Beiträge von Moe Jorello

    Habe in einem anderen Thread gelesen, dass es kontraproduktiv sein kann, Songs "auswendig" zu lernen. Man könne dann zwar diesen Song, aber die Techniken, die verwendet werden, nur im Kontext dieses Songs - sobald eine ähnliche Stelle in einem anderen Song kommt, kann man es wieder nicht.


    Meine Meinung: Ich halte das für so nicht haltbar. Klar, bestimmte Sachen lernt man besser, weil intensiver, wenn man sich nur damit und langsam auseinandersetzt, ohne ein Lied dabei zu spielen, das einen unter Druck setzt. Aber: Sehr oft lernt man anhand von Liedpassagen, bestimmte Fills, Techniken etc. einzusetzen, die man im Kopf hat oder in den Grundzügen sich angeeignet hat. Was nützt mir das schnöde anlernen nach Notenblatt, wenn ich es im musikalischen Kontext nicht sicher anwenden kann? Die Sache muss, wie man so schön sagt, in Fleisch un Blut übergehen. Das heißt, ich muss mitten im Lied z.B. Fill A abrufen und ins Lied einbauen können, ohne den Liedfluß zu töten. Und das kann ich nur üben und den Lernerfolg überprüfen, indem ich ZU einem Lied spiele. Wenn ich aber merke: Da bleibe ich immer wieder hängen, dann Musik aus und es langsam nochmal für sich üben, bis der Bewegungsablauf recht gut passt. Dann wieder mit Musik.


    Was natürlich auch Unsinn ist, ist gar keine Trockenübungen zu machen. Dann kommt man auch nicht weit, weil Dynamik, Präzision, Timing,... oft nicht passen. Also: Auf die gesunde Mischung kommt es an.

    Ohne jetzt das obige Instrument schlecht machen zu wollen ... würde ich mal behaupten, dass bei den kleineren Snares (würde sagen bis 12") die Leute sehr schnell vom Sound positiv überzeugt sind.

    Diese Erfahrung habe ich wiederum nicht gemacht. Es gibt kleinere Snares die absolut grottig klingen. Für meinen Geschmack ist die 10*5 Firecracker alles andere als ein Ohrenschmaus. Klingt für mich ziemlich blechern und billig (andere finden sie gut - so ist das halt). Die günstigere Tama 12*5 Special Edition und auch die Tama Metalworks 12*5 klingen im Kontext meiner Drums dagegen wärmer, runder, und das in diversen Stimmlagen.

    Zitat

    Ich erkläre mir das immer so, dass so ein funky Sound von vielen gemocht wird (und auch beim Laien schnell den Anschein von Professionalität erweckt - weil eben das funky Gefrickel halt immer gleich mit guten Musikern assoziiert wird) und die Snares einfach nicht so laut sind und somit auch keine störenden Klänge laut im Vordergrund stehen.

    Also meine funkige Black Panther Sidesnare ist z.B. sehr viel knalliger und durchdringender als fast alle anderen Snares, die ich habe. Leise und dezent ist was anderes. Insofern würde ich das nicht so verallgemeinern.

    Zitat von scarlet fade

    Das ist jetzt ein reines Geschmacksding, aber ich seh es genau andersrum wie Moe. Eine 12er, speziell aus Metal im Vergleich zu einer Holzsnare empfinde ich grundsätzlich als schneidender und durchsetzungsfähiger. Nicht zwingend lauter...

    Und auch hier ist das wieder so ein Ding mit der Stimmlage. Meine Tama Metalworks 12x5 ist z.B. recht tief gestimmt (jedenfalls tiefer als meine recht hoch gestimmte 14x5 Artwood Maple). Dadurch ist sie deutlich dezenter, trockener und im Korpusverhältnis voluminöser - obgleich es eine Metallsnare ist - als die Artwood Maple im Bandkontext. ;)


    Aber es kommt ja auf noch ein paar Parameter an: Fell, Snareteppich, Sticks, Spielweise, Dämpfmaterialien,... Ich glaube, eine allgemeingültige Regel gibt es da nicht. :) Fakt ist wohl lediglich, dass eine Sidesnare ergänzend eingesetzt werden kann, wenn es sinnvoll erscheint, also wenn andere Klänge für zwiscchendurch gewünscht werden. Das bedeutet aber nicht, dass man, nur weil man 'ne Sidesnare hat, bei jedem Gig x mal die Sidesnare auch einsetzen muss.

