Das ist meinerseits wohl die einzige, plausible Antwort.
Das würde ich so nicht pauschal unterschreiben wollen. Anfang 2015 hat KHS America eher klammheimlich Sonor USA aufgekauft - zumindest wurde das damals so per Pressemitteilung bekannt gegeben (was für mich ein wenig kurios ist, denn 1997 bis 20XX (?) war KHS doch schon mal bei Sonor/Hohner über HS Investments mit eingestiegen, oder?). Auf http://www.khs-america.com ist Sonor jedenfalls wieder als deren Marke gelisted.
Und nun ein Ausflug in die internationale Wirtschaft. KHS als Investor und Aktienunternehmen ist darauf angewiesen, Gewinne für seine Shareholder zu generieren. Dann kann es schon mal sein, das aus reinen Bilanzierungsgründen die Preise für Produkte mal hochgeschraubt werden, um die Gewinnspanne bei relativ gleichem Umsatz zu steigern. Gelingt das, sind die Shareholder, die ja Investoren bei KHS wiederum sind, zufrieden und sichern mit ihren Einlagen das Überleben von KHS - und damit von Tochterfirmen wie Hohner und Sonor und Mapex. Wenn nicht, hat KHS schnell ein finanzielles Problem. Es ist daher vermutlich bei Sonor &KHS genau so, wie bei allen anderen großen Shareholderabhängigen Unternehmen auch. Der Wirtschaftliche Druck schlägt auch nach Deutschland durch. Zudem muss eine einheitliche Firmenpolitik gefahren werden. Ein Set 1/3 billiger in Deutschland als in den USA zu verkaufen, ist nicht plausibel vermittelbar gegenüber Endkunden und Investoren.
Die zweite Variante, die möglich wäre, wäre, dass KHS die Zahlen bei Sonor aufhübschen will (Gewinnmargensteigerung), um Sonor zum Bestpreis wieder an einen anderen Investor zu verkaufen, der dann wiederum versuchen wird, den Bilanzgewinn zu maximieren, um Sonor dann nochmals zu verscherbeln.
Nur mal so als Denkanstoß. Vermarkten kann man die Gewinnmaximierung natürlich mit "Wir werden Luxusmarke"-Sprüchen. Aber warten wir mal ab, wie es da weitergeht. Könnte durchaus spannend werden.