Beiträge von Moe Jorello

    Dass musikalische Leiter verrückte Fanatiker sein können, verbal unter der Gürtellinie und skrupellos, Musiker zu ersetzen, wenn die Leistung nicht gleich stimmt, glaube ich aber schon.

    Das bestreite ich ja auch gar nicht. Es ist nur nicht usus. Nehmen wir nur mal den Bereich der klassischen Musik: 129 öffentlich finanzierte Konzert-, Opern-, Rundfunk- und Kammerorchester gibt es in Deutschland laut unisono. Hinzu kommen einige private Orchester und etliche kleinere nicht professionelle oder semi-professionelle Orchester. Hinzu kommen dann Big-Bands/Orchester abseits der Klassik. Macht viele, viele, viele Orchester unterschiedlicher Couleur. Die Zahl der Meldungen über "musikalische Fanatiker" in Relation zur Anzahl der musikalischen Ensembles spricht dagegen, dass Bekloppte landauf landab die Orchester leiten und Musiker drangsalieren würden. Zu Verurteilungen vor Gericht kam es nur in wenigen Fällen. Um aus einem Bericht von "Politikkultur" zu zitieren:

    Zitat

    Grenzüberschreitungen bleiben meist Einzelfälle; das wissen auch die Juristinnen und Juristen aus der unisono-Rechtabteilung zu berichten.

    Und die Grenzüberschreitungen im Orchesterbetrieb sind mehrheitlich sexueller Art, Mann gegen Frau, Frau gegen Mann, und dies auch mehrheitlich innerhalb der Orchestergruppe und eben nicht auf die Chefs bezogen. (Und das meiste davon ist im Zuge von me-too medial nicht selten aufgebauscht präsentiert und ausgeschlachtet worden. Sensationspresse eben.)


    Würden Misshandlungen und Sadismus etc. im Stile von Whiplash so weit verbreitet sein, ganz ehrlich, dann würde doch kein Mensch mit zwei Cent Verstand diesen Berufsweg überhaupt einschlagen, oder? So doof kann man doch nicht sein. Die Orchester wären zum krepieren verurteilt, wenn es überall toxisch zugehen würde.


    Vielleicht auch ein Ding zum Nachdenken: hat irgendein populärer Musiker gesagt, Whiplash sei ein Abbild der Realität? Mir ist da nichts in der Hinsicht bekannt. Gegenteiliges hingegen schon. Und das vielfach.


    Nichts desto trotz: Idioten gibt es überall, weil Menschen einen Hang zur Idiotie besitzen. Darüber braucht man nicht zu streiten. 😉

    Das sind aber - mit Verlaub - Einzelfälle und die Mehrzahl dieser medial bekannten Fälle bezogen sich auf sexuelle Übergriffe meines Wissens. Der Film hingegen suggeriert, dass sadistisches Fehlverhalten "normaler Orchesterbetrieb" sei (obgleich der Typ am Ende rausgeworfen wird). Und das finde ich einfach nicht passend. 🤷🏼‍♂️

    Ich glaube, wir reden gerade aneinander vorbei. Niemand bezweifelt, dass es Druck gibt im Profigeschäft. Das ist völlig normal. Es wird natürlich erwartet, dass du pünktlich bist, vorbereitet und sauber abliefert. Klar. Aber dieser sadistische Kasernenumgang, die psychische Abwertung, dieses toxische, mobbinghafte Gebaren, das im Film dominiert, das ist eben nicht usus, wie vom Film suggeriert. Und falls ein Orchesterchef das eine Weile praktizieren sollte, naja, der Gang zum Arbeitsgericht ist nicht weit, die Entlassung eines Soziopathen und Narzissten nicht wirklich schwer.

    Also, die, die ich kenne und mit denen in in Workshops und auch abseits davon zusammen über die Jahre hinweg werkelte, ob Piano, Bass, Sax, Trompete oder Gesang, fanden den Film alle zwar unterhaltsam, aber weitgehend fern der zumindest hiesigen Realität. Soweit aber auch nur meine persönlichen Erfahrungen bzw. Rückmeldungen. In der Bigband der Hamburger Polizei und bei der NDR Bigband z.B. sei sowas jedenfalls nicht präsent, und auch nicht denkbar, was im Film kolportiert wird. Wenn du da andere Erfahrungen gemacht haben solltest, so be it. In meinem Umfeld ist jedenfalls der Film als stark überzeichnet eingeordnet/abgetan worden.

