Beiträge von Moe Jorello

    So, der KZ ES4 ist da. Meine Eindrücke soweit (was geliefert wird, sieht man auf den Bildern etwa beim großen Fluss, ich habe sie mir in schwarze bestellt).


    Für die Preisklasse erscheinen mir die Höhrer erstaunlich gut produziert. Sitzen fest im Ohr, nerven eigentlich nicht, der Tragekomfort ist durchaus gut. Klar, etwas Druck verspürt man nach einiger Zeit, aber das ist von Ohr zu Ohr unterschiedlich und für mich auch nicht unangenehmer als andere Inears oder Overears. Das muss man ergo selbst rausfinden, ob die für einen bequem sind oder nicht.


    Nun das ganz wichtige: Der Klang.
    Im Vergleich zum Shure 215er und dem VicFirth ist das, was der ES4 liefert, eine ganz andere Nummer. Der Bass ist für meinen Geschmack immer noch etwas zu "pushend", also nicht so ganz ganz neutral, aber nicht unangenehm. Details lassen sich hier per EQ sicher noch etwas feintunen. Ich habe zuerst mal nur den Klang mittels meiner Heimanlage überprüft (Cambridge Audio) sowie meinem Notebook (Bang&Olufson Audio), auch um einen Vergleich zum Klang meiner überaus guten MusicalFidelity Kopfhörer zu ziehen. Also habe ich von Jazz über Rock, Unplugged, Operngesang, Kammerorchester, so ziemlich alles an unterschiedlichen "Herausforderungen" einmal angehört, um einen Eindruck zu gewinnen, wie gut der ES4 mit verschiedenen Abmischungen/Genres harmoniert. Dass der Bass ein wenig mehr Präsenz besitzt, als im Vgl. zu meinen offenen Kopfhörern, liegt natürlich zu einem bedeutenden Maß an der Isolierung (Ich habe Comply 500er Isolating Tips montiert). Die Frage: Wie harmoniert der Bass aber mit dem Rest? Sehr gut, finde ich. Mitten und Höhen sind sehr schön aufeinander abgestimmt, es ist einge angenehme Blance da. Feine Details werden gut aufgelöst, bei Konzertmitschnitten klingt es fast so, als wäre man vor der Bühne selbst. Räumlich wirkt der ES4 somit sehr gelungen. Man bekommt ein schönes Gefühl dafür, wo welches Instrument aufspielt, der Gesang ist klar, weich, angenehm. Keine nervenden, klirrenden Spitzen im Sound. Für das Geld wahrlich famos. :thumbup:


    So, wie das jetzt bereits klingt, kann ich mir nur vorstellen, dass es am Set (sobald ich Zeit habe, es auszutesten) auch richtig gute Ergebnisse geben wird. Die Abdichtung mit dem Comply Foams funzt jedenfalls sehr gut. Habe eine Snare daheim testweise mal angespielt, während die Inears drauf waren, sehr schön abgeschirmt, die Musikübertragung ins Ohr wurde nicht "klanggestört". Sollte für das Monitoring also gut funktionieren. 8)

    "The thing I see a lot, expecially with the onslaught of social media coming at everyone, is that there is this kind of race to outdo everybody. There's a race to outdo the guy next to you and 'This guy can do this, oh, I have to do that, plus something else'. And that's a very unmusical way to go about doing anything behind any instrument. Now, that's going on everywhere, but the drums, as usual, are magnified. We play a very physical, violent almost instrument sometimes and it's very easy to get into that gladiator-esque mindset. For me, that doesn't do anything for me musically."


    Tommy Igoe

    Ich habe jetzt einfach mal die KZ ES4 geholt, die klanglich quasi genau so gut wie der 10er sein sollen, aber nur etwa die Hälfte kosten, 23 Euro. Berichte über die Dinge lesen sich ja überaus famos. Sollten die wider Erwarten nicht so cool sein, kann ich die immer noch für Musikhören daheim/im Zug nutzen. Besser als die schlimmen Smartphone-Lauscher von Samsung (die auch teurer sind) werden die schon sein. Ich berichte, wenn sie denn mal geliefert werden und im Einsatz gewesen sind, ob sich die Investition lohnt.

    Danke, was du beschreibst, deckt in etwa meine Befürchtungen. Das Klangversprechen etc. ist ja toll, aber die Bauform, deutlich anders als z.B. bei Shure, hat mir etwas verwundert, denn ein kleiner Tipp hier und da könnte es ja theoretisch - und auch praktisch, wie es scheint - ins Wackeln bringen, was ja nun kontraproduktiv ist. Ich bin zwar kein "schwitzer" und "stark zittriger" Mensch, aber man muss es ja nicht riskieren... Daher meine Frage.


