveau spielt.
Da geht es jetzt nicht darum was er spielt,sondern wie er es spielt. Dies sieht und hört man bei allem was er spielt. (Möchte hier aber auch klar stellen,dass Jan Delay ein klasse Musiker ist und gute anspruchsvolle Musik macht)
Gleiches gilt auch für einen selbst. Es geht ja auch darum wie du dich selbst fühlst. Wohlfühlzone und Flow sind so Dinge,die da eine Rolle spielen. Aber ich denke,dass sind so ein Themen,darüber könnte man Bücher schreiben und würde den Rahmen hier sprengen.
Übrigens,50+ ist keine Ausrede dafür sich vor Neuen Dingen zu drücken
So wird das Gehör auch trainierter, und du kannst mehr wagen. Hast du die Dreiergruppen schon mal von verschiedenen Positionen
aus gestartet? Zum Beispiel einfach mal so bei 2+! Oder bei 4! (Über den Taktstrich ist immer knifflig, find ich (die 1 nicht verlieren!).) Dann lass dein Gehör
dich führen.
Indirekt schon.Das gibt das Übungsheft schon vor.Kommt auch drauf an,ob man die Dreiergruppen über einen Takt hinausspielt oder nach jedem Takt wieder von vorne anfängt.Hab da schon alles durch.Auch Varianten mit der Bassdrum zusammen z.B. die Bassdrum auf jeden Akzent in der rechten Hand legen,den Akzent in die Bassdrum oder nach jeden Akzent auf die Hupe treten.
Zähle auch jetzt nur noch den Puls bzw. als Variante mit dem "Chid" Laut nach Benny Greb. Ist zuerst wirklich etwas befremdlich,aber ohne da jetzt wirklich eine Erklärung für zu haben,ist es irgendwie witzig,weil zunächst gar nichts klappt.
Wenn es dann läuft fühlt es sich total cool an. Das Gefühl lässt sich schwer in Worte fassen."Freier" würde mir dazu einfallen.Einfach mal ausprobieren und langsames Tempo wählen.Gerade bei Akzentuierung ist man geneigt den Akzent zu zählen.
Was aber noch viel interessanter daran ist,dass man mit dieser Zählweise sehr gut in eine andere Thematik einsteigen kann. Rhythmische Illusionen erzeugen. Ich denke,dass ist die Variante,die du wahrscheinlich meinst. Da bin ich noch ganz am Anfang. Bisher nur mal reingeschnuppert und mit ganz einfachen Dingen begonnen. Bin mir da aber noch nicht ganz einig,ob es auch sinnvoll ist,den gezählten Puls,vom Metronom weg, mit dem verschobenen Drumpart,auch zu verschieben.
Ups!!Hab ich wirklich wieder soviel geschrieben. Sieht man erst,wenn es online ist