Das Schlagzeug klingt hinter dem Set komplett anders als davor beziehungsweise in 5 m Entfernung. Und das auch noch in jedem Raum anders.
Stimmt absolut. Dennoch entwickelt man meist ein Gefühl dafür, was geht, und was nicht. Aber: Es gibt auch kritische Momente, wo man den Raum z.B. nicht so gut kennt. In solchen Momenten ist es immer gut, Mitmusiker zu haben, die auch ein Feedback geben können. In meiner Jazzband hat zum Beispiel der neue Bassist mir gesagt, ich könne ruhig vom Woll- auf den Filzbeater umsteigen, um mehr Wumms mit der Bassdrum zu generieren, der Raum vertrage das durchaus. Vor Konzerten setzt er sich auch dankenswerterweise immer in den Pulikumsbereich beim Soundcheck und prüft, ob der Klang in dem Raum harmonisch klingt, ob was zu laut, zu leise ist und dieses Feedback ist zuweilen Gold wert.
PS: Harrisons Aussage mag für bestimmte Bereiche stimmen. Mit dem Ansatz käme ich aber z.B. bei meinen Jazzkonzerten nicht weit, denn da spiele ich unmikrofoniert.