Beiträge von odd-meter1701

    Der Vorschlag von Katschi passt. Wenn Du die Form des Kessels nachbilden willst, brauchst Du mit der "Füllmethode" keine Klemmböckchen aus dem Drucker, es genügt z.B. ein Kuststoff-Teigeschaber oder ein anderes biegbares Kunststoffmaterial, das Du neben / nahe der Schadstelle beidseits mit Klemmen am Kessel befestigst. Besonders eignen sich natürlich auch entsprechende Ausschnitte eines passenden, alten Trommelkessels, mit solchen Abschnitten kann man dann auch mit Schraubzwingen richtig kräftig pressen, wenn es sein muss. Zum Trennen von Klebstellen und Unterlagen kann man beispielsweise auf die Klemmseite ein Paketband oder ein Kreppband aufkleben, der Spachtelmasse haftet dort nicht oder nicht gut, so dass man die Klemmung problemlos ablösen kann. Zum Auffüllen der Schadstelle kann man auch eine Mischung aus Sägemehl (nach Möglichkeit passend zum Holz) und Klarlack verwenden. Die Schadstelle ist vorliegend so minimal, dass sich meines Erachtens ein Ablängen und Neugraten nicht lohnt, die vorliegenden Hölzer sind nicht so hochwertig, dass die Reparatur eine Verschlechterung bringt, hörbar ist das sowieso nicht.


    Die zweite Schadstelle lässt sich so angehen, dass man Leim so tief als möglich einbringt und dann die Stelle mit einer Schraubzwinge spannt (nicht so massiv, dass es Druckstellen im Kessel bit, am besten so wie oben beschrieben mit Unterlage. Wie bringt man den Leim in die schmale Fuge? Einfacher Trick: man schneide sich zN aus dem Plastikband einer Snareabhebung oder aus einem alten Fell einen schmalen Streifen und kann damit in den Spalt gelangen und den Leim in die Tiefe schaffen. Nur oben auftragen und hoffen, dass er von selbst tief genug in den Spalt kommt nutzt nichts.

    Puh, das wird schwer. In meiner Jugend (ist schon eine ganze Weile her, ich denke, das war Ende der 80-er Jahre) hatte ich eine Schlagzeugzeitschrift abonniert. Die Hefte sind leider schon den Weg alles Irdischen gegangen... Ich habe das aber noch sehr deutlich vor Augen. Peter Erskine hatte noch berichtet, dass der Zahnarzt seinerseits einer der talentiertesten Drummer gewesen sei, die er je getroffen habe.

    Ich mache für meinen Bedarf so etwas selbst. Es hat schon ein Ski-Kinderhandschuh dran glauben müssen und eine Ikea-Fledermaus ... So manches Plüschtier eignet sich dafür hervorragend. Gibt es aber sicher auch zu kaufen. Dann gibt es auch keinen Ärger mit den Kindern.

    Das hört sich nach einem 16-er Messing-Crash an, eventuell mit ein paar größeren Bohrungen für einen etwas "dreckigeren" Sound, ich würde vielleicht die ein oder andere Sizzle-Niet noch probieren. Allerdings bekommst Du den hohen Ton auch bei "anständigen" B-20 Becken hin, wenn Du mit Stahlbesen arbeitest. Du solltest hierzu ebenfalls ein 16-er Crash ausprobieren. Dann wäre der klangliche Abstand zu der sicherlich sehr schönen Hihat nicht zu groß.

    So halb off the topic:


    ich kann als relativ frisch an der Schulter Operierter nur jedem raten, sich seine Schlagzeuggröße und Höhe (einschließlich der Becken) so zu wählen, dass man entspannt sitzen kann; das Vorbild sollten Klavierspieler sein, die nach Möglichkeit mit hängenden Schultern spielen. Als berühmtes Beispiel für einen nachhaltigen Wandel beim Schlagzeugaufbau möchte ich Peter Erskine, einen meiner Lieblingsschlagzeuger anführen. Schaut euch an, wie er noch mit Weather Report oder mit Jaco Pastorius bei dessen Invitation-Tour gespielt hat, und wie er schon seit vielen Jahren spielt. Er hat dazu in einem Interview ausgeführt, dass ihn sein Zahnarzt darauf gebracht habe, dass er sich mit dem hohen Aufbau körperlich irgendwann überfordere. Deshalb sind aus meiner Sicht kurze oder relativ kurze Kessel sinnvoll, und meistens tut es auch eine 20-er BD. Und wenn man sich dann auf ein HT reduziert, ist Platz für ein flaches Ride.

