Beiträge von Moe Jorello

    Wenn es ums Geld geht, nimmt man die Felle, die man hat.


    ... bzw. das, was für einen praktikabel ist. Ich habe z.B. keine Lust, wenn das Set für mehr als nur Bop-Jazz genutzt wird (z.B. auch noch Pop, Blues,...), ständig die Resos auszutauschen, nur weil ich mit dem einen Fell einen Mü mehr Wärme bekomme für Jazz. Spiele ich Funk oder Soul, ist mir dieses Mü evtl. schon zuviel oder einfach Wumpe. Ich habe klare Ambassadore untenrum und gut ist. Funzt eigentlich für alles, wenn man ehrlich ist. Wichtiger ist mir ein passendes Schlagfell für den Gesamtklang.

    Ambassador coated oben und unten ist genauso "Standard" (sofern es einen gibt) wie coated oben und clear unten. Ist reine Geschmackssache, wie "warm" man den Klang haben will (bzw. was zur Jazzmusik besser passt) und sicher auch von Drumset zu Drumset unterschiedlich. Manche Sets klingen mit clear unten schöner, andere mit coated. Es gab da mal so 'nen Typen namens WIlliams, der hat unten clear gespielt und oben ein Remo Controlled Sound. Wenn das die Musikerpolizei wüsste.... Pssst psst...! (Ich habe auch schon Pinstripes bei Jazzern gesehen. Uffa!)


    Was dein Musikleher toll findet, kann ein anderer Jazzer für seine Musik als unpassend empfinden. Also nicht festnageln lassen.

    Mit der Snare bin ich tatsächlich nicht richtig warm geworden bis ich ein Evans UV aufgezogen habe, jetzt ist der Sound wirklich grandios.


    So unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Ich habe auf vielen meiner Snares ein Evans Fell drauf, mit meiner Star Bubinga Snare (14x5,5) funzte Evans aber irgendwie gar nicht, das klang mir zu kalt, zu leblos, zu ... harsch, aggressiv, aufdringlich. Insbesondere wenn ich mal mit Besen gespielt habe, fand ich die Evans auf der Snare sehr ernüchternd (G1, G14, G12 coateds). Die Obertöne waren mit den Fellen im Klangmix für mich zu dominant. Und was ich am schlimmsten fand war, dass das letzte Fell, das ich drauf hatte, ein G1 coated, von einem Tag auf den anderen komisch klang, so bappig, schwammig. Runtergenommen, angeklopft am Spannreifen... "Bopp". Das war total tot, wie vom Laster plattgefahren - dabei hatte ich das erst vor zwei/drei Monaten aufgezogen und die Snare nur selten gespielt. Kurios. Remo verabschiedet sich in Schritten, das Evans war prompt tot (Was ich schon mal bemerkt hatte aber als "Ausreißer" bislang abgetan hatte. Scheint also nicht ungewöhnlich zu sein, dass die plötzlich "sterben") Also wieder zu Remo gegriffen. Ambassador coated. Klang im Verlgeich voller, ausgewogener. Aber noch einen Ticken zu viel Obertöne. Also ein Ambassador Fiberskin ausgetestet - voilá - hervorragender, ausgewogen, warmer Klang, auch ganz ohne Dämpfung nun für das Recording zu gebrauchen. Besen klingt auch wieder schön. Nervfaktor gleich Null.


    Jede Snare hat so ihre Eigenart. Warum die Star Bubinga bei mir mit Evans einfach nicht warm wird, ich verstehe es nicht.

    Frisch auf den Tisch - Lettuce Live-Mitschnitt.


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    Kannte ich auch noch nicht. Sehr schön. Wie richtig bemerkt, Reggae-Einflüsse sind unüberhörbar. Aber auch eine gewissen Nähe zu Gary Clark Jr. Interessant auf alle Fälle.

    Vielleicht als kurzes Addendum: Wie wenig wichtig ein teures Schlagzeug ist, um einen guten Klang zu erzeugen, zeigt dieses Video mit Funkjazz-Legende Eumir Deodato. Dessen Drummer spielt ein Tama Imperialstar in dem Video. Also ein echtes "Einsteigerset". Gut befellt und gestimmt und mikrofniert klingt es ziemlich amtlich. Da würde mit verbunden Augen keiner hier vemrutlich zunächst denken, dass das ein Einsteigerset ist, oder?


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    Noch was für das heutige Bergfest.
    THe Crusaders - Stomp and Buck Dance


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    Ich schätze, diese Perle kennt hier noch keiner. Jedenfalls zeigt sie woher die Einflüsse für The True Loves und so weiter herkommen. Ohne Gesang könnte die Nummer nämlich quasi von den True Loves stammen. Isis - April Fool


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    Mach ich auch immer so....


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    Spielgefühl kommt halt vor allem von einem selbst, nicht vom Schlagzeug. ;)


    Es wird aber stark beeinflusst DURCH das Schlagzeug. Ein Silverstar ist viel Butteriger, weicher zu spielen, als ein Starclassic - das liegt daran, dass das eine Diecast hoops hat, das andere 1,6 mm Sound Arc Hoops. Diese unterschliche Hardware wirkt sich sehr deutlich auf das Spielgefühl UND den Klang aus.

    Das Finish ist natürlich mit entscheidend beim Kauf. Ich hätte keine Lust, ein teures Set zu kaufen, dass ich von Anfang an oder nach kurzem hässlich, nervig, optisch doof fände. Ich suche mir eine Serie aus, die mir technisch, klanglich zusagt und dann kümmere ich mich um die Auswahl des Finishes (Für meine Rote Auster habe ich z.B. drei Wochen lang abgewogen, ob ich nun Champagne Sparkle, Vintage Marine Pearl oder Red Oyster nehme). Ich wähle gerne etwas, was relativ zeitlos wirkt. Lackierungen/Folierungen, die schon in den 50er/60er Jahren gut auf der Bühne aussahen - Oyster, einfarbig, Sparkle, Pearl. Wilde Sachen (Psychedelic Swirl, Glitzerfades, Tigerwood usw.) sind nicht meins, ebensowenig abtörnende Holzfurniere (Hallo Sonor). Da kann das Set noch so gut klingen. Wenn mir die Optik nicht passt, kaufe ich es nicht. Denn ein Set muss für mich auch gut aussehen, damit mir das Spielen auch Spaß bringt.