Beiträge von Moe Jorello

    Pasite kann B8, andere auch, Die Frage ist eher: Wieviel Arbeit steckt der jeweilige Hersteller in B8 oder aber lieber in B20? Wer den Schwerpunkt seiner Produktion und des Marketings auf B20 ausrichtet, wird auch dort naturgemäß mehr Arbeit reinstecken als in das "Nebenprodukt B8". Das sieht man eigentlich auch immer wieder deutlich. Paiste investiert mehr Zeit und Arbeit in die 2002er als z.B. Meinl in seine B8-Becken. Sabian investiert mehr Arbeit in hochwertige B20 als in "einfache" B8. Paiste investiert vermutlich genauso viel Arbeit in seine hochpreisigen B8 wie UFIP in seine teuren B20-Teller. Ob einem B8 mehr oder weniger gefällt als B20 ist eine ganz andere Kiste.


    Zum Thema maschinelles Hämmern: Zildjian lässt seine Constantinoples seit geraumer mit einer Zufallshämmerung per Computer versehen - von wegen Handgehämmert. Paul Francis hatte das mal im Video vorgestellt - und natürlich angepriesen als tolle Sache (Was aber dann doch wieder komisch anmutet, wenn man bedenkt, dass Paul Francis sich ja selbstständig gemacht hat und dabei auf wicklich handgehämmerte Becken setzt - zum entsprechenden Preis). Ob das Ergebnis bei Zildjian gut ist/klingt - muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich finde dieses Vorgehen zumindest etwas befremdlich - die Streuung bei den Constantinoples ist, so meine Erfahrung, ziemlich breit für ein und dieselbe Serie - teils deutlich krasser als bei so manchen türkischen Beckenschmieden. Die New Avedis, die komplett maschinell aber eben nicht per Zufall gehämmert sind, ist das Ergebnis viel "homogener". Deutliche klangliche Ausreißer sind da nach meinem Dafürbefinden seltener zu finden als bei den Constantinoples.

    Bei Meinl dürfen Traditional Becken mit deren Reiniger sehr wohl geputzt werden

    Dann sind die da vermutlich eine Ausnahme im Beckenzirkus. Zildjian, Sabian und Istanbul raten jedenfalls tunlichst von Reinigern ab. Hat Meinl da eine Schutzlegierung/Lack drüber über der Oberfläch, was andere nicht haben? Das wäre ja mal interessant zu wissen.

    Wie siehts eigentlich mit dem Putzen von Becken mit Traditional Finishs aus? Mein Zildjian K Customs sehen immer übler aus. Habe da bisher nur Wasser mit bisl Spüli verwendet, aber noch keine Reinigungsmittel, da ja auch Zildjian selbst davor warnt.


    Reinigt hier jemand erfolgreich solche Becken und kann davon berichten?

    Traditional finish und auch Raw finishes soll man NICHT, NIEMALS, NIEMALS NICHT mit Reinigern behandeln, die sind dann nämlich von der Oberfläche her hin. Warmes Wasser und ein wenig mildes spüli dazu, das geht. Mehr bitte nie machen. Eigentlich soll man aber nur mit einem Tuch (Mikrofaser o.ä.) dann und wann abwischen, damit die Beckenoberfläche erhalten bleibt.

    Also meine Zultan CAZ sind ja traditional, und da die neue Lackierung (welcher Spasti hat die geändert??? Die alte, glatte hat nicht gefärbt) meiner Gadd-Stöcke ganz gut Streifen da drauf gemacht hat, hab ich das BREF auch da draufgespritzt. Ergebnis einwandfrei, die Becken sehen aus wie neu.

