Beiträge von Nick74

    Ich finde deine Haltung schon ein bisschen erstaunlich.

    Meine Haltung basiert auf den Fakten eines persönlichen Testens, was du aus mir unbegreiflichen Gründen ablehnst. Versuch macht klug, alles andere ist doch ziemliches Palaver. Musik und Klang ist immer subjektiv, auch wenn es angebliche Regeln, Experten und Stars gibt. Für mich ist deren Status nahezu belanglos, obwohl ich da ja auch nicht alles kacke finde. Generell meine ich: richte dich, wenn du kreativ genug bist, nach dir selber und schau nicht soviel auf die etablierten Meinungen und Methoden, denn das wäre meiner Meinung nach im Sinne des Künstlerischen. Klar, wenn man Profi und Dienstleister im Soundengineer-Wesen ist oder werden will, sollte man viel auf Methoden von anderen schauen und gewissermaßen Konformist sein. Ist halt nicht mein Ding. Radio-U-Musik von heute (und auch viel von gestern) ist für mich z.B. musikalisch sowie klanglich sehr oft DAS Grauen, und jeder Profi hat dafür aber seine anerkannten und "richtigen" Rezepte angewendet. ;)


    Der 1/4 so teure K712 ist mindestens 4x so tauglich dafür wie der K872.

    Wieso jetzt gerade mindestens 4x? Wegen 1/4 mal so teuer? :S Sorry, aber ohne das Teil getestet zu haben und zu kennen, ist das meineserachtens ein ziemliches weites Aus-dem Fenster-lehen.

    Ja gut, die Tests und angeblichen Expertenmeinungen habe ich auch vorher zur Kenntnis genommen und bin denn schon dadurch mit 'nem belasteten Gefühl ans Testen gegangen. Das Ding mit "kein analytischer Frequenzgang"" war nach akustischer Sichtung von mannigfaltigem Material ziemlich haltlos. Die Höhen sind entgegen der negativen angeblichen Expertenaussagen glasklar und ausreichend präsent. Und ja, für's Mischen und Mastern gibt es bestimmt Tauglicheres. Ein Fetisch ist das Ding für mich ganz bestimmt nicht wirklich (dazu kenne ich zuviele gute Speaker und Abhörumgebungen), obwohl ich es schon bedaure, erst seit neuerem über diese Abhöre verfügen zu können.


    Und bzgl des Preises: ich weiß aus zuverlässigen Quellen, daß das Produkt (Name, Werte, Aussehen) gleichbleibt, obwohl es plötzlich unter ganz anderen Bedingungen und von anderen Leuten und Zulieferern ganz woanders hergestellt wird. Deswegen auch nicht nur die Preis- sondern eben auch die Qualitätsdifferenzen. Der K271 z.B. ist numehr bei kurz über 80 Euro angekommen. Das hat seine Gründe. ;)

    Fürs etrommeln und fetten Bass wäre dieses Teil vielleicht mal einen Blick wert

    Kann ich mir nicht vorstellen, daß der irgendwas mit der Qualität des K872 zu tun hat...


    oder auf das Wissen das es nicht mit geschlossenen funktioniert

    Ok, dann weißt du ja mehr als der Entwickler. Aus dem Hersteller-Text (ich kann mit der Erfahrung von meinen vielen Kopfhöreren zumindest den letzten Satz unterschreiben):
    "Bei der Entwicklung des K872 haben wir uns selbst dazu herausgefordert, die hochwertigsten und genauesten Referenz-Kopfhörer zu entwickeln, die je gebaut wurden. Auf den K872 können Sie sich verlassen, wenn es darum geht, alle Details in einem breiten Spektrum an Programmmaterial und den heutigen hochauflösenden Formaten zu enthüllen. Egal, ob Sie aufnehmen, mischen, mastern oder einen Soundtrack erstellen, der K872 setzt neue Maßstäbe in Sachen Performance."


    Nee...

