Jup solche Erfahrungen hab ich auch gemacht. Es gab zum Beispiel mal einen Gig in einer Bar in der mir der Wirt schon vor dem ersten Hallo ein unfreundliches "Das ist hier nicht der Madison Square Garden" entgegenschmetterte als ich meine Bassdrum reingetragen hab. Auch hier war beim Gig der Laden gut gefüllt, die Stimmung gut und die Leute haben ordentlich gebechert. Leider haben wohl die Einnahmen der Bar nicht gereicht und so war der Wirt gezwungen uns unsere Handvoll Softdrinks zu berechnen und ohne Bezahlung nach Hause zu schicken.
Ich war damals neu in der Stadt und da will man natürlich jeden Gig spielen. Aber sowas mach ich bestimmt nicht mehr. Mehr noch, ich geh nicht mal mehr als Kunde zu Konzerten von Freunden in der Bar.
Aber jetzt das Hut-Thema mal von einer anderen Seite betrachtet:
Es soll ja auch Menschen geben, die wirklich professionelle Musiker sind, also so richtig mit Selbstständigkeit und Finanzamt und Versicherung. Und es gibt ja durchaus Situationen, in denen man nachweisen können sollte, dass man mit dem was man macht ein vernünftiges Einkommen erzielt.
Als Beispiel fällt mir ein wenn man etwa in die KSK will, dann wollen die Rechnungen sehen, die belegen, dass man professionell arbeitet. Wenn ich denen sage, sowas hab ich nicht, weil ich nur auf Hut spiele, dann wird das wohl nix werden.
Wie händeln das denn die ganzen Hutspieler?
Oder ist das Hutspielen nur gut, solange man einen anderen Job hat oder noch Student ist?