Ich glaube, ich muss eine deiner "Erkenntnisse" ein wenig, wie sage ich es ... "geradebiegen". Wenn du ein neues Fell hast, es in die Hand nimmst und den Spannring mit ein wenig Schwung auf deinen anderen Handballen schlägst (Ich denke, das meinst du mit Tonumschlag), hört man - sofern man keine Gurke erwischt hat - immer einen sauberen Ton (der den Sweetspot schon vorgibt). Ddenn das Fell ist ja noch nicht ausgeleiert. Machst du den selben "klangtest" mit einem alten, gespielten Fell, gibt es natürlich nur ein tonloses, kartonniges "Bap", denn die Spannung ist aus dem Fell rausgeprügelt worden.
Wenn du das gespielte Fell genau anschaust, wirst du merken, dass es in der Mitte leicht durchhängt, im Gegensatz zum neuen. Spannungsverlust durch Dehnung (bzw. bespielen).
Du kannst aus Spaß mal ein ausgenüdeltes Fell nehmen und es eine Weile mit einem heißen Fön bearbeiten. Dann zieht sich das Plastik wieder etwas zusammen. Wenn du das eine Weile gemacht hast, kurz schütteln zum runterkühlen und denselben Tontest nochmal durchführen. Plötzlich wird das Fell wieder einen Klang haben. Dies, weil das Fell durch das Erwärmen wieder straffer geworden ist. Dsa könnte man nun sogar wieder aufziehen und neu Stimmen - ein Austausch ist dennoch vorzuziehen. 
Die Knicksi-Knacksi-Geräusche sind übrigens etwas gutes beim Stimmen. Sie stellen sicher, dass das Fell auch wirklich auf der Gratung sauber, mit passender Spannung aufliegt. Remo hat bei seinen Fellen übrigens immer etwas "Übersatz" im Material am Rand (der knitterige Part), damit (laut Remo) Reserven da sind, um auch bei etwas unrunden Kesseln die Gratung vernünftig mit dem Fell in Kontakt bringen zu können und einen sauberen Ton herbeistimmen zu können. It's not a bug, it's a feature.
Deshalb solle man auch nicht die Ränder von Remo-Fellen kneten. (Eine unsitte, die gerne als "toller Tip" weitergegeben wird
) Wenn man das macht, leigen sie nämlich in der Regel nicht mehr perfekt auf den Kesselgratungen, der Stimmprozess wird ergo schwerer.
Die Klangunterschiede zwischen Remo, Aquarian und Evans sind nicht gigantisch bei den "Standardfelltypen" wie Emperor und Ambassador (und den Gegenparts) dennoch gibt es durchaus einige Charakteristika, die ich meine herausgehört zu haben im Laufe der Zeit. Evans hat - für mich - einen Hauch mehr Attack, klingt "moderner". Aquarian ist ein wenig "kompressierter", trockener, kürzer im Sustain als die anderen und Remo ist etwas weicher, runder, old-schooliger im Klang. Auch kurios: Evans kannste lange vergnügt spielen, sind dann aber recht plötzlich klanglich tot. Remo und Aquarian geht hingegen eher langsam die Puste aus. Ein totes Remo Fell besitzt immer noch mehr Klang als ein totes Evans Fell. Warum das so ist, weiß ich nicht. Naja, tot ist tot. Auswechseln.
Anyway: Viel Spaß mit dem neuen "Sound". Hau drauf. 