Der [url=http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,528051,00.html]Spiegel[/url] über Trommler.
Keep On Groovin'
fwdrums
Der [url=http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,528051,00.html]Spiegel[/url] über Trommler.
Keep On Groovin'
fwdrums
Ich mache mich mal wieder unbeliebt.
Solche Geschichten gehen nach meinen Maßstäben regelmäßig in die Hose. Ob jetzt Jacques Bach spielt oder ELP Mussorgsky oder - oh Gott - Ekseption Klassikhits verunstatltet: Da kommt nix Gescheites bei rum. Das Tonmaterial der Klassik wird vergewaltigt. Und wenn ich hundertmal darunter ein Swingride spiele, so will es doch nicht jazzen. Das klingt für mich immer gezwungen, weil ein Päärchen verheiratet wird, bei dem die beiden einzelnen jeweils alleine ein glücklicheres Leben führen können, die Ehe aber im Tod beider endet. Oder nehmen wir mal die Bilder einer Ausstellung in der ELP-Version. Ursprünglich war das ein Solostück für Klavier (die Ravel-Bearbeitung für Orchester ist schon eine Vergewaltigung). Wer eine gute Soloaufnahem hat, wird erst ermessen können, was ELP schlecht gemacht hat. Dem Stück wurde der Hals abgeschnürt, es kann nicht mehr atmen. Die Verzögerungen, das Subtile, z. B. das bildhafte Schreiten in der Ausstetllung - all das findet bei ELP nicht mehr statt und wurde zugunsten billiger Soundgimmicks und der vermeintlichen Notwendigkeit eines gleichbleibenden Metrums geopfert (Anspieltipp für Soloversion: Jesus G. Alonso - gab's vor 200 Jahren mal bei Zweitausendeins). Über Ekseption schreib ich jetzt nicht, denn jeder Buchstabe darüber ist einer zu viel. Auch ansonsten hervorragende Musiker vergreifen sich beim Fusionsversuch von Klassik und Jazz/Pop/Rock ordentlich in der Tonart. Siehe Nigel Kennedy. Ein hervorragender Geiger mit einem tollen Ton, doch die Versuche Unvereinbares zu vereinen sind auch bei ihm kläglich gescheitert. Und da wird von der Klassikerseite auch ein großen Mißverständnis offensichtlich. Die Machwerke sind dann harmonisch so einfältig gehalten, daß es schon fast peinlich ist. Man erkennt nicht, worin die eigentliche Qualität von Jazz/Pop/Rock liegt und offenbart dann genau in diesen Punkten Schwächen. Zum einen gibt's harmonisch - auch z. B. bei einigen Stonesnummern - ein paar Ausreißer, die die Sache interessant machen - auf so was wird dann gänzlich verzichtet - und die spezifische Emotionalität von Jazz/Pop/Rock wird durch unreflektiertes Nachkläffen nicht erreicht. Ich denke nur widerwillig an die Peter-Hofmann-Interpretationen von House Of The Rising Sun und anderern Geschmacklosigkeiten.
Umgekehrt wird auch kein Schuh draus. Als ich 1979 das erste mal Whole Lotta Love von den Londoner Sinfonikern hörte, wußte ich, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sein können.
Klassik kann auch grooven - ja tatsächlich. Und dazu braucht sie keine Verbreiung mit Zeitgenössischem. Wer's nicht glaubt, höre sich mal Mozarts Salzburger Symphonie Nr. 1 KV 136 Allegro an (übrigens ein Jugendwerk des wehrten Herrn - kein Witz). Die Achtel der Streicher sind Rockacteln nicht ganz unähnlich ![]()
Es hat zwar keiner gefragt, aber das mußte einfach mal gesagt werde.
