Beiträge von Moe Jorello

    Ah, das würde Sinn ergeben. Die 14x7/14x8 Eimer habe ich auch öfter angetroffen.


    Ich hatte den Beitrag so verstanden, dass es eine Rückbesinnung auf Riesenkessel bei Toms und Bassdrums gebe. Also z.B. 26x14 + 13x10 + 18x18. Da habe ich (Haha!) zu kurz gedacht.

    Dennoch wirst du mit mir übereinstimmen, dass man den letzten Metalworks gegenüber der ersten Generationen die Sparpolitik anmerken konnte. Keine Evansfelle mehr, weniger Modelle usw.


    Konnte man in Ansätzen hier und da erkennen, aber inwieweit die wirlich merklich "schlechter/anders" waren, kann ich nicht sagen, meine Metalworks war ein älteres Modell.


    Zitat

    Ob wir mit der (Rück-) Wendung zu großen Kesseln und dünneren, größeren Becken auch eine Renaissance der 14x6,5er Stahlis erleben werden? Passend/konsequent wäre das wohl.

    Das verstehe ich nicht so ganz. Welche Rückwendung zu großen Kesseln meinst du? Wenn etwas in letzter Zeit aus dem Boden geschossen/in Mode gekommen ist, dann sind das kleine Jamkits mit 14/16/18" Bassdrums. Nicht 24/26" Bomber. Und warum wäre eine Renaissance der 14x6,5 (die war doch nie weg?) jetzt "konsequent"? Das erschließt sich mir nicht so ganz, trotz längeren Grübelns. :huh: Hilf mir mal auf die Sprünge. :|

    Stimmt, der GAS-Innovationsdrang spielt eine wichtige Rolle. Da kommen nur wenige ohne Innovationsdrang aus. Das sind dann aber auch eher Edelhersteler. Selbst Ludwig haut ja X Varianten seiner BB raus, mal Kupfer oder Bronze, mal geätzt, mal poliert,...

    Zitat

    Aber solange es Leute wo Moe gibt (und das meine ich absolut nicht abwertend, ganz im Gegenteil), die die S.L.P. Snares für sehr gut befinden, solange ist für Tama kein Bedarf an Neuerungen da.

    Ich bin ganz froh, dass ich nicht der einzige bin, der diese Snarereihe sehr mag. Sonst müsste ich mir vermutlich Sorgen über meinen geistigen Gesundheitszustand machen. :D (D.h., das sollte ich eigentlich ohnehin machen... :| )


    Zitat

    Aber da Ausnahmen ja die Regel bestätigen, sei hier die Supra erwähnt. Die kostet heute noch knapp 800 Euro

    Du meinst wohl eher "wieder". Die war jahrelang deutlich(!) günstiger im Laden zu haben. Nur wegen des aktuellen Hypes um die Luddis haben die sich doch erlaubt, die Preise mal eben um fast 300 Euro für den Eimer zu erhöhen. Nicht viel anders ist es ja mit einigen Sonor-Schnarren. Schlummerten Jahrelang vor sich hin, verstaubten, wurden verramscht, und dann entdeckt jemand eine Ferromangan wieder und es spricht sich rum, dass das ein Hammerteil (gewesen) ist und schon sind die Gebrauchtpreise für den einst ignorierten Eimer wieder in fragwürdige Höhen geschnellt. DIe Welt ist schon komisch...

    Mapex Falcon ist nicht oberes Mittelfeld sondern schon ganz oben angesiedelt und kostet mehr als 200 Tacken. ;)


    Bis 200 Euro, selbst diverse Male gespielt und für gut befunden:


    Klassische Hardware:
    Yamaha HS 740A bzw. HS850A (Doppelstrebige Variante) [mehr als 'ne 700er braucht eigentlich niemand]
    Tama Iron Cobra 600er
    Tama Speed Cobra HH315D
    Mapex H800 Armory


    Flatbase Hardware:
    Tama HH55F Classic
    Sakae HS20F


    Ansonsten einfach nach einem gebrauchten aus noch höherpreisigen Gefilden suchen, wie etwa eine Falcon, eine Yamaha HS1200D, DW5500/9500, IronCobra 900/SpeedCobra 900 und wie sie alle heißen.