    Na klar, ist halt Hollywood, da muss es dramatisch zugehen... 😉

    #102

    Eben. Und wenn ein realistischer, dokumentarischer Film geschaffen worden wäre, wäre keiner ins Kino gegangen, keiner würde einen Oscar bekommen, keiner würde Millionen verdienen.


    Für die Amis ist Show das A und O, egal, ob Musik, Sport, Film. Das darf man einfach nicht vergessen und in diesem kulturellen Kontext muss man solche Filme sehen und analysieren.


    Wie sehr dort alles dem Faktor Show untergeordnet wird ist mir auch erst bewusst geworden, als ich mehrfach die Staaten bereist hatte. Und da war es egal, ob du in Kalifornien, New York, Florida oder sonstwo bist. Selbst die Elite Unis, wie Stanford, Columbia, Berkeley usw. waren und sind durchtränkt von "Greatest show on earth"-Psychologie und Kommerz. Und auch die Jazzclubs in News York ordnen inzwischen alles dem Show und Kommerz-Faktor unter. Blue Note und Village Vanguard leben von Mythenbildung, Verherrlichung, Marketing und austarierten Shows zwecks Gewinnmaximierung. Zwei Sets pro Abend, strikte Zeitvorgaben, genaue Showvorgaben, was wann gesagt wird, geschieht, strikte "Verzehrregeln" für Besucher, strikte Zeiten für Ein- und Auslass. Das ist reine UnterhaltungsINDUSTRIE inzwischen.

    Konkurrenzkampf ist in der Branche da, klaro. Wo denn nicht? Nur das Bild im Film wirkt doch extrem überzeichnet. Finde ich jedenfalls. Es zeigt wirklich nirgends, warum jemand Musik machen will, warum es ihm wichtig ist, was er daran liebt. Es zeigt nur, "ich lasse mich gerne foltern".

    . Bei klassischen Orchestern ist es zumindest so wie in dem Film

    Wage ich zu bezweifeln. Pardon, ich glaube da einem Peter Erskine mehr als dir. Der spielt ja nun seit Jahrzehnten in allen möglichen Orchestern und schult auch junge Drummer.


    Ich habe auch in allen Jazz-Workshops (auch mit Big Band) nie erlebt, dass ein Musik-Prof dermaßen Scheisse agiert. Ganz im Gegenteil. Da wurde positiv motiviert und Konkurrenz gefördert und nicht drangsaliert. Und wenn jemand was nicht gepackt hat, wurde ihm eine andere Rolle zugeteilt, wo er sicher war und sich wohl fühlte und weiterentwickeln konnte und eben nicht gequält wurde. "Du musst das jetzt aber hinkriegen!!!!"


    Sicher, es gibt harte Konkurrenz aber der Film ist überzeichnet. Hollywood eben.


    Zitat

    Was in dem Film abgeht, erinnert mich mehr an die gute alte russische Schule im klassischen Bereich.

    Mich erinnert es an Full Metal Jacket. Private Schneewittchen....

    Ööh, das sind doch alles verschiedene Modelle, oder? Der Erkenntnisgewinn ist in meine Augen daher eher klein.

    Sind verschiedene Modelle, ja, dennoch merkt man, wie sehr der Pitch nach unten geht, das ancrashen kompliziert und träge wird. Also für eine ganz grobe erste Einschätzung/Orientierung für "unbedarfte" ist das m.e. völlig okay. Das Video will ja auch keine akademische Abhandlung sein.

    Für mich ist Jazz jedenfalls ein lebenslanger Prozess des Hörens, Lernens, Verstehens und Suchens.

