Beiträge von Nick74

    MacBook hat schon einen
    Vorteil, anstöpseln, aufklappen , fertig!


    Ist aber preis-leistungsmäßig schon echt nicht dolle, der Mac-Kram. Und zwar mit Anlauf nicht! Für'n Tausi kriegt man ein Notebook von der Stange, mit dem man die heftigsten (anspruchsvollsten: z.B. 4 o. mehr fette VSTi's + Haufen FX wirken darin parallel - z.B. Layering mit unterschiedlichen VSTi's) Echtzeit-Audio-Projekte spielen kann. Bei diesen Projekten bräuchte man ein Macbook Pro für mehrere tausend Euro - gebraucht min. ca 2000,- . Deswegen: Windows + Knowhow! ;)

    Ich werde mir einen Mac mini mit 8GB ram und 256SSD zulegen.


    Mach das nicht: ich habe gerade den aktuellsten Mac Mini mit dem bestmöglichen i7 (vierte Generation - 3,0 GHz DualCore, von 2014) für schlappe 1600 Klüsen getestet. Ergebnis Audio-Echtzeittauglichkeit und diesbezügliche Performance: Prädikat hundsmiserabel. Bei 32 Samples Core-Puffer geht er schon bei einer albernen Instanz SuperiorDrummer2 (und sonst nix: keinerlei FX, auch in SD2 nicht) in die Knie und knackselt und brazzt wie blöd. Eine Mausbewegung bringt auch bei 64 Samples den Knackser. Ein Cubase e-Drum Projekt, welches weit anspruchsvoller ist, als nur eine Instanz SD2 ist absolutes NoGo auf diesem für Software-Drumming völlig ungeeignetem System.


    Mein Tipp: Hol dier ein Windows-System, da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis.

    Welche Samples sind die richtigen, amtlichen bzw. legen die Latte fest? Sind die VST-Pakete, von denen hier alle immer mit verdrehten Augen schwärmen, wirklich so pur, wie immer angenommen wird?


    Wenn du mit den Sounds zufrieden bist, dann ist das die Meßlatte. Für mich ist der Unterschied von meinen Software-Sounds zu Alesis Strike-Sounds riesig bis unendlich. E-Drum-Software ist (klingt) "pur" (du meinst uneffektiert)? Wohl kaum in jedem Fall: kommt auf das jeweilige Produkt an. Wenn du es wissen und vergleichen willst, kannst du das bei mir tun - ich biete als Lehrer sowas (kostenlos) an.


    Bzgl. Latenz ersuche ich schon seit geraumer Zeit den einzigen Besitzer hier (Webfox) zu einer Messung zu überreden. Schwierig, denn er hat laut Aussage kein Problem mit der Lahmheit der Ausgabe von Alesis (die ich eigentlich noch nie nicht gemerkt habe - Ausnahme: Alesis PercPad, welches latenzmäßig tatsächlich ok ist). Eventuell liege ich und der Bonedo-Test hiermit beim Strike aber (mittlerweile: Firmware-Update?) falsch, und es ist ok, wie das PercPad... Eine aktuelle Messung (auch für Midi-Ausgabe) würde da Licht ins Dunkel bringen.

    Wenn du den Neunerstern mit einem Pentagram austauscht, gehts. :D Also, im Ernst, solche "Logos" wirken auf mich zumindest eher möchtegernmäßig, das Set ist ein ganz Normales und bestimmt ok.

    Einige Kick-Sounds sind cool, und auch einige Becken gehen, aber wie langweilig, gewöhnlich und gleichförmig sind Snares und Toms! Da hat Toontrack und BFD gefühlt milliarden mal mehr Interessantes zu bieten. Ob es jetzt roh oder bearbeitet klingt, ist dabei für mich völlig wurst, roh ist sogar garantiert oft langweiliger. Es muß zunächst mal so sein, daß es als Standalone-Drumsound törnt, und bei diesen Snares und Toms will sich dieses Gefühl nicht wirklich bei mir einstellen. Im Übrigen kann man sehr wohl den Sound über's Internet beurteilen: was soll denn da bitteschön groß anders sein? Kommt doch auf die Audio-Hardware und Abhöre an, und wenn die die gleiche ist, wie am Instrument, ist es trotz komprimierter Audio-Formate nahezu identisch.