    Die Antwort auf dein Frage ist ganz einfach: Kostensparen. Und sind die Verkaufszahlen zu gering, wird die Snare eingestellt. Bedroht ein günstigeres Produkt mit seinen Verkaufszahlen diejenigen eines ähnlichen, teureren Modells, wird die günstigere Snare ebenfalls eingestellt.
    Die Metalworks haben sich nach gutem Start nach einigen Jahren zu wenig verkauft, der Markt war vermutlich gut gesättigt. Also wurden sie eingestampft und mit den freigewordenen Kapazitäten neue Snareserien auf den Markt gebracht. Und unter uns: Die SLP-Reihe ist mit das Beste, was vielen Drummern passieren konnte. Da sind dermaßen tolle Schnarren bei, da verzichte ich gerne auf 'ne Metalworks. Ich hatte ja eine, als auch die Vintage Steel. Die Metalworks durfte gehen. Vermisse ich sie? Nein. Obgleich sie eine gute Snare war/ist, die Vintage Steel ist deutlich(!) besser.

    Ein Eindruck, den ich in den vergangenen Jahren vermehrt gewonnen habe, ist, dass Stahlsnares, jetzt ganz unabhängig von der Kesseltiefe, oft - und völlig zu unrecht - verpönt sind. Ich denke, dass das wohl damit zusammenhängt, dass Stahlsnares oftmals günstiger hergestellt werden können und somit bei Einsteigersets, wie eben dem Pearl Export einst, in Massen mitgeliefert wurden und den Markt überschwemmt haben. Doch diese Snares sind halt nicht zu vergleichen mit wirklich wertigen Stahlsnares, es ist ein wenig wie Spielzeug vs. echte Instrumente in meinen Augen.


    Was sicher - teils hierdurch bedingt - zum eher negativen Image beigetragen hat, ist dass Stahlsnares halt durch die "breite Verfügbarkeit" wenig sexy waren. Sie waren und sind vielen nicht individuell genug, sondern "Einheitsbrei". Und wie wir so sind, suchen wir ja immer DEN Sound und der soll sich oftmals auch noch von allem anderen dagewesenen Abheben. Dann greift man lieber zur Raw Brushed Bronze Snare mit 40er Carbonstahl-Snareteppich. Hat ja keine andere Sau, sowas. *hust* Und bei diesem Trend nach Individualisierung, Abgrenzung, wird oft verkannt, was ein gutes Instrument auch ausmachen kann: Vielseitigkeit. Und genau hier spielen viele Qualitäts-Stahlsnares ihre Stärken aus. Eine gute Stahlsnare kann man in allen Genres einsetzen und laut, wie leise spielen, in vielen Dynamikbereichen und der Stahlkessel garantiert eigentlich - sofern kein Bockmist gemacht wird - dass eine hohe Sensibilität, eine sehr direkte Ansprache vorhanden ist. Nicht ganz ohne Grund sind z.B. für das Spiel mit Besen Stahl-, Messing- und Alusnares recht gefragte Kandidaten.


    Ich weiß nicht wieso oftmals auch mit Stahlsnares eine enorme Lautstärke assoziiert wird. Es gibt solche und solche Stahlsnares, wie bei Holz auch. Meine Star Bubinga ist vermutlich lauter als meine SLP Vintage Steel, wenn es drauf ankommt. Dennoch hat Bubinga nicht den Ruf weg, ein Lautstärkeeimer zu sein. Stahl hingegen schon, obgleich eine Stahlsnare auch sehr leise und fein akzentuiert gespielt werden kann. Wichtig, wie immer, ist primär der Schlagzeuger und die Wahl der Sticks, gefolgt von Kesseldicke unt -tiefe. Das Material ist da eher vernachlässigbar, würde ich vermuten.


    Bei mir sieht es so aus, dass ich immer wieder gerne auf meine Stahlsnare zurückgreife. Denn sie ist mit inzwischen sehr vertraut, ein solides, berechenbares Arbeitstier und im Grunde bräuchte ich keine weitere Snare als diesen echten Allrounder, wenn ich ganz ehrlich bin. Meine Alu - und Holzsnares gebe ich dennoch ungerne weg. Ich hänge halt an dem Kram. :) Aber ein Drummerleben ohne die Vintage Steel? Schwer vorstellbar für mich. Ich würde sie sofort vermissen.

