Beiträge von Gugu

    Die Bezeichnung "komischer Kauz" trifft glaube ich mehr als treffend auf Herrn Baker zu.


    Trotzdem war er einer der ersten, der bei mir so richtig als Schlagzeuger so eine Art Initalzündung ausgelöst hatte. Anfang der Neunziger war ich gerade zwölf und habe mich endlich daheim durchgerungen ein (selbstfinanziertes) Schlagzeug zu spielen. Lars Ulrich und Matt Sorum waren meine Schlagzeuglehrer auf dem Walkman. Und dann höre ich zum ersten Mal bei Cream genau hin, was der da eigentlich gespielt hatte und war geflasht. Und bin es auch heute noch, was Sound, Timing und Spielweise von Ginger Baker angeht.

    Ich habe eine Dixon 13 x 4 Maple. Allerdings schon lange nicht mehr wirklich in Gebrauch.


    Aber wenn man eine günstige Piccolo-Snare will, ist die bestimmt nicht verkehrt. Mit guten Fellen ist die sogar überraschend variabel im Stimmumfang. Die kann extrem knallen, und man bekommt sogar etwas "Bauch" in tieferer Stimmung. Wie sie sich gegenüber anderen High-Class-Picolos verhält kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich hatte mal eine NewSound 13 x 3,5 Messing, und da lagen von Sound und Verarbeitung her Welten dazwischen (zu Gunsten der Dixon).


    Was auf jeden Fall dafür spricht: man bekommt sie günstig. Ein Freund brachte dieselbe Snare vom Flohmarkt für 8 € (in Worten: Acht!) mit. Das wird zwar kurzfristig niemand so schnell hier auftreiben können, aber musste mal geschrieben werden 8)

    Ich finde auch, dass man die Macken ruhig im Kessel lassen kann.


    Gitarristen stehen auf Ihre "Relic"-Gitarren, die aussehen als ob sie seit 30 Jahren jeden Tag in der Bierlache auf dem Konzert enden. Wir Drummer brauchen immer alles piekefein und glänzend. Bei den Becken ist der Hype immerhin so gut wie fast vorbei (ich denke da mal an Zildjian Brilliant oder Paiste Sound Reflections), allerdings darf bei den Trommeln nie ein Kratzerchen zu sehen sein - aber vielleicht ändert sich das ja auch noch. Trends gibt's ja immer wieder...


    Wenn die Chromteile aufpoliert sind und neue Spannreifen drauf sind, würde mir persönlich der vermackte Kessel im Kontrast dazu mehr als gut gefallen. Und ne Acrolite klingt auch nicht schlecht, also hast du für ca. 80 € (Spannreifen, Teppich, Felle) eine coole Snare.

    Für Newsound spricht: Böckchen im Rogers-Style (Bassdrum und Hängetom) und die Art der Innendämpfer. Dagegen sprechen die BD-Füße, BD-Schrauben und die Tom-Aufhängungen.
    Floor-Tom mit klasischen "P-Style"-Böckchen dann eher Maxwin.


    Es gab ja auch andere Marken wie z.B. Thunder etc. aus der Ecke - aber einigen wir uns auf ein Taiwan-Set aus dem damals unteren Preissegment.


    silent bob: Das mit Pressspan sieht meistens nur so aus, weil es das "Zola-Coating" der Innenkessel gab. Da wurde eine Art Unterbodenschutz für Fahrzeuge innen auf die Kessel gesprüht um die porösen Oberflächen etwas zu füllen. Das war bei frühen Tama (Swingstar) und Pearl (Export) übrigens auch so. Das Holz ist meistens Phillipine Mahogany (z.B. Luan).

    Hallo Leutz,
    mal eine Frage an die vielleicht etwas erfahreneren Sammler unter uns.
    Mein Gitarrist hat mal von einem damals hier stationierten Amerikaner ein Drumset gekauft. Nach nun vielen Jahren des wenig bespielt seins im Keller und nachdem sein Kind dann wohl doch lieber in des Papas Fußstapfen tritt, möchte er dann doch mal Platz schaffen.
    So fragte er mich, was er dafür verlangen könnte. Ic hselber sehe da ja echt potential.

    Das Potential sehe ich leider nicht. Die Folien sind kaputt, die Spannböckchen sind teilweise durch andere ersetzt... insgesamt ein ziemliches Sammelsurium. Die Becken sind billige Messingdeckel, die Hardware ist grenzwertig. Wenn du Lust zum Basteln hast kannst du dir das überlegen. Mehr als nen Hunni würde ich dafür nicht zahlen.

    Ich habe erst kürzlich mit Spike Drumheads ganz gute Erfahrungen gemacht: http://www.spikedrumheads.com/


    Der Preis hat mich neugierig gemacht, und ich muss sagen dass die Felle wirlklich akzeptabel sind. Habe sowohl coated als auch clear ausprobiert, und bei beiden ist der Sound wirklich voll, auch wenn sich der Attack beim spielen anders anfühlt als bei den üblichen Verdächtigen (Remo, Evans Aquarian...).