    Davon raten alle Beckenhersteller eigentlich ab, sowas zu benutzen. Das mag vielleicht ein zwei mal gut gehen aber dann?... Ich habe mal ein Masterwork Custom Crash gebraucht ergattert, da hatte der Honk von Vorbesitzer mit was Ähnlichem wie BREF (Barkeepers Friend) auf dem traditional Finish herumgeschrubbt, um Stickmarks zu entfernen - dadurch war das Becken dann hier und da 50% Brilliant, 50% Traditional - also für'n Eimer. Ich habe das dann zum Glück mit dem Makel (Optisch und klanglich) zum Glück noch weiterverticken können an einen Punkdrummer, den das nicht störte (O-Ton: "Das Becken habe ich vermutlich eh nach einem Jahr durchgesemmelt").

    Das kommt komplett drauf an, ob du a) ein ausgefrästes Becken magst, b) es zum Beispiel als Stack weiterverwenden möchtest oder c) dir vor beidem graust. Wenn man mit Stacks arbeitet, würde ich es dafür noch behalten. Ansonsten... weg.


    Warum gibt es eigentlich von Beckenherstellern noch keine Recycling-Optionen? Das wäre doch m Grunde sinnig, sowas einzurichten, alleine schon wegen der Legierungen und so. "Sende das Becken zum Recycling ein, und du bekommst 5-10% Rabatt auf ein neues Becken."

    Drum schrub ich ja


    Zitat

    7" Snares sind z.b. viel zu träge für vernünfties Besenspiel, wie ich finde. Auch 6,5 ist zu lahm in sehr vielen Fällen.

    Ist halt meine persönlich Erfahrung. :) Wenn du mit 6,5ern gut leben kannst ist ja alles prima. Für mich waren sie durchweg nichts.

    Nein, für Besenspiel braucht es mehr als nur ein aufgerauhtes Fell. Du brauchst eine Snare die direkt, sensibel, sauber den Teppich aktiviert, damit es rund klingt. 7" Snares sind z.b. viel zu träge für vernünfties Besenspiel, wie ich finde. Auch 6,5 ist zu lahm in sehr vielen Fällen. Die Starphonics sind an sich schon ausgesprochen (!) sensible, direkte Instrumente (deshalb auch Basis für die Bravura Concert Snares). Da spricht der Teppich bereits bei 6" Tiefe ungewöhnlich direkt an, flotter als viele flachere Snares. Somit wäre eine mit 5" sicher nochmals ein kleiner Zugewinn. 5" spielt sich überhaupt generell sehr schön mit Besen.

    Ach ja, da wir schon dabei sind.... Snaredrums. Es gibt eine Starphonic 14x5 Maple als limitierte Auflage.


    Tama 14"x5" Starphonic Maple Ltd.
    Tama 14"x05" Starphonic Snare Drum, PFM145, Limited Edition, Ahorn Kessel 14"x05" mit 1x Außenlage Figured Maple - 6 lagen Ahornholz (6mm), Ausführung: Emerald…
    www.thomann.de


    Eigentlich nicht uninteressant - wenn man z.B. viel mit Besen spielt. Aber ich habe ja (leider? :rolleyes: ) schon genug andere Schnarren.

    Ja, die könnte man auch noch nennen. Aber in der Summe bleibt es doch ein überschaubarer Individualismus. Das meiste ist wirklich nur Option xyz in Farbe rot-grün-blau mit diesen oder jenen hoops. Man kann und muss das Rad ja auch nicht immer neu erfinden.

    Also beim SQ1 gab es nicht nur das Problem, dass die Halterung den Ton abgewürgt hat, sondern auch - und das war richtig schlimm - dass es zu Verfärbungen bei den Kessellackierungen gesorgt hat. Soviel mir Bekannt ist, hatte Sonor da Besserung versprochen, ob das nun aber wirklich besser geworden ist - I don't know.


    Das Tama hat deutlich dünnere Kessel und eine gerundete Gratung, das ist mehr "Vintage Sound", den man da bekommt im Gegensatz zum modern-punchig-aggressiven Klang der dickeren SQ1 Kessel mit spitzer Gratung. Rock und Pop kann man auf beiden spielen.