    Ach Kinderchen. Halten wir doch einfach fest: Für ein normales Recording eines Normalsterblichen reicht so ein Kofferset + guter Mixer + guter Mann an den Reglern, um etwas amtliches hinzuzaubern (Das wusste man auch vorher). Dass der Unterschied zu den teuren Mikros für Otto Normalverbraucher in dem gezeigten Szenario vernachlässigbar ist, sollte ein Ansporn sein, ebenfalls aus günstigen Mikrofonen das Maximum herauszuholen. Bei gewissen Dingen - für das gewisse Extra, etwa in den Grenzbereichen, wo günstigere Mirkos vermutlich eher Probleme bekommen - gibt es halt noch besseres, das auch mehrere Generationen lang seinen Dienst tun wird und nicht nach 10 Jahren o.ä. die ersten Alterserscheinungen aufweist. Ist doch schön, wenn man diese Auswahl hat.

    Ich vermute, das günstige Mikofone insbesondere bei der Aufnahme eines Symphonieorchesters etwa in der Elbphilharmonie (die angeblich enorm hohe Anforderungen an Mensch und Technik stellt) deutlich anders klingen würden als wenn man "amtliche" Mirkofonsets benutzt. In dem gezeigten Seznario hat sich ja kaum etwas bis gar nichts klanglich in den Regionen bewegt, wo wirklich maximale Performanz nötig ist. Das war alles schön kuschelig von den Frequenzen, den Raumbedingungen, den Lautstärken.


    Ich weiß also gar nicht, warum ihr hier so ein Rambazamba macht. :huh:

    Mal nicht TV-Tipp, sondern Radiotipp für eine Sendung am kommenden Sonntag.



    Abkleben von Trommeln ist doch seit den 80ern verpönt und wird hier auch immer wieder kritisiert. Tatsächlich scheint es aber auch im professionellen Bereich praktiziert zu werden.


    Aber sicher doch, abgeklebt wird nach wie vor. Hast du mal einige Snares von Ash Soan, Karl Brazil oder Antonio Sanchez angeschaut? Die haben für diverse Produktionen ihre Snares teils stark bis heftigst abgeklebt. Erlaubt ist, was dem Lied dient.

    Hier ist das Video


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    :thumbup: :thumbup: :thumbup: Klingt viiiiiel cooler. Schön funky. Und nun singen die Kessel auch ordentlich.

    Wie hoch ist denn neben Fellen und Tuning das Kesselmaterial einzuschätzen? Da gibt es ja diverse Steels wie Titanium oder Ferromangan oder Mixturen mit Alu wie Ludwigs Alloy usw.


    Kurz und knapp, die haben insbesondere auf die Klangfarbe der Obertöne und die Lautstärke eine Einfluss. Und da ist es reine Geschmackssache, was einem klanglich gefällt. Manche sind etwas heller, manche etwas dunkler, manche verstärken subjektiv die Obertöne einen Ticken, manche lassen sie weniger schneidend erscheinen. (Und je härter das Metall, desto lauter kann die Snare wirken bei identischer Wanddicke)


    Die Mapex Tomahawk ist nicht schlecht, es kommt aber bei er Frage, ob die eine gute Investition ist, drauf an, was du mit ihr musikalisch machen willst. Solange man in höheren und mittleren Tunings bleibt, klingt sie gut, wie ich finde. Tief gestimmt klingt sie für mich dagegen zu undefiniert, zu matschig, diffus, unsauber. Und genau da ist z.B. ein Punkt, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Meine SLP Vintage Steel kann ich irre tief stimmen und alles bleibt klanglich sauber. Selbiges gilt z.B. für die Recording Custom Steel 14x5.5 Schnarre. Die Mapex kann mit diesen und einigen anderen Modellen einfach nicht mithalten. Wenn man aber immer nur höhrere Stimmungen benützt, ist die Tomahawk keine schlechte Snare.


    Die PDP kenne ich nicht, kann ich nüscht zu sagen.


    Zitat

    Ich denke, wie überall zahlen wir auch etwas Image und Mythos...

    Stimmt

    Zitat

    ...und tun das mitunter auch gern.

    Öhm... nein. Also in meinem Fall. :|


    Zitat

    Ob dann das "Plus", was bei manchen Modellen fast vierstellig ausfällt, wirklich so relevant ist?