    Das unterschreibe ich komplett. Im Jazz gibt es eigentlich keinen Stillstand. Es gibt immer eine Weiterentwicklung von Stilistiken, von Arrangements, von Interpretationen aufgrund sich ändernder emotionaler Zustände, menschlicher Weiterentwicklungen, neuer technischer Möglichkeiten.


    Jazz ist dauernd in Bewegung , transformiert sich, verschmilzt, und teilt sich wieder auf. Wer meint er kenne DEN Jazz, der entwickelt sich vermutlich gar nicht weiter, sondern bleibt in einem kleinen Fragment des großen Ganzen verhaftet. Und weil Jazz sich beständig verändert, anpasst neue Wege geht, ist es natürlich schwer das Wesen des Jazz zu fassen. Und das macht das auch sicherlich vielen so schwer, den Jazz für sich zu begreifen und sich darin zu Hause zu fühlen. Dabei gibt es sicher für jeden einen Punkt, wo er den Einstieg in den Jazz schaffen kann. Zum Beispiel über Funk-Jazz.


    Aber wie soll man Jazz anpacken, wenn man nicht weiß wo man anfangen muss? Im Endeffekt braucht man eben irgendeinen Ausgangspunkt, ob Swing, Be-Bob, Dixie, Cool Jazz oder Free Jazz (such es dir nach Gusto aus), mit dem man sich beschäftigt, um dann für diesen Punkt das Wesen des Jazz, das Gefühl, die Emotionalität zu begreifen und für sich zu adaptieren und zu verstehen, weshalb dieses Lebensgefühl entstehen kann, dass man sagt: ich liebe dieses Lied, diesen Jazz, ich verstehe was die Musiker dort machen wollen, ich weiß wie ich interagieren muss am Schlagzeug.


    Von diesem Punkt aus, wenn ich den wirklich erreicht habe, kann ich die weiteren Schritte machen und mir neue Bereiche des Jazz Stück für Stück erschließen, die im besten Fall von diesem Urkern, von dem ich komme, sich heraus entwickelt haben. Denn dann habe ich halt schon ein Grundverständnis dessen, was gewesen ist und was daraus geworden ist und wie es sich weiterentwickeln kann. Es öffnet die Tür.


    Und dieses ständige "im Fluss sein" beim Jazz, die ganzen vielen verschiedenen Annäherungsarten aufgrund der Weite der Stilistiken, macht es wahrscheinlich auch sehr viel komplizierter beim Jazz als bei manch anderen Musikarten, "Fuß zu fassen", da man bei anderen Genres doch einen vergleichsweise weniger "lebenden Organismus" hat sondern musikalische Strukturen die viel gefestigter sind. Wer Rockdrumming Anno 2026 kann, wird beim Rockdrumming Anno 1970 weniger Probleme haben, das Wesen, den Vibe zu erfassen, als jemand der aus dem Dixie kommt und plötzlich Fusion Jazz mit Weckl und Corea spielen soll. Das sind zwei ganz weit voneinander entfernte Sachen, obwohl beides Jazz ist.


    Ich kann für mich nur sagen, ich kenne Fragmente des Jazz und werde ihn nie in Gänze kennenlernen, begreifen, verstehen, verinnerlichen. Ich habe von Klein auf einiges mit der Muttermilch aufgesogen. Ja, das macht den Einstieg und die Weiterentwicklung leichter. Ich werde aber Zeitlebens immer auf Teilbereiche des Jazz beschränkt bleiben, auch weil sich Jazz ständig erweitert, verändert. Aber das ist normal, das ist nicht schlimm. Finde deinen Sweet Spot und schaue, was dann noch darüber hinaus geht. Ich lerne ich auch beständig weiter. Und wenn man dann z.B. feststellt, mit Free Jazz kann man gar nichts anfangen, was man dazu spielt klingt 100% kagge, dann ist das absolut okay. Man ist deswegen nicht schlechter als Musiker.


    In diesem Sinne nicht vergessen, auch ein renommierter "Jazzer" kann fehl am Platz sein, wenn er im falschen Jazzbereich mitspielen soll. Buddy Rich bei Chick Corea? Brötzmann in einer New Orleans-Combo? Louie Bellsson bei Snarkey Puppey? Wird spannend. 😂

    Oh mist - da ist mein Post ja in die Hose gegangen...