    Ganz einfach: Um unterschiedliche Klänge nutzen zu können, ohne beständig umbauen zu müssen. Wenn ich z.B. meine Tama Metalworks 14x5 Snare als Hauptsnare nutze, dann aber einen Funky-Part in das Jazzstück einbaue, dann spiele ich Part z.B. auf meiner 13x3,5 Mapex Black Panther. Ganz anderer Klang. Oder aber: Ich nutze als Sidesnare meine Metalworks 12x5. Die ist dann leiser, weniger druchdringend. Auch eine musikalische Option, wenn eine 14er Snare zu dominant für das Stück ist.

    Ist der normale Preis, die Snare ist aber ohne Abstriche zu empfehlen. Diese Snare und ihr 12" Pendant sind absolute Preis-Leistungskracher. Sauber verarbeitet, gutes Klangspektrum, Stimmsolide, gute Ansprache. Die 12er-Version (die ich habe) ist sogar problemlos als Hauptsnare an kleineren Gig-Sets benutzbar.

    Schon kapiert, was du meinst. Aber auch das rascheln lässt sich mit etwas Fingerfertigkeit und einem nicht ganz kaputten Auge beim Teppicheinspannen auch mit den Nylonbändern gut umgehen, finde ich. Zumindest habe ich da (an meinen Snares) bislang keine nennenswerten Vorteile/Nachteile bei der einen oder anderen Befestigungsmethode feststellen können. Damit will ich aber nicht ausschließen, dass es bei bestimmten Snareherstellern konstruktionsbedingt unterschiedliche Ergebnisse mit Schnur oder Nylonband geben könnte.

    Ganz ehrlich: Klanglich habe ich zwischen Schnur und Nylonband nie einen merklichen Klangunterschied festgestellt. Rascheln hängt ja nicht nur von Schnur oder nicht Schnur ab, sondern vielmehr davon, wie das ganze Drumset gestimmt ist und ob Gitarren/Bässe/... zufällig ihre Hauptfrequenz auf der Frequenzebene der Snare haben. Von daher habe ich es aufgegeben "raschelfrei" zu stimmen (ich minimiere es nur noch), weil meine Mitmusiker sowieso immer einen Weg finden, die raschelfreie Snare doch zum rascheln zu bringen. Mir ist aber insbesondere das Gefrickel mit den Schnüren zu nervig, drum nehme ich die Nylonbänder. Reißen nie und funktionieren auch gut - für mein Dafürbefinden.

    Warum nicht einfach eine Ecke "Schlagzeug-Werkstatt"? Dann gibt's wohl keine Definitionsprobleme. Außerdem fände ich es wenig sinnvoll, den Bereich nur auf wertvolle Vintage-Sets zu begrenzen. MAD hatte hier z.B. ja auch einiges auf Vordermann gebracht, was nicht wirklich Vintage war, dennoch waren die Tipps prima. Und Bruzzis Eichenholzwohnzimmerschrank-Drumset ist nicht anders. Und das alles wäre dort ganz gut aufgehoben. Ist nur meine Meinung.

    Kaiser09: Kennst du mich? Meine Arbeit? Wenn nein, dann mal lieber schweigen.


    rubberbeat: Nein, ich meine es ehrlich, dass er das nicht verdient hat. Was ein Entertainer wie er verdient ist eine ehrliche und sachliche Würdigung seiner Arbeit, so wie es z.B. beim Ableben von Giordano, Garcia-Márquez und anderen Kulturschaffenden der Fall war. Eine boulevardeske Betroffenheitsnummer nach der anderem setzt sich weder kritisch mit seinem Werk auseinander, noch hilft es, den kulturellen Wert seiner Arbeit hervorzuheben bzw. einzuordnen. Ja, ich bin kein Fan von Udo. Aber ich weiß durchaus, was ein seriöser Nachruf ist :thumbup: und was Plattitüden sind. :thumbdown:


