Beiträge von Nick74

    Machen Low Noise Becken und Overheads sinn?


    Habe mir in diesem Kontext selber gerade nochmal sämtliche Sounddemo-Vids und Uservideos von diesen "Durchschlag-Sieben" (aller normal findbaren Hersteller und Modelle) im Hybrid-Setup angehört, und ich war richtig erschrocken, da ich es gar nicht so auf dem Schirm hatte, bzw. mich bisher nicht wirklich damit befasst habe, wahrscheinlich weil bei bisherigem Kontakt mit solchen Teilen bei mir schon die Alarmglocken angegangen sind und ich es unbewußt ad acta gelegt habe (dabei wird mir jetzt auch erstmals bewußt, daß noch nie einer meiner Drum-Schüler LowVol-Cyms hatte, hmmm...) . Mir fällt es jedenfalls mehr auf denn je, wie heftigst unterirdisch dieses seltsame Gezischel klingt.
    Die insgesamt ziemlich wenigen (ich weiß jetzt auch, warum es so wenige sind ;) ) Hersteller-/Endorser-Werbungs-Videos und User-Videos von diesem Z-Gen16-System sind da fast die Krönung des Abtörns. Beispiel + Beispiel


    Die Lobhudeleien der Becken von DrumTec und Fans bzgl. ihrer angepriesenen Hybrid-Sounds klingen für mich wie blanker Hohn: wenn da der gute Ralf anfängt auf diesen Zischel-Teilen zu klappern, und dann, als müßte es zu der Bescheuertheit des Klangs passen, noch stechender, hyper-ätzender TD(30) Machinegun-Sound dazukommt und es dann heißt "unglaublich gut klingenden Becken", "warm, erdig und komplex"... aha! Auch shön: klick


    Im Mix (in Musik) grauenhaft: ich hab auf YT keinen einzigen Mix gefunden, wo sich das Gezischel auch nur annähernd nicht negativ auffallend integriert hätte... und Standalone zischelt es dann nochmal intensiver blöd. Ich möchte echt jetzt mal einen sehen, der diesen Sound abkann oder gar abfeiert. Real-Feel hin oder her; für mich würde das Instrument Schlagzeug erledigt sein, wenn ich das ertragen müßte. Für reine Übe-Zwecke, besonders als Vorbereitung auf A-Drums-Spiel geht es klar und empfehl ich es, ansonsten fällt es mit Anlauf durch. So, das mußte bei dieser Gelegenheit mal raus; von meiner Seite hast du jetzt jedenfalls eine Antwort, inwiefern Low Noise Becken und Overheads Sinn ergeben. ;)

    Oder beisst sich dämpfen und guter klang immer.


    Na das kannst du doch mit Leichtigkeit feststellen, indem du die Becken dämpfst, dann anschlägst und den resultierenden Klang für dich bewertest.


    Und Low-Noise-Becken kannst du auch anhören, sogar auf Youtube oder sonstwo im Internet ;)

    Aktuell hängt da der JBL Nanopatch dran...

    Ja, vergiß es: das Ding eliminiert obendrein absolut jegliche Geilheit vom Original-Klang. Ich würde gleich den Volume2 nehmen (vergiß die passiven Dinger -> wenn die Werbung suggeriert, daß passiv weniger färbt als aktiv, so ist das eine Falschaussage, die dir ein Techniker mit wirklich fundiertem Wissen sofort bestätigen kann (zumindest konnte ich die Ausführungen des SPL-Menschen nach meinen 1zu1-Blindtest-Vergleichen diverser Geräte genau so nachvollziehen, denn kein passiver Controller war "neutral")), den Reglerverlauf checken, und wenn der kein Problem macht (jeder Poti, auch in dieser Preisklasse, kann L-R-Gleichlaufschwankungen bis ca 1dB aufweisen, ohne daß das Gerät offiziell als fehlerhaft gilt!), bist du, was den Klang betrifft, auf bestem Niveau. ;)

