Beiträge von fwdrums

    Zitat

    Original von Jürgen K
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    Es zeigt teilweise leider sehr deutlich, dass der schlechte Klang nicht an unserer grundsätzlichen Unfähigkeit, sondern an unserer unbändigen Faulheit liegt. Eine bittere Erkenntnis.
    Auch räumt es schön damit auf, dass man einfach nur einen tollen Eimer kaufen muss. Nein. Man muss auch noch schrauben. Scheiße. Wieder eine Illusion weniger.
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    Es ist erstaunlich, wie wichtig die Dinge sind, um die man sich ständig drückt und wie unwichtig die Dinge sind, um die man sich ständig bis aufs Blut streitet.


    100 Punkte! Wobei ich noch einschränken möchte, daß schlechter Klang sehr wohl Resultat grundsätzlicher Unfähigkeit sein kann - zumindes meiner. "Unbändige Faulheit" - sehr schön!


    fwdrums

    Es geht nicht um Musik, es geht nur um "Ruhm" und Geld. Dafür ist wirklich jedes Mittel recht, so lange die Ziele erreicht werden. Ich tue mir das nicht an. Ich höre nur Deutschlandfunk und Bayern 5 und sehe nicht MTViva. Das macht das Leben erträglicher. Man kommt zwar nicht ganz drum rum, aber die Pein läßt sich in Grenzen halten. Na ja, es ist ja auch nicht ganz verkehrt, mitzubeommen, was viele Zeitgenossen erfreut (?) und bewegt. Das ist so wie mit den Republikanern: Man darf nicht mit Ihnen sympathisieren, aber man muß um ihre Existenz wissen und beobachten, was sie tun. Nicht zuletzt, um die wahren Werte hoch halten zu können.


    Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik -
    das Leben ist zu kurz für alles Schlechte
    fwdrums

    Becken sinnvoll bearbeiten erfordert vor allem Erfahrung. Das heißt, du wirst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viele "Versuche" benötigen, bis Du was halbwegs Gescheites zu Wege bringst. Wenn du Geld sparen willst, kaufst Du Dir ein Becken, das so klingt wie du willst. Wenn Du Beckenhämmern willst - was vielleicht sogar richtig Spaß macht - fang einfach an.


    Ich will Dich nicht entmutigen. Ich habe das auch schon gemacht...


    fwdrums

    Löcher ins Becken bohren ist eine brandneue Idee...


    Geh mal in einen Laden und höre Dir verschiedene O-Zone-Becken von Sabian oder die gelochten von Meinl an. Versuche die Unterschiede zu hören und was sie mit den Löchern zu tun haben. Das spart Zeit, Arbeit und Geld.


    Es gibt auch Literatur zum Thema Becken machen. Das liefert erst mal ein paar Grundlagen.


    Viel Spaß
    fwdrums

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    Original von paralittle


    Mein Händler hat mir letztens von einem Workshop für Händler bei Sonor erzählt, wo Toms gleicher Konfiguration aber unterschiedlicher Hölzer (eben Ahorn, Buche, Birke und Acryl) hinter einem Vorhang aufgebaut waren. Und dann sollten die Teilnehmer mal erkennen, was was ist... Mein Händler meinte, niemand konnte da irgendwas erkennen, und auch der Typ von Sonor meinte wohl, dass die Unterschiede minimal sind.
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    Übrigens sagt auch Steve Smith auf seiner Website, dass er nahezu keinen Unterschied zwischen Ahorn und Birke hört. Ich glaube, dass vieles davon einfach Marketing ist.


    Wir wissen nicht, wie der Versuchsaufbau war (ich sehe die DF-Cracks schon kopfschüttelnd "Vorhang" grummeln), doch finde ich diesen Test bemerkenswert und mich wundert, daß fast keiner was dazu schreibt.


    Zunächst interessiert mich, warum Sonor das macht. Wollen sie beweisen, daß die Händler nichts hören oder daß die eigene Produktpalette unnötig aufgebläht ist? Sry. das ist ein bißchen bösartig. Zum anderen stützt es meine These, daß der Einfluß des Kesselmaterials weit überschätzt wird und erst nachrangig eine Rolle spielt. Ich habe / hatte Sets aus Ahorn, Birke, Buche, Carbon, Eiche und Undefinierbarem. Den typischen Soundso-Sound konnte ich nie entdecken. Andere Faktoren überwogen nach meiner Einschätzung die Klangkomponente Kesselmaterial.


    Der beschriebene Soundtest wäre einen Besuch des Sonor-Messestandes wert - oder eine Attraktion für ein DF-Treffen.


    Im Übrigen glaube ich nicht, das Herr Smith den Ahnungslosen spielt. Warum sollte er das tun?


