Beiträge von Moe Jorello

    Du hast dir eigentlich deine Frage schon selbst beantwortet.


    "...konnte dort auch das Gretsch anspielen. Es hat auch direkt überzeugt ... Ich persönlich mag ja den Gretsch-Sound sehr "


    Das liest sich für mich, dass du definitiv richtung Gretsch tendierst, das Mapex im Grunde nur deshalb in deine Überlegungen einbeziehst, weil es dir dort als Alternative noch nahegelegt wurde. Hätten sie dir ein Yamaha Live Custom vorgesetzt, würdest du nun sicher zwischen Gretsch und Yamaha hin und her eiern. (Ich würde das Yamaha nehmen, aber das ist 'ne andere Kiste...) Kaufst du das Mapex wirst du bestimmt sagen: "Ja, wie wäre das jetzt mit dem Gretsch?" Höre einfach auf dein Herz. Wenn es mehr für das Gretsch schlägt, völlig okay. Dann kauf es. GUt ist es auf alle Fälle.


    Da du eh mikrofoniert spielst, wird das Gretsch auf alle Fälle auch satt rockig klingen (sofern gut befellt und gestimmt, klaro). Wenn du bei der Basstrommel mehr Tiefbass willst, experimentiere mit einem geschlossenen Resonanzfell und/oder Fellkombinationen. Gerade bei geschlossenem Frontfell gehen die Frequenzen nochmal mächtig runter. Und, wie vorgeschlagen, würde ich auch eher zum folierten Set greifen, wenn es vorrangig für Live-Gigs ist. Ist einfach weniger Anfällig für Macken/Kratzer/Abplatzer.

    Ich glaube, ich muss eine deiner "Erkenntnisse" ein wenig, wie sage ich es ... "geradebiegen". Wenn du ein neues Fell hast, es in die Hand nimmst und den Spannring mit ein wenig Schwung auf deinen anderen Handballen schlägst (Ich denke, das meinst du mit Tonumschlag), hört man - sofern man keine Gurke erwischt hat - immer einen sauberen Ton (der den Sweetspot schon vorgibt). Ddenn das Fell ist ja noch nicht ausgeleiert. Machst du den selben "klangtest" mit einem alten, gespielten Fell, gibt es natürlich nur ein tonloses, kartonniges "Bap", denn die Spannung ist aus dem Fell rausgeprügelt worden. ;) Wenn du das gespielte Fell genau anschaust, wirst du merken, dass es in der Mitte leicht durchhängt, im Gegensatz zum neuen. Spannungsverlust durch Dehnung (bzw. bespielen).


    Du kannst aus Spaß mal ein ausgenüdeltes Fell nehmen und es eine Weile mit einem heißen Fön bearbeiten. Dann zieht sich das Plastik wieder etwas zusammen. Wenn du das eine Weile gemacht hast, kurz schütteln zum runterkühlen und denselben Tontest nochmal durchführen. Plötzlich wird das Fell wieder einen Klang haben. Dies, weil das Fell durch das Erwärmen wieder straffer geworden ist. Dsa könnte man nun sogar wieder aufziehen und neu Stimmen - ein Austausch ist dennoch vorzuziehen. 8)


    Die Knicksi-Knacksi-Geräusche sind übrigens etwas gutes beim Stimmen. Sie stellen sicher, dass das Fell auch wirklich auf der Gratung sauber, mit passender Spannung aufliegt. Remo hat bei seinen Fellen übrigens immer etwas "Übersatz" im Material am Rand (der knitterige Part), damit (laut Remo) Reserven da sind, um auch bei etwas unrunden Kesseln die Gratung vernünftig mit dem Fell in Kontakt bringen zu können und einen sauberen Ton herbeistimmen zu können. It's not a bug, it's a feature. 8) Deshalb solle man auch nicht die Ränder von Remo-Fellen kneten. (Eine unsitte, die gerne als "toller Tip" weitergegeben wird ;( ) Wenn man das macht, leigen sie nämlich in der Regel nicht mehr perfekt auf den Kesselgratungen, der Stimmprozess wird ergo schwerer.


    Die Klangunterschiede zwischen Remo, Aquarian und Evans sind nicht gigantisch bei den "Standardfelltypen" wie Emperor und Ambassador (und den Gegenparts) dennoch gibt es durchaus einige Charakteristika, die ich meine herausgehört zu haben im Laufe der Zeit. Evans hat - für mich - einen Hauch mehr Attack, klingt "moderner". Aquarian ist ein wenig "kompressierter", trockener, kürzer im Sustain als die anderen und Remo ist etwas weicher, runder, old-schooliger im Klang. Auch kurios: Evans kannste lange vergnügt spielen, sind dann aber recht plötzlich klanglich tot. Remo und Aquarian geht hingegen eher langsam die Puste aus. Ein totes Remo Fell besitzt immer noch mehr Klang als ein totes Evans Fell. Warum das so ist, weiß ich nicht. Naja, tot ist tot. Auswechseln.


    Anyway: Viel Spaß mit dem neuen "Sound". Hau drauf. :thumbup:

    Grundsätzlich sind beide Pedale "brauchbar". Beim Gibraltar ist die bereits erwähnte Klammer für die Bassdrum m.E. etwas unglücklich umgesetzt, das ist bei der Yamaha einfach Benutzerfreundlicher gelöst. Das Trittbrett ist immer Geschmackssache, da muss man ausprobieren. Wie es mit dern Langzeitqualitäten aussschaut, dazu wird kaum jemand was sagen können, denn das Giraltar-Pedal gibt es erst seit 2014. Das Yamaha-Pedal gibt es immerhin seit 2009 in dieser Konfiguration und es läuft und läuft und läuft. Es ist insgesamt robuster, verwindungssteifer gebaut als das Gibraltar, halt für die berühmte Ewigkeit, den harten Tour-Alltag. Das Gibraltar wird für jemanden der nicht um die Welt tourt sicherlich reichen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vielleicht lieber das Yamaha-Pedal holen. Persönliches Antesten ist - ganz richtig - am sinnvollsten.