    Aber ... mal ehrlich, ob man nun so viel investieren muss/sollte? Ich habe die Tama Star (Bubinga und Maple) schon gespielt, es sind wundervolle Instrumente - rechtfertigen aber für mich nicht den Mehrpreis im Vergleich zu meinen Starclassic Maple und Birch/Bubingas. Ein Dixon Artisan ist ein sehr, sehr amtliches Set. Das klingt richtig gut - und wenn da Zweifel bestehen, einfach mal dem Greg Bisonette bei einem Konzert zuhören. ;)

    Wenn wir ehrlich sind, sind doch fast alle Signature-Snares relativ typische Snaredrums, die mit ein paar Farben und Badges individualisiert worden sind. Ja klar, die sind primär eine Würdigung des künstlerischen Schaffens diverser Schlagzeuger. Das finde ich jetzt auch nicht schlimm oder verwerflich. Und wenn jemand mit den Snaredrums glücklich wird, dann ist das doch okay. In erster Linie ist das aber ein weiteres Sammlerstück. Nicht mehr, nicht weniger. Braucht man es? Nö - wie so viele andere Signatures auch.


    Wenn ich jetzt so überlege, es gibt wohl nur wenige Signature-Snares, die in Sachen Konstruktion (Jetzt mal nicht einfach nur Kesselmaße) wirklich durch Individualität punkten können, neue Wege beschreiten/beschritten haben. Dazu zählen zum Beispiel die von Dave Weckl mit den Dual-Strainer, die Pearl Matt McGuiere mit den 300 Löchern Schweizer Käse und die Peter Erskine Jazz Snare mit nur einem statt zwei Verstärkungsringen. Aber auch da ist die Frage, ob die Individualität einem einen echten Mehrgewinn bietet. Ich finde, dass dem nicht so ist. Mit wenigen Snaredrums im Arsenal, die gängige Maße haben (14x5 bzw. 14x5.5 und 14x6,5) lässt sich genau genommen Klangtechnisch so ziemlich alles bewerkstelligen.

    Ich kann nur sagen: In einigen Regionen (mit guten Geschäften) geht alles einfacher als in anderen. Ich hatte damals, als JustM noch in Hamburg seinen großen Laden im Bunker hatte, einfach die Möglichkeit, sehr, sehr vieles auszutesten und zu vergleichen. Bei Konzerten/Jamsessions konnte man weiteres Zeugs vergleichen. Bei Becken habe ich, soweit es ging, die immer vorher getestet, bevor ich sie mir bestellt habe. Bei den paar Teilen, die ich "blind" bestellen musste, habe ich mich vorab über Wochen/Monate intensiv mit dem Teil auseinandergesetzt um einen EIndruck/Gefühl dafür zu bekommen, ob das passt oder nicht. Beim Artisan Elite und den 50's und 70's Ride hat das dank der Erfahrungen, die ich sammeln konnte, dank der Informationen im Internet gut geklappt. Bei zwei anderen Becken, zu denen es zu wenig brauchbare Infos gab, war es aber ein Griff ins Klo, die Teile gingen dann auch schnell wieder.


    Was andere Drummer spielen, interessiert mich bezüglich eigener Anschaffungen nicht die Bohne. Denn die sind nicht ich. Und ich bin nicht sie. So unterschiedlich, wie die Musiker sind, dürfen gerne auch deren Drumsets sein (das fängt ja schon bei Sticks und Fellwahl und Stimmen an...).

    Also, der gute Erskine würde ja schon zitiert, muss ich also nicht nochmal. Aber Simon Phillips hat auch noch was passendes gesagt: "You always play for the music. Always!". Wer dieses nicht versteht, nun denn... Der macht dann eben fragwürdige Dichröhre-Videos.


