Der Vorschlag von Katschi passt. Wenn Du die Form des Kessels nachbilden willst, brauchst Du mit der "Füllmethode" keine Klemmböckchen aus dem Drucker, es genügt z.B. ein Kuststoff-Teigeschaber oder ein anderes biegbares Kunststoffmaterial, das Du neben / nahe der Schadstelle beidseits mit Klemmen am Kessel befestigst. Besonders eignen sich natürlich auch entsprechende Ausschnitte eines passenden, alten Trommelkessels, mit solchen Abschnitten kann man dann auch mit Schraubzwingen richtig kräftig pressen, wenn es sein muss. Zum Trennen von Klebstellen und Unterlagen kann man beispielsweise auf die Klemmseite ein Paketband oder ein Kreppband aufkleben, der Spachtelmasse haftet dort nicht oder nicht gut, so dass man die Klemmung problemlos ablösen kann. Zum Auffüllen der Schadstelle kann man auch eine Mischung aus Sägemehl (nach Möglichkeit passend zum Holz) und Klarlack verwenden. Die Schadstelle ist vorliegend so minimal, dass sich meines Erachtens ein Ablängen und Neugraten nicht lohnt, die vorliegenden Hölzer sind nicht so hochwertig, dass die Reparatur eine Verschlechterung bringt, hörbar ist das sowieso nicht.
Die zweite Schadstelle lässt sich so angehen, dass man Leim so tief als möglich einbringt und dann die Stelle mit einer Schraubzwinge spannt (nicht so massiv, dass es Druckstellen im Kessel bit, am besten so wie oben beschrieben mit Unterlage. Wie bringt man den Leim in die schmale Fuge? Einfacher Trick: man schneide sich zN aus dem Plastikband einer Snareabhebung oder aus einem alten Fell einen schmalen Streifen und kann damit in den Spalt gelangen und den Leim in die Tiefe schaffen. Nur oben auftragen und hoffen, dass er von selbst tief genug in den Spalt kommt nutzt nichts.