    Was soll der Monitorcontroller den können? Generell gilt: je mehr Features, desto weniger originalgetreu der Klang. Nach ausgiebigen Tests kann ich sagen, daß der simple aktive "Volume2" von SPL in Sachen unverfälschter Klang sehr weit vorne ist. Selbst die Presonus "Central-Station" färbt wesentlich mehr, obwohl die passiv ist. Habe damals sehr ausführlich mit einem Techniker von SPL über Vorteile/Nachteile von aktiv-passiv gesprochen. Ich komme nach meinen Tests jedenfalls zu dem Schluß, daß gute aktive Controller mit so wenig Elektronik wie möglich (=so wenig Features wie möglich) am nächsten am Original dran sind. Wenn man zwischen Speakern umschalten möchte, ist dies schon hinfällig. Ein wichtiger Aspekt, gerade bei symmetrischen Schaltungen ist das Poti-Problem von Level-Abweichungen zwischen L und R im stufenlosen Reglerwegverlauf. Da habe ich Sachen erlebt, die an manchen schon eher weit aufgedrehten Poti-Positionen jenseits von 1dB Unterschied waren, was äußerst lästig und unschön ist (selbst 1dB ist schon sehr ungeil). Beim Volume2 war auch das mit am besten. Natürlich spielt die Central Station, mit der ich fast täglich arbeite, auf schon hohem Niveau; die kling zwar vor allem im Tieftonbereich und auch in den hohen Höhen leicht verfäscht, aber insgesamt doch schon sehr gut. Ich bewerte da den aktiven "SPL 2Control" ähnlich gut, vielleicht sogar 'n Tacken besser. Wie diese McOne-Teil ist, kann ich nicht sagen; ich wäre auf jeden Fall in Sachen neutraler Klang und Gleichlauf L-R skeptisch, da so mache Geräte in der Preisklasse bei mir im Test total durchgefallen sind (z.B. auch Mackie BigKnob und Presonus MonitorStation und billige passive wie JBL Nanopatch oder M-Patch 2 sowieso). Also für solche Ansprüche heißt es Testen!! ;)

    Du brauchst für LowBudget DIY am besten viskoelastischen Schaumstoff zum dämpfen. Mit dem mußt du versuchen in drum-tec'sche Qualitätsgefielde zu kommen, was Feeling und Triggerquality anbelangt. Kein leichtes Unterfangen da hin zu kommen: mich würde dieses Bastel-Ding mit Trial&Error-Eigenschaft zu sehr nerven, von daher gebe ich DrumTec all mein Geld :D . Aber auch eigentlich einmalig, denn dann ist Ruhe mit allen e-Bassdrum-Problemen, was es für mich auf jeden Fall wert macht. Spiel mal eine Drum-Tec Real-Feel (fängt bei der Diabolo-Serie an) zum Testen an, dann weißt du was ich meine und was du dann willst. ;) Alles andere ist vor allem vom Feel her nach meiner Erfahrung weit dadrunter, selbst sämtliche teure und häßliche (Roland)-Kick-Pads.

    Allerdings ist es von den Sounds her recht leise. Selbst wenn man es "auf Anschlag" laut stellt ...


    Woran kann das liegen? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das normal ist.


    Oh das ist normal für so ein integriertes Kopfhörer-Verstärkerchen für 50 Cent. ;) Also immer schön einen tauglichen Phone-Amp verwenden; naja, für die Modul-Sounds tut's auch ein billiger Klein-Mixer. Und nimm besser geschlossene Kopfhörer; der genannte AKG ist halboffen.

    sondern weil du für meine Ohren genau das gleiche machst


    Danke für's Feedback. Also ich möchte eigentlich hauptsächlich nur mehrere Ideen (Variationen) in einer sehr speziellen Groove-Thematik (einem speziellen Feel - ich nenne es ja mein "Melody-Drumming") vorstellen (eben auch weil es anderes ja schon haufenweise gibt, im Netz), deshalb klingt es so ähnlich oder für dich genau gleich. Werde aber in Zukunft evtl. auch mal andere Themen ins Auge fassen. Muß auch überhaupt nicht jedem gefallen, und das zusätzliche Übe-Geklapper kann man sich ja gerne schenken. :)


    Edit: Hoffte halt, daß ich diesmal mit dem Notenbild bei dir ankomme; wegen deiner Beschwerde habe ich es jedenfalls mit reingenommen...