    Stimmt, würd ich auch nicht machen, da man, wenn man den nicht testet, viel Einblick bekommt und seine evtl. auch auf bisheriger Erfahrung beruhende, konforme Lehrbuch-Meinung beibehalten kann ;)


    Außerdem geht es doch hier wirklich nicht um Mixen und Mastern, oder sollte es nicht gehen; da gibt es andere Plattformen, und noch außerdemer sind mir (Mischer-)"Weltgrößen" häufig sehr suspekt, da die zumeist nicht das Geringste mit meinem (Musik)geschmack zu tun haben bzw. noch nie was gemischt oder gemastert haben, was ich mir geben würde.
    Die NS10 kenne ich selber (habe den schon ähnlichen Nachfolger auch selber), klar, die sind mit ihrem "häßlichen" Sound was für's Mixen und Mastern; ich hingegen suche jedoch stets und besonders für's eDrumming den hochauflösenden "schönen" Sound, der auch z.B. für laut gepegelte Elektro-Kick-Sounds einfach fähig sein muß (z.B. kein Gezerre und noch Headroom), was kaum ein KH ist.
    Übrigens, ich finde den heute gebauten, offenen K812 echt auffällig lahmer als noch vor einiger Zeit, als er noch wesentlich teurer war (Produktion hat sich geändert). Für mich schlägt der 872 den heutigen 812 klanglich, offen, zu oder nicht.

    Ist denn in den Modul-Settings für Ride ein 3Zonen-Pad (z.B. "CY-15R") eingestellt? Funktioniert ein Roland 3-Zonen Ride-Pad? Wenn trotz richtiger Settings das auch nicht tut, ist wohl was mit den TRS-Buchsen ("Ride"-Buchse vom Modul oder Buchse(n) vom Cym-Pad) nicht in Ordnung... Zur Not mal Factory-Reset machen...

    Mit meinen AKG K240 (55 Ohm) und K702 (62 Ohm) geht direkt am Smartphone nicht genug um halbwegs augewogene Lautstärkeverhältnisse gegenüber dem Getrommel hinzukriegen. Die brauchen dann einen Verstärker.

    Wenn du kein Soft-Hitter bist, wird das nix, zumindest mit dem 702 (den anderen kenn ich nicht), da der einfach sofort zerrt, wenn du (in der Gegen-Schlagzeug-Ankommen-ArtundWeise) mit einem PhonAmp da Gas geben willst ;) ...

    Ich stolperte nur gerade über das "keine".


    Das hier:

    Samplebasierte VSTi haben keine Latenz, ebenso verhält es sich beim modeling.

    ist nur im Vergleich zu latenzerzeugenden virtuellen Instrumenten/Effekten gemeint. Beispiel für ein (minimal) latenzerzeugendes VSTi ist der Kick-Sound-Designer "PunchBox" von D16Group, welchen ich von daher meist vermeide, echtzeitmäßig zu spielen.

    Ist das so? Ich frage, weil ich bisher davon ausging, dass jedes digitale System latenzbehaftet ist, bzw. funktionsbedingt sein muss.

    Latenzbehaftet ist das Scannen der Strokes auf dem DrumPad, die Weiterleitung dieses Signals zusammen mit der Audio-Output-Latenz des Rechnersystems. Bestenfalls hast du eine Softwaredrumming-Gesamtlatenz von 4-5 ms. (Vergleich: 3ms TD30-Soundausgabe, 2ms echte Trommeln im Drumset druch Lauffzeit zum Ohr). Also absolut unmerklich mehr. ;)

    Also wenn ich mir das neue Demo-Vid gebe, höre ich ganz entsetzliche Snare-Sounds. Meineserachtens für ein quasi Werbungs-Video Abschreckung pur (obwohl das im Endeffekt hoffentlich anders klingen wird und dort die Funktionsweise mit den Roh-Sounds präsentiert wird).

    reicht für deine Zwecke einoffener oder maximal ein halboffener KH völlig aus

    Wenn man noch möglichst viel von den Trommeln und Becken mitkriegen will, sollte er maximal offen sein (und selbst mit so einem klingt die super tolle hochpreisige Hihat dann gefühlt 200 Euro billiger, da die trotzdem vorhandene Dämpfung nich wegzumachen ist und eben vor allem die Höhen leiden). Problem ist damit dann vor allem, überhaupt einen Offenen (vor allem im Low- bis Mid-Budget Bereich, aber auch Hochpreisige sind zuweilen mega leise) zu finden, der gegen die Schlagzeug-Schallpegel ankommt ;) . Zu diesem Zweck habe kann ich z.B. den (alten) Sennheiser HD598 empfehlen, da der (mit 112 dB (1kHz/1Vrms) SPL-Pegel ) viel lauter geht, als fast alle anderen offenen KH. Den Klang dieses Teils kann man zwar nicht allzu ernst nehmen. aber für die Anwendung ist er ziemlich tauglich.

    man nehme zwei klassische, geschlossene, aber nicht zusätzlich gedämpfte (und damit für Drumming ungeeignete) Monitoring Kopfhörer: AKG K271 MKII und Beyerdynamic DT770. Wo letzterer deutlich abfällt, macht ersterer noch "Musik": Im Mittenbereich. Der DT770 ist zumindest in einer Version so ne heftige Badewanne, das ist mir für jegliche Anwendung zu viel des Guten. Außerdem sind alle Instrumente und Gesang außer Drums, Percussion und Bass im Mittenbereich zu hause und gerade wenn es ums Monitoring geht, ist ne übermäßige Badewanne nicht unbedingt sinnvoll. So seh ich das jedenfalls.