    Von dem Yamaha Stage Custom Advantage rate ich nachhaltig ab. Ich bin zwar von der Qualität der Yamaha-Instrumente - nicht nur bei den Drums - überzeugt, aber mein Stage Custom Advantage war klanglich echt tot. Vielleicht habe ich auch einen Ausreißer gehabt, aber vor allem mit der ST bin ich nicht klargekommen, obwohl ich viele Schlagzeuge besitze und noch mehr überholt habe. Da half kein Fellwechsel und keiner der üblichen Tricks und Kniffe. Die Kessel sind im Übrigen für den abgefragten Zweck zu tief. Das Nachfolgemodell ist wieder top, da gibt es nichts zu mäkeln.


    Aus meiner Sicht empfehlen sich vorliegend die Tama Hyperdrive.

    Ich denke, es ist immer entscheidend, was die Musik braucht. Wenn man einen guten Groove liefern soll, ist viel Gefrickel eher kontraproduktiv, dafür sind 4 on the floor bei vielen Sachen auch nicht die erste Wahl. Jedenfalls muss man sich aber zurücknehmen können, wenn es dem Groove dient, auch wenn es einen manchmal juckt. Ich habe - nach vielen Jahren vorwiegend Jazz, aber auch Weltmusik - die letzte Zeit mit einer Blues- und Funkband viele dazugelernt, nämlich wie förderlich es ist, sich ganz auf den Groove zu konzentrieren und eben auch mal lange Strecken straight und ohne Firlefanz zu spielen. Weniger ist eben oft mehr.

    Zu dem alten Sonor-Set aus NRW:


    Fürst und Hebbe haben recht, es ist kein Originalteil, sondern z.T. "verbastelt". Was gemacht wurde, sieht aber nicht schlimm aus, die BD hat im Vergleich zum Action gewonnen. Die Plastikböckchen sind besser als ihr Ruf, wenn man etwas pfleglich umgeht, ist dies kein Problem. Die Kessel sind klasse, und mit einem anderen Tomarm (Rohrdurchmesser 19 mm) und anderen Halteböckchen sind die Toms sehr gut zu gebrauchen, und auch die Bassdrum klingt amtlich. Die ST-Beine lassen sich durch Standardware ersetzen, die BD-Füße auch. Also: nichts für Sammler, aber als Einstieg in die Vintage-Drumwelt kann man damit etwas anfangen; wenn die Lackierung sauber ausgeführt ist: warum nicht belassen? Derzeit ist der Preis (175 Euro) noch ein bisschen hoch, unter 150 Euro wird es interessant. Für ein (richtiges) Champion musst Du deutlich mehr hinlegen.

    @ Ash Son:


    In diesem Forum tummeln sich sehr viele unterschiedliche Charaktere mit mehr oder weniger großem Mitteilungsbedürfnis, und oft schüttle ich den Kopf. Aber: das ist wohl praktisch in jedem Forum so, und hier gehen wir in aller Regel sehr pfleglich und nachsichtig miteinander um. Wer sich hierauf nicht einlassen will, sollte für sich die Konsequenzen ziehen. Man kann z.B. Themen meiden oder die Beiträge bestimmter Nutzer schlicht ignorieren. Ich persönlich finde es nicht gut, andere mit scharfen Worten anzugehen. Wir sollten zusehen, dass wir dem anderen wertschätzend begegnen. Kritik kann man üben, ohne dabei verletzend zu sein. Das gelingt hier auch, großes Lob an alle, in aller Regel prima!