    Ich muss mir leider neue Knöpfchen besorgen, meine 215er Shure, die klanglich leider recht dumpf sind, habe ich vor zwei Tagen geschrottet (draufgetreten in meiner unnachahmlichen Achtsamkeit). Und meine alten VF Mickey Mäuse sind klanglich nochmal dürftiger, die will ich eigentlich nicht wieder aufsetzen müssen.Also rungeschaut, was es noch so gibt bis so etwa 250 Tacken. Da las sich das Klangversprechen der ER3SE ja mal ganz erfreulich. Hmmm... also wohl doch zum Shure 400er greifen? Mal sehen. Ich möchte eigentlich gerne ein relativ unverfälschtes Klangerlebnis, auch weil ich es doof finde, wenn das Drumset im Mix aus dem Kopfhörer basslastig klingt, es in Realiter aber gar nicht so sehr ist. Diese Bassboosterei finde ich eher nervig.

    Und am Ende steht das Tom auf 'nem Snareständer. Viel Technischer Firlefanz für nix.


    Habe ich es doch gesagt... Jeff Hamilton lobt die Aufhängung im Werbevideo als Supidupi und was macht er mit seinem neuen Mapex Black Panther Set beim Auftritt bei PASIC18 in der Realität? Jepp, das Ton steht aufm Snareständer. Nun ja... :rolleyes:

    Ich krame den Fred mal wieder raus. Hat jemand schon mal Erfahrungen mit den Etymotic ER3SE gesammelt? Soll angeblich Studioreferenztauglich sein (sehr sauberes, neutrales Klangbild) und eine Abschirmung von bis zu -35 bis -42 db erreichen. Das klingt ja nicht ganz unspannend.

    Die pdp Bubinga Snares stehen sicherlich zum Teil noch im Handel, diese wurden aber umgestellt auf Walnuss .


    Merci. :)


    Mahagoni ist, finde ich, durchaus eine schwierige Kiste. Da gibt es ja echten Mahagoni (karibisch, geschützt) und "Mahagoni" (philippinischer, indischer usw. (https://de.wikipedia.org/wiki/…ystematik_und_Verbreitung)) und nur seltenst findet man einen Hinweis um welche Art von wo es sich da konkret handelt. Und Esche reiht sich da gleich mit ein, denn einige Eschenarten (aus dem Gebiet der Manschrurei) stehen auf der Cites II-Liste, andere wiederum nicht. (für Lesefreudige, hier die gesamte Liste der Geschützten Hölzer. https://www.bfn.de/fileadmin/M…rierefrei-holzliste-5.pdf). Ein wenig mehr Transparenz wäre bei vielen Herstellern wünschenswert, wie ich finde.

    Da bin ich ganz bei dir, Jürgen. Ich hatte auch erwartet, dass die Hersteller schneller von sich aus auf Edelhölzer verzichten würden. Die Edelholznutzung war ja schon vorher mit viel Argwohn betrachtet worden, Tama auch entsprechend Kritisiert worden (und auf Anfragen zur Herkunft der Hölzer immer recht nebulös bei den Antworten geblieben, wenn ich mich recht erinnere). Das Umweltbewusstein in Fernost ist vermutlich jahrelang anders gestrickt (gewesen), als hier. Anders ausgedrückt: Solange der Rubel rollt, sch*** drauf. Nun sind die Daumenschrauben angezogen worden und sie waren zur Reaktion gezwungen. Von daher hat Cites II den gewünschten Effekt gebracht.


    Gutes Walnussholz ist, wie ich auch finde, eine sehr gute Alternative, wenn man tieftöniges haben möchte. Wie tieftönig das sein kann, zeigt ja z.B. die Tama Star Walnut Serie im Vergleich zur Bubinga-Version. Für mich klingt das ehrlich gesagt runder, wärmer, weniger "brachial" als Bubinga, das deutlich mehr Attack liefert.


    Nutzt Sonor eigentlich noch Edelholzfurniere für die SQ2 oder sind die zwischenzeitlich komplett rausgeflogen?



    Was übrigens bemerkenswert ist, ist dass nun bereits von manchen Sammlern prognostiziert wird, dass der Gebrauchtpreis für Bubinga- und andere Edelholztrommeln in den kommenden Jahren nach oben schnellen werde. :|


    @die-happy. Danke für die Info. PDP hat aber derzeit limitierte Snareauflagen mit Bubinga im Programm.

