Beiträge von Moe Jorello

    die 5000er sind eine anschaffung fürs leben, da relativiert sich der preis.


    Das mit den Anschaffungen für's Leben relativiert sich oft nach einigen Jahren. Manche Fußmaschinen halten ein viertel Jahrhundert lang, manche auch länger bei gemütlicher Spielweise. Manche werden auch nach einigen Jahren geschrottet oder gefallen einem einfach nicht mehr. "Fußmaschinen für's Leben" gibt es auch von anderen Herstellern - günstiger. Da relativiert sich der Preis sogar noch mehr. :P


    Die Frage, die sich doch eigentlich stellt ist: Kaschiert die eine Maschine die eigenen spieltechnischen Imperfektionen besser, bzw. lässt die andere die technischen Grenzen des Bassdrumspiels deutlicher zu Tage treten (Das scheint mir hier der Fall zu sein)? In dem Segment, über das hier gesprochen wird, allesamt keine Billigpedale und allesamt mit Kettenantrieb, liegt es doch, wenn man ehrlich ist, weniger am Pedal als an den eigenen Fähigkeiten, wenn etwas nicht funzt. Oder? ;) Von daher wäre es vielleicht sinniger und billiger, das zu üben, was nicht so gut auf dem Pedal flutscht, bis es endlich gut flutscht. (Und man kann ja auch mal ein wenig mit den Einstellungen am Pedal herumprobieren, ob da noch etwas optimiert werden kann.) 8)

    Das Stage Custom Birch (aktuelle Serie) ist vermutlich das Set mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis im mittleren Preissegment. Sehr gut verarbeitet, sehr guter Klang und auch die Snare - bei vielen Shellsets der Schwachpunkt - ist durchaus amtlich. Es ist langlebig, "roadtauglich". Aber eben wieder Mittelklassesegment (wobei: Teureres braucht man eigentlich zumeist nicht, wenn wir ehrlich sind).


    Gebraucht kann man für 1200 Obergrenze aber noch besseres bekommen. Pearl Masters, Tama Starclassic, Mapex Saturn V, Gretsch Renown, mit Glück auch ein Yamaha Live Custom z.B. Allesamt Oberklassesets, die für den Preis immer wieder mal zu finden sind.

    Moin,


    das Armory wäre definitiv keine Verbesserung, von daher würde ich das gleich mal streichen.


    Dein Superstar dürfte ein Birke/Linde-Kessel sein. Klanglich sind die späteren Superstars aus reiner Birke bzw. reinem Ahorn noch 'ne Schippe besser als dein älteres Superstar. Das aber nur nebenbei. (Holz ist nicht soooo wichtig)


    Für 1200 Obergrenze... reden wir da nur vom Shellset oder soll Hardware auch ersetzt werden? Kommt ein Gebrauchtkauf für dich in Frage oder muss es (aus emotionalen Gründen) ein nagelneues Set sein?


    EDITH: Ach ja, gibt es eine Aversion gegen gewisse Marken? Falls ja, einfach mal auflisten, was nicht in die Tüte kommt. Dann brauchen wir die gar nicht erst vorschlagen.

    Es ist einfach toll, was man über das Internet so alles entdeckt. Yeah! B)


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    Der Vic Firth funktioniert gut als Gehörschutz, der Hörer selbst klingt aber furchtbar. Außerdem ist die Verarbeitungsqualität mieserabel.


    Der ist inzwischen modernisiert worden und soll in beiden Bereichen nun deutlich besser sein. Wie gut? Keine Ahnung. Nicht ausprobiert. Aber auf Bonedo gab es mal einen Test dazu, glaube ich....
    Edit: hier ist der Link zum Test: https://www.bonedo.de/artikel/…mmer-kopfhoerer-test.html


    Tests zu den Shure In Ears git es hier: https://www.amazona.de/verglei…k-se425-v-se535-cl-se846/

    Vielleicht zur weiteren Aufklärung: Die HH Manhattan waren eine Art Vorgänger zu den HHX Manhattans. Als die HH Manhattans - ich meine MItte 90er Jahre - auf den Markt kamen, war die HHX Serie nämlich noch nicht geboren. Der Hammer, der bei den HH Manhattans zum Einsatz kam, war aber lt. Sabian derselbe, der später auch für die HHX Manhattans benutzt wurde.

    Es gab mal eine HH Manhattan Serie, die ist aber schon geraume Zeit aus dem Programm. Der deutlichste Unterschied dürfte die Abdrehung sein mit ihren inhärenten Auswirkungen auf den Klang. Das HHX ist dichter abgedreht, das HH mit weiteren Rillen. Das HHX dürfte rauchiger und definitiv trashiger im Klang als das HH sein, der Pitch dürfte (da das HH brilliant ist) auch tiefer liegen beim HHX.

