Beiträge von Moe Jorello

    [Off-topic] Wie das Set von Herrn Smith im Laufe der Jahre gewachsen ist... Das war mal schmuckeilig und relativ puristisches Arbeitsgerät so um 1992. Nun ist es scheinbar primär Showelement - wie bei Frank Beard auch. Naja... there's no business like showbusiness. [/off topic]


    Und der Jürgen wird wohl vor Weihnachten nicht verraten, welches Funk Ride er sich zu Weihnachten neu gegönnt hat.

    Ich sag mal so. In einer Funkband orientiert sich der Bassist oft am Ride. Das sollte daher idealerweise einen klaren Ping bieten. Garibaldi, Deitch, Smith, Jordan und Co. Spielen sicher nicht ohne Grund Becken, die viel mehr Ping und Brillanz bieten denn Dunkelheit und dezente Töne. Ich habe ganz persönlich jedenfalls noch keinen Funk Drummer erlebt/getroffen, der dunkle, trocken-erdige Becken als main-Rides nutzt. Sowas wie das Legend mag vielleicht in bestimmten Situationen passen, ist m.E. aber eher als exotisch denn als Standardlösung zu verorten.

    Also, ein schön leises Becken geht ziemlich sicher bei einer guten Funkband im Stile von Stevie Wonder, Incognito, Tower of Power oder Lettuce eher unter. Sehr oft hast du da ja Blechbläser mit am Start und dann fehlt es an Durchsetzungsfähigkeit, bei sowas wie dem legend dark ride. Für Jazz ein gutes Becken, so dunkel, rauchig. Für Funk... m.E. hingegen nicht.

    Feint formuliert mit dem Kartoffelsalat.


    Generell machst du mit einem 20/21er Medium Ride bei Funk und Soul nichts falsch. Ob traditional oder brilliant Ausführung und ob das nun Piste oder Meine oder Sabine oder Zildschän ist, ist reine Geschmackssache.

    Ich weiß das, weil es etliche Videos auf YT gibt, wo genau diese Unterschiede in der Produktion erkennbar sind - und das sind keine Werbevideos der einzelnen Hersteller. Einfach mal selbst gucken, sieht man sehr schnell, wie deutlich unterschiedlich gearbeitet wird. Die Japaner sind da viel perfektionistischer.


    Zu diesem Thema des in der Tradition und Mentalitätsgeschichte begründeten japanischen Hanges, alles noch perfekter als perfekt zu machen, gibt es ein Buch, dass das sehr anschaulich macht: Ikigai von Ken Mogi.

    Die unbrauchbare Freischwingaufhängung des Sonor AQ1 hatten wir ja hier im Forum schon.

    Und die SQ1 Aufhängung, die für verfärbte Lacke gesorgt hat... Das war auch ein böser Schnitzer, der nicht passieren dürfte.


    Aber tendenziell sind - und das ist leider ein Fakt - die Mängel bei den Amis eher zu finden als bei irgendwem sonst. Ich denke, die Produktion und Endkontrolle ist einfach einen Ticken "perfektionierter" als bei den Japanern als bei den Amis. Da hängen die Japaner gefühlt die Latte einfach höher - was aber auch nicht bedeutet, dass es auch dort mal zu einem Fauxpas kommen kann. Nur eben sehr viel seltener.

    Nur mal zwei Beispiele hierfür:

    Interessant finde ich ja, dass Ludwig die Gratungen z.B. per Hand macht, den Kessel auf dem Tisch per Hand drehend, während z.B. Tama das mit fest arretiertem Kessel und einer computergesteuerten Fräse macht, zwecks absoluter Präzision. Auch das Polieren geschieht bei Ludwig mit handgehaltenem Kessel am Polierband (Polieren nach Gefühl), statt, wie bei Tama, mit einem fest arretiertem Kessel, der dann mit Präzisionsmaschinen bis zu 20 Mal poliert (und lakiert) wird. Diese beiden Beispiele alleine dürften schon die Zahl der Qualitätsausreißer deutlich reduzieren, so dass B-Ware ab Werk von Tama einfach nicht zu finden ist. Ebensowenig bei Yamaha. Mir ist da jedenfalls nichts in dieser Art bekannt.


    Ich finde es, wie gesagt, einfach nicht gut, was Ludwig da macht, weil es das Image nur ramponiert. Und einen beschädigten Ruf wieder in Ordnung zu bringen, kostet über Werbung/Marketing etc. viel mehr Geld, als man mit dem Verkauf von zwei Dutzend B-Waren Sets verdient. Also betriebswirtschaftlich eher unsinnig.

