Beiträge von Moe Jorello

    Elvin Jones hat ihn zumindest damals, Anfang der 70er, nicht ernst genommen, wie eine kurze Recherche offenbart. (Vielleicht hat sich das im Laufe der Zeit gewandelt. Keine Ahnung. Jones ist tot, kann nichts mehr dazu sagen, spätere Quellen schriftlicher Art sind mir nicht bekannt, die einen Wandel nahelegen würden) Ich zitiere aus "Elvin Jones' kinesthetic trip" [Life 6/1970]. Albert Goldmann, Time-Kritiker, hatte ihm diverse Platten vorgespielt um seine Meinung zum gegenwärtigen Rockdrumming zu hören.


    Zitat

    ...Curious to know what the partiarch of the new percussionsts [Elvin Jones] would think of his adoring progeny, I paid Jones a visit next day in his cheerful little flat on Manhattan's West Side. Sipping beer out of a jelly jar clinking with ice cubes, he listened with closed eyes and bent, perspiring forehead while I spun discs by the Who and Blind Faith and Santana. The Afro-Cuban rockers he dug, but mostly as musical wallpaper. Keit Moon's drumming during the "Underture" of Tommy produced appreciative comments: "See there, where the tempo started to die, how he picked it up! The man is a drummer. Everything they play, he contains it."
    Only Ginger Baker, of the now defunct Blind Faith, got the strong put-down. Raising his head after an ominously silent hearing of "Do What You Like," with its enormously long drum solo, Jones growled: "Nothing happenin'. Cat's got delusions of Grandeur with no grounds. They should make him an astronaut and lose his ass!"


    Bei einem Auftritt in einem Londoner Jazzclub soll Elvins sich nochmals über Baker geäußert haben.

    Zitat von Nick Deriso "45 Years Ago: Ginger Baker Faces Jazz Legend Elvin Jones in Furious Drum Battle"

    "Baker had better put his drums where his mouth is," Jones reportedly said during a performance at Ronnie Scott's, a prominent London jazz club.


    Jedenfalls machen die Aussagen von Jones, jene von Baker über seine eigenen Fähigkeiten höchst amüsant...


    Zitat von Nick Deriso

    "I do have a God-given gift that only a few drummers have – and it is a gift, it's not something you can work at," Baker once said. "Keith Moon? John Bonham? No, I wouldn't put them in the same frame. They were drummers, but they weren't in any way exceptional in my opinion."


    ...ebenso wie der Untertitel von Bakers Autobiografie. "The Autobiography of the World's Greatest Drummer" 8)

    Die sog. weichen Faktoren spielen eben auch eine Rolle


    Ich würde eher postulieren: Sie spielen die entscheidende Rolle. Wer sich als handgreiflicher Unsymphat entpuppt, kann noch so gut trommeln wie er will - er fliegt schneller als erwartet aus einer Band raus. Oder die Band geht weg, Stück für Stück. Was Baker ja etliche Male erlebt hat (so wie andere komplizierte Musiker ja auch). Komisch nur, dass es Baker nie dazu bewogen hat, sich mal Gedanken darüber zu machen, woran es liegen könnte, dass alle seine Bands so schnell auseinander gefallen sind. Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Die Abfahrt hierfür hat er Zeitlebens geschickt umfahren.


    Wer weiß, ob ein besserer Charakter bei ihm noch viel mehr tolle Sachen produziert hätte, an denen man sich heute noch erfreuen könnte. Vielleicht wäre Cream noch jahrelang erfolgreich gelaufen (dann hätte ich hier mehr Platten von denen als jetzt. :D). Vielleicht waren Projekte wie Cream aber auch nur deshalb so gut, gerade weil es dieses Aufeinanderprallen inkompatibler Charaktere gab. Gedankenspiele. Naja. Vielleicht sollte man einfach nur dankbar für die inspirierende Musik sein, die er und seine Mitmusiker geschaffen haben und sich nicht zu viel intensive Gedanken über den Rest machen. Könnte sonst Kopfschmerzen bereiten. :|

    Der Charlie hat in 'ner Jazz-Band damals angefangen, bevor es zu den Stones ging. Nun macht er wieder Jazz.


    Aber zurück zu Ringo. Der ist jetzt offiziell Ritter (der Kokosnuss?)


