Beiträge von Moe Jorello

    Hi,

    welche denn? Die 30th Anniversary Limited Edition Brass hat augenscheinlich 8 Lugs und die Maple, die ich (leider) mal hatte, hatte ebenfalls 8 Lugs. Und um ehrlich zu sein, sie war nicht billig, aber sie klang wie shocking Billigkrempel (nicht nur in meinen Ohren).


    Viele Grüße
    Hajo K


    Weiß du, es gibt immer mal Snares mit sechs, acht, zehn Lugs, die schlecht klingen/klangen. Gibt aber genauso Snares mit sechs, acht, zehn Lugs, die hervorragend klingen. ;) Was mich wieder und wieder erstaunt, ist, dass in Beiträgen oft so getan wird, als sei die Zahl der Lugs an einer Trommel DAS Qualitätskriterium. Und das ist nun wirklich nicht so, denn die Zahl der Lugs sorgt allenfalls für einen unterschiedlichen Klangcharakter und unterschiedliches Stimmverhalten. Aber der unbedarfte Neuling glaubt das natürlich, dass nur zehn Lugs Qualität sein könne. ("Aha, die Steve Ferrone Signature hat nur acht Lugs. Also Billigsnare ... für ... was? 1050 Euro? Häh? Was ist das denn für überteuertes Zeug?") Die weiter oben vorgeschlagene Sensitone mit acht Lugs ist z.B. völlig okay, insbesondere für einen kleinen Jungen, der gerade erst Laufen lernt. Für das schmale Geld, das verlangt wird, ist sie allemal eine Empfehlung wert (und gebraucht nochmals günstiger zu haben ;) ).


    Eine Snare müsse einfach zehn Lugs haben, sonst sei das nichts Gutes. Das habe ich hier so oder so ähnlich x-Mal im Forum gelesen und es wird mantramäßig wiedergekäut, von jungen Drummern und - viel schlimmer - von Erfahrenen. Dabei sollten doch gerade erfahrere Drummer allgemein wissen, dass zehn Lugs nicht DAS Qualitätskriterium sind. Ebenso ist es bei Bassdrums: Eine 20/22er Bassdrum MUSS zehn Lugs haben, sonst ist das Amateurzeug liest man seit Jahren immer wieder. Und das stimmt einfach nicht. George Way drums z.B. klingen super und die Bassdrums haben acht Lugs, die Snares ebenfalls. Gretsch Round Badge, Q und Craviotto... acht Lugs. Alles gemäß so mancher "Musikerpolizeiregeln" für den Sperrmüll. Es gibt noch weitere Dinge, die (unüberlegt und oft sinnlos) wiedergekäut werden, wie etwa, dass Resonanzfelle bretthart angespannt sein müssen... aber ich schweife ab. :whistling:



    Und wegen einer Woche Pause von Seiten der TO würde ich mir jetzt mal keine Gedanken machen. In einigen Ländern haben z.B. gerade Ferien begonnen. ;)

    Frage doch mal direkt bei Masterwork, wo man ihre Becken derzeit am besten in Istanbul antesten könnte. (Ich war vor etlichen Jahren in der Stadt, seitdem hat sich aber viel getan/verändert in in Istanbul, keine Ahnung, welche Läden z.B. in der Istiklal Caddesi (Stadtteil Galatasaray) noch da sind.


    info@masterwork.com.tr
    +90 212 605 0480
    Evren2 Oto San. Sit. 26-B Blok No 14-15
    Esenyurt / Istanbul


    Es gibt auf alle Fälle noch den Drum Club Shop, der ist in der
    Galipdede Caddesi 10 beim "Tünel", Stadtteil Beyoğlu


    Die hatten damals aber, so entsinne ich mich, ich nur Istanbul Mehmet im Programm.

    ...sowie der Kesselwandungsdicke und Formung als auch möglicher Legierungen. Es gibt Stahlschnarren, die schneiden sich hochfrequent gnadenlos durch alles hindurch und es gibt welche, die schön ruhig, recht warm, trocken, fast schon holzig vom Klang daherkommen.


    Der Unterschied zwischen zwei Stahlsnares mit selbigem Kesselmaß kann immens sein vom Klang.