    Sehe ich genauso: den K271 finde ich trotz der seit einiger Zeit andauernden Billigproduktion nach wie vor gut; den 770 finde ich klanglich obendrein noch so richtig oberlangweilig. Mit dem K872 weiß man dann, was so geht, und daß man bis zu seinem Einsatz immer quasi billig gehört hat.


    Geschlossene KH sind wirklich ungeeignet für Mixen und Mastern.

    Dann check mal den letztgenannten AKG. ;)

    Aber trotz Optimierens von Kopfhörer XY, was wie gesagt schon eine enorme Bereicherung sein kann, gibt es einen Punkt, da wird es eng für alle anderen Abhören:


    Willst du mal wissen, wie unendlich geil eDrumming klingen kann? Dann hast du bei mir im Unterricht die Gelegenheit mal den K872 (betrieben am LakePeopleG109P-PhoneAmp) aufzusetzen. Nach Erleben dieses Setups weißt du dann, daß du eigentlich nie wieder mit "normalen" Kopfhörern spielen möchtest. Wer sein eDrumming-Leben hinsicht Klangerleben nicht vergeuden will, sollte es wagen: das ist der Eintritt in eine neue Klangdimension in der man z.B. seine altbekannten virtuellen Trommeln und Instrumente jetzt wirklich im höchsten Maße neu entdecken wird. :)

    Midi-Edit der Funktionsweise "Note transpose depending CC"

    Das ist mit der Einbindung eines Midi-Editor-Programms übrigens für jedwede DAW möglich, also auch für solche ohne dementsprechende Midi-Edit-Möglichkeiten. Gerade habe ich nochmal ein Äquivalent zu den maximalen 8 SuperiorDrummer-OpenClosed-Stages nachgebaut: also bei den Controller-Pedal-Positionen, bei denen sich die Stufen ändern, gibt's dadurch andere Noten für andere OpenClosed-Articulations, welche Notennummern zugewiesen sind. Interessant für Drumsampler ohne CC-Hihat, aber auch für abgefahrenen Kram wie Samples- bzw. Soundwechsel je nach Pedalstellung. ;)

    Alternativ bin ich auch für einen Tipp dankbar, wie ich die erzeugten, differenzierten HiHat-Zustände auch sauber mit den internen Logic-Sounds zusammenbringe.

    Also wenn dein virtuelles Drum-Tool in Logic variable Hihat kapiert (was ja schon mal total die Frage ist...), mußt du dafür ggf. die Hihat-Curve editieren oder für beste Stufen-Kontrolle mit einem CC-Value-Remapper arbeiten.


    EDIT: hab' jetzt nochmal nachgeschaut und der "DrumKitDesigner" kapiert durchaus variablle Hihat. Daß du mit den paar vorgegeben Mappings nicht klarkommst, ist für mich völlig logisch; da mußt du schon für deine Wünsche mit dem "Transformer" schön selber remappen. Und diesbezüglich hast du mit deinem Sequencer auch voll Glück: LogicProX ist da doch durchaus tauglich für so manche Midi-Echtzeitverbiegung... ;). Wenn du trotz Ausprobierens, Manual, Foren und Tutorial-Vids bedienungsmäßig nicht klarkommst, hol dir halt Hilfe.

    Diese "Päd-chen" sind schon generell nicht das, worauf man spielen und lernen will/sollte. Gönn deinem Sohnemann zeitnah gescheite Meshheads (mind. doppellagige), ist besser für's Lernen von Rebound-Feeling. Die haben wenigstens ein relativ authentisches Stock-Eintauchverhalten, während Gummi-Pads die Energie knallhart zurückwerfen (diese TD1-Pädchen fühlen sich noch schlechter an, als die normalen Roland-Gummi-Pads), und diese wabbeligen special Gummi-Pad-Rebound-Sticks (z.B. "Anti-Vibe") fallen bei mir auch ziemlich durch.