    Keep On Groovin'
    fwdrums

    Bei Moeller gibt's den Whip und in folge dessen eine bestimmte Anzahl Rebounds (für den praktischen Alltag wird's ab mehr als drei Rebounds imho etwas schwierig). Die Finger werden als "Antrieb" definitiv nicht verwendet. Claus Hessler gibt hierzu immer ein schönes Beispiel, in dem er den Stock z. B. zwischen die den Handflächen am nächsten liegenden Fingerglieder von Ring- und kleinem Finger hält und dann die Technik demonstriert. Er macht das um zu zeigen, daß Moeller ohne Hilfe der Finger im Sinne von Fingercontrol funktioniert. Sehr schön wurde die Moellerei auf der letztjährigen Sticks-DVD zur Messe demonstriert. Bei Moeller geht's um das Ausnutzen des Rebounds bei minimalem Krafteinsatz. Fingercontrol stört da nur. Und richtig: Bei Moeller gibt's immer einen Akzent auf den ersten Schlag. Wenn man das nicht will, ist Moeller die falsche Technik zum angestrebten Ziel.


    Selbstverständlich ist erlaubt, was gefällt und wenn man mit dem persönlichen Controlmoeller glücklich ist, dann ist doch ales prima, oder? Es geht ja schließlich nicht um eine akademische Diskussion oder um die reine Lehre, sondern


    Hauptsache es groovt
    fwdrums

    O.k. verschiedene Teppiche, verschiedene Sounds und Qualitätsunterschiede in der Exaktheit gibt's auch.


    In diesem Thread spielt offenscihtlich die Haltbarkeit von Teppichen eine Rolle. Ich habe welche von Pearl, Puresound, Sonor und noch ein paar andere und spiele seit 30 Jahren. Zwar nicht gut, aber intensiv. Das Thema Haltbarkeit eines Snare-Teppichs hat sich mir noch nie aufgedrängt.


    Was mache ich falsch?


    Oder anders: Sind Euch Teppiche gerissen, ausgeleiert, Spiralen rausgefallen oder was ist passiert?


    Der vor der Tür, der leidet, aber denen auf meinen Snares, denen geht's gut.
    fwdrums



    Edith meint: Lern Doitsch!

    Zitat

    Original von Xian01
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    Wenn aber jemand grandios spielt, ist es sehr schwer zu sagen
    was genau sein Spiel grandios macht.
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    Grandios ist ein ein großes Wort :)
    Es impliziert für mich - und das muß erst mal nur für mich gelten -, daß es dabei nicht um den technischen Aspekt gehen kann. Ich hab's schon tausend mal gesagt und deshalb sag ich's jetzt zum dritten mal: Entscheidend ist, ob's mich berührt oder nicht. Ohne Berührung keine Grandezza, das liegt auf der Hand. Somit sind wir wieder "im Auge des Betrachters". Natürlich ist es subjektiv, was mich berührt und was ich folglich als grandios empfinde. Wie sollte es anderes sein?


    Bob Beamon hob ab, flog und landete. Es wurde gemesssen: 8,90 m! Weltrekord! Prima. Doch bei Musik funktioniert's halt nicht so. Wir können das persönliche Empfinden nicht messen*. Wie soll es da objektive Maßstäbe zur Bewertung von Musik geben? Meßbare Kriterien wie BPM, Komplexität von Arrangement oder Harmonien etcpp. taugen nicht. Hiermit kann man den Zauber nicht einfangen. Ist Knocking On Heavens Door eine gute Nummer oder langweiliger alter Quatsch? Who knows? Für mich ist es eine tolle Nummer, für Dich vielleicht Quark. Das Schöne dabei ist: Wir beide haben recht!


    Es gibt selbstverständlich ein paat Landmarks, wo viele von uns laut "grandios" rufen werden. Nehmen wir mal 50 Ways... mit Herrn Gadd, das Paradebeispiel schlechthin. Das trifft wohl den Geschmack vieler Trommler, aber beilieibe nicht von allen. Fürs breite Publikum trifft das vielleicht auf Nummern von Bohlen zu. Ist ein Geschmack jetzt besser als ein anderer? Oder ist's einfach nur ein anderer?


    Ich bin mir sicher, daß es keine einzige Performance eines Trommlers gäbe, bei der alle DF-Mitglieder überzeugt "grandios" schreien würden. Das sehen wir doch täglich an den kontroversen Diskussionen hier im DF.


    Was lernen wir daraus? Nichts.
    Vielleicht ist Gadd einfach nur unser Bohlen.


    Grandioser Thread, grandioses DF
    fwdrums



    *Es gibt Versuche in der Hirnforschung Glück und Ähnliches zu messen, ich weiß. Doch dauert es offenbar noch einen Moment, bis die Damen und Herren so weit sind. Hoffentlich noch lange.

    Gute Basis mit vielen Links und Beispielen:
    Funk & Reggae - Als Einleitung zu Funk ist das sehr informativ.
    Das bedient erst mal mehr die Roots.