    Na, lass mal - dann muss ichdie anderen Felle womöglich auch noch austauschen, damit es wieder alles harmoniert. Und die Evans sind noch sehr gut, muss nicht sein das wir die wieder runtermachen :)
    Aber ich notier mir das Fell mal. Evans klingen eh irgendwie ( auf den Toms) fetter als die Remos ( die wir hatten). Aber ich bin ja auch kein Experte :)


    Ich würde, wenn man von Fellen und deren Eigenschaften wenig Ahnung besitzt, auf Evans Hydraulic und solche "Spezialfelle" erstmal pfeifen und lieber ein normales Fell (Evans G1, Remo Ambassador coated) nehmen und das nach Gusto abdämpfen, mit 'nem Dämpfungsring (selbst zu basteln, wurde ja erwähnt) oder Moongel oder andere Gelsticker oder Gaffa. Oder 'ner Brieftasche auf dem Rand. Und 8" Tiefe für 'nen 7-Jährigen finde ich auch ... gewagt. Ich würde eher zu einer 6,5 oder 5,5 Zoll tiefen Snare aus dem Mittelklassesegment raten (einiges wurde ja schon verlinkt). Diese kann man ebenso gut sehr tief und "fett" klingen lassen (Es ist eine Frage des richtigen Stimmens und (gegebenenfalls) abdämpfens.). Sie bleiben dabei aber für eher ungeübte Spieler kontrollierbarer.

    Zitat

    Die Schlagfelle hatte ich sehr oft nachgestimmt.

    Dann langst du sicher stärker rein als ich. Ich müsste da erstmal 'ne Runde Spinat für essen, um in deine Lage zu geraten. :D


    Eine gleiche Stimmung kann schon toll wirken, wenn sie gut umgesetzt wird. Und auch Sinn ergeben. Simon Phillips hat z.B. als Grund für die identische Stimmung bei seinen Toms angegeben, dass durch diese Angleichung es sich bei seinem Spiel Live und im Studio anhöre, als habe er viel mehr Toms am Start als seine sieben. Er schaffe also eine Illusion, dass alles größer, umfassender sei, als es ist. Und da ist was sicher dran. Es klingt oft einfach präsenter, voluminöser, wenn die Kessel und Felle das volle Resonanzpotenzial entfalten. Kann in manchen Situationen aber natürlich auch zuviel des Guten sein. Das muss man halt testen oder, wie Herr Phillips, genau wissen.


    Höher gestimmte Resos sind bequemer zum Stimmen, klar. Und es klingt unbestritten sehr gut. Anders aber sehr gut. Nein, saugut. Es ist ja nicht umsonst die meist angewendete "Konfiguration"; es funzt halt so gut wie immer, in jeglichem musikalischen Kontext.

    Was für eine Snare hat er denn bislang? Oftmals klingt eine Snare eher deshalb "biestig", weil die Felle und/oder der Snareteppich verschlissen sind oder sie einfach nur schlecht gestimmt ist. Da kann also oft für wenig Geld vieles "behoben" werden.

    Denn es ist tatsächlich sowohl schwieriger als auch aufwändiger, eine immer exakt gleiche Stimmung von Schlag- und Resofell zu erreichen und diese auch zu halten

    Schwieriger = technisch Komplizierter. (Wie bereits angemerkt, da teile ich deine Aussage nicht. Wenn man gute Ohren hat, und seine Trommeln kennt und kein Stimmsepp ist, ist das recht schnell erledigt)
    Aufwendiger = erhöhte Zeitinvestition. (Ja. Weil man in der Tat länger braucht, damit die Spannung an den Böckchen passt, es "rund" klingt.)


    Das halten der Spannung ist - finde ich auch kein großes Ding. Abklopfen vor/nach dem Spiel entlang der Böckchen (oder mit dem Stimmschlüssel auf die Schraube klopfen ;) , da hört man den Ton auch prima, gerade bei Diecast hoops), mit dem Stimmschlüssel die betroffene Schraube behutsam andrehen, bis es wieder tonal passt. Das kann man mit etwas Übung/Erfahrung innerhalb weniger Sekunden erledigen.

    Zitat

    Ich habe ja auch nicht "wie bekloppt prügeln" gesagt. Sondern halt ordentlich reinlangen. Nicht streicheln eben.


    Okay, dann habe ich das fälschlich verstanden. Dass man mal mit etwas mehr Krafteinsatz spielen muss, um bestimmte Felle und Becken überhaupt zum Klingen bringen muss, ist ja klar. Für mich las sich das durch das Wort "prügeln" so, als wenn wirklich hartes durchzimmern bei bestimmten Situationen ein Muss sei. Und das habe ich persönlich noch nicht erlebt. Und wenn man mehr Saft rausholen will/muss, ist ein anderer Stick oft die bessere Wahl als der Einsatz brachialer Gewalt.