Schönen Tach noch
fwdrums
Mmmmhhh. Ja, super Technik - und die ganze Armada der neuen Gospel Drummer kann prima grooven. Prinzipiell. Sie machen's nur nicht immer. Die letzte DVD vom Modern Drummer Festival ist für mich ein abschreckendes Beispiel: so viel Talent und so wenig Musik. Da wird einfach alles hemmungslos zusammnengeknüppelt - und das in beeindruckender Geschwindigkeit und mit mords Power. Ich find's fürchterlich. Einige der Protagonisten tragen auch noch das hierzu passende, überentwickelte Selbstbewußtsein zur Schau. Es kommt mir vor, daß da einige noch erwachsen werden müssen.
Keep On Groovin'
fwdrums
Vinnie
Ja von Vinnie gibt's eine Menge Horrorstories in der Art. Aber das Geschilderte ist schon lange her und ich glaube, er hat sich geändert. Das hat wohl mit Veränderungen in seinem Leben und seiner Einstellung zum Leben zu tun. Das macht Vieles nicht ungeschehen, aber ich glaube, das würde heute nicht mehr so passieren.
Weckl
Weckl legt allergrößten Wert auf Sound und er nimmt sich immer die Zeit, die er dafür braucht. Und er braucht oft sehr, sehr lange. Soundcheck mit Publikum ist nicht jedermanns Sache. Der eine wertet das geschilderte Verhalten als arrogant, der andere nennt es professionell. Immer eine Frage des Standpunktes.
Nein, ich bin nicht die PR-Tante von Vinnie & Dave:-)
fwdrums
Was ist denn mit Ray Ayotte los? Das passiert ihm doch jetzt schon zum zweiten mal!
fwdrums
Ich weiß, ich weiß. Aber die 80er und Folgejahre finde ich spannender.
Geschmacksache
fwdrums
Ja, kann sein. Den Newsletter habe ich auch bekommen. Aber so was bringt mich nicht um. Das muß man wohl akzeptieren, wenn man sich im Web tummelt - und immer noch besse als der ganze Viagra-Spam ![]()
Keep On Groovin'
fwdrums
ZitatOriginal von stiegl
Ach ja, ist bei dem GebrauchtwagenverkäuferdeinesVertrauensbild nicht eine Dame dabei, da ganz links?
...
stiegl
Der war nicht schlecht! Die Verkäuferin heißt Glenn Hughes, ist Bassist (u. a. bei Deep Purple [Burn, Stormbringer, Come Taste The Band & Live In Europe] und für mich einer der besten Sänger überhaupt.
Chad & Glenn sind seit längerem dicke Kumpels und Chad hat auf einigen CDs getrommelt und ist auf einer Live-DVD zu sehen und zu hören.
Keep On Groovin'
fwdrums
ot@Hochi:
Wg. King Crimson: Hör Dir mal Discipline (80er mit Bruford) an. Das Album klingt noch heute wie Musik von morgen. Oder auf DVD: Eyes Wide Open mit Mastelotto. Es gibt auch ein paar nette Sachen mit dem Double Trio (2 x Gitarre [Fripp & Belew], 2 x Stick [Levin & Gunn] und 2 x Trommeln [Bruford & Mastelotto]).
Btw: Phil hat auf ein paar Fripp-Platten getrommelt.
Keep On Groovin'
fwdrums
Du bist doch schon lange genug dabei.
Nix gegen Agean-Becken, aber das eigene Lied singen bitte unter Firmen-News.
thx
fwdrums
Wow - "ganz angenehm" - Ihr seid echt hart im Nehmen. Das ist für mich ungefähr so angenehm wie eine Wurzelbehandlung - aber es ist eine gut gemachte Wurzelbehandlung.
Was gebt Ihr den Sängern zu essen?
Gruß von Weichei
fwdrums
ZitatOriginal von Drumstudio1
...
Die das Boot schneller verlassen haben als Speedy Gonzales...
Ich bin da nicht ganz auf dem Laufenden. Hat Ray Ayotte die Firma verlassen?
thx
fwdrums
Mezzoforte habe ich vor Urzeiten dreimal live gesehen und GB war immer eine Attraktion: sehr groovy, flüssig, technisch brilliant, mit überraschenden Einfällen und als Solist glänzend. Er hat mich immer irgendwie an die eleganten Sachen von Carlos Vega erinnert (übrigens wäre der...).
