Beiträge von Moe Jorello

    Ach jott. Beckenrisse... viele haben never ever eins zerdeppert (dazu gehöre ich auch), einige haben etliche zerdeppert. Welche Gruppe prozentual größer ist, darüber zu streiten ist doch müßig.


    Stage Customs gibt es diverse immer wieder mal am Markt, selbst die alten sind nicht kaputt zu kriegen, die kann man wirklich bedenkenlos als "Hinstellset" kaufen (Ist auch nicht ganz ohne Grund in diversen Clubs als Bühnenset anzutreffen). Ein Mapex Meridian wäre sicher auch günstig zu haben. Alte Tama Rockstars sind auch ziemlich unverwüstlich und erschwinglich.

    Hast du eigentlich sichergestellt, dass die Spannung am Resofell wirklich(!) identisch ist? Wenn eines der Lugs nahe dem Teppich weniger Spannung aufweist als andere, kann das gerade bei so einem tiefen Kessel unschöne Auswirkungen haben. Prüfe das doch nochmal sicherheithalber, bevor du wasweißichwas machst.

    Hallo,


    was ich auf dem Video zur Session von "Tambourine Man" der Byrds gehört habe, ist für mich jetzt nichts, was irgendwie berauschend wäre. Es ist simples "Bum-Tschack-Bu-Bum-Tschack"-Getrommele, was eigentlich auch jeder Amateur-Drummer drauf hat. Die Fills sind auch simple Amateur-Drummer-Fills.

    Ich finde, dass du mit der unpassenden Brille auf das Ganze schaust. Blaine war derjenige, der im Studio perfekt umsetzen musste/konnte, was musikalisch gefordert wurde. Es ging nicht darum, "beeindruckende Signature"-Fills reinzudrücken, sondern die Ausdrucksstärke des Liedes zu perfektionieren - unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er oftmals den Drummer von Band XYZ im Studio "implementieren" musste. Das bedeutet, alles, was er im Studio einspielte, musste auch so in etwa vom Banddrummer später bei LiveAuftritten umsetzbar sein. Was nützt es, etwas komplex-frickeliges à la Jack DeJohnette einzuspielen, was dann live nicht einmal annähernd kopiert werden kann? Es war also immer eine Gratwanderung zwischen: Was kann drummer XYZ halbwegs nachspielen und was gibt einer Komposition die Extra-Würze, ohne dass es aus dem Rahmen fällt? Blaine wolte und sollte nicht "Erste Geige" spielen.


    Zudem muss das auch alles immer im Kontext der Zeit betrachtet werden. Blaines Intro für "Be my Baby" war in jener Zeit z.B. aus Schlagzeug-Sicht so ungewohnt neu und prägnant für Popmusik, wie Gadds Intro bei "50 ways to leave your lover". Selbe Kiste, nur mehr als ein Jahrzehnt vorher.


    Zudem: Um ein gefragter Studiomusiker zu sein, bedarf es ja viel mehr, als "beeindruckender technischer Fähigkeiten" (Da geraten Charakter, musikalisches Verständnis, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit etc. ganz stark in den Fokus). Mal im Ernst... abseits von "50 ways", was hat Gadd denn sonst dermaßen prägnantes abgeliefert, dass es JEDER kennt? Porcaros Rosanna-Shuffle ist auch so ziemlich das einzige, was den Leuten zu Porcaro einfällt, so wie bei Purdie halt der Pudie-Shuffle. Und so, wie bei Blaine "Be my Baby" halt. Die meisten Sachen, die Studiomusiker einspielen, sind eher "solide" und gerade deshalb so spektakulär, weil sie so unspektakulär sind und dennoch perfekt passen. Oder warum werden John Jr. Robinson und Ash Soan wie blöd gebucht?

    Blaine war, wenn man ein wenig recherchiert und hier und da reinliest, aus folgenden Gründen gefragt:


    - Er hat nichts wirklich extravagantes gemacht (sich also nie in den VOrdergrund gespielt), war aber immer noch mit diversen Ideen innovativ genug, um Liedern das gewisse Extra/die richtige Portion Pfeffer zu geben. Er war durch und durch songdienlich.


    - Er hat zeit/kosteneffektiv gearbeitet.


    - Er war keine Skandalnudel sondern professionell, verlässlich, durch und durch und konnte eine Gruppe von Musikern gut leiten.


    - Er ist auf die Wünsche der Musiker, die ihn beauftragt haben, sinnig eingegangen.


    - Seine Timing-Schwankungen waren sehr gering (das berühmt-berüchtigte "Rushing" bei Fills gab es wohl nicht oder kaum bei ihm).


    - Lampenfieer war ihm anscheinend völlig fremd.


    Das mit dem Betrug à la Milli Vanilli - naja, das haben andere auch schon vor ihm zelebriert. Ich würde ihn da jetzt nicht herausheben wollen als "Bösewicht".