    Und das über Jazz.. soll man jetzt lachen oder weinen? Außer Jazzern hört niemand Jazz. Mhm.. ich empfehle dringend, ein wenig Musikgeschichte zu studieren. Ich werfe einfach mal drei Titel zum Kennenlernen in den Raum, die das gesagte an sich schon komplett widerlegen: Take five (Brubeck). Sing sing sing (Krupa). Also sprach Zarathustra (Deodato).


    Billboard charts don't lie.

    Ja, ob acht oder zehn Lugs dran sind, ist kein Qualitätskriterium. Es geht um den Sound, der ist halt anders je nach Masse am Kessel. (Meine Tama Star hat z.B. auch "nur" acht lugs und die ist alles andere als ein billige Snare ;) )


    Die obig verlinkte Yamaha... Unbedingt näher anschauen und testen, wenn möglich. Die ist einer der modernen "Geheimtipps" bei Metallsnaredrums. Aus gutem Grund.

    Okay, das ist doch schon einmal eine Aussage: Du suchst einen Allrounder. Durchsetzungsfähig. Das spricht erstmal dafür, eine Snare in den Formaten 14x5,5 (oder 14x6,5) zu nehmen. Tendenziell würde ich sagen: Gute Metallschnarren erstmal angucken. Da gibt es ordentliches schon für vergleichsweise wenig Geld gebraucht. Peal Sensitone als ein Beispiel von vielen. Am besten, du hörst dir auf Youtube mal ein paar Vergleichsvideos an, dann gewinnst du vielleicht schon eine grobe Idee, was dich anspricht und was nicht. Gibt ja genug Anschauungsmaterial, etwa von Thomann

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    Hi,


    danke für die Tipps, ich werds demnächst ausprobieren, wenn ich das nächste Mal im Raum bin.


    Vielleicht starte ich wirklich erstmal mit ner „Geheimtippsnare“ wenn ich meine jetzige nicht mehr ordentlich hinbekomme, bevor ich was ordentliches kaufe, sollte ich glaube ich erstmal einigermaßen stimmen können.

    Meine leidvolle Erfahrung mit Sonors Einsteiger und Mittelklasse Set-Snares ist: Die kannst du echt knicken. Ich habe die schon zu früheren Zeiten nie wirklich gescheit eingestellt bekomen (egal, welche ich vor der Nase hatte), so dass der Klang zufriedenstellend war (liegt an der verbauten Hardware, die in der Summe einfach nicht überzeugend ist - denn Instrumente gut stimmen kann ich. An mir liegt es nicht.). Die neuen AQ2 Setsnares sind meines Erachtens leider keinen Deut besser als damals die Snares aus der "Force"-Serie. Lieblos zusammengebautes 08/15 Zeugs.


    Nun kann man einen "Geheimtipp" nehmen, das kann dann klappen, kann abern genauso gut auch voll in die Hose gehen, denn manch Geheimtipp erfordert auch gute Stimmkünste, damit was gescheites bei rauskommt. Besagte Tama kann ich da leider nicht einschätzen (das können dankenswerterweise andere hier).


    Prinzipiell stellt sich für mich erstmal die Frage, welchen Klang man sich eigentlich erwünschst, was die Snare können muss, bevor man Geld in die Hand nimmt. Was ist für einen selbst wichtig, was weniger? Will man extrem crispe Teppichansprache, will man lieber einen "Balladeneimer" oder was ganz knallig hochgestimmtes, einen "Schädelbrecher"? Da die Snare so ziemlich das wichtigste Instrument ist, das man sich beschafft, sollte man sich da meines Erachtens vorher Gedanken machen, was man will. Wer billig kauft, kauft zweimal. Das gilt bei Becken und Snares gleichermaßen. Vielleicht verrätst du uns, was dir klanglich so vorschwebt, wozu die Snare passen muss, was sie alles können soll. Dann könnte man auch gescheite Tipps an die Hand geben für den neu/Gebrauchtmarkt.


    Geld in die vorhandene Sonor-Snare zu investieren ist - ich sage es nochmals - ziemlich sinnfrei. Das Teil ist einfach nicht gut.