    Und ich werde mir hier nicht von Hans und Franz den Mund verbieten lassen. Wirklich interessant, wie wenig Meinungsfreiheit einige Menschen immer noch anderen meinen zugestehen zu müssen und dies auch noch mit Gossensprache. Wohl doch nichts aus der Geschichte gelernt... :whistling:


    Und überhaupt... in Ruhe trauern ... im Internetforum. :pinch:

    Ach ... *seufz* Zu deiner Info: Es gibt welche, die sagen, der Song sei nicht von ihm (Sondern von nicht weiter bekannten "Silber-Krakow"), es gibt aber auch MA der CDU-Bundesgeschäftsstelle, die Anfang 2000 erklärten, es sei von ihm für den Wahlkampf 1972 gesungen worden. Jürgens hat selbst nie dazu Stellung bezogen. Er hat aber seine CDU-Nähe, so wie Dieter-Thomas Heck, auch nicht verhehlt (siehe z.B. ZEIT Interview). Insofern kann nicht ausgeshclossen werden, dass er dran beteiligt war. (Und wenn, dann war das wohl sowas wie 'ne "Jugendsünde").


    Deinen Link darfst du übrigens gerne selbst nutzen.


    Ach ja, die Jungs von den St.Pauli-Nachrichten lassen anfragen, wann du wieder bei ihnen als Praktikant anfängst.



    Und nein, Jürgens geht mir nicht am A.... vorbei. Mir geht nur der verlogene Medienrummel an ihm auf den Keks. Denn genau das hat der Mann einfach nicht verdient.

    Ich weiß ja nicht, wie du das mit den Kleinanzeigen handhabst, aber eigentlich gibt es da eine klare Regel: Ein Käufer soll informiert werden über das angebotene Produkt. Und da gehört mehr dazu als das, was da geboten wird, egal, wieviel das jetzt kostet. Der Sinn und Zwecke einer Kleinanzeige ist nicht, dass jeder, der zufällig über die ANzeige stolpert, erstmal alle Infos aus der Nase ziehen muss, bevor er überhaupt weiß, ob das seinen Vorstellungen auch nur annähernd entspricht. Ich setz' ja auch nicht 'ne Anzeige in 'ne Zeitung: Verkaufe "Mutti". Und am Ende, nach dem Zusenden von Bildern etc. stellt sich heraus, dass es doch nur 'ne Dose Tomatenpürree der Marke "Mutti" ist.

    Geschockt, unerwartet, eine Tragödie... ganz ehrlich, wenn ich solche Kommentare höre/lese (Radio und Internet sind ja voll damit), bin ich schon mehr als irritiert. Klar, der Mann ist tot und das ist für viele Fans, insbesondere aber für seine Familie und Bekannten sicher zu Recht ein Grund zum Trauern. Aber: Der Mann war 80 Jahre alt. Es war somit nur eine Frage der Zeit, dass er demnächst bye bye sagt (Möge er nun in Frieden ruhen). Überraschend ist sein ableben damit für mich ganz und gar nicht. Und was mich wurmt ist im Radio und TV dieses "Wir sind alle Geschockt"-Gerede, als seien die Reporter (oder Hospitanten/Praktikanten) die besten Freunde von ihm gewesen. Was für eine Heuchelei. (Und ja: Ich darf mir so einen bissigen Kommentar über die "Kollegen" meiner leider sehr zwiespältigen Zunft gerne mal erlauben).


    Mag vielleicht unsensibel klingen, aber mir als verantwortungsbewussten Journalisten geht es insbesondere schwer auf den Nerv, dass das die Topmeldung in allen deutshcen Medien ist - als gäbe es nicht wichtigeres/bedeutenderes, was in der Welt geschieht. In der internationalen Presse ist das nicht mal 'ne Fußnote wert. (Und das ist für mich durchaus nachvollziehbar.)


    So, jetzt dürfen mich alle hassen.