...ist die Trittbrettfahrer-Mentalität vieler Kollegen. Ich beziehe mich nicht auf die Aussagen dieses Threads, sondern auf meine Erfahrungen. Das Verhältnis von "mein Set zur Verfügung stellen" zu "auf einem Kollegenset spielen" verhält sich bei mir ca. 10:1. Kein Witz.
Viele Kollegen geben dabei eine jämmerliche Figur ab, wenn's drum geht, im Vorfeld zu klären, wessen Set auf die Bühne soll. Die Ausreden, das eigene Set zu stellen reichen von "ich hab vorher keine Zeit, weil blablabla" (Warum spielt er dann den Gig?) über "hab ein schlechtes Set" (Über was spielt er denn sonst?) bis zu "Du kommst mit meinem Aufbau nicht gut zurecht" (Er aber ungesehen mit meinem?) etcpp. Ich mache da inzwischen gar nicht mehr lange rum. Wenn ich merke, daß einer nicht will, stelle ich eben meins. Diese unselige Rumquatscherei und das Feilschen um jedes Kilo raubt mir nur Zeit und geht mir zudem gehörig auf den Nerv. Davon abgesehen, spiele ich natürlich lieber auf meinem Set, das gut ist und das ich in- und auswendig kenne. Und genau an diesem Punkt verstehe ich viele Kollegen nicht: Offensichtlich spielen viele über ein ihnen unbekanntes Set, nur weil sie zu faul sind, ihr eigenes Zeug mitzunehmen. Mein Set könnte ja auch der letzte Schrott sein oder klingen wie Hund. Mich beschleicht oft der Gedanke, daß der eine oder andere mit Bluesharp besser bedient wäre...
Keep On Groovin'
fwdrums