Blaine war, wenn man ein wenig recherchiert und hier und da reinliest, aus folgenden Gründen gefragt:
- Er hat nichts wirklich extravagantes gemacht (sich also nie in den VOrdergrund gespielt), war aber immer noch mit diversen Ideen innovativ genug, um Liedern das gewisse Extra/die richtige Portion Pfeffer zu geben. Er war durch und durch songdienlich.
- Er hat zeit/kosteneffektiv gearbeitet.
- Er war keine Skandalnudel sondern professionell, verlässlich, durch und durch und konnte eine Gruppe von Musikern gut leiten.
- Er ist auf die Wünsche der Musiker, die ihn beauftragt haben, sinnig eingegangen.
- Seine Timing-Schwankungen waren sehr gering (das berühmt-berüchtigte "Rushing" bei Fills gab es wohl nicht oder kaum bei ihm).
- Lampenfieer war ihm anscheinend völlig fremd.
Das mit dem Betrug à la Milli Vanilli - naja, das haben andere auch schon vor ihm zelebriert. Ich würde ihn da jetzt nicht herausheben wollen als "Bösewicht".
War er jetzt charakteristisch hinsichtlich Spiel/Licks/Rhythmen? Ich würde nicht sagen, dass seine Fills o.ä. das entscheidende Kriterium bei Blaine sind, sondern der Sound, den er hinbekommen, hat. Das ist sehr oft DER Sound, denn viele mit Schlagzeug noch heute verbinden und erst recht damals verbunden haben. Alleine schon der Klang seiner Supra hat sicher essentiell zur Klangerwartungshaltung an eine Snare beigetragen.
Hier kann man z.B. hören und sehen, was damals im Studio so getan wurde, wenn Blaine da war.
https://www.youtube.com/watch?v=uVlSVkzbJDA
https://www.youtube.com/watch?v=tR2vWlOG8ms