    "Jazz guys play a lot of notes, and pop music is often simpler. When I got to New York after being in the Army and graduating from school, I got a chance to hear a lot of other younger drummers. They were playing more groove-oriented music. That challenged me [as a jazz-drummer] and gave me a new awareness. I remember hearing Rick Marotta, who's a very deep-pocket player. I realized that what sounded very open and simple and un-technical was actually very challenging to play, because it was about putting every note where it felt good. It was an eye-opener."



    “I’m always aware of dynamics and space. It’s not fun for me to start out at level-10 and stay there. It affects my endurance. It affects the creativity. Without dynamics, you give up the element of surprise. Starting simply gives you someplace to go—you can explode, then get soft again. Using space can make the notes that you play more interesting.”


    Steve Gadd

    Bei der Bassdrum kann man sich auch mal drauf stellen und drauf rumhüpfen.


    Davon rät der Rossi z.B. ab. Hält das für unsinnig und übertrieben, potenziell das Fell gefährdend. O-Ton: "Der Simon Phillips, der kann das machen, aber der wiegt ja auch nur 34 Kilo - mit Schuhen." :D Normales durchdrücken reiche völlig aus (bestätigt meine Erfahrungen. Ich musste nie draufsteigen, um die Hupen gut gestimmt zu bekommen). Wie immer gilt, es gibt viele "Philosphien" beim Stimmen. Man nutze, was für einen funze.


    Zitat von orinocco

    Falten und Windschiefe aussermittige Felle funktionieren selbst bei manchen Set`s doch ziemlich gut, Set`s sind da anscheinend unterschiedlich tolerant,

    Stimmt. Hängt zentral mit damit zusammen, wie der Gratungsschnitt verläuft und insbesondere ob ein Kessel leicht unterdimensioniert ist oder nicht. Sonor baut die Kessel etwas kleiner im Durchmesser, dadurch liegt die Fellkante weiter draußen. Gretsch geht hingegen gerne an das volle Größenmaß ran, wodurch die Stimmdynamik eingeschnränkt werden kann bzw. ein Fell auch mal doof aufliegen kann. Wohlgemerkt: kann.


    Zitat von rhyhtm memory

    Wo ist der Sinn solcher Videos, Stimmworkshops

    Das erfährt man ziemlich schnell, wenn man mal bei einigen vorbeigeschaut hat. Ralf Mersch hat z.B. mir gegenüber, als wir am Sonnabend ein wenig am plauschen waren, betont, wie wichtig Tuning-Workshops seien und dass viele Drummer das Thema komplett unterschätzten. Und sie scheiterten spätestens dann, wenn es ins Studio gehe, kolossal. Es geht darum, zu lernen, bestimmte Töne und bestimmtes Kesselverhalten gezielt herbeizuführen, zu lernen, was mit einem Kessel machbar ist und was nicht. Es geht nicht darum, einfach nur was halbwegs gescheites hinzubekommen. Was nützt dir eine schön klingende Bassdrum, wenn sie sich im Bandkontext, auf der Büne, nicht durchsetzt - oder aber im Studio viel zu dominant ist? Dann musst du schon wissen, wo und wie du die Hebel ansetzen musst, damit das Ergebnis stimmt. Und je mehr Tricks man lernt, desto weniger graue Haare, desto bessere Aufnahmeergebnisse. ;)

    Ich halte es mit Rossi. Wenn man regelmäßig sein Set neu befellt und durchstimmt, bekommt man eine gewisse Routine mit jenem Set. Man weiß, wie die Trommeln reagieren, wann sie anfangen Ton zu produzieren und wo der Sweetspot liegt. Wenn die Routine da ist, ist es keine Orgie mehr sondern mit moderatem bis geringen Zeiteinsatz zu bewerkstelligen. Hat man aber etwa eine Snare zum ersten Mal zum Stimmen vor sich, braucht es halt etwas mehr Zeit, sich an einen guten Klang heranzutasten, da man die Eigenheiten der Snare ja erstmal kennenlernen muss.

    Der Rossi hat gerade gestern beim Workshop erklärt, dass er das nur aus Gründen des Vermittelns von Wissen so langsam macht. Normalerweise arbeitet er viel viel schneller. Bei Festivals habe er etwa aufgrund des Lärmpegels öfter nur kurze Zeitfenster, um ein Set zu befellen. Bummeln könne er sich da nicht erlauben.