    Ich persönlich finde das Yamaha-Pedal in Sachen Verarbeitung und Spielgefühl schwer zu toppen. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.


    Zum Yamaha gibt es übrigens diverse Testberichte und Benutzererfahrungsberichte, einfach mal googeln. ;)

    die 5000er sind eine anschaffung fürs leben, da relativiert sich der preis.


    Das mit den Anschaffungen für's Leben relativiert sich oft nach einigen Jahren. Manche Fußmaschinen halten ein viertel Jahrhundert lang, manche auch länger bei gemütlicher Spielweise. Manche werden auch nach einigen Jahren geschrottet oder gefallen einem einfach nicht mehr. "Fußmaschinen für's Leben" gibt es auch von anderen Herstellern - günstiger. Da relativiert sich der Preis sogar noch mehr. :P


    Die Frage, die sich doch eigentlich stellt ist: Kaschiert die eine Maschine die eigenen spieltechnischen Imperfektionen besser, bzw. lässt die andere die technischen Grenzen des Bassdrumspiels deutlicher zu Tage treten (Das scheint mir hier der Fall zu sein)? In dem Segment, über das hier gesprochen wird, allesamt keine Billigpedale und allesamt mit Kettenantrieb, liegt es doch, wenn man ehrlich ist, weniger am Pedal als an den eigenen Fähigkeiten, wenn etwas nicht funzt. Oder? ;) Von daher wäre es vielleicht sinniger und billiger, das zu üben, was nicht so gut auf dem Pedal flutscht, bis es endlich gut flutscht. (Und man kann ja auch mal ein wenig mit den Einstellungen am Pedal herumprobieren, ob da noch etwas optimiert werden kann.) 8)

    Das Stage Custom Birch (aktuelle Serie) ist vermutlich das Set mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis im mittleren Preissegment. Sehr gut verarbeitet, sehr guter Klang und auch die Snare - bei vielen Shellsets der Schwachpunkt - ist durchaus amtlich. Es ist langlebig, "roadtauglich". Aber eben wieder Mittelklassesegment (wobei: Teureres braucht man eigentlich zumeist nicht, wenn wir ehrlich sind).


    Gebraucht kann man für 1200 Obergrenze aber noch besseres bekommen. Pearl Masters, Tama Starclassic, Mapex Saturn V, Gretsch Renown, mit Glück auch ein Yamaha Live Custom z.B. Allesamt Oberklassesets, die für den Preis immer wieder mal zu finden sind.

    Moin,


    das Armory wäre definitiv keine Verbesserung, von daher würde ich das gleich mal streichen.


    Dein Superstar dürfte ein Birke/Linde-Kessel sein. Klanglich sind die späteren Superstars aus reiner Birke bzw. reinem Ahorn noch 'ne Schippe besser als dein älteres Superstar. Das aber nur nebenbei. (Holz ist nicht soooo wichtig)


    Für 1200 Obergrenze... reden wir da nur vom Shellset oder soll Hardware auch ersetzt werden? Kommt ein Gebrauchtkauf für dich in Frage oder muss es (aus emotionalen Gründen) ein nagelneues Set sein?


    EDITH: Ach ja, gibt es eine Aversion gegen gewisse Marken? Falls ja, einfach mal auflisten, was nicht in die Tüte kommt. Dann brauchen wir die gar nicht erst vorschlagen.

    Es ist einfach toll, was man über das Internet so alles entdeckt. Yeah! B)


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    Der Vic Firth funktioniert gut als Gehörschutz, der Hörer selbst klingt aber furchtbar. Außerdem ist die Verarbeitungsqualität mieserabel.


    Der ist inzwischen modernisiert worden und soll in beiden Bereichen nun deutlich besser sein. Wie gut? Keine Ahnung. Nicht ausprobiert. Aber auf Bonedo gab es mal einen Test dazu, glaube ich....
    Edit: hier ist der Link zum Test: https://www.bonedo.de/artikel/…mmer-kopfhoerer-test.html


    Tests zu den Shure In Ears git es hier: https://www.amazona.de/verglei…k-se425-v-se535-cl-se846/

    Vielleicht zur weiteren Aufklärung: Die HH Manhattan waren eine Art Vorgänger zu den HHX Manhattans. Als die HH Manhattans - ich meine MItte 90er Jahre - auf den Markt kamen, war die HHX Serie nämlich noch nicht geboren. Der Hammer, der bei den HH Manhattans zum Einsatz kam, war aber lt. Sabian derselbe, der später auch für die HHX Manhattans benutzt wurde.

    Es gab mal eine HH Manhattan Serie, die ist aber schon geraume Zeit aus dem Programm. Der deutlichste Unterschied dürfte die Abdrehung sein mit ihren inhärenten Auswirkungen auf den Klang. Das HHX ist dichter abgedreht, das HH mit weiteren Rillen. Das HHX dürfte rauchiger und definitiv trashiger im Klang als das HH sein, der Pitch dürfte (da das HH brilliant ist) auch tiefer liegen beim HHX.