Beiträge von odd-meter1701

    Nur mal so als Idee nebenbei:


    Wenn Du einen Beater nimmst und die Stange etwas biegst (ein leichtes Halbrund dürfte genügen) kommst Du die entscheidenden Zentimeter näher ans Fell. Einen alten Beater hat hoffentlich jeder von uns zuhause, falls nicht: gegen die Portokosten sende ich Dir gerne einen zu.


    Schönen Sonntag euch allen!

    Es geht ja nicht um eine streitige Diskussion, sondern um eine (nachgefragte) Empfehlung seitens erfahrener Schlagzeuger. Es ist ja überaus erfreulich, dass der Papa sich auch um gute Becken kümmert. Solch ideale Voraussetzungen haben nur wenige Anfänger.

    Ich kann die Zultan Caz - Serie uneingeschränkt empfehlen, mir hat es insbesondere des 21-er Sizzle-Ride angetan (die Sizzles kann man bei Bedarf entfernen) und das 19-er Crash, das man bei leisen Sachen auch als Ride verwenden kann.


    Die nicht abgedrehten Serien (z.B. Zultan Dune oder Zultan Raw) geben einen eher trockenen, erdigen Klang. Ich habe zwar auch solche Rides und nehme die für manche Stücke / Sounds sehr gerne, aber Allrounder sind solche Becken (egal ob von Zultan oder einem sonstigen Hersteller) nicht. Das gilt übrigens auch für die Hihatbecken. Falls die Chocolate klanglich nicht gefallen, bitte melden, ich habe gleichwertige abgedrehte türkische Hihats, dann können wir auch tauschen!

    Jetzt musste ich doch schmunzeln über die Diskussion, zu welcher Musik man Falts spielen können soll oder nicht, und dass Chinas nicht zu Blues passen ...


    Steve Jordan spielt bei den Stones auf der aktuellen Tour (auch) ein Flat und (auch) ein China

    Ich schließe mich an. Die gelben VF Tala Wands sind unerreicht. Die "nachgemachten" haben mich bisher nicht überzeugt. Also bitte weiter stöbern und gute Alternativen melden. Oder:


    wäre das nicht eine Idee für BAM!Sticks?


    Ich kenne keinen Drummer, der die gelben VF Tala Wands in den Händen gehalten und nicht sofort begeistert gewesen wäre!


    Die mir bekannten Alternativen kranken an den Dimensionen (solche Rods sollten nicht zu dünn sein, sonst werden sie zu leicht) oder an der Verarbeitung. Der Schaumstoffkern ist dabei ziemlich wichtig, ist er zu weich, ist der Rebound zu schwach, zu starr ist auch nichts. Ich habe mir auch mal welche nachgebaut (es gibt ja keine mehr zu kaufen) und dabei anstelle des Schaumstoffkern einen Silikonschlauch verwendet, das geht auch sehr gut. Es muss aber ein weicherer 8-mm-Schlauch sein, kein Kunststoffschlauch aus dem Baumarkt. Die grünen weichen Benzinschläuche in 8 mm gehen sehr gut. Für außen habe ich Bambusstäbe aus neuen, "billigen" Rods verwendet, das geht sicher besser hinsichtlich der Bambusqualität. Geht aber auch schlechter. Den hölzernen Innenkern und die Schlauchhülle habe ich von den ausgedienten VF Tala Wands verwendet (auch beim Original gehen die Bambusstäbe kaputt), den Schlauch habe ich auf den Holzkern (Holzstab) geklebt wie beim Original, also mittels Klebebandes, und dann den Kern mit den Ersatzstäben aus Bambus beklebt. Hülle wieder drüber, etwas angeschrumpft (mit Heißluftfön), gekürzt auf die richtige Länge und die scharfen Enden mittels Schleifmaschine abgeschrägt. Funktioniert ziemlich gut. Nicht ganz so wie das Original, der Ton kommt etwas härter und schärfer, die Rods sind aber auch ein wenig schwerer. Aber da könnte man als Profibetrieb ja etwas tüfteln und Rods unterschiedlicher Reboundstärke, je nach verwendetem Schlauch, anbieten. Ich stelle mich für Testzwecke selbstlos zur Verfügung! Wenn daraus ein Produkt wird, möchte ich ein kostenloses Exemplar (besser zwei, mit zwei Rods spielt es sich leichter als mit nur einem).

    Ich jedenfalls habe nach wie vor Spaß an den alten Sets und am Umbauen bzw. Restaurieren, trotz Corona.


    Was mich allerdings zum Fredthema irritiert, ist, dass es auf einen kürzlichen Fred zum diesjährigen Vintage-Drum-Meeting hier im Forum praktisch keine Reaktionen oder Beiträge gegeben hat. Wenn das nicht mal hier unter Drummern ein Thema ist, dann au weia ...

    Schau mal, wie Tommy Igoe den Mambo angeht, das kannst Du bei youtube aufrufen. Ich meine, das sollte ganz gut passen. Der Jazz-Mambo von Igoe passt noch besser! Wenn Du aber noch keine Erfahrung hast mit Latin oder Afro-Cuban wird es vermutlich schon ein wenig dauern, bis es groovt.

    Wenn die Schlagfolge verinnerlicht / automatisiert ist, solltest Du versuchen, Musik zu machen. Aus fast allem lässt sich ein Groove basteln, auf die Akzente kommt es an. Musik wird es (jedenfalls für mich) erst, wenn "gespielt" und nicht "gearbeitet" wird. Locker bleiben / werden!

    Leider ist es oft so, dass Kessel nicht plan sind, darin liegen die allermeisten Probleme beim Stimmen und Klingen. Also: Kessel auf eine plane Unterlage und schauen, ob es "Wellen" gibt. Wie man das gegebenenfalls hinbekommt, ist hier im Forum schon vielfach diskutiert / beschrieben worden.

    Kleiner Tipp noch zu der Ergänzung von Bruzzi, falls man keine passenden Schraubzwingen hat:


    Man nehme einen stabilen, runden (und natürlich passenden) Spannreifen und klemmt (mindestens) vier kleine Keile sachte zwischen Spannreif und Kessel, das funktioniert auch