    Zitat

    Beatles drummer Ringo Starr has been knighted for his services to music.


    The Duke of Cambridge bestowed the honour on the Liverpool-born star at a ceremony at Buckingham Palace.


    http://www.bbc.com/news/entertainment-arts-43472196




    Ich guck mir den Ritter dann mal im Juni im Stadtpark mit seiner All-Star-Truppe an. 8)

    Veto! Also diese von einem Stickhersteller vertriebenen, überteuerten, schlecht verarbeiteten
    und wirklich schlecht klingenden KH als "richtige" zu bezeichnen halte ich doch für gewagt


    Das war in Bezug auf Kopfhörer mit Dämpfung gemeint, sprich: Schutz für die Ohren vs. Kein Schutz für die Ohren. Dämpfen tut der. Guter Klang ist natürlich so 'ne Sache bei dem. (Alles klingt sehr dumpf).

    Die Frage ist erstmal, was für Kopfhörer du drauf hattest. Waren das Schall dämmende Kopfhörer oder normale? Wenn es richtige sind (wie z.B. VicFirth SIH1), dann ist das klar, dass da Höhen herausgenommen werden, denn die Klangreduktion erfolgt bei vielen Kopfhörern nicht linear. Wenn du wissen möchtest, ob sich das Set schlecht anhört bzw. verstimmt ist, lohnt es, gleichmäßig reduzierende Ohrenschützer zu nutzen, etwa die berühmten Tannenbäume von Alpine Pro & Konsorten. Mit denen kannst du das etwas besser beurteilen. (Das stimmen selbst erfolgt i.d.R. ohne Hörschutz) Aber: Eigentlich brauchst du eine zweite Person, um das sicher beurteilen zu können, ob es gut oder mies klingt, denn einer muss spielen, der andere müsste aus einiger Entfernung den Klang anhören. Hinter der Schießbude hast du immer einen anderen Klang, als ein paar Meter davor oder daneben stehend. Der Raum und dessen akustische Aufbereitung beeinflusst den Klang zudem, ebenso wie der Standort des Schlagzeugs. Manche Sets klingen in Ecke A super, in Ecke B doof. Da muss man experimentieren und/oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (letztere fehlen dir ja noch).


    Wenn etwa zu schrill klingt, zu viele Obertöne abgibt, kann man gezielt stimmen und notfalls auch dämpfen. Damit sollte man es aber nicht übertreiben. Viele "Neulinge" sind erstmal den Klang von Studioaufnahmen gewohnt und wollen diesen (fetten) Studio-Klang ipso facto auf ihrem Set haben. Das klappt aber in den allerallerallerseltensten Fällen, denn bei Studioaufnahmen sind eine gute Mikrofonierung und (teils aufwendige) digitale Abmischungen benützt worden, damit es nachher so klingt, wie es klingt. Also nicht vom Studio-Klang in die Irre leiten lassen. Live-Klang und Studio-Klang sind etwas gänzlich verschiedenes, ebenso wie gleichmäßig gedämpfter Klang und partiell gedämpfter Klang über Kopfhörer.


    (Und wenn du noch keinen Gehörschutz haben solltest, bitte zu dem Thema einlesen und passenden Ohrschutz kaufen)

    Ach weißt du, Lemmy, das was Baker früher gespielt hatte, war schon cool. Ganz tolle Ideen fürs Drumming. Das alte Konzert in der Albert Hall - ganz große Nummer. Nur seine heutige Attitüde geht mir zuweilen mächtig auf'n Sack. Sein teils unerträgliches "ich bin so geil"-Gelaber kann vielleicht mit übertriebenem Heroin-Konsum in Kombination mit fortgeschrittenem Alter teilweise entschuldigen, aber dennoch stellen sich bei seinem heutigen Gebaren (einfach von der Bühne abhauen) und seinen Aussagen (alle außer mir sind damals schlechte Drummer gewesen) bei mir manchmal doch die Nackenhaare hoch.