    Das finde ich bedenklich, sowas auf den Markt zu werfen. Damit wird letzlich nur nochmals unterstrichen, dass die Fertigungsqualität bei Ludwig inkl. Endkontrolle einfach auf einem niedrigeren Niveau ist, als bei den Japanern. Wie du richtig feststellst, sowas würde bei Pearl, Yamaha, Tama so nicht durchgehen. Japaner haben einen Hang zur Perfektion und ein Set das nicht 1a ist, wäre ein Gesichtsverlust. Die japanische Mentalität ist einfach eine andere als die amerikanische.


    Aber ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich gänzlich ungeniert...

    Die lebenslange Ride Suche führt eben zu 80% nach Nottwil.

    Wie sang doch einst Klaus Lage? "Alles Lüge! Alles Lüüüüge!" ^^


    Mich juckt es ja immer noch in den Fingern, ein 21" HHX Complex ride in der light-Ausführung zu kaufen - aber ich habe tapfer den Geldbeutel zu gelassen. So spiele ich das meiste in Sachen Blues/Soul/Rock etc. immer noch auf dem 21" HHX Groove Ride. Jazz ist 'ne andere Kiste. Da wechsel ich mehr durch.


    Edit: Ach ja, Treffen zum Beckenvergleich. Schöne Idee. Ein Treffen im Norden, eines im Süden?

    Ach, die waren nur in der Zeit von 1969 bis 1977 eine Band, die sich aus Session Musikern (teils Academy Award Gewinner und Mitglieder der Wrecking Crew)) entwickelt hat, die Stadien mit 80.000 Leuten gefüllt und mehrere Billboard chart Top 10 Hits hatten - und ganz nebenbei den Soft Rock als Genre begründet. Das erste Album spielte so ein unbekannter Typ Namens Jim Gordon ein, bevor Mike Botts das Schlagzeug übernahm. Nichts von Belang....


    Edit : Ach ja, sind auch in der Music Hall of Fame im Bereich Vocal, aber... Wie gesagt, nicht wirklich wichtige Band in der Musikgeschichte.

    Fellwechsel ist super einfach... Wechselt irgendwer die Felle so oft wie seine Unterhose? Meine Remos sind nun schon mehrere Jahre auf meinen Sets aufgezogen und klingen immer noch gut. Just saying... schneller Fellwechsel ist mir als Verkaufsargument da einfach zu banal.

    Die meisten Pedale der Einstiegsserien von z.b. Tama, Gibraltar und Pearl sind robust genug und laufen auch rund genug, da muss man sich heutzutage keine großen Gedanken machen. Die sind auch tausendmal besser als z.b. ein Anfang 80er "high-end" Pedal von Sonor das zwar wie ein Panzer gebaut ist, aber genauso schwerfällig ist. Da muss man also heutzutage nicht tief in die Tasche greifen, gerade gebraucht, um was ordentliches zu haben.


    Ich habe live z.b. sehr oft das Classic Pedal von Tama im Einsatz und... Da gibt es nix zu meckern. Läuft 1a - und kostet nur einen Bruchteil meiner Yamaha direct drive Pedale.

    Ich verstehe nicht, warum immer das Imperialstar empfohlen wird. Jeder Hersteller hat günstige Serien im Portfolio, und das Imperialstar mit den Plaste-Spannreifen auf der Bassdrum wirkt nur einfach billig.

    Weil das Ding einfach total robust ist und ewig hält. Deshalb. Die Spannreifen mögen nicht superhübsch sein, aber das Teil ist einfach ein solides Arbeitspferd für Einsteiger und quasi überall erhältlich. So wie auch das Pearl Export.

    Das will ich auch in Zukunft noch machen

    Na, ob das mal in zehn Jahren noch bestand hat. Musikalische Vorlieben ändern sich im Laufe des Lebens sehr oft, bzw. erweitern sich.


    Doll draufhauen ist unnötig. Mit der passenden Technik und den passenden Sticks (Wird oft untesschätzt von unerfahreneren Drummern) kannst du laut genug für alles spielen, zugleich aber deine Becken und den Geldbeutel schonen.


    Wenn du dir ein Sabian AA Set oder ein Zildjian Avedis Set o.ä. holst, machst du schon mal nicht grundlegend etwas verkehrt, weil diese Becken in einer Vielzahl von Musikstilen passen. Aber: Jeder Tipp, den wir dir hier geben können, ist mit Vorsicht zu genießen, weil eben der persönliche Geschmack sehr stark variiert. Der eine mag keine Paiste 2002, der andere liebt sie. Dennoch haben sich einige "gehen so fast immer Sets" wie AA/AAX HH/HHX, Avedis, K, 2002, Pure Alloy, Bycance herauskristallisiert.


    Schau doch mal für eine grobe Orientierung auch mal bei den Videos von mycymbal.com / Memphis Drum shop rein. Die haben unendlich viele Becken aufgenommen - in einer Qualität, die eine erste halbwegs seriöse Beurteilung auch ermöglicht. Das könnte dir bei der Suche/Erstorientierung vielleicht ganz behilflich sein.