Hallo,
Ich habe irgendwann mal beschlossen, dass ich jedes Genre bedienen können möchte. Bei Metal hat es angefangen, dann ging es zum Rock, Funk, Disco, Hiphop, ... , zurück zum Funk, Blues.. dann kam der Jazz, bei dem ich erst mal stecken blieb (vielleicht stecke ich immer noch, ich bin mir da manchmal nicht so ganz sicher).
Nun bin ich in die eigenartige Situation gekommen, morgens Jazzstandards zu spielen und Abends eine Stunde den Grenzbereich des Metals zu ergründen. Zwischen den beiden Extremen versuche ich über den Tag einen geschmeidigen Übergang zu bilden.
Wenn ich mir erfolgreiche Schlagzeuger anschaue, scheint das ein recht seltenes Phänomen zu sein. Das lässt mich etwas an der Vereinbarkeit zweifeln, auch aus dem Grund, dass ich im Jazz ein Plateau erreicht habe..
Die Technik ist da, aber mit der Magie klappt es nicht immer. Jetzt frage ich mich, ob ich etwa mein Doppelpedal auf irgendeinem Altar opfern muss, um des Jazz' würdig zu sein?
Ich glaube der extreme Unterschied, speziell auf einem sehr kurzen Zeitraum, kann durchaus leicht zum Problem werden.
Zu oft verfällt man in Gewisse Gewohnheiten, die einem bevorzugt liegen, gefallen oder die am meisten bedient werden. Ich z.B. arbeite z.B. sehr viel mit der Hihat, nutze bis auf das Ride Becken eigentlich Becken sehr wenig bzw. zu wenig.
In speziellen Situationen, passt dann einiges nicht mehr so ganz, wirkt zu überladen und nicht passend (z.B. neige ich dazu, dann immer wieder zu viel mit der Hihat zu machen).
Evtl. hilft, mal eine Zeitlang speziell, einige Teile aus dem Set dann herauszunehmen, weg zu stellen/abzubauen zu begrenzen, und mal wirklich auf das nötigste zu beschränken.
Für Jazz mal ganz oder ziemlich minimlistisch nutzen, also nur Ride, Hihat, Snare, Bassdrum. Wenn man nur sehr wenig zur Verfügung hat, versucht man automatisch daraus "Alles" raus zu holen und konzentriert sich auf das wesentliche.
Ich kann mir schon vorstellen das z.B. der Umgang im extrem Metallbereich/Speedmetallbereich speziel den Füssen, der ja bis zur Automation "eingefleischt" ist, und dann der extreme Wechsel zum anderen Genre ein Problem darstellt.
Ich weiss nicht ob, es die Songs aus der Metallgeschichte es erlauben, in dem Bereich evtl. weniger auf Geschwindigkeit und nur Singels L/R was zu machen, mehr auf Technik, Figuren etc., dafür langsamer und weniger nicht kontinuierlich durch den Song .
Aber evtl. wäre das ein Ansatz, der Hilft.
Evtl. hilft dir so etwas.
Edith, nochmal kurz gesagt es groovt wahrscheinlich nicht, da spielt auch sehr viel was MS - SPO in seinem Post ausführt eine Rolle.
Ich weiss nicht ob du die Videos von Bernard Purdie kennst, ansonsten mal als Tipp, vor Allem mal wirklich auch zu hören was er so erzählt, speziell auch zum Tempo und Einfachheit, vor Allem "Enjoy/love What you doing"
ich persönlich fand die sehr hilfreich.
Wie gesagt das soll kein Patentrezept sein.
Hier noch ein schönes Video zum Thema Double bass
https://www.youtube.com/watch?v=NOJOACCcEgE