    Nein, ist er nicht, er ist nur von manchen falsch interpretiert worden. Die Tücken der nur-verbalen-Kommunikation.


    Mattmatt: Klar, Jazz kann auch viele Noten haben, sehr oft hat er es auch - aber es ist halt kein Gesetz, dass es viel Noten sein müssen. Schönes Beispiel, dass mir da spontan einfällt: Moonlight Serenade von Glenn Miller oder It never entered my mind von Miles Davis. Es kommt halt immer drauf an, was man spielen möchte, was man bewirken möchte.


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    (Übrigens auch interessant, wie hier das Tempo mal angezogen und mal verschleppt wird, Nix da auf click).


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    Absoluter Schnapper. Glückwunsch! Alleine das Shellset ist schon mehr als 1.200 wert.

    Aaaalso, diesen "Seitenhieb" an die Jazzer, die nicht geliefert haben, damit hatte ich lustigerweise eher two, trommla, mich und einige andere als Adressaten gesehen und man kann und sollte das nicht so bierernst nehmen. Seht es entspannt. Bitte. Das der eine oder andere sehr viel Expertise in dem Bereich Jazz hat ist doch normal und das zweifelt auch keiner an, genausowenig, wie angezweifelt wird, dass hier der eine oder andere sehr gut im Bereich Recording, Metaldrumming, Trommeln stimmen, Instrumentenbau, Punkdrumming oder was anderem qualifiziert ist.


    Studium hin oder her: Es geht um Musik, die liebe zum Schlagzeugspiel, das ein Lied bereichert, nicht um akademische Leistungen, mit denen wir hier brillieren wollen. Ich habe auch meine akademischen Titel, dennoch können andere, die nicht das studiert haben, was ich studiert habe, sicher genausogut die Materie verstehen und beurteilen. Wenn nicht gar besser. Es ist nichts verkehrt daran, autodidakt zu sein. Es ist sogar sehr gut, weil es eben von großer Neugierde, Wissensdurst und Hingabe, Leidenschaft zur Materie zeugt. Sicher sind nicht ohne Grund einige der interssantesten Musiker Autodidakten bzw. nicht-akademischen Ursprungs. Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass der Akdemiker langweiliger wäre. Es sind einfach zwei unterschiedliche Annäherungsarten an ein Sujet. Und das ist doch toll, wenn es mehr als nur eine Spur auf der Musik-Autobahn gibt.


    Und "authentisch". Können wir diesen Begriff bitte auch mal über Bord werfen? Es gibt keine "authentischen" Jazzer. Es gibt Musiker, die gut in einem oder mehreren Genres die musikalischen Herausforderungen umsetzen. Menschen, die einfach gut Jazz spielen können aus bereits dargelegten Gründen, so wie jemand anderes einfach verdammt gut Metal mit Doppelhuf spielen kann. Das müssen wir sicher nicht nochmal durchkauen, oder? Entweder ich spiele gut in einem Genre, weil ich das Genre kenne, damit "aufgewachsen bin", es lebe, genieße, liebe - oder ich wage mich erstmals oder nur selten dran, dann ist es natürlich "weniger relaxed"bis vieleicht auch verkrampft weil das Wesen des Genres noch nicht vertraut ist. Ich kann sicher auch Reggae spielen - ob das aber souverän klingt, ist eine andere Frage, denn ich spiele eigentlich nie Reggae - obwohl ich Bob Marley oder Jimmy Cliff super finde. Ist das schlimm? Nö. Wie schon mal gesagt: Es ist gut, sich an etwas zu versuchen, dazuzulernen, sich weiterzuentwickeln. Niemand verlangt hier Höchstleistungen und die Challenge hat ja nun keinen wirklich ernsten Charakter sondern ist doch eine schöne, spielerische Art, sich mit einem Genre zu befassen, dass man sonst vielleicht nicht so auf dem Schirm hat und die Chance bietet, sich weiterzuentwickeln, Ideen zu sammeln, schauen, wie andere eine Aufgabe angehen und zu erkennen, was am Ende überzeugend klingt oder was eben nicht so gut funktioniert.