    Mein Schlagzeuglehrer hat mir das Drumcraft series 5 empfohlen. was haltet ihr davon?

    Die Drumcraft gibt es in Deutschland gar nicht mehr neu zu kaufen, und sind im Prinzip auch nur Basix-Drums. Fahr in ein Geschäft, probier aus, fühl dich wohl am Set und mit den Becken (da gibt es dann auf einmal richtige Aha-Erlebnisse) und schlag dann zu. Mit deinem Budget bekommst du was ordentliches!

    Die Stagg in meinem Fall die "VB" 13,16,20" ("Vintage Bronze", letzte Serie mit Aufdruck in modernen Blockbuchstaben) sind bei mir die am längst verwendeten Becken. Nur ein Ride 20" DH medium Brilliant wurde veräussert. Andere namhaftere Hersteller mussten dagegen teilweise schon wieder ziehen.

    Witzig, bei mir sind es auch die Stagg Vintage Bronze, die sich zum Dauerbrenner entwickelt haben und auch andere (Paiste, Zildjian...) verdrängt haben. Bei mir als 14" Hi-Hat, 18" und 19" Medium Crashes. Dazu ein 21" Ufip Experience Ride und ein 20" Ufip Genio China sind seit bestimmt 8 Jahren Standard und nur wenn ich andere Musik mache, ändere ich das Setup.

    Diese Pearl-ähnlichen Böckchen sind glaube die meistverwendeten Spannböckchen weltweit und an den unterschiedlichsten, günstigen "Marken" zu finden: NewSound, Maxwin, Stagg, alte Basix, Magnum, Millenium, Black Horse,... Es handelt sich um ein Massenware-Set aus günstiger China- oder evtl. sogar noch Taiwan-Fertigung.

    Hallo zusammen,

    ich restauriere gerade ein altes Set und will das 15" Tom zu einem Floor-Tom umbauen. Mindestens ein Spannböckchen ist defekt, deswegen dachte ich daran eine Kombi aus Spannböckchen und Standtombeinhalterung zu verwenden.

    Nach etwas Suche habe ich auch tatsächlich so etwas von Ludwig gefunden: Ludwig Atlas Mount Bracket

    Gibt es dazu Alternativen? 59€ für ein "Spannböckchen Plus" sind schon happig und da es sich um ein Add-On zum eigentlichen Set handeln soll will ich die Kosten hier nicht ins Unermessliche treiben...

    Danke vorab wenn jemand einen Tipp hat.

    Das ist definitiv eines der ersten Cabria-Sets.


    Durchaus gutes Set, lediglich die Bassdrum ist etwas schwach auf der Brust. Die Toms dagegen singen wunderbar vintagemäßig. Ich selbst hatte jahrelang solch ein Set. Qualitativ sehr gut, da die Sets sogar noch made in England waren.


    Cheers
    Gugu

    Hallo,


    auf der Titelseite der aktuellen "hot deals" ist ein Text abgedruckt, in dem Thomann die ganze Weihnachtsmisere erklärt und sich ausdrücklich bei den Kunden entschuldigt, die länger auf ihre Sachen warten mussten, die keine Antwort aus dem Callcenter oder auf Mails bekamen etc. Sehr offen und symphatisch geschrieben, finde ich.


    Wäre der gleiche Text oder ein ähnlicher Text in den ersten "Chaos-Tagen" gleich an alle Besteller per Mail rausgegangen, wäre bei vielen wahrscheinlich erst gar kein Ärger aufgekommen. Aber jetzt ist ja alles wieder gut! :D

    Zitat

    Ich bin ebenfalls entsetzt über die Größen der Packungen und Kartons wie bei mir eintrudeln wenn ich bei thomann bestelle. Ich verstehe zwar das die Sachen gut verpackt sein sollen, dennoch bekomme zum Teil XXXL-Boxen. zwar bestelle ich nicht auf dort aber das ist dabei aufgefallen. Zum Glück kann ich die Kartons gut weiter verwerten.
    ich habe kleine Mikrophon Ersatzteile ( Kappen) bestellt sie denn in einem sehr großen Karton mit viel Folie geliefert wurden. der Versand war blitzschnell (3 Tage).
    chichi

    Da ich beruflich ziemlich viel mit Versand und Logistik zu tun habe und momentan auch weiß, wie die zukünftige Versandhalle von Thomann aussieht kann ich euch hierzu folgendes sagen: Jeder Packer hat einen Platz von ca. 75 cm um dort seine unterschiedlichen Kartons zu lagern. Da muß man sich auf ein paar wenige Karton-Größen beschränken und diese eben mit Polsterstoffen auffüllen, um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Ich kann die Unmut über die Verpackungsausmaße verstehen, allerdings müßt ihr auch die Leute verstehen, die zig Tausend verschiedene Artikel pro Tag in Kartons legen, ausspolstern und verschließen müssen, so dass rechtliche Ansprüche gegenüber Transportschäden quasi niemals aufkommen. Da wird eben gern etwas Luftpolster mehr verwendet...