    Scofield, Torsos etcpp. haben unstrittig Funkelemente verwurstet, stehen für mich aber nicht für das Genre. Bei Sco sind's sowieso nur wenige Platten, wie Blue Matter, Loud Jazz, Pick Hits live, die Medeski-Geschichten oder auch Still Warm. Wobei ich sein Spiel immer - auch bei den Freistildisziplinen - als sehr funky empfinde. Wenn man funky weiter faßt, findet man Spuren in Gefilden, wo man sie gar nicht vermutet: Deep Purples Stormbringer oder auch auf Who Do We Think We Are. Glaubt ihr nicht? Mal reinhören. Und wenn wir schon dabei sind: Die rockige Abteilung des Funk wird auch bestens von Herrn Glenn Hughes bedient [ja ich weiß, ich schreibe immer das Gleiche, aber ich kann doch nichts dafür, daß es stimmt:-)].


    Hatte schon irdendwer Mother's Finest erwähnt? Ja, hatten wir schon. Ihre legitimen Nachfolger - zumindest in den Anfangsjahren: Liiving Colour. Ebenfalls mächtig am Funken & Rocken ist Paulo Mendonca. Der hat zwo prima Platten gemacht (afaik insgesamt drei: 11PM, Respect My Aim, Different Phases), aber leider kennt ihn kein Schwein. Hier eine kurze Slideshow mit Mucke auf youtube.


    Hatten wir schoin Maze, T-Connection, George Duke und Herrn Wonder? Und nicht zu vergessen, eine der funkiest Dingens ever (oder wie das heißt): Tip Of my Tounge von den Tubes auf Outside Inside (kein Witz!).


    Keep On Groovin'
    fwdrums

    Zitat

    Original von dominik_01
    danke lieber Taniel :D


    Frech ist er auch noch, der kleine Drecksack...


    Zum Thema: 14 - mmhhh. Man kann Dich eigentlich nur hassen :) Im Ernst: Wahrscheinlich haben Dir schon viele gesagt, wie toll Du spielst und es werden noch viele kommen, die es wiederholen werden. Ich Reihe mich in die Lobhudler ein. Mein Rat: Bleib auf dem Teppich, bleib dran, stecke Dir hohe Ziele, denn Du hast die Möglichkeit sie zu erreichen und stelle die Musik über alles andere (nicht über alles im Leben, aber über alles, was mit Trommeln zu tun hat).


    Höre auf seelanne.Wenn Du das nicht tust, wird er Dich verklagen und Du kommst dann in den Knast und wirst mit 8 Stunden Bohlen täglich gefoltert.


    Viel Spaß & Erfolg
    fwdrums

    Hallo tapioca,


    das war eine sehr gute Beschreibung des Buches. "Extreme New Breed" triff imho den Nagel auf den Kopf.
    Interesant finde ich noch, daß Minnemann in einem Interview erwähnte, daß er selbst nicht alle Übungen sienes Buches gepielt hat. Na ja, wenn selbst er das nicht kann, müssen wir uns auch nicht so verrückt machen :)


    Keep On Groovin'
    fwdrums

    Kirk Covington ist ein Unikat. Er ist wohl in vielerlei Beziehung anders als der gemeine Durchschnittstrommler. Ich hatte mehrmals das Vergnügen, ihn mit Scott Henderson (Blues Band & Tribal Tech) und Joe zawinul zu erleben. Er spielt wirklich außergewöhnliches Zeug, aber immer der Sache dienlich. Mit Zawinul mußte er auf der Bühne einige handfeste - fast handgreifliche - Auseinandersetzungen über sich ergehen lassen. Anekdote: Die beiden Herren hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie das Tempo des aktuell gespielten Stücks zu sein hat. Nachdem Kirk nicht auf die "Vorschläge" des Meisters einging, schnappte sich dieser eine Kuhglocke und spielte sein Tempo. Und das so lange, bis Covington und die Band ihm folgte. Das war augenscheinlich kein Spaß, am wenigsten für Covington. Ich vermute, die Beiden hatten noch einen netten Abend miteinander. Aber als Angestellter von Zawinul gehörten solche Züchtigungen wohl zur Stellenbeschreibung. Sry, ich schweife ab. Was ich noch sagen wollte: Kirk Covington ist ein herrlich unkonventioneller Spitzentrommler, dem der Schalk im Nacken sitzt und sich nach dem Gig auch für Bier & Flachserei mit dem verehrten Publikum nicht zu schade ist. Und großen Durst hat er auch.


    Long live Cpt. Kirk!
    fwdrums

    Zum Thema Funk: Such mal den Thread Lippes Funk- & Soulcorner oder so ähnlich.
    Guten Reggae??? Gibt's eine gute Wurzelbehandlung? Eben.


    fwdrums



    Edith meint, ich könnte etwas netter sein.
    Edith hat noch die gefunden. Mehr geht nicht für einen, dessen Leben auch ohne Reggae bestens funktioiert.