    Und Marius, meine Signatur hat ja einen gewissen Hintergrund, weiß nicht, ob du den kennst. Peter Erskine bezog sich in einem Interview damit auf das Spiel des Schlagzeugers im musikalischen Kontext. Man spiele für die Musik, für das Lied, nicht um den anderen Mitmusikern oder dem Publikum zu beweisen, was man technisch alles drauf hat. Wenn ein Lied ganz "simpel" gespielt schön klingt, klingt es schön und braucht nicht mehr. "You don't have to show off". Lass die Licks, Fills, Doppebass weg, wenn sie das Lied eher zerstören. ;)


    PS: Mit Bezug auf druffnix möchte ich anmerken, dass auch die Liebhaber des Jazz nicht alles im Jazz toll finden. Es gibt sehr viele Jazzmusiker, mit denen ich z.B. nichts anfangen kann. Brötzmann .. oder Ornette Coleman. Und auch der hochgelobte Miles Davis, was er in späteren Jahren gemacht hat, fand ich persönlich total uninspirierend, langweilig. Jack DeJohnette haut mich ebenfalls überhaupt nicht vom Hocker. So what? SIe mögen bzw. mochten ihre Musik und hatten ihre Fans. Alles gut. Mehr muss nicht.

    Oliver, das ist jetzt aber wirklich gemein. :D Dann müssen vermutlich alle Jazzer bei der nächsten Death-Metal-Challenge antreten, damit wieder Gleichstand herrscht.


    Und da nun auch die Diskussion um Studium und so aufkreuzt: Jazzer zu sein, (wie gesagt, ich tue mich mit der Kategoriesierung, dem Schubladendenken etwas schwer) hängt doch nicht essentiell davon ab, ob jemand Jazzmusik studiert hat. Klar, gewissen Harmonien, Akkordstrukturen und so weiter lernt man da intensiv kennen und vieles andere mehr, aber ich wage mal keck in den Raum zu werfen: Louis Armtstrong hat nicht Jazz studiert. Auch kein Glenn Miller oder Louie Bellsson, Tony Williams oder Gerry Mulligan, Und auch Joe Morello hatte klassische Violine ursprünglich studiert. Nix da mit Jazz.


    Jazz ist ja auch unter anderem ganz viel Einstellung, Lebensgefühl. So wie man den Blues lebt, lebt man auch den Jazz. Die Wege, die dahin führen, können, wie immer, sehr unterschiedlich sein.

    Schau mer mal. :) Ich werde die Tage das Playalong nehmen und wenn ich Zeit habe undauch wieder fit bin mein krudes Gedaddel mit dem EAD10 quick&dirty aufnehmen und dann ebenso quick & dirty zusammenbasteln. Für Beispielaufnahmen reicht das ja allemal und es geht ja nur drum, was man machen könnte, also Ideen aufzeigen.

    Den Wechsel Besen-Sticks-Besen kann man machen, völlig legitim. Wenn man den "Rutsch zurück" zum Besen aber nur schwer hinbekommt, dann würde ich sagen: Bleib bei Sticks oder aber Besen. Weder mit dem einen noch dem anderen macht man erstmal grundlegend etwas falsch. Der Wechsel zwischen Besen und Sticks sollte natürlich geübt werden - auch ich überlege immer dreimal, ob das Stück einen sauberen Wechsel für mich innerhalb meiner Fähigkeiten ermöglicht oder nicht. Wenn nein, dann entscheide ich mich für eins davon, meist die unaufringlichere Variante, Besen. Lieber dezent als zu dominant.


    Übrigens: Auch die Kombination aus 1 (cross)Stick und 1 Besen ist eine mögliche Option, wenn man in RIchtung Bossa bei einem Jazzstück gehen will. Und auch nur mit Mallets (und abgelegten Strainer) könnte man sicher etwas hübsches kreieren - in dem Fall würde man die Melodie eher auf Toms, Snare und Becken sanft "malen". Das wäre dann eine ganz perkussive untermalung.