    Bzgl. des Stimmens: Du schrubst: Es sei schwieriger. Nachher: Es sei aufwändiger. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. ;) (Es mag manchem vielleicht wie i-Tüpfelchen-Schießerei erscheinen, ist aber m.E. dennoch notwendig, erwähnt zu werden, weil gerade solche "unspezifischen Aussagen" oft zu Falschinterpretationen beim Rezipienten führen.)


    Zitat

    Bist du Profi?

    Should I?

    Im Gegenteil: Gleiche Felle exakt gleich zu stimmen ist schwierig.

    Finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so kompliziert. :|


    Zitat

    ...oder man haut so drauf, dass der Stick einmal trifft und zurück kommt.

    Dafür muss man nicht "draufhauen". Macht Steve Smith z.B. auch nicht. Der hat einfach nur eine irre gute Schlagtechnik, so dass er nicht reinlangen muss. Dennoch klingt es "fett".


    Zitat

    Denn wer in gewissen Situationen nicht prügelt, ist kein guter Drummer.

    Definier das doch mal bitte genauer. Mir ist keine Situation bekannt, in der mann wie bekloppt prügeln muss. Erst recht nicht in Zeiten der Mikrofonierung.


    michael: Wenn man leise spielen will, musst man an der Technik feilen, damit es sauber klingt (was lange dauern kann) und auch die passenden Sticks einsetzen. Vielleicht lohnt es für dich, sich mal danz dünne Essstäbchen anzuschauen, wie den Rohema Tango. Der ist z.B. für ganz zartes Spiel konzipert.

    18er Bassdrums muss man meist entweder über Kleinanzeigen suchen (manchmal mühsam) oder speziell ordern (üblicherweise mit langer Wartezeit verbunden). Bei letzterem wird es zudem teuer. Da ist es manchmal billiger, sich ein Mittelklasseset mit 18er Bassdrum-Konfiguration zu holen (und gegebenenfalls nur die BD behalten und den Rest abzustoßen).


    Eine 18er wird man in deinem Falle vermutlich mikrofonieren müssen, es sei denn du stimmst die auf eine Frequenz, die sich gut durchsetzt im Mix und spielst dann z.B. mit Plastik oder Holzbeater und hast ein wenig Glück mit der Lokalität.


    Was spricht gegen ein Mittelding zwischen 22 und 18, also eine 20er (Gibt da ja z.B. 20x14 und 20x16) Bassdrum? Ist auch noch recht kompakt und transportabel, bietet aber gerade für Rockmusik deutlich mehr Reserven, so dass man auch mal unmikrofoniert spielen kann, ohne Angst zu haben, nicht gehört zu werden.

    Wäre ich an deiner Stelle, würde ich ein paar Ambassador coated (passt für deine Stilististiken ganz gut, ist wärmer, passt sehr gut für Jazz und Latin) für alle Toms als Schlagfelle und Ambassador Clear für die Resonanzfelle holen. Dazu Moongel o.ä., um mit gezielter Dämpfung zu experimentieren (Gerade von Raum zu Raum kann das durchaus sinnvoll sein, etwas flexibles wie Moongel einzusetzen bzw. wieder abzuziehen). Das Ganze würde ich erstmal in eine mittlere Stimmung bringen. Die ist vielseitig einsetzbar und wirkt bei Jazz, Latin und Funk nicht deplaziert, passt aber auch gut zu Rockmusik.


    Tipp: Fang am besten damit an, Schlag und Resonanzfell auf eine identische Stimmung zu bringen. Fange dabei beim Floortom an, dann das 12er, dann das 10er tonal passend dazu stimmen. Teste den Klang, gefällt er dir und auch anderen? Wenn ja, lass es so. Wenn nein, fange an zu experimentieren. Wenn das Sustain zu dominant wird bei gleicher Stimmung, stimme das Resonanzfell einen kleinen Ticken höher, das Schlagfell im Gegenzug einen ganz kleinen Ticken runter (dabei mit dem Stimmschlüssel zunächst etwas weiter als beabsichtigt runterstimmen, um sofort wieder nach oben zu stimmen. So wie bei Gitarren auch, damit die Spannung auch passt und stabil bleibt. Angenommen, du willst 1/4 Umdrehung runtergehen, dann drehe zunächst um etwa 1/3 nach unten und ziehe wieder an, bis du bei 1/4 bist). Ach ja, um den Klang zu testen, dämpfe das Gegenfell ab beim anspielen. Wenn du die Töne beim Schlagfell sauber heraushören willst, lege das Tom mit der Resonanzfellseite z.B. auf eine Decke. Sonst hörst du immer auch den Ton des anderen Fells mit und wirst womöglich von Obertönen in der Klangwahrnehmung irritiert.


