Vorbilder... das ist irgendwie nicht die richtige Bezeichnung. Ich würde eher sagen, es gibt einige Drummer die mich inspiriert haben, die meine Drum-Philosophie mit geprägt haben.
Da wäre einmal Keith Moon. Unglaubliche Fills, auch in Situationen, wo vorher niemand einen Fill zu machen gewagt hatte. Sehr percussiver Drummer, der so kreativ war, dass er keine Drumsolis im Stück brauchte, um "irgendwem zu imprägnieren". ![]()
Joe Morello. Weniger ist manchmal mehr, untypische Rhythmen manchmal besser. Und Jazz geht auch mit 'ner 22er Bassdrum. Technisch irre gut. Und alles sieht so locker gespielt aus, als wenn der nur eben mal zum jammen vorbeigekommen ist und dabei die ganze Zeit an Urlaub in der Toskana denkt.
Tony Williams. Sein Spiel mit Herbie Hancock gefiel mir gut, sehr kreativ und vor allem ein unglaublicher Klang. Seine Soli fand' ich dagegen doof.
Manu Katché. Der einzige Drummer der Musik mit seinem Drumset zu malen versteht. Und nie zu aufdringlich. Wunderschön. Wer ihn live erlebt hat, weiß, wovon ich rede.
John Bonham. Technisch 1a, satter Sound, auch mal überraschende Elemente/Rolls/Pausen im Spiel.
Das Ergebnis dieser Inspirationen ist mein ganz eigener Stil am Drumset. Ich kopiere keinen, nehme aber Ingredentien des einen und anderen (zumeist unbewusst) in mein Spiel hinein, wenn's passt. Die Attitüde des einen oder anderen Drummers kann man daher sicher hier oder da mal heraushören.