    Cites II zeigt Wirkung. Laut neuen Aussagen von Tama Mitarbeitern werden keine neuen Schlagzeuge und Snaredrums mehr gefertigt, die Bubinga enthalten. Die Preise für das Holz seien aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage der Möbelhersteller in China bei gleichzeitig sinkendem Nachschub (nur noch nachhaltige Forstwirtschaft erlaubt) derart nach oben geschnellt und zudem der bürokratische Aufwand (Zertifizierung) in einem Maße gestiegen, dass es für den Instrumentenbau wirtschaftlich (und auch ökologisch) nicht mehr vertretbar sei, weiter das Holz zu nutzen. Die Nachfrage ist seit Cites II nochmals höher als das Angebot an (legal gewirtschafteten) Hölzern.


    Das bedeutet, dass Tama die Starclassic Birch/Bubinga-Serie kommendes Jahr ersetzen wird (wohl mit einer neuen Hybridvariante, gemunkelt wird Walnuss oder Kapur). Die Starclassic Bubinga-Serie verschwindet. Ob ein Ersatz kommt, ist derzeit unklar. Star Bubinga wird ebenfalls von der Bildfläche verschwinden, ebenso alle Snaredrums, die Bubinga enthalten, das betrifft die Reihen SLP, Starphonic, Starclassic und Star. Lediglich Restbestände des Holzes werden lt. Tama-Mitarbeitern für Nachorderungen von Toms genutzt - so lange der Vorrat reicht. Restbestände der betroffenen Serien werden somit derzeit sozusagen "abverkauft".


    Ob andere Hersteller ebenfalls ihre Bubinga-Produkte komplett einstampfen oder aber drastisch zurückfahren werden (wohl mit einhergehender Kostensteigerung), ist mir derzeit nicht bekannt. Falls da jemand etwas mitbekommt, kann er gerne hier anhängen, welche Hersteller welche Serien/Produkte aufgrund von Cites II definitiv verändern werden. Bei Yamaha soll es 2019 auch deutliche Veränderungen geben, das Live Custom soll einen Nachfolger bekommen (was aber nicht CItes II geschuldet it, Eiche gibt es ja genug) und vermutlich wird das Maple Custom Hybrid ebenfalls aufgrund von Cites II modifiziert werden. Wenge ist ja ebenfalls auf die Liste der allmählich bedrohten Hölzer gesetzt worden. Auch hier dürften die Kosten für das Holz nach oben geschnellt sein.


    Vielleicht nochmal zur Erinnerung:

    Zitat

    Nach Schätzungen von Interpol werden zwischen 15 und 30 Prozent aller Bäume, die in den Welthandel kommen, entweder illegal abgeholzt oder aufgrund gefälschter Lizenzen vertrieben.
    Auch wenn der Anteil an Edelhölzern, die bisher in den Instrumentenbau gingen, vergleichsweise gering ist angesichts des gigantischen Raubbaus an der Natur, gelten die verschärften Handelsbedingungen auch hier.
    [Quelle: http://www.delamar.de]

    Mittels des durch Cites II forcierten trockenlegens des (in den vergangenen Jahren enorm gestiegenenen) Pools illegaler Abholzungen steigen ergo die Holzpreise, was letztlich Auswirkungen auf den gesamten Instrumentenbau- insbesondere den Gitarrenbau - hat.


    Weitere womöglich betroffene Hersteller bzw. Serien, bei denen Veränderungen zu erwarten sein dürften:


    - Dixon (Artisan)
    - PDP (Snares)
    - DW (Collectors)
    - Canopus (Snares)
    - Unix (Snares)
    - Lynx (Snares)
    - Hendrix (Snares, Perfect Play Series Drums)
    - T Berger (Snares)

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    Sehr schöne Performance, von vorne bis hinten.


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    Das Ding ist, dass Lack einfach empfindlicher als Folie ist. Ein kräftigerer Rumms an eine Kante macht in der Optik der Folie nichts (Okay, der Kessel hat vielleicht einen Knacks, aber das ist eine andere Sache). Bei Lack kann es bei leichteren Schlägen im falschen Winkel von kleineren Abbplatzern bis hin zu den berühmten Spinnennetz-Rissen führen. Wenn man seine Kessel immer nur selbst transportiert, aufbaut und abbaut - okay, dann ist Lack 'ne Option, wenn auch die etwas riskantere. Aber sobald da andere dran gehen, schleppen, auf- und abbauen, kannst du einfach nicht davon ausgehen, dass die die Trommeln so sanft wie du behandeln werden. Und Ausgebesserte Lackstellen fallen de facto schneller auf als 'ne Macke an der Folie.


    Muss jeder selbst wissen, was ihm wichtiger für ein Tourset ist: Mega-Hochglanzoptik oder Robustheit. Mein lackiertes Set hat auf- und abbauten für Konzerte bislang gut verkraftet, dennoch, wenn ich eines meiner folierten Sets mit auf die Bühne nehme, bin ich etwas entspannter beim Auf- und Abbau dabei. Aber vielleicht bin ich auch nur paranoid. :)