Keep On Groovin'
fwdrums
PC hat sich irgendwann entschieden, dem Geldverdienen den Vorzug zu geben. Das ist sein gutes Recht, seinem Drumming hat es nciht gut getan. Aber das macht seine "guten Taten" ja nocht schlechter.
Von Brand X gibt's noch eine Scheibe mit Frank Katz. Reinhören lohnt - auch ein Guter.
Keep On Groovin'
fwdrums
ZitatOriginal von cancer
...
in irgendeiner stelle sagt er auch, dass man seine emotionalität bei seite stellen muss und sich selbst unter kontrolle hat. das fand ich unangenehm...
Hallo cancer,
über diese Stelle bin ich auch gestolpert. Und Stefan Schütz hat damit was Wichtiges erreicht: Man denkt drüber nach, man diskutiert darüber. Gefühl und Kontrolle sind für mich keine unvereinbaren Gegensätze. Ein Beispiel: Steve Gadd spielt für meine Begriffe oft sehr gefühlvoll und trotzdem kontrolliert. Er hört zu, reagiert und agiert auf eine musikdienliche Weise. Und das, was er tut hat er unter Kontrolle - "er weiß, was er tut" - hier besser: er erfühlt es. Dies aber bestimmt nicht im Sinne eines exakten im Vorhinein geplanten Abrufens vorgefertigter Parts, sondern spontan aus der Situation heraus. Jetzt kommen wir zur Technik. Damit das alles funktioniert, braucht man eine profunde Technik. Je besser, desto besser
Mit einer überragenden Technik ist's wie mit Beton: Es kommt darauf an, was man daraus macht (die Negativbeispiele seelenloser Technikmonster kennen wir alle). Man kann sich den "Luxus" des emotionlaen Spiels erst erlauben, wenn man sein Handwerkszeug zusammnen hat. Wenn man nur selbstverliebt sein Handwerk anwendet, bleibt man Handwerker. Man wird nie Künstler werden. Insofern gibt es für mich ein produktives Miteinander von Gefühl und Kontrolle.
In engem Zusammenhang stehen für mich hier die Aussagen des Buches zum gleichzeitggen Spielen und Zuhören - vielleicht der wichtigste Aspekt des Buches.
Ja, das ist ein tolles Buch, über das man noch viel schreiben kann ![]()
Keep On Groovin'
fwdrums
Hier ein Bild des neuen Chad Smith-Signature-Sets von den Aufnahmesessions zur neuen Glenn Hughes-CD (beim Kauf eines Komplettsets gibt's einen Teppich obendrauf).
Würden Sie von diesen Herren einen Gebrauchtwagen kaufen?
Keep On Groovin'
fwdrums
Hi Spacedrummer,
es waren wirklich 1.600 DM. Ich kann mich deshalb noch so gut daran erinnern, weil ich dafür richtig sparen mußte. Der Preis galt sogar eine ganze Weile. Später habe ich mir dann noch eine zwote BD zugelegt, deren Einzelpreis ich aber nicht mehr weiß.
Keep On Groovin'
fwdrums
OT: Ein Deal war noch besser: Ein einmalig bespieltes Sonor Lite in Maserbirke mit 10/12/13/16/22/14*7,25 für 2.200 DM. ca. Anfang der 90er.
Edith: Aufpassen!!!
Hi FAB,
kleiner Nachtrag: Es geht nicht im geringsten um Technik.
Ich finde unkonventionelle Herangehensweisen grundsätzlich gut, weil oft Neues und Interessantes dabei entsteht. Den Ansatz haben sie beim Songwriting beherzigt. Nur ist das allein kein Garant für Qualität. Und genau daran mangelt es der Angelegenheit für meine Begriffe. Aber ich bin jetzt besser still. Das ist einfach nicht meine Baustelle.Besser man fragt nicht einen Vegetarier, ob das Schnitzel o.k. ist.
Die Geschmäcker sind verschieden
fwdrums
Bei 2:08 war Schluß!
Oh Mann bin ich alt.
fwdrums