    Ansonsten: Tuning-Tutorials gibt es ja so einige im Netz und in Druckform, schau mal, was dir da zusagt. Hier mal ein nettes Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=vrgWdW6WUaA&t=2s


    Vor ein paar Jahren hab ich mal einen Vergleich mit einer Tomreihe (Sonor Delite) gemacht, und da fand ich z.B., dass der Klangunterschied bei Remo Ambassador (einlagig) vs. Emperor (doppellagig) wesentlich geringer ausfiel als bei Ambassador vs. Aquarian Texture Coated (beides einlagig).

    Mit Aquarian habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt, von ist das eine interessante Information.

    Zitat

    Es kommt auch auf den Trommeltyp an. Die Kessel mancher Hersteller harmonieren nicht mit jedem Fellhersteller.

    Stimmt, wobei jedoch mit den Standards (Ambassador/Emperor bzw. G1/G2) so ziemlich jedes Set einen recht brauchbaren Klang abliefern können sollte. Evans Calftone, Evans Hydraulic, Emperor Vintage oder Diplomat etc. sind sicher nicht für jedes Set gleichermaßen ideal.

    Die Fellkombination bestimmt den Klang stärker als die Marke (die hat bei vergleichbaren Felltypen eher nuancielle Auswirkungen). Du prüfst also zuerst, wofür (musikalisch) du das Fell nutzen willst bzw. welche Charakteristiken du wünschst (Offener Klang? Hoher Attackanteil? Warme Töne? Stark gedämpft/trocken?) und zudem wie deine Spielweise ist. Auf dieser Basis suchst du dir dann ein Fell aus. Z.B. ein Ambassador Coated oder Evans G2. Die Klangunterschiede - bei vergleichbaren Fellen - sind, wie gesagt, eher geringer einzustufen von Hersteller zu Hersteller, also nimm da einfach, was dir ins Portemnnaie passt und (vor Ort?) verfügbar ist. Wenn du keinen Plan hast, fange einfach mit einem Ambassador coated an, das kann man nach Gusto "totdämpfen" (andersherum geht es nicht, ein Pinstripe wird nie so offen, resonant wie ein Diplomat klingen). Remo Ambassador bzw. Evans G1 sind klassische Felle für den Start in die Materie der Fell-Erforschung.


    Wenn du schreiben würdest, für welche Musik das ist und welcher Spielertyp du bist (heavy hitter, streichler, ...), würde eine gezieltere Empfehlung möglich sein.


    Ach so und reden wir nur von Tomfellen oder auch von Snare und Bassdrumfellen? Dann wird es nämlich etwas komplizierter.

    Ich habe das mal aus Neugierde angespielt und finde das Set jetzt nicht so prickelnd. Ja, es ist günstig. You get what you pay for. Das Floortom ist mir z.B. viel zu lasch mit 7" Tiefe, es klingt einfach nicht rund, warm. Der Beckenhalter auf der Bassdrum ist, finde ich, zu kurz geraten, das macht das Spielen auf Dauer anstrengend, wenn man mehr als 1,75 Meter Körpergröße vorzuweisen hat. 2500 Gramm hält er wohl, aber wenn du reincrashst, kann das Set schon ein wenig mitschwanken, eben weil die Bassdrum nicht tief ist. Die Kessel klingen jetzt auch nicht sooo toll. Pappel/Nadelholz-Mix halt, nichts hochwertiges. Du bekommst mit guten Fellen sicher brauchbare Klänge aus dem Teil, mit den Werksfellen klang mir das aber zu leblos, zu pappig. Der Klang- und Qualitätsunterschied zu einem Silverstar/Superstar - ganz zu schweigen von einem Starclassic - ist deutlich spürbar. Dann würde ich lieber ein wenig mehr investieren und ein Silverstar Metrojam (16" BD) oder Jazz (18" BD) holen, wenn es Tama sein soll, ansonsten auch das Yamaha Bop-Kit, das Pearl Midtown und das PDP New Yorker genauer anschauen. Das sind m.E. deutlich bessere Sets für relativ geringen Aufpreis.

    It's not a bug, it's a feature. Es ist genau so gewollt. Die RegalTip bauen auf den letzten Zentimetern extra mehr Gegendruck auf, damit nicht - wie bei einigen anderen Besen - beim Spiel die Borsten ungewollt wieder in den Besen hineinrutschen (daher auch die Kerbungen und Wölbungen im Stift). Der Breitezustand der Borsten wird so also (wunschgemäß) exakt definiert und ändert sich auch bei härteren Schlägen dank der Arretierung nicht. Daher: lass es, wie es ist.