    Mit heutigen leistungsstarken Rechnern ist die BFD-Engine ja auch kein Problem mehr; früher war es aber durchaus manchmal grenzwertig. BFD ist halt schon eine sehr spezielle Engine, die z.B. auch komplett keine Round-Robin-Samples innerhalb einer Velocity-Stufe aufweist. Mit dem Humanizing werden immer nur Nachbar-Velocities getriggert, was bedeutet, daß wenn wenige Samples vorhanden sind (z.B. sagen wir mal 30 Ride-Cym-Samples für ein Ride-Modell über die gesamte Range) dein Humanized-Playback auf einer Vel-Stufe ganz schön kacke klingen kann, da dann im Sample-Pool so mancher unpassende Kandidat dabei ist. Also ich hatte deswegen schon so einigen Ärger mit BFD, und der Hersteller zeigte sich uneinsichtig... Vorteil ist, daß man, wenn man die Engine verstanden hat, so manche individuellen customized Tricks mit diesem Drum-Sampler hinkiegt, der in anderen Tools (wie von TT) niemals gehen würde (z.B. Änderung oder Austausch im Sample-Pool, Editierung der Samples). Ich möchte BFD jedenfalls nicht missen. TT-Sampler oder andere sind für gehobene , individuelle Bedürfnisse da kein Ersatz.

    Aber evtl. driften wir hier ein bisschen zu sehr ins OT ab

    befürcht' ich auch... Mach doch, wenn's dich interessiert, vielleicht einen BFD-Engine-Thread auf, das wäre mal abgefahrener Shice!

    Der Performance-Vorteil ist, daß Samples nicht zusammengebaut werden müssen. Toontrack hat da schon 'ne superbe Engine, auf die sie zurecht stolz sind und die sie blackboxmäßig äußerst geheim halten. Für ein ausführliches und großes Kit werden schon so einige GB Ram belegt; das ist aber defaultmäßog bei BFD genauso. Bei BFD kann man da natürlich eingreifen, deswegen kann eine gute SSD die Ram-Belegung entlasten. Aber wie gesagt, die Engine von BFD ist schon cpu-hungriger als so manches andere... Es gibt aber noch wesentlich Schlimmere.


    Ich kann mich noch an einen lustigen Spruch eines Konkurrenzherstellers (vielleicht war's sogar einer von TT) (aus nicht allzuweit entfernter Verganngenheit) erinnern: A drum sampler engine that streams the other half of a sample from a HDD works well...when your studio is placed at the seaside facing south on a shiny day... :D

    Keine Ahnung, ob meine Toleranz für Latenz vielleicht größer ist als bei anderen, aber "unspielbar" ist sie auf jeden Fall sicher nicht.


    Na, die Sache ist doch jetzt klar: Mit kleinstem Buffer-Setting schlagen bei ihm 6-7ms Audio-Ausgangslatenz zu Buche, was die Gesamtlatenz auf deutlich über 10ms hochtreibt. Das ist zwar noch spielbar, aber alles andere als optimal. An so eine Latenz gewöhnt man sich, was in Sachen Schlagzeug-spielen-lernen natürlich eine zweifelhafte Begebenheit sein dürfte. Auf einem Hybrid-Set z.B. würde man mit einer Latenz von knapp 15ms definitiv nicht wirklich gut klarkommen.


    was ich sagen will, ist dass es wohl irgend ein Problem mit der Konfiguration gibt, denn die Hardware von der hier sonst gesprochen wird ist bei weitem stark genug.

    Der Flaschenhals ist hier das Audio-Device; ob alle OS- u. BIOS-Settings und alle aktiven Geräte in dem Laptop für Audio-Echtzeit taugen, merkt man nicht an der Latenz, sondern an Störungen des Audio-Streams bei kleinstmöglicher Latenz. BFD setzt Samples standardmäßig aus Ram und Festplatten-Stream zusammen und ist damit eine Engine, die sich von der von EZDrummer, SuperiorDrummer und auch AddictiveDrums komplett unterscheidet. Auch mit einer alten HDD kann die Performance von BFD völlig klargehen, wenn der Festplatten-Controller tauglich ist. Mit Latenz hat das erstmal nichts zu tun, da der erste Teil eines Drum-Samples vom Arbeitsspeicher kommt. ;)