    Kommt auf deine Ansprüche und die Musik, die du machen willst, an. Wenn du immer auf abgeklebten Trommeln extremst kraftvoll Hardcore-Musik runterknüppelst, ist es eher banane. Wenn du ein feingesitiger Virtuose in einer hyper-avantgardistischen Exotenjazztruppe mit einem besonderen Extraanspruch an "DEN Klang" bist, könnte es relevant sein.


    Zitat von trommla

    Leider testen wir meist im Geschäft, nachdem wir schon einen Blick auf das Preisschild geworfen haben. Auch hier wäre eine Blindverkostung möglicherweise aufschlussreich.

    Oh ja. Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an das kleine "Hörspiel" mit den zunächst anonymisierten Alusnare-Soundfiles, welches ich hier mal eingestellt hatte. Da waren deutliche Unterschiede zwischen den Snares trotz selber Kesselmaße herauszuhören, und der "König der Snares", die Supra, hatte da kaum einen so richtig überzeugt. Surprise, surprise. 8)


    Eigentlich reicht 14x5,5 locker, um sich überall durchzusetzen, wie bereits angemerkt. Und wenn man richtig Bauch will, ist 6,5" Tiefe vielleicht vielen Schlagzeugern (Kopfsache) nicht ausreichend genug, um sich klanglich von 14x5,5 abzugrenzen, was erklären mag, weshalb viele Hersteller zuletzt auch eher 14x7 oder 14x8 auf den Markt geworfen haben. Der Trend hin zum iInsatz von Spezialistensnares ist halt ein Trend. Mag wieder vorbeigehen. Mag aber noch verrückter werden. Wir wollen ja schließlich alle individuell sein, uns mit dem Equipment von der Masse abheben. ;) Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Black Nickel platted Ferromangan-Titanium 14x7,3275" Snare mit gegenläufiger Doppelsicke, von kolumbianischen Trommelmeistern mundgraviert, auf den Markt kommt. Oder so... :rolleyes: Naja, ich nehme dann einfach weiterhin meine olle Vintage Steel, stimme sie ganz tief, bappe ein Moongel rauf und fertig. Klingt auch fett.

    Es gibt sicher Stahlsnaredrums, die relativ nahe beieinander sind. Es gibt aber auch welche, die klanglich weit auseinander sind, trotz gleicher Kesselmaße. Eine günstige Pearl Export Stahlsnare klingt deutlich anders, als eine Recording Custom Stahlsnare in selben Maßen. Meine ehemalige Metalworks und meine SLP Vintage Steel sind sehr verschieden vom Klang, trotz selber Kesseldicke. Eine Sensitone Steel klingt auch wieder anders als eine Chad Smith Signature Steel. Da spielen doch diverse Parameter eine Rolle, etwa


    - Kesseldicke, Bördelung und Wandungsbeschaffenheit (Hammered?)
    - Anzahl der Lugs
    - Hoops
    - Sicke? Wenn ja, welcher Art?
    - Snarebed


    DIe Art, wie die Snare gearbeitet ist, hat z.B. Auswirkungen auf die Art der Obertöne, wie ruhig oder flatterig sie bei bestimmten Stimmungen daherkommen. Es hat ebenfalls Auswirkungen dahingehend, wie warm und trocken (oder auch nicht) eine Snare daherkommt, und ob sie flüsterleise kann oder nur laut. Billige Stahlsnares haben m.E. oft das Problem, dass sie dann, wenn es um leises Spiel und insbesondere zusätzlich um deutliche Artikulation (Ansprache, Ghostnotes, Presswirbel, Besenspiel) geht, an ihre Grenzen stoßen. Das können wertiger gearbeitete und daher auch teurere Stahlsnares in der Regel merklich besser. Auch das leichte Stimmen und die Stimmstabilität können viele teurere Modelle besser als die günstigsten Modelle am Markt garantieren. Und teurere Snares haben oft einen wärmeren Ton als die billigeren Modelle, die sind sehr oft kalt, schneidend.