    War er jetzt charakteristisch hinsichtlich Spiel/Licks/Rhythmen? Ich würde nicht sagen, dass seine Fills o.ä. das entscheidende Kriterium bei Blaine sind, sondern der Sound, den er hinbekommen, hat. Das ist sehr oft DER Sound, denn viele mit Schlagzeug noch heute verbinden und erst recht damals verbunden haben. Alleine schon der Klang seiner Supra hat sicher essentiell zur Klangerwartungshaltung an eine Snare beigetragen.



    Hier kann man z.B. hören und sehen, was damals im Studio so getan wurde, wenn Blaine da war.


    https://www.youtube.com/watch?v=uVlSVkzbJDA
    https://www.youtube.com/watch?v=tR2vWlOG8ms

    Eine Artwood Mastercraft Snare. Die ist von 1980 oder 1981, könnte Ahorn mit Verstärkungsringen oder Birke sein (Einige wenige Exemplare sind meines Wissens mit Ahornkesseln aus dem Camco-Erbe gebaut worden). Je nach Zustand 350,- aufwärts. Sammlerexemplar. Einige wurden auch für mehr als 500 Euro gehandelt (MINT-Zustand).

    Ist der Teppich oder sind einzelne Spiralen ausgeleiert? Einmal abmontieren und senkrecht hängen lassen, dann sieht man, ob da eine Spirale schlapp ist. Sonst den Papiertrick ausprobieren. Wenn das Reso aber tatsächlich zu lange schwingt, kleinen Wattebausch in die Snare.

    Eine Reihe über die verschiedenen Trommelhersteller ist von Drumeo gestartet worden. Teil eins: Sonor


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    The Legend... *heul*


    Seine musikalische Leistung ist völlig außergewöhnlich und es gibt so, so, so viele Lieder, die ich als Teenager toll fand, auf denen er gespielt hatte - was ich aber erst später herausfand. Toller, vielseitiger Drummer mit einem einzigartigen musikalischen Gespür. Ihm konnten nur wenige damals diesbezüglich das Wasser reichen.


    Rest in Peace, Hal.

    Wie es sich dann im Berufsbereich später entwickelt, ist eine andere Sache. [...] Man muss nicht studiert haben, um beruflich tätig zu sein


    Genau darum geht es mir aber. ;) Diese ganzen Zahlen sind für das, was in dem Quotenaufruf postuliert wird, nicht nachvollziehar. 20 % Frauen. Woher diese Zahl genau stammt und warum ausgerechnet sie so unumstößlich richtig sein soll, wird einfach nicht deutlich. Vgl. meine vorigen Anmerkungen zur KSK, die noch am ehesten als Näherungswert genommen werden könnte.


    Wenn die für ihren Aufruf die Zahlen - so wie es bislang ausschaut - weitgehend aus der Luft greifen, diese aber als unumstößliche Fakten präsentieren, ist das einfach unlauter. Von den monetären Absichten, die dahinterstecken, ganz zu schweigen.


    Ich musste in allen 3 Fächern für den Magister Prüfungen ablegen, btw. Wie man mit zweien bei drei Fächern durcheiern könnte, keine Ahnung. Wäre mir neu.

    Stimmt, da hast du teils recht, diese Tabelle habe ich zu wenig beachtet. Mea Culpa. Dennoch sind die Zahlen - wie bereits erwähnt - mit Vorsicht zu genießen, eben wegen des Zusammenwerfens von Jazz und Popularmusik und weil 1. und 2. Nebenfach mitgezählt werden. 27% Jazzerinnen kann nicht stimmen, weil Popularmusik abgeht. 20 Prozent, ist unwahrscheinlich, denn dann würde Popularmusik - die gefragter als Jazz ist - nur 7 % ausmachen.


    Ändert in der Summe, auch aufgrund der anderen Faktoren, die ich genannt hatte, nichts an der Tatsache, dass keine 100%ig belastbaren Zahlen von den Initiatoren ins Feld geführt werden. Und vermutlich auch nicht können.

    Ach ja. Es wird auch gar nicht in Abrede gestellt, dass Frauen in diversen Bereichen unterrepräsentiert sind, das ist sicher so. Und die Sozialisation bzw. patriarchal-konservative Familienstrukturen haben natürlich einen Einfluss darauf, wie sich die Dinge entwickeln, welche Karriere Kinder einschlagen - oder auch nicht. Es sind viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Eine Quoteregelung an einer Uni oder in Orchestern/Big-Bands/Jazz-Trios wird aber nicht garantieren, dass Frauen stärker in den Jazz gehen werden, noch sicherstellen, dass die Qualität steigt. Wenn ich aufgrund einer Quote 'ne Pfeife/Pfeifin am Sax haben muss, dann klingt das Jazzensemble in der Summe kacke und verkauft keine Platten. Wo wäre da also der Mehrwert? Erschließt sich mir nicht so ganz.