Wie hoch ist denn neben Fellen und Tuning das Kesselmaterial einzuschätzen? Da gibt es ja diverse Steels wie Titanium oder Ferromangan oder Mixturen mit Alu wie Ludwigs Alloy usw.
Kurz und knapp, die haben insbesondere auf die Klangfarbe der Obertöne und die Lautstärke eine Einfluss. Und da ist es reine Geschmackssache, was einem klanglich gefällt. Manche sind etwas heller, manche etwas dunkler, manche verstärken subjektiv die Obertöne einen Ticken, manche lassen sie weniger schneidend erscheinen. (Und je härter das Metall, desto lauter kann die Snare wirken bei identischer Wanddicke)
Die Mapex Tomahawk ist nicht schlecht, es kommt aber bei er Frage, ob die eine gute Investition ist, drauf an, was du mit ihr musikalisch machen willst. Solange man in höheren und mittleren Tunings bleibt, klingt sie gut, wie ich finde. Tief gestimmt klingt sie für mich dagegen zu undefiniert, zu matschig, diffus, unsauber. Und genau da ist z.B. ein Punkt, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Meine SLP Vintage Steel kann ich irre tief stimmen und alles bleibt klanglich sauber. Selbiges gilt z.B. für die Recording Custom Steel 14x5.5 Schnarre. Die Mapex kann mit diesen und einigen anderen Modellen einfach nicht mithalten. Wenn man aber immer nur höhrere Stimmungen benützt, ist die Tomahawk keine schlechte Snare.
Die PDP kenne ich nicht, kann ich nüscht zu sagen.
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Ich denke, wie überall zahlen wir auch etwas Image und Mythos...
Stimmt
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...und tun das mitunter auch gern.
Öhm... nein. Also in meinem Fall. 
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Ob dann das "Plus", was bei manchen Modellen fast vierstellig ausfällt, wirklich so relevant ist?
Kommt auf deine Ansprüche und die Musik, die du machen willst, an. Wenn du immer auf abgeklebten Trommeln extremst kraftvoll Hardcore-Musik runterknüppelst, ist es eher banane. Wenn du ein feingesitiger Virtuose in einer hyper-avantgardistischen Exotenjazztruppe mit einem besonderen Extraanspruch an "DEN Klang" bist, könnte es relevant sein.
Zitat von trommla
Leider testen wir meist im Geschäft, nachdem wir schon einen Blick auf das Preisschild geworfen haben. Auch hier wäre eine Blindverkostung möglicherweise aufschlussreich.
Oh ja. Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an das kleine "Hörspiel" mit den zunächst anonymisierten Alusnare-Soundfiles, welches ich hier mal eingestellt hatte. Da waren deutliche Unterschiede zwischen den Snares trotz selber Kesselmaße herauszuhören, und der "König der Snares", die Supra, hatte da kaum einen so richtig überzeugt. Surprise, surprise. 
Eigentlich reicht 14x5,5 locker, um sich überall durchzusetzen, wie bereits angemerkt. Und wenn man richtig Bauch will, ist 6,5" Tiefe vielleicht vielen Schlagzeugern (Kopfsache) nicht ausreichend genug, um sich klanglich von 14x5,5 abzugrenzen, was erklären mag, weshalb viele Hersteller zuletzt auch eher 14x7 oder 14x8 auf den Markt geworfen haben. Der Trend hin zum iInsatz von Spezialistensnares ist halt ein Trend. Mag wieder vorbeigehen. Mag aber noch verrückter werden. Wir wollen ja schließlich alle individuell sein, uns mit dem Equipment von der Masse abheben.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Black Nickel platted Ferromangan-Titanium 14x7,3275" Snare mit gegenläufiger Doppelsicke, von kolumbianischen Trommelmeistern mundgraviert, auf den Markt kommt. Oder so...
Naja, ich nehme dann einfach weiterhin meine olle Vintage Steel, stimme sie ganz tief, bappe ein Moongel rauf und fertig. Klingt auch fett.