    Man zahlt bei teureren Stahlsnares für gewöhnlich ein Stück mehr für ein Plus an Dynamikbreite, höherer Sensibilität, wertigerer Hardware, kontrollierbarerer Töne (Stimmen als auch Mikrofonierung). Also wie bei anderen Instrumenten auch. Ein Ticken mehr hier und da kostet halt mehr. Die Frage, wo da aber die Grenzen liegen zwischen schrottig, gut und sehr gut, ist schwer zu sagen, denn das ist oft Herstellerabhängig. Ich würde mal sagen, ab etwa 300 Euro Aufwärts kann man für gewöhnlich eine gute Stahlsnare (neu) erhalten. Manchmal sogar eine richtig richtig gute. Eine teure Snare kann hingegen auch zum Reinfall werden. (Ich persönlich finde die Noble&Cooley 14x6 Stahlsnare, die knapp 'nen Tausender kostet, zum Beispiel total gruselig vom Klang, obernervige Obertöne, die wild hin und herwabern in allen Stimmlagen)

    Hehe... dazu fällt mir das hier ein.


    Externer Inhalt
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [media]

    Die Idee vom Video finde ich gut, weil dieses gerade bei "Neulingen", die ihr Set irgendwo in den Raum stellen, zum Nachdenken anregen kann (und hier immerhin eine Diskussion in Gang setzt). Wer schon einmal in unterschiedlichen Räumen seit Set stehen hatte, bzw. in unterschiedlichen Räumlichkeiten Auftritte hatte, wird natürlich merken, dass die Positionierung im Zusammenspiel mit der Raumgröße und -beschaffenheit den Klang immens verändern kann und dass eine Drehung des Sets im Raum um ein paar grad oder ein Verrücken um einen Meter zu merklich anderen Klangergebnissen führen kann. Die Mirkofone lassen wir mal außen vor. Rein akustisch, also das, was die Ohren hören, kann es da sehr weit auseinandergehen. Man nehme z.B. einfach mal eine Snare, ein paar Besen und spiele die Snare im Bad, in der Küche, im Schlafzimmer, im Wohnzimmer und draußen auf der Terrasse. Die Unterschiede, wie hart, weich, trocken, nass, laut und leise das instrument wirkt, sind teils immens.


    Ich mache es seit langem so, dass ich aufgrund diverser lauernder akustischer Überraschungen für gewöhnlich zwei Snares zu Gigs mitnehme (Ich kenne halt nicht alle Bühnen mit ihren Charakteristiken aus dem Effeff). Eine Metallsnare, eine Holzsnare nehme ich mit und dann nehme ich die, die mit dem Raum und der Positionierung des Sets am Ende (nach Rücksprache mit dem Tontechnicker) besser im musikalischen Kontext harmoniert. Diesen Ansatz fanden die Tontechniker bislang immer gut, denn es macht auch ihnen die Arbeit dann und wann ein wenig leichter.

    Man kann alles galvanisieren lassen. Kostet aber nicht gerade wenig, das muss nämlich von einem Spezialbetrieb gemacht werden (Einfach mal Galvanisierbetrieb bei Google eingeben und Preise erfragen. Nicht alle machen das auch für Privatpersonen, das sind meines Wissens nach eher wenige Betriebe). Wenn überhaupt, würde ich eher die Hardware an den Snares austauschen, denn neu galvanisieren lassen.


    Ich würde - offen und ehrlich - einfach die Snares so weiterspielen, wie's ist. Bei meinem Superstar habe ich z.B. auch den Kontrast von Black Nickle Hardware an Toms und Bassdrum und verchromter Snare. Wen juckt's im Publikum? Niemanden. Mich ehrlich gesagt auch nicht, ganz so ein eitler Pfau bin ich dann doch nicht. :rolleyes:

    Ach so... ich dachte, du suchst jetzt was. :)


    Bei Modellen mit Bodenplatte sind Spikes aufgrund des Gewichts der Platte im Grunde nicht notwendig (ich habe sie jedenfalls nie gebraucht). Und bei Modellen mit Bügeln sollte es eigentlich - vorausgesetzt, die Arretierung an der BD ist vernünftig gestaltet - ebenfalls möglich sein, ohne Spikes auszukommen. Wenn die Bassdrum dank guter Beinchen am Fleck bleibt, die Arretierung der Fußmaschine zudem wirklich sicher ist, darf letztere in der Theorie nicht herumwandern, wenn man sie spielt. Ob das Weglassen von Spikes mit Kosten zu tun hat, darüber kann man nur spekulieren.