    Moon war eigentlich gar nicht so durchgeknallt, wie viele glauben. Den ganzen Wahnwitz hat er eher aus Gründen des Marketings/Show/Medienrummel (jede Werbung ist gute Werbung) gemacht. Es war eine Maske. Privat war er, wenn man Ringo und Zack Starkey und John Entwistle glaubt, eher ruhig, fürsorglich und liebenswert friedlich. Dass manche mein(t)en, ihn runtermachen zu müssen, kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen. Elvin Jones und Tony Williams waren immerhin große Fans von ihm, liebten sein Spiel (und Moon konnte WIRKLICH was). Philly Jo Jones soll Mitte der 60er gar abgelehnt haben, ihn zu unterrichten, um seinen Stil nicht zu versauen. Ach ja...der Moon. Ein Typ, der zwar Legenden mit gestrickt hat, aber vielmehr wurden Legenden über ihn gestrickt, die nicht zutrafen ("sloppy drummer", "bad timing" "Never used a hi-hat" "Could not play soft" "Destroyed everything" "He was a lunatic"). War dennoch ein verflixt genialer Schlagzeuger. Die Mehrzahl seiner Kritiker hat, so schötze ich, einfach bis heute nicht kapiert, was er damals geleistet hat. Aber Elvin Jones are ja auch für viele erstmal ein rotes Tuch, zu sperrig, zu unorthodox...

    Na, dann bekommt man den also noch mal im Fernsehen präsentiert. Und unter welchem Motto läuft dann der Themenabend? "Das kleine Arschloch"? Könnten sie noch 'ne Doku über Pete Townsend und Klaus Kinski zubuttern, um es schön rund zu bekommen. :D


    Ich guck's mir trodzdem an. Auch wenn Baker ein Unsymphat erster Kajüte ist. Danke für den Tipp.

    Das Ivory sieht Kacke aus? Oder die Kombi?


    Das Hängetom beißt sich farblich mit dem Rest. Entweder: Helle Bassdrum und Helle Toms oder helle Bassdrum und dunkle Toms überall. So, wie im Bild aufgebaut, finde ich das nicht prickelnd. Richtig bunt geht nur, wenn das "schreiende Farben" sind. Also knalliges Rot, Orange, Grün, Geld, Blau, Weiß,...


    Ist aber nur mein persönliches Ästhetikempfinden.

    Herrlich, das Sonor...


    Kann hierzu jemand was sagen? Sieht mir sehr nach Selbstbauprojekt aus:
    https://www.ebay-kleinanzeigen…re-drum/827937989-74-9415


    Da ist einiges, was nicht stimmmig erscheint. Einerseits der Kessel selbst: Das Grommet fehlt, noch dazu sind da zwei Luftausgleichslöcher gebort (und halt keines von beiden mit Grommet versehen). Wenn Tama mehrere Löcher reinbohrt, dann eher als Dreierkombination. Mahagony ist bei Starclassics nicht benutzt worden soviel ich weiß. Böckchen, Spannreifen, stimmen mit Starclassic überein. Die Abhebung ist aus der Artwood/Superstar-Reihe, nicht Starclassic (nie dort verwendet worden). Und wo ist der Tama-Zertifikats-Aufklebber innen und das Badge außen? Fehlanzeige. Finger weg.



    Oliver: Super-fund. Hat mich zum lachen gebracht. :thumbup:

    Paul saß lediglich bei dem White Album für knapp zwei Wochen am Schlagzeug, weil Ringo sich gerade überflüssig fühlte (mangelnde Wertschätzung) und insbesondere die Hahnenkämpfe zwischen Paul und John satt hatte (Paul und John hatten auch andere im Studio in den Wahnsinn getrieben, Tontechniker Geoff Emerick warf z.B. verbittert das Handtuch). Also nahm Ringo 'nen Flieger nach Sardinien. Die Produktion war aber im vollen Gange, das Studio samt Crew eingekauft, die Deadline für die Fertigstellung des Albums war da. Es MUSSTE also produziert werden, während insbesondere George versuchte, Ringo wieder umzustimmen und aus Sardinien zurück nach London zu bewegen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit bestand dann keine Chance mehr, die McCartney-Lieder neu (mit Ringo) einzuspielen, die schon im Kasten waren (Mitte Oktober 68 sollte das Album fertig sein). Paul hatte die kurzzeitige Lücke also eher in einem Akt der Verzweiflung zu überbrücken versucht, denn Ringo "ersetzt". Denn nach den knapp drei Wochen, die Ringo fort war, blieb er an Bord und kein Paul noch sonstwer saß von da an je wieder an der Schießbude. Und da er nicht gestorben ist, so trommelt er noch heute.