    Wenn man mit einem Fame oder Millenium e-Kit Software triggert, fällt einem ein "Bug" auf, wenn man Becken stoppt: nach einmaligem "Choke" und wieder loslassen, ist der Sound nur noch der "Stopper". Das liegt daran, daß das Modul für die zuständige Midi-Message keinen "Release" bietet (es beißt sich quasi fest und läßt nicht mehr los). Da hilft nur ein tricky Software-Workaround, den ich interessierten Leuten vermittle. Damit geht's dann absolut problemlos, wie z.B. bei einem Roland-Modul. Der Fix ist verfügbar für nahezu alle DAWs. :)

    Dann kaufst dir ein paar passende Felle


    Genau, hol mit Fellen und Tuning (Lerne es! - Learning by Doing) voll was aus deinem "günstigen Anfänger Set" - und du wirst dich wundern, wie "neu" das klingt... Dann lernste noch 'n Haufen dabei, wenn du in einem großen Store Becken testest und sparst enorm, wenn du günstige NoName B20 Bronze mitnimmst. Und dann kannst du den Rest von deinem Budget verjubeln oder verprassen. Und hol dir evtl eine tolle Snare :)

    Könntest du mir mal konkrete Sachen empfehlen was Set/Becken angeht.

    Bzgl. B20 Bronze:
    Fame in Köln testen, Zultan bei Thomann, Puro bei PPC (die hatten auch mal 15er Crashes für 45 Euro - die waren relativ geil!). Immer mehre Exemplare eines Modells gegentesten, da jedes Teil evtl. total anders klingt. Bei Ride drauf achten, daß es eher dick und "pingig" ist und nicht "crashy" (evtl. das dann von einem anderen Hersteller)... Und nicht scheuen, das Cym-Set selbst zusammenzustellen (es gibt z.B. Fame Crashes und Splashes auch einzeln), falls die Sets nicht komplett taugen. Dabei dann drauf achten, daß alle Teile miteinander zumindest zu einem gewissen Maß harmonieren. ;)

    Ich rate dir bei den Crash-Becken vor allem zu eher leichten und nicht zu großen Teilen, auch 2-3 Splashes nebeneinander machen voll was her (siehe Matte Modin auf DarkFunerals-AtteraTotusSanctus und auch Nick Barker bei DimmuBorgir/OldMan'sChild). Wenn man schnell spielt, sollen integrierte Crash-Attacks aufgehen und zumeist kurz und knackig daherkommen. Ich würde zusehen, günstige B20 Becken von Nicht-Marken zu testen.


    Bei den Trommeln würde ich größenmäßig was völlig Normales nehmen (10,12,14,16,22). Und evtl. erstmal nur bei der Snare würde ich auf mehr Qualität setzen und darauf achten, daß sie sich gut durchsetzt. Und als Bassdrum-Fell keines, was zu attackarm und zu leise ist.

    Aber das ist auch mein Problem mit Toontrack, vor allem wenn es Richtung härteren Rock oder Metal geht

    Stimmt, vor allem bei diesen Meshuggah-mäßigen Metal Packs - die gehen gar nicht.



    Zitat

    die meisten lobpreisen Toontrack, aber ich finde fast alles darin plastikmäßig und dünn


    Kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt Unmengen an törnendem Toontrack-Kram, der ist weder dünn noch plastikmäßig ;)

    Nick74, welches Set spielst du denn?


    Och, ich nehme eigentlich nur Software-Sounds, hauptsächlich von Toontrack und FXpansion wenn es um Drum-Kit-Emulation geht. Die Slate-Sounds haben mich nie überzeugt, aber was ich hier höre, ist nochmal viel schlechter als in Erinnerung... Ich glaube mittlerweile (nach all dem Mimic-Sound, den ich in Internet-Videos gehört habe), daß Pearl mit der alleinigen Einbindung von Slate einen riesen Fehler gemacht haben.


    Wie Herr 65 schon gesagt hat, die Welt wartete auf Software-Sampler in Hardware-Format, und dann sowas :( ...

    lt. Schlagzeuglehrer ist dass ja nicht das alleinige Kriterium


    ... aber eben ein besonders Wichtiges. Diese Roland Gummi-Pads haben keinerlei "Eintauchverhalten" (des Stockes), fühlen sich knallhart und richtig krass viel anders an, als das Snare-Mesh-Pad. Die Energie geht also sehr hart und direkt in den Stock und damit Richtung Hand zurück. Ok, auf Toms spielt ein Anfänger erstmal nicht viel und es gibt Stöcke die die Energie von harten Gummi-Pads etwas absorbieren. Aber die große Diskrepanz zwischen dem Snare-Pad und den Tom-Pads ist für mich bei diesem Set das Haupt-KO-Kriterium. Obendrein sind die Tom-Gummis noch richtig sehr laut am "Pocken", sogar lauter als bei vergleichbaren Yamaha. Das Ride ist weiterhin auch nur ein 2-Zonen Pad ohne Glocke (von daher kein Gewinn gegenüber Fame DD6500). Die Qualität der Becken-Pads ist natürlich bei Roland wesentlich besser: das wäre das große Plus bei diesem Set gegenüber einem Fame. Die Modul-Klänge vom TD11 sind mit einem Wort schrecklich.

    Solange ich ein Pad Anschlage habe ich keine Probleme, spiele ich aber zwei Pads gleichzeitig wird eines der Beiden einfach verschluckt.


    Also entweder hast du in Kontakt die Anzahl der "Voices" auf 1 reduziert (was steht bei dir für'n Wert rechts neben "Voices", also bei "Max"?), oder dein Midi-Interface ist buggy (was hast du für'n Midi-Interface?), oder du hast im Modul sagenhaft hohe "Crosstalk"-Werte-Einstellungen. Alles andere kann's meiner Meinung nach nicht sein. ;)

    Ich glaube nicht, daß ein Splitter-Kabel da funktionieren wird (ist ja schon bei Roland ein ziemlicher Krampf) weil, auch wenn es prinzipiell greift, die Triggersettings-Möglichkeiten von Medeli-Modulen zu mickrig sind... Aber probier's halt aus; so ein Kabel kann man sich günstig selber basteln.
    Wenn man mit Medeli-Kram Software spielt (was man imo tun sollte), gibt es die Möglichkeit eines Workarounds: Triggersignal-Verarbeitung über Audio-Eingänge (pro Audio-Kanal ist ein Mono-Pad möglich - bei einem Audio-Interface mit zwei Analog-Eingängen (quasi "Stereo"-Sounkarte) könntest du also zwei Mono-Beckenpads anschließen)...

    Lass Dich mit Marcus Berger verbinden und erklär ihm die Problematik. Ich bin durch Zufall auf ihn gestoßen und empfand ihn als sehr positiv. Er verkauft fair und nutzerorientiert.


    Ja, der Herr Berger ist nett. Und er verkauft die Sachen von Drum-Tec und auch mal Gebauchtware. Aber was hat das mit dem Thema zu tun, ein günstiges Meshhead-Set (ca 500 Euro!?) für einen 8-Jährigen zu finden?? Nichts, weil Drum-Tec sowas nicht hat. In Sachen Händlerware ist der gesamte e-Drum-Bereich eigenlich generell weder fair noch nutzerorientiert. Dewegen verkaufen auch positive e-Drum-Händler vor allem hochpreisig, wofür